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iPhone-X-Zahlen: Analysten müssen sich neu sortieren

03.05.2018 | 09:52 Uhr | Peter Müller

Vor der letzten Bilanzkonferenz bei Apple wollten die Horror-Meldungen nicht abreißen. Sogar Apple-Aktie hat gelitten.

Verfrühter Abgesang: Analysten müssen ganz offensichtlich ihre Instrumente anpassen, vor allem bezüglich der Einschätzung Apples. Konkret lagen die professionellen Marktbeobachter mit ihren schauderlichen Prognosen bezüglich schlechter Verkäufe des iPhone X daneben. Gescheitert sind die Prognosen wohl vor allem daran, dass die Lieferkette Apples höchst komplex ist und schlechte Zahlen aus sinkender Komponentenbestellungen bei einzelnen Zulieferern nur wenig über die gesamte Nachfrage aussagen. Apple konnte glaubhaft versichern, dass das iPhone X seit dessen Erscheinen im November stets das beste verkaufte iPhone war, trotz seines höheren Preises gegenüber iPhone 8  und iPhone 8 Plus. Also auch zu jenen Zeiten, in denen Bloomberg, Nikkei und Konsorten über Verkaufseinbrüche und drohender Einstellung des Produktes spekulierten.

Doch waren manche Quellen schon in den letzten Jahren durch nicht gerade präzise Vorhersagen aufgefallen, wie Apple Insider erinnert, Nikkei hatte etwa auch schon vom iPhone 7 behauptet, diese würde sich nur schleppend verkaufen. Auch der recht gut informierte Mark Gurman von Bloomberg lag gewaltig daneben mit seiner Behauptung, die Quartalszahlen würden seine Berichte über ein scheiterndes iPhone X bestätigen. Er hatte sich dabei vorwiegend auf Samsung als Zulieferer von OLEDs berufen und einem allgemeinen Rückgang der Nachfrage. Dabei ließ er das schwierige Wettbewerbsumfeld außer Acht und die Tatsache, dass Samsung selbst bestätigte, im High-End-Bereich sei die Nachfrage nach der Dispaly-Technik nach wie vor hoch. Was den hohen Preis betrifft: Apple hat darin Erfahrung, hochwertige Hardware zu hohen Preisen auf den Markt zubringen. Das ist dem Konzern auch mit dem iPhone X wieder gelungen.

Mögliche Ursachen für die oft fehlerhaften und dennoch veröffentlichten Berichte der Analysten und Finanzmagazine sind direkte Auswirkungen auf den Finanzmarkt, mehr dazu haben wir in unserem Bericht " Warum Wirtschaftsmagazine hinter Gerüchten her sind " gebracht.

Mehr dazu: " Miese iPhone-X-Verkäufe: Katastrophe oder Analysten-Geschwätz? "

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