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Jahresrückblick 2018: iPad

30.12.2018 | 08:29 Uhr |

Im Jahr 2018 stellte Apple seine iPads völlig neu auf, zumindest die Pro-Abteilung: USB-C statt Lightning, FaceID statt TouchID.

Was war es doch im "Jahr des iPad" einfach: Wenn man eines der schicken Tablets aus Cupertino wollte, musste man sich nur entscheiden, ob man auch unterwegs Internet braucht oder nicht. Über die gewählte Speicherkapazität bestimmte letztendlich der Geldbeutel. Und an Farben bekam man alle, so lange sie schwarz waren. Und am Ende des neunten iPad-Jahres? iPad Pro, neu, in zwei Größen. iPad Pro, nicht mehr so ganz neu, nur noch in einer Größe, einer dritten. Die vierte Größe bringt das iPad 6, das an sich schon recht veraltete iPad Mini 4 die fünfte. Dann gibt es auch noch bis zu drei Farben pro Modell. Und drei bis vier (!) Speichergrößen. Und natürlich nach wie vor die Wahl zwischen WiFi und WiFI+LTE. Hilfe!

Was aber auf den ersten Blick so unübersichtlich aussieht, folgt einer Strategie. Apple deckt nun einen Preisbereich von unter 400 bis über 1650 Euro ab. Das neue iPad Pro mit seinem A12X-Prozessor positioniert sich ernsthafter denn je als Alternative zum Laptop, ja, sogar zum Desktop – Mängel bestehen allenfalls noch bei der Software. Die günstigeren Geräte, wie das iPad Pro 10,5 und das iPad 9,7 sind mit ihren Chips aus dem Vorjahr immer noch hochaktuell und noch eine ganze Weile zukunftssicher. Einzig das iPad Mini harrt der Überarbeitung, da deuten aber erste Anzeichen darauf hin, dass Apple das im kommenden Jahr angehen wird.

Der Streit von 2018 geht bestimmt auch im Jahr 2019 weiter: Ist das iPad nun ein Computer? Und wenn nicht, warum denn nicht? Was dem iPad (Pro) vor allem fehlt, sind Funktionen, die man aus der Desktop-Welt kennt. Etwa unterschiedliche Benutzerkonten. Oder ein echtes Dateisystem, das den Anschluss von externen Speichern ermöglicht, auf die man beliebig Daten auslagern kann. Aber wenn das iPad auf diese Art und Weise zum Computer wird, ist es dann noch ein iPad?

Besonders die Pro-Modelle richten sich an Kreative aus allen Sparten. Mit dem Apple Pencil 2 und dem für das Frühjahr 2019 angekündigten vollwertigen Photoshop macht das iPad definitiv einen großen Sprung. Aber es wird den Computer im Atelier oder dem Tonstudio nicht ersetzen, dafür aber so weit ergänzen, dass man viele Tätigkeiten nach draußen verlagern kann. Das dürfte die Zukunft des iPad sein.

Was wir über die Gegenwart im Jahr 2018 geschrieben haben, lesen Sie hier nochmals:

iPad Pro 2018 im Test: Sinnvoller als ein Macbook? : Das neue iPad Pro 12,9 erweist sich im Test als elegant und leistungsstark, die Tastatur ist aber nicht jedermanns Sache.

iPad Pro fast so schnell wie ein Macbook Pro : Der im iPad Pro verbaute A12X erreicht im Mehrkern-Betrieb fast die gleiche Leistung wie ein deutlich teureres MacBook Pro.

Kann das iPad das Macbook ersetzen? : Das iPad ist ein Computer. Aber hat die Post-PC-Ära tatsächlich begonnen und werden Laptops wie Desktops bald überflüssig? Ein Ansichtssache.

Warum das iPad Pro (noch) keinen Mac ersetzt : Apples Plan scheint laut einer neuen Werbung aufzugehen: Das iPad Pro ist kurz davor, den Laptop als beliebtes mobiles Arbeitsmittel abzulösen. Allerdings spricht auch vieles dagegen. Fünf Gründe, warum das iPad Pro einen Computer nicht ersetzen kann.

Fünf Gründe, warum das iPad Pro nicht Ihr nächster Computer sein wird : Werbung verspricht immer viel. Apple jüngste Kampagne zum iPad übertreibt aber, meint unser Kollege Michael Simon.

iPad Pro kein ”Pro”? Ein Gegencheck: Der Test eines Kollegen bei "Business Insider" mit negativem Ergebnis hat uns stutzig gemacht: Er hat deswegen sein nagelneues iPad Pro zurückgegeben.

Das neue iPad Pro: Endlich wieder eine Revolution! In New York stellte Apple neben einem neuen Mac Mini und MacBook Air auch ein neues iPad vor. Das Rad erfindet Apple damit nicht neu - letztendlich handelt es sich hierbei immer noch um ein Tablet. Was man aber mit dem neuen Pro-Gerät alles anstellen soll, kommt einer Revolution so nahe, wie es schon lange kein technisches Gerät mehr schaffte.

iPad Pro - Spielen und Arbeiten wie auf einem Profi-PC :  Auf dem neuen iPad Pro ist Spielen und Arbeiten ein komplett neues Erlebnis. Das zeigen Programme wie NBA Mobile oder Photoshop.

iPad Pro mit USB-C und die Folgen für die Zukunft: Wenn wir die Apple Pencil Kompatibilität für ein USB-C iPad opfern mussten, dann soll es so sein. Leif Johnson legt die Vorteile der Entscheidung dar und ihre Folgen.

USB-C am iPad Pro: Pro und Contra : Es ist auf jeden Fall ein dünner Grat: Entscheidet sich Apple aber für USB-C anstatt Lightning am iPad Pro hat das Vorzüge und Nachteile, die einander sogar ähneln.

Günstig und leistungsfähig: iPad 2018 im Macwelt-Test: Das iPad von 2018, auch iPad 6 genannt, zeigt erstklassige Leistung und Akkulaufzeit, nur beim Display kann es nicht ganz mithalten.

iFixit kritisiert iPad 6: Gutes iPad, aber zu viel Klebstof f: Die Reparaturspezialisten haben das neue iPad zerlegt und finden viele Verbesserungen. Bemängelt werden aber viele verklebte Teile.

iPad Pro für Kreative –  Zeichnen und Bildbearbeitung : Apple preist das iPad Pro seit dem ersten Modell nicht nur als Computer der Zukunft, sondern vor allem als ideales Arbeitsgerät für Kreative an. Wir testen, wie gut sich das Modell von 2018 schlägt.

Das iPad Pro im Kreativ-Test – Videoschnitt: Apple preist das iPad Pro seit dem ersten Modell nicht nur als Computer der Zukunft, sondern vor allem als ideales Arbeitsgerät für Kreative an. Wir testen, wie gut sich das Modell von 2018 schlägt.

Warum Photoshop CC das iPad Pro voran bring t: Für 2019 hat Adobe eine vollwertige Version von Photoshop auf dem iPad angekündigt. Warum das für die Plattform wichtig ist.

iPad Pro, iPad, Mini – Welches iPad soll ich kaufen?: Das iPad Pro hat Apple runderneuert, das iPad 9,7 bleibt das Brot-und-Butter-Gerät. Nicht mehr lange wird es das Mini geben.

Apple Pencil 2 – Zauberstab ohne Wenn und Aber: Es wurde schon gemunkelt, dass Apple womöglich einen Nachfolger des Apple Pencil vorstellt. Ab 7. November kann man den neuen Pencil jetzt kaufen.

Neues Bendgate mit iPad Pro: Übertriebene Skandalisierung: Ein Youtuber hat bewusst eine Platte aus Metall und Glas verbogen – von einem Skandal keine Spur.

Die richtigen iPad-Apps für Studierende: Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht als Alternative erscheint: Als leichtgewichtiger Notebook-Ersatz kann das iPad im Studium punkten. Egal ob für Mitschriften oder die Gruppenarbeit, Videoprojekte oder Seminare: Mit den richtigen Apps ist das Gerät einem klassischen Notebook überlegen.

In elf Schritten zum schnelleren iPad: Ältere iPad-Modelle besitzen oft nicht mehr die Power, die sie einst hatten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie auch dem alten Gaul nochmal die Sporen geben.

Ming-Chi Kuo: iPad Mini 5 in der Mache: Der für gewöhnlich gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo prognostiziert ein weiteres iPad-Modell: Das totgeglaubte iPad Mini.

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