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JPMorgan-Boss: Bitcoin ist ein „Betrug“

13.09.2017 | 14:26 Uhr |

Der Chef der größten US-Bank bezeichnet Bitcoin als „großen Betrug“. Geeignet für Mörder, Drogenhändler und Nordkoreaner.

Jamie Dimon, Chef der größten US-Bank JPMorgan, hat bei einer Bankenkonferenz in New York Bitcoin als „Betrug“ bezeichnet, der irgendwann komplett zusammenbrechen werde. Die Kryptowährung passe nur zu Drogendealern, Mördern und Menschen, die in Nordkorea leben, sagte der Banker laut einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian.

Dimon erklärte außerdem, dass er jeden in seiner Bank sofort feuern würde, der ihm den Handel mit Bitcoin vorschlagen würde. Zum einen, weil dies gegen die Regeln der Bank verstoßen würde, und weil die betreffende Person „dumm“ sei. „Und beides ist gefährlich“, sagte Dimon.

Von der Tulpenblase zum Bitcoin-Crash

Dimon verglich in seiner Rede die Bitcoin-Hysterie mit der Tulpenblase in den Niederlanden im 17. Jahrhundert, als Tulpenzwiebeln zu Spekulationsobjekten wurden, im Preis zunächst stark anstiegen und dann schließlich der Markt plötzlich und komplett einbrach.  
Ein ähnliches Schicksal wie bei den Tulpenzwiebeln prognostiziert Dimon auch für Bitcoin. Der Einbruch bei Bitcoin, so Dimon, könne auch bei 20.000 US-Dollar oder auch viel später kommen, aber er werde letztendlich kommen. Schließlich sei Bitcoin kein „echtes Ding“. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass er niemandem eine Empfehlung über den Kauf oder Verkauf von Bitcoin geben wolle. „Meine Tochter hat Bitcoin gekauft, deren Wert  ist gestiegen, und nun denkt sie, sie sei ein Genie“, sagte Dimon laut anderen Medienberichten.

Die Kritik von Dimon an Bitcoin ist nicht neu. Seit Jahren wettert der Bank-Chef bereits gegen die Kryptowährung. Zu einer Zeit also, als diese noch einen Bruchteil des heutigen Werts hatte. Entsprechend zynisch fallen auch die Kommentare von Bitcoin-Befürwortern aus, weil die Kritik von einem Chef einer großen US-Bank kommt. Wie etwa von diesem Twitter-Nutzer. Dabei verweisen die Kritiker unter anderem darauf, dass JPMorgan neben anderen US-Banken eine wichtige Rolle bei der US-Finanzkrise ab 2007 spielte und erst nach Zahlung einer Strafe von 13 Milliarden US-Dollar die Verfahren gegen die Bank eingestellt wurden.

Bitcoin erhält Dämpfer

Zuletzt sorgte Bitcoin für Schlagzeilen, weil sich der Wert rasend schnell erhöhte, sich seit Jahresbeginn vervierfachte und zuletzt auch die Rekordmarke von 4.600 US-Dollar pro Bitcoin geknackt hatte .  Die Äußerungen von Dimon haben jetzt aber offenbar für einen Dämpfer gesorgt: Innerhalb der letzten 24 Stunden ist laut Coinmarketcap der Wert des Bitcoin um über 10 Prozent eingebrochen und liegt aktuell bei 3.850 US-Dollar. Einen wichtigen Einfluss für diese Entwicklung dürften aber die Berichte aus China haben, laut denen dort ein Verbot des Bitcoin-Handels drohe.

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