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Kardia Band von AliveCor erkennt hohen Kaliumspiegel

12.03.2018 | 10:50 Uhr |

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ist Zubehör für die Apple Watch nicht nur in der Lage, Arrthythmien im Puls zu erkennen.

Die Algorithmen des medizinischen Apple-Watch-Armbandes Kardia Band von AliveCor können nicht nur mit hoher Zuverlässigkeit Vorhofflimmern aus EKG-Daten erkennen, sondern auch hohe Kaliumwerte im Blut. Dies zeigt eine Studie in Zusammenarbeit mit der Mayo Clinic in Cleveland, in deren Rahmen die Software zwei Millionen EKGs aus den Jahren 1994 bis 2017 auswertete und eine Trefferquote zwischen 94 und 97 Prozent bei der Diagnose von Hyperkalämie erreichte. Diese ist Anzeichen für schwerere Krankheiten die zu Herzschädigungen führen können. Das medizinische Armband ist allerdings nicht billig, das Gerät kostet einmalig 200 US-Dollar und der Datenservice 100 US-Dollar jährlich.

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Das Kardia Band hatte im November 2017 als erstes Zubehör für die Apple Watch die Freigabe als medizinisches Gerät der US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten. Anders als die ab Werk in die Apple Watch eingebaute Pulsmessung mittels grüner LEDs ist das KardianBand in der Lage, ein komplettes EKG zu erstellen, wenn auch nicht in so bequemer Weise. Anwender müssen für die Messung das Armband noch mit dem Daumen der anderen Hand berühren und für gut 30 Sekunden so verweilen, die App muss dazu auf der Apple Watch gestartet sein. Die zugehörige iPhone-App schreibt ihre Daten in die Health-App von iOS, diese kann man dann an den Arzt. Die Auswertung der Pulsdaten und die Diagnose von Vorhofflimmern und Hyperkalämie erfolgt durch das Big-Data-Netzwerk Smart Rhythm, das selbst lernende Algorithmen einsetzt, also künstliche Intelligenz.

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