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Kaufberatung: Macbook Air und Macbook Pro 13 Zoll

12.07.2019 | 19:55 Uhr | Thomas Armbrüster

Nur noch drei Modelle kommen für den Einstieg in die Welt der portablen Macs in Frage. Apple hat neue Modelle aufgelegt und zwei alte ersatzlos gestrichen.

Nachdem Apple sein Macbook-Portfolio bereinigt und sowohl das alte Macbook Air als auch das kleine Macbook in Rente geschickt hat, hat man nun bei den kleinen Macbooks nun nur noch die Wahl zwischen drei Modellen: Macbook Air, Macbook Pro mit zwei Thunderbolt-3-Anschlüssen und Macbook Pro mit deren vier. Trotzdem ist die richtige Auswahl nicht immer leicht.

Das Macbook Air

Das 2018 grundlegend überarbeitete Macbook Air hat Apple im Jahr 2019 noch ein wenig verbessert. Wie alle aktuellen Macbooks verfügt es nun über die nochmals überarbeitete Tastatur , außerdem unterstützt der Monitor jetzt wie die anderen Macbooks True Tone. Mit dieser Technik passt sich der Bildschirm automatisch an das Umgebungslicht an. Ganz so großzügig ist Apple aber nicht gewesen, denn den beim Macbook Pro verwendeten erweiterten Farbraum P3 unterstützt das Macbook Air nicht. Auch die Bildschirmhelligkeit ist mit 400 Nits niedriger als beim Macbook Pro.

Das Macbook Air ist das einzige Macbook, dessen Prozessor mit zwei Kernen auskommen muss. Die anderen 13-Zöller haben Prozessoren mit vier Kernen. Auch bei der Grafik muss das Macbook Air zurückstecken. Zum einen hat die Grafikeinheit nur 24 Execution Units (EUs), und kann auch nicht wie bei den anderen Modellen auf 128 MB eDRAM zugreifen. Von daher ist es verständlich, dass das Macbook Air hinsichtlich der Leistung das untere Ende bildet. Dafür punktet es mit der längsten Akkulaufzeit, laut Apples Angaben 12 Stunden beim Surfen und 13 Stunden beim Filmeanschauen mit iTunes. Und etwas leichter ist das Macbook Air, der Unterschied beträgt aber nur etwas mehr als 100 Gramm. Bei den Grundmaßen sind dagegen alle 13-Zöller gleich. Und noch ein Unterschied: Das Macbook Air hat keine Touch Bar, sondern normale Funktionstasten, jedoch wie die anderen Macbooks einen Fingerabdrucksensor und den dazugehörigen T2-Sicherheitschip.

Das Macbook Pro

Äußerlich sind die beiden 13-Zoll-Modelle des Macbook Pro nur anhand der USB-C-Buchsen (mit Thunderbolt 3) zu unterscheiden . Das eine Modell hat davon zwei auf der linken Seite, das andere jeweils zwei auf beiden Seiten. Zusätzlich gibt es wie beim Macbook Air rechts den Kopfhöreranschluss. Tastatur, Touch Bar, Trackpad und Bildschirm sind bei beiden Modellen gleich. Als Prozessor verwendet das eine Modell (2x USB) Vierkerner aus Intels 8. Generation, die mit 15 Watt Leistungsaufnahme (TDP) angegeben sind, im anderen Modell (4x USB) verbaut Apple ebenfalls die 8. Generation mit 28 Watt TDP. Der Basis-Takt der CPU liegt beim 15-Watt-Prozessor bei 1,4 GHz, beim 28-Watt-Prozessor bei 2,4 GHz. Beim Turbo-Boost ist der Unterschied dagegen mit 3,9 GHz und 4,1 GHz deutlich geringer. Es gibt noch nicht sehr viele Geekbench-Einträge für die beiden Prozessoren . Sie deuten jedoch auf einen gar nicht so großen Abstand zwischen den CPUs hin. Statistisch sind diese Werte aber nicht so gut wie diejenigen für das Macbook Air, für das sehr viel mehr Messungen vorliegen. Aber erst Praxistests werden zeigen, wie und wo sich die Leistungen der beiden Modelle tatsächlich unterscheiden. Das Macbook Pro kann man beim Kauf jeweils mit einem schnelleren Prozessor aufrüsten lassen, mit 1,7 GHz beziehungsweise mit 2,8 GHz, was sich Apple jeweils mit 360 Euro bezahlen lässt. Beim Macbook Air gibt es keine Aufrüstoption.

Die Grafikeinheiten der beiden Modelle sind im Aufbau gleich. Sie haben jeweils 48 Execution Units (EUs) und werden durch 128 MB eDRAM unterstützt. Intel Iris Plus Graphics 645 und 655 unterscheiden sich nur durch die maximal mögliche Frequenz und die TDP. Da noch niemand das neue Macbook Pro mit 15-Watt-CPU auseinandergenommen hat, lässt sich auch noch nichts über das Kühlsystem sagen. Da aber schon das Macbook Pro ohne Touch Bar einen 15-Watt-Prozessor eingebaut hatte, könnte Apple das bisherige System mit nur einem Lüfter übernommen haben. Das 28-Watt-Modell hat wie bisher deren zwei. Beide Macbooks haben fast gleich große Akkus. Trotzdem gibt Apple für das 15-Watt-Modell nur dieselbe Laufzeit an wie bei der 25-Watt-Ausführung.

Update

Wie schon vermutet, verwendet das Macbook Pro mit 2 USB-C-Buchsen nur einen Lüfter, wie das ältere Macbook Pro ohne Touch Bar. iFixit hat das Macbook inzwischen zerlegt . Was iFixit ebenfalls herausgefunden hat: Sowohl die Thunderbolt-Anschlüsse als auch der Audioanschluss (inklusive Mikrofon und Touch-ID-Sensor) sind jeweils auf eigenen kleinen Boards untergebracht und lassen sich so einfach tauschen.

Die Preise

Nachdem Apple den Listenpreis für das Macbook Air auf 1249 Euro gesenkt hat, kostet das Macbook Pro mit zwei USB-C-Anschlüssen nur noch 250 Euro mehr. Für das Macbook Pro mit vier Anschlüssen sind nochmals 500 Euro draufzulegen, wobei aber berücksichtigt werden muss, dass es mit 256 GB SSD-Speicher ausgestattet ist, den sich Apple bei den anderen beiden Modellen mit üppigen 250 Euro Aufpreis bezahlen lässt. Denn diese werden leider weiterhin nur mit 128 GB in der Grundversion verkauft (es gibt jeweils auch eine Standardversion mit 256 GB SSD, die aber dann 250 Euro teurer ist). Ausstattungsbereinigt liegt der Unterschied zwischen den beiden Modellen des Macbook Pro also ebenfalls bei 250 Euro.

Mehr SSD-Speicher lässt sich bei allen Modellen ordern, wobei beim Macbook Air nun bei 1 TB Schluss ist, bisher gab es 1,5 TB. In das Macbook Pro kann man auch 2 TB einbauen lassen. Wer 512 GB Speicher möchte, muss beim Macbook Air und beim Macbook Pro mit 128 GB SSD 500 Euro mehr bezahlen. Beim Macbook Pro mit vier USB-C-Ports kostet diese Aufrüstung 250 Euro. Leider hat Apple hier nicht wie bei den größeren SSDs eine Preisanpassung vorgenommen . Eine SSD mit einem Terabyte bezahlt man beim Macbook Air und dem kleinen Macbook Pro mit 750 Euro, beim großen Macbook Pro mit 500 Euro. Und möchte man anstatt 8 GB Arbeitsspeicher 16 GB RAM haben, das ist das Maximum, ist der Aufpreis bei allen Macbooks gleich: 240 Euro.

Welches Macbook kaufen?

Das Macbook Air punktet vor allem mit seiner längeren Laufzeit, dem niedrigeren Preis und dem etwas geringeren Gewicht. Man muss aber bei Prozessor und Grafik Abstriche gegenüber dem Macbook Pro machen, und der Bildschirm ist weniger hell und hat einen kleineren Farbraum. Wem die Leistung und der sRGB-Farbraum ausreichen, sollte aber nicht das Basismodell nehmen, sondern schweren Herzens 250 Euro in die SSD mit 256 GB investieren. Dann bezahlt man mit 1499 Euro soviel wie beim Basismodell des Macbook Pro mit nur 128 GB SSD und bekommt ein Macbook, mit dem sich gut die alltäglichen Aufgaben wie Schreiben, Chatten, Mailen und Internetten erledigen lassen.

Vergleich MacBook Air/MacBook Pro 13 Zoll

Modell

Macbook Air

Macbook Pro 2 x USB-C

Macbook Pro 4 x USB-C

Preis

1.249,00 €

1.499,00 €

1.999,00 €

Technische Angaben

Display

13,3 Zoll Retina Display

13,3 Zoll Retina Display

13,3 Zoll Retina Display

Auflösung

2560 x 1600 Pixel

2560 x 1600 Pixel

2560 x 1600 Pixel

Farbraum

Voller Standard-Farbraum (sRGB)

Großer Farbraum (P3)

Großer Farbraum (P3)

Helligkeit

400 Nits

500 Nits

500 Nits

True Tone

Ja

Ja

Ja

Prozessor

1,6 GHz Dual Core i5 (i5-8210Y)

1,4 GHz Quad‑Core i5 (i5-8257U)

2,4 GHz Quad‑Core i5 (i5-8279U)

CPU-Takt

2x 1,6 GHz (Turbo Boost 3,6 GHz)

4x 1,4 GHz (Turbo Boost 3,9 GHz)

4x 2,4 GHz (Turbo-Boost 4,1 GHz)

CPU optional

1,7 GHz Quad‑Core i7, 4,5 GHz Turbo-Boost

2,8 GHz Quad‑Core i7, 4,7 GHz Turbo-Boost

Cache

4 MB Level 3

6 MB Level 3

6 MB Level 3

Leistungsaufnahme (TDP)

7 Watt

15 Watt

25 Watt

Arbeitsspeicher

8 GB 2133 MHz LPDDR3; 16 GB optional

8 GB 2133 MHz LPDDR3; 16 GB optional

8 GB 2133 MHz LPDDR3; 16 GB optional

Grafikchip

Intel UHD Graphics 617

Intel Iris Plus Graphics 645, 128 MB eDRAM

Intel Iris Plus Graphics 655, 128 MB eDRAM

Interner Speicher

128 GB Flash-Speicher/PCIe

128 GB Flash-Speicher/PCIe

256 GB Flash-Speicher/PCIe

Speicher optional

256 GB, 512 GB, 1 TB

256 GB, 512 GB, 1 TB, 2 TB

512 GB, 1 TB, 2 TB

Drahtlos

802.11ac Wi-Fi, Bluetooth 4.2

802.11ac Wi-Fi, Bluetooth 5.0

802.11ac Wi-Fi, Bluetooth 5.0

Externe Anschlüsse

2x USB-C (2. Generation bis zu 10 Gbit/s und Thunderbolt 3 bis zu 40 Gbit/s,), Kopfhöreranschluss

2x USB-C (2. Generation bis zu 10 Gbit/s und Thunderbolt 3 bis zu 40 Gbit/s,), Kopfhöreranschluss

4x USB-C (2. Generation bis zu 10 Gbit/s und Thunderbolt 3 bis zu 40 Gbit/s,), Kopfhöreranschluss

Lautsprecher, Mikrofon

Stereo-Laut­sprecher, drei Mikrofone

Stereo-Laut­sprecher, drei Mikrofone

Stereo-Laut­sprecher, drei Mikrofone

Kamera

FaceTime HD Kamera

FaceTime HD Kamera

FaceTime HD Kamera

Trackpad

Force Touch Trackpad

Force Touch Trackpad

Force Touch Trackpad

Sonstiges

Touch ID Sensor

Touch Bar mit Touch ID-Sensor

Touch Bar mit Touch ID-Sensor

Integrierter Lithium-Polymer-Akku

49,9 Wh, bis zu 12 Stunden drahtloses Surfen, 13 Stunden bei iTunes-Video-Wiedergabe

58,2 Wh, bis zu 10 Stunden drahtloses Surfen, 10 Stunden iTunes-Video-Wiedergabe

58 Wh, bis zu 10 Stunden drahtloses Surfen, 10 Stunden bei iTunes-Video-Wiedergabe

Größe (H/B/T) in cm

0,41 - 1,56/30,41/21,24

1,49/30,41/21,24

1,49/30,41/21,24

Gewicht

1,25 kg

1,37 kg

1,37 kg

Hat man 250 Euro zusätzlich in der Kasse, sollte man diese in das Basismodell des Macbook Pro mit 256 GB SSD investieren, was dann 1749 Euro kostet. Weniger Speicher würden wir auch hier nicht empfehlen. Sowohl der Prozessor als auch vor allem die Grafik des Macbook Pro machen deutlich mehr her als beim Macbook Air, und man bekommt einen Monitor mit größerem Farbraum. Was zum Beispiel beim Bearbeiten der Urlaubsfotos von Vorteil ist, da auch das iPhone diesen Farbraum verwendet. Investiert man dann weitere 250 Euro in eine SSD mit 512 GB, hat man für 1999 Euro eine gut ausgestattete Konfiguration, bei der man nicht so bald auf externen Speicherplatz angewiesen ist. Das wäre unsere Empfehlung für alle, die ein ausgewogenes, mobiles Arbeitsgerät haben wollen.

Benötigt man jedoch ein schnelleres Macbook Pro, sollte man unserer Meinung nach gleich zum größeren Modell greifen anstatt zum Prozessor mit 1,7 GHz. Das ist zum einen preisgünstiger, und zum anderen wird man auch noch mit zwei zusätzlichen USB-C-Anschlüssen belohnt. In einer Top-Ausstattung mit 16 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD ist man dann aber schon bei 2739 Euro angelangt. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Geekbench

Es gibt schon erste Messungen der beiden neuen Macbook-Pro-Modelle, diese Mittelwerte sind aber anders als beim Macbook Air von uns ermittelt.

Geekbench 4

Single Core

Multi Core

Macbook Air 2018

4007

7394

Macbook Pro 2019 2x USB-C

4646

16670

Macbook Pro 2019 4x USB-C

4950

18250

 

 

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