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Kompass-App am iPad verursacht Schiffsunglück

28.02.2017 | 14:24 Uhr |

Weil der Kapitän nur auf eine iPad-Navi setzte, kam es in Großbritannien zu einem Schiffsunglück.

Unzureichend: Apples Geräte dienen auch zur Navigation, haben dabei aber Einschränkungen, wie ein Brite namens David Carlin dieser Tage erfahren musste. Denn um sein altes Segelboot aus Marinebeständen auf Kurs zu halten verwendete er ein iPad – das funktionierte im Hafen auch wunderbar, doch sobald nach wenigen Dutzend Metern die Verbindung zum WiFi abbrach, war es auch mit der Navigation Essig. Das Boot driftete ab und geriet in die für Fähren reservierte Fahrrinne, eine Kollision war unvermeidlich, das Schiff sank und eine Geldstrafe folgte auf dem Fuß. Das alte Marineboot kollidierte mit einer dänischer Fähre, die 1400 Mal größer als das Boot war. Das ganze passierte im dichten Nebel, so hat der Kapitän auf dem größeren Boot den Unfall nicht mal bemerkt. Der 34-jährige Brite mitsamt der Begleitung musste aus dem Wasser gerettet werden. Interessanterweise müssen die beiden Kapitäne eine Strafe von 3000 Pfund zahlen.

Die britischen Zeitungen berichten leider nicht, welches iPad-Modell David Carlin und seine Gefährtin nutzten. Denn es gibt durchaus eine zuverlässigere Möglichkeit mit dem iPad zu navigieren – man braucht das iPad mit dem Zusatz "Cellular", also einer Option sich ins mobile Netzwerk mit einer Datenkarte einzuwählen. Dann funktioniert die Navi-App und sogar Fotos auf Facebook kann man fast unmittelbar posten.

Wir lernen daraus: iPad Pro – 800 Euro, Strafe für gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr - 3000 Pfund, Wissen über technische Zusammenhänge – unbezahlbar.

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