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Kurztest: Osram Smart+ – Es werde Licht mit Siri

19.01.2018 | 13:02 Uhr |

Das Licht per Sprachsteuerung ein- und auszuschalten ist eine leichte Übung. Siri und Homekit zeigen hier ihre Vorteile.

Gewiss: Es gibt Smart-Home-Lösungen, die braucht kein Mensch. Und solche, die Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Manche der schlauen Geräte, die so auf den Markt sind, vereinen beides in sich: Mangelnde Sicherheit und zweifelhafter Nutzen .

Hingegen ist Licht, das aufs Wort hört und sich mit der Stimme ein- und ausschalten oder in der Farbe ändern lässt, von einigem Nutzen. Daher buhlen viele Hersteller um die Gunst der Kunden. Nun auch Ledvance, das die Marke Osram übernommen hat und mit der Osram Smart+ eine leicht zu installierende und mit der HomeApp und Siri steuerbare E27-Leuchte anbietet.

Die Installation ist uns flott von der Hand gegangen, in der Lampe im Flur tat noch eine letzte 60-Watt-Glühbirne ihren Dienst. Dieses Licht schrie ohnehin geradezu nach einer längerlebigen Lösung, keine Birne mit Wolframfaden hat es aufgrund des häufigen Gebrauchs länger als ein Jahr an dieser Stelle ausgehalten, vom Energieverbrauch der Technik aus dem 19ten Jahrhundert ganz zu schweigen.

Die Osram Smart+ verspricht 60 Watt entsprechende Helligkeit und hat die gleichen Maße wie über Jahrzehnte etablierte Glühlampen und passt daher ohne Probleme in unsere, nun ja, etwas seltsame Leuchte ( siehe Video ). Die Home App auf dem iPhone findet die Smart+ sofort, in deren Schachtel finden wir einen neunstelligen Code, mit der wir das Gerät in unser Smarthome einbauen können. Mehr ist mit Home aber nicht zu machen – an und aus, das geht per Tipp.

Aber wir wollen ja mit dem Deckenlicht sprechen und so verlangen wir von Siri, das Licht ein und wieder auszuschalten. Wir können per Sprachbefehl auch die Farbe und die Helligkeit ändern, mehr braucht es ja nicht. Zumindest erwarten wir von einer Deckenleuchte im Flur nicht mehr, versucht haben wir es trotzdem. Siri rätselt aber, was wir mit buntem Licht oder Disco-Beleuchtung meinen und versteht nicht, dass wir alle drei Sekunden eine andere Farbe haben wollen.

Siri (hier auf der Apple Watch) versteht nicht alles, was mit Beleuchtung zu tun hat.
Vergrößern Siri (hier auf der Apple Watch) versteht nicht alles, was mit Beleuchtung zu tun hat.

Bietet uns die App des Herstellers mehr Vergnügen? Nein, denn diese ist in unserem Setting nicht zu gebrauchen, fordert sie doch bei der Einrichtung den auf dem Gateway aufgedruckten QR-Code zu senden. Wir haben aber keinen Gateway zum Testen bekommen, sondern nur das Leuchtmittel.

Aus dem gleichen Grund scheitert auch die Einbindung in das Alexa-Ökosystem, dies verlangt ebenfalls einen Gateway, mit dem das Echo Dot sprechen würde und das letztendlich die Lampen steuert.

Ein weiteres Setting müssen wir derzeit mangels passender Gerätschaften außer Acht lassen: Um unseren Mitbewohnern – Familienmitgliedern – den Zugriff auf die Sprachsteuerung zu gewähren, bräuchten wir auch im HomeKit Apples einen Gateway. Das wäre entweder ein Apple TV ab der vierten Generation oder ein Homepod. Nun ja … Letzteres ist noch nicht einmal in den USA, UK und Australien auf de Markt, aber immerhin schon in iOS 11.2.2 verankert. Es geht natürlich auch mit dem iPad als Steuerzentrale für das Home, dieses müsste aber immer zuhause bereit liegen. Für uns wenig praktikabel.

Gibt's doch gar nicht: HomePod kommt wohl in Kürze nach USA, UK und AUS
Vergrößern Gibt's doch gar nicht: HomePod kommt wohl in Kürze nach USA, UK und AUS

Fazit: "Siri, mach das Licht an!" – das kann in vielen Situationen recht praktisch sein. Die Osram Smart+ erscheint uns in ihrer Form als Einzelgerät aber eher für Single-Haushalte gedacht. Dafür ist der Preis recht günstig ( bei Amazon derzeit etwa 35 Euro ), kann man auf Gateway oder Homepod verzichten.

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