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Lattice Data: Apple kauft Firma für "Dark Data"-Analyse

15.05.2017 | 10:36 Uhr |

Der Kauf kommt wohl primär Siri zu Gute: Mit Hilfe der neuen Technologie wird die Assistentin auch unstrukturierte Daten verstehen.

Ein Mega-Merger ist nicht in Sicht und ergibt auch nicht unbedingt Sinn für Apple, doch übernimmt Cupertino weiterhin "von Zeit zu Zeit" kleinere Unternehmen. Nun ist es wieder soweit und Apple legt 200 Millionen US-Dollar für den Kauf von Lattice Data auf den Tisch, einen Spezialisten für sogenannte "Dark Data". Das Unternehmen sitzt in Menlo Park im Silicon Valley und ist aus einem Forschungsprojekt der Standford-Universität zu Analyse von bisher nicht verwertbaren Daten hervorgegangen. Die Software von Lattice bereitet diese Art von dunkler Materie so weit auf, dass sie für weitere Analysen verwertbar ist. Davon sollen vor allem das Machine Learning hinter Siri profitieren und Apples Assistentin noch schlauer machen.

Die so genannte "Dark Data" ist der größte Bestandteil der modernen digitalen Welt: Laut Techcrunch sind 70 bis 80 Prozent aller Informationen im Netz nicht strukturiert, das heißt, für herkömmliche Analyse-Tools nicht zugänglich. "Lattice Data" ist eine der Firmen, die unstrukturierte Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenbringen und daraus neue Informationen ableiten können. Ein ähnliches Projekt namens "Memex" betreibt seit Mitte 2016 Microsoft. Nicht von ungefähr verweist die Bezeichnung dieser unstrukturierten Daten auf die "Dunkle Materie" des Universums: Solche, die sich nur durch ihre gravitative Wechselwirkung bemerkbar macht, aber nicht sichtbar ist.

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