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Leapp will Umwelt mit Apple-Produkten schützen

18.05.2017 | 09:33 Uhr |

Jährlich entstehen Millionen Tonnen an Elektro-Müll. Die Ressorucen auf der Erde sind aber nur begrenzt. Das Startup leapp will Lösung dieses Problems sein und verkauft recycelte Apple-Produkte.

Viele Nutzer kennen diese Situation: Das „alte“ iPhone ist gerade einmal ein oder zwei Jahre alt, die nächste Apple Keynote kommt, Tim Cook stellt das revolutionäre neue iPhone-Modell vor – und schon möchte man das „alte“ iPhone am liebsten gegen das neueste Modell eintauschen. Das Problem dabei ist die Gefährdung von knappen Rohstoffvorräten, denn in vielen Smartphones sind bis zu 30 verschiedene, teils recht seltene Metallarten verbaut.

Die Bekämpfung von ständiger Rohstoffausbeutung der Erde hat sich das Startup namens L eapp bereits 2011 gesetzt. Nun zählt das Unternehmen als Vorreiter auf dem Refurbishment-Markt und hat mittlerweile 25 Stores in den Niederlanden, Belgien und in Deutschland, darunter in Düsseldorf, Duisburg und Aachen.

„Wir möchten, dass sich Konsumenten darüber bewusst sind, welch negativen Einfluss es auf unsere Umwelt hat, wenn man ständig das neuste Modell kauft. Denn wovon kommt nicht jedes Jahr ein neues, hippes Modell auf den Markt? Von unserer Erde. Darum entscheiden wir uns für Wiederverwendung – die unserer Meinung nach beste Art von Recycling“, so Rogier van Camp, CEO von Leapp.

Jedes Jahr entstehen rund 50 Millionen Tonnen an Elektro-Müll, laut Leapp wirft durchschnittlich jeder Deutsche sogar etwa 22 Kilogramm pro Jahr weg. Dies möchte Leapp verhindern und verkauft professionell generalüberholte Apple-Produkte.

Und das Geschäft boomt: „Unsere größte Herausforderung ist die Transformation vom Start-Up zum internationalen Scale-Up, um der Nachfrage gerecht zu werden. Wir möchten Leapp als internationale Marke etablieren“, so van Camp.

Welche Recycling-Maßnahmen Apple ergreift

Natürlich ist sich auch Apple der Problematik bezüglich der Verschwendung von Ressourcen bewusst und wirkt dieser mit einem ganz eigenen Recycling-Programm entgegen. Bereits vor über einem Jahr präsentierte Apple auf einer Keynote den Roboter Liam , welcher das iPhone innerhalb von 11 Sekunden komplett auseinander nehmen und somit wichtige Ressourcen wiederverwenden kann. Das ganze läuft unter dem Namen „ Apple Renew “. „Du kannst jedes Apple Gerät online und in jedem Apple Store recyceln. Für qualifizierte Geräte erhältst du den Geldwert. Entweder wird das Gerät für den Wiederverkauf generalüberholt oder wir recyceln seine Materialien verantwortungsvoll, damit sie wiederverwendet werden“, wirbt Apple auf seiner Webseite. In seinem letzten Umweltbericht hat das Unternehmen das hohe Ziel definiert, künftig neue Gerät komplett aus Recycling-Material zu bauen. Damit würde teils gefährlicher oder zweifelhafter Bergbau überflüssig. Für Apples Engagement in Sachen Umweltschutz bekam das Unternehmen bisher auch von entsprechenden Organisationen auf positive Resonanz. So lobte Greenpeace erst vor kurzem Apple für seine saubere Energie.

Auch darüber hinaus setzt Apple in der Produktions- und Lieferkette auf erneuerbare Energien und ermutigte in der Vergangenheit beispielsweise seine Zulieferer in China zu grüner Energie. So soll auch bald der Abbau von Kohle über und unter Tage nicht mehr nötig sein.

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