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LG 5K-Monitor: Am Mac top, am Windows-PC ein Flop?

08.05.2017 | 14:10 Uhr |

Der teure 5K-Monitor von LG ist für aktuelle Macbook Pro gedacht, unter Windows gibt es dagegen einige Probleme.

Apple bietet keinen eigenen Monitore mehr an, dafür gibt es mit dem 5K-Monitor von LG einen erstklassigen Ersatz. Erste Probleme mit der Abschirmung sind mittlerweile behoben, dank hoher Auflösung und guter Bildqualität könnte er auch für Windows-Nutzer interessant sein. Will man den Monitor allerdings an einem PC oder unter Bootcamp nutzen, gibt es mehrere Probleme. So berichtet unter anderem Linustechtips , dass es selbst mit Notebooks mit Thunderbolt 3-Schnittstelle viele Einschränkungen gibt. Das größte Problem: Die einzige Anschlussmöglichkeit ist eine Thunderbolt-3-Schnittstelle, wie sie bei Windows-Rechnern noch vergleichsweise selten sind. Selbst bei Rechnern mit einer solchen Schnittstelle, etwa einem Razer Blade, kann man als maximale Auflösung aber nur 4096 x 2304 auswählen – also eine 4K-Auflösung statt der vollen 5K-Auflösung. Apples Thunderbolt-3-Schnittstelle unterscheidet sich nämlich technisch von anderen Thunderbolt-3-Schnittstellen und kombiniert offenbar mehrere Display-Port-Signale. Kann ein Macbook Pro doch sogar mehrere 5K-Monitore ansteuern. Aber auch Bootcamp-Nutzer , die Windows auf einem Macbook Pro von 2016 verwenden, steht das Display offenbar nur nach einem Treiber-Update und nur mit 4K-Auflösung zur Verfügung. Dieses Problem könnte aber ein Softwareupdate beheben.

Ein weiterer Nachteil: An einem Windows-Rechner oder unter Bootcamp gibt es keine Möglichkeit, Monitor-Einstellungen wie die Helligkeit zu ändern. Anscheinend ist nur die Lautstärke der integrierten Lautsprecher einstellbar. Der letzte Nachteil: Es gibt von LG mit dem LG Screen Manager ein eigenes Dienstprogramm für den Monitor, das für das Aktualisieren der Firmware und eine Screen-Split-Funktion zuständig ist. Bisher ist dieses Tool aber nur als Mac-Version verfügbar.

Für Windows-Anwender sind deshalb wohl 5K-Monitore von HP oder Philips die bessere Lösung. Diese sind allerdings auch nicht ganz problemlos, so basieren sie auf zwei Display-Port-Schnittstellen. Man braucht für ihre Nutzung also einen Desktop oder ein Notebook mit mindestens zwei Display Port-Schnittstellen – wie sie nur wenige Notebook wie HPs ZBook 17 G2 bietet.

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