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Libre Office 6.2 veröffentlicht – zwei neue Oberflächenvarianten vorgestellt

08.02.2019 | 13:56 Uhr | Stephan Wiesend

Die aktuelle Version von Libre Office bietet viele Verbesserungen und zwei neue Ansichtsoptionen.

Neben Microsoft Office und iWork ist sich auf dem Mac auch das kostenlose Open Office recht beliebt.  Wählen kann man dabei zwischen den beiden Versionen Open Office von Apache und Libre Office der Document-Foundation. Vor allem Letztere wird kontinuierlich aktualisiert und verbessert, angeboten wird sie von der Foundation in zwei Varianten: Für Unternehmen oder auf Stabilität bedachte Anwender gibt die die ältere Version 6.1.5., alle neuen Funktionen gibt es dagegen nur in der jetzt erschienenen Version 6.2.0. Zwischen Versionen für Linux, Windows und Mac kann man wählen, die Mac-Version läuft ab Mac-OS X 10.9. Schade: Die deutschsprachige Oberfläche muss man weiterhin separat herunterladen und eigens installieren .

Oberfläche

Als eine der wichtigsten Neuerungen bietet Libre Office 6.2 die neue so genannte NotebookBar an, dabei handelt es sich um zwei neue Darstellungsoptionen. Eine der neuen Darstellungsarten nennt sich TabbedUI, in der deutschen Sprachversion mit „In Registern“ übersetzt. Man kann diese Darstellung über „Ansicht > Benutzeroberfläche“ auswählen. Sie soll Benutzer von MS Office eine vertraute Bedienoberfläche bieten. Alternativ gibt es eine weitere neue Darstellungsoption namens „Gruppiert kompakt“ oder auch Grouped Compact UI. Über ein Ausklappmenü hat man mit zwei Klicks Zugriff auf alle Funktionen. Auch an den Symbolstilen gab es einige Neuerungen.

Neu ist auch eine Registeransicht.
Vergrößern Neu ist auch eine Registeransicht.
© Libre Office

Neue Funktion

Zu den neuen Funktionen gehört ein verbessertes Hilfesystem, so werden Suchbegriffe nun schon während der Eingabe hervorgehoben und orientieren sich am jeweils gewählten Modul. Die Kontextmenüs wurden laut Projekt außerdem etwas aufgeräumt, um ein einheitlicheres Erscheinungsbild über alle Module zu bieten. Verbessert: Die Aufzeichnung von Änderungen in einem Dokument soll performanter sein, auch die bekannt gute Kompatibilität mit anderen Dateiformaten wurde weiter ausgebaut.

Neu in der Textverarbeitung Writer: Man kann Inhalte aus Tabellenblättern erstmals direkt in vorhandene Tabellen einfügen, bisher wurden sie nur als Objekte eingefügt.

Interessant für Tabellen-Nutzer: Es gibt eine neue Funktion namens REGEX für das Abgleichen von Text mit regulären Ausdrücken. Mit dem Regressionswerkzeugt kann man jetzt zudem mehrdimensionale Regressionsanalysen durchführen.

Neues gibt es auch zur Grafik-Komponente: Bearbeitet man in Impress & Draw eine Animation, ändert man nun den Bewegungspfad, indem man einfach an den Kontrollpunkten zieht. Ergänzt wurden außerdem einige textbasierte Zeichenstile und im Format-Menü ein neues Untermenü für Tabellen.

Überarbeitet wurde übrigens auch die Cloud-Version Libre Office Online. So soll die Oberfläche für mobile Endgeräte reaktiver sein und wurde weiter vereinfacht.

Eine Übersicht der Neuerungen hat das Projekt auch in einem Video zusammengefasst .

Beitragende

Wie das Projekt berichtet, stammt der Programmcode der neuen Funktionen von einer großen Community an Beitragenden: Dabei sollen 74 Prozent der so genannten Commits von Entwicklern im Beirat der Stiftung wie Collabora, Red Hat und CIB stammen, außerdem von der Stadt München und SIL. Die restlichen 26 Prozent stammen von einzelnen Freiwilligen. Zusätzlich gebe es aber noch eine globale Gemeinschaft von Freiwilligen, die sich um Dinge wie Qualitätssicherung, Lokalisierung, Design, UX, Hilfesystem und weitere Aufgaben kümmere.

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