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Little Snitch 4: Neue Version der Sicherheitssoftware erschienen

07.07.2017 | 12:41 Uhr |

Die neueste Ausgabe der „umgekehrten Firewall“ bietet Funktionen wie die Anzeige der Verbindungen auf einer Weltkarte.

Das Sicherheitsprogramm Little Snitch von Objektive Development soll den Mac von Hackern und Datenspionen absichern und erfüllt diese Aufgabe schon seit vielen Jahren hervorragend. Verdächtige Netzwerkverbindungen eines Programms meldet das Tool mit einem Popup-Fenster, auf Wunsch kann man nähere Informationen über diese Datenverbindung aufrufen. Beliebt ist das Netzwerktool vor allem bei erfahrenen Anwendern. Das Prinzip der „umgekehrten Firewall: Das Tool meldet, wenn eine App unerwünscht „nach Hause telefoniert“. Dies kann völlig harmlos sein, verdächtig wird es aber beispielsweise, wenn eine PDF-Datei einen Server in Russland kontaktieren will. Nicht ohne Grund werden neue Mac-Schädlingen oft von Little Snitch-Nutzern zuerst entdeckt - und viele Mac-Schädlinge überprüfen, ob Litttle Snitch auf einem Mac installiert ist, bevor sie aktiv werden,

Größter Nachteil des Programms ist aber die Fülle an Meldungen, die es initiieren kann. So verbinden sich auch simpelste Programme ständige mit Cloud-Diensten oder Updateservern, ob eine neue Programmversion verfügbar ist.

Bei der neuen Version 4 will der Hersteller offenbar Einsteiger mehr ansprechen, so kann man bei der Erstinstallation zwischen einem verbesserten Leise-Modus und Warn-Modus wählen. Nur beim Warn-Modus, der für erfahrene Anwender gedacht ismt wird man weiter über jede Netzverbindung per Popup informiert. Vor allem unerfahrene Anwender waren wohl von der Vielzahl der Meldungen überfordert, die das Programm kurz nach der Einrichtung einblendet. So sind Netzverbindungen von macOS Diensten wie App Store, Datumsabruf und iCloud-Dienste fast ständig aktiv.

Eine Liste aller aktiven Netzverbindungen verwaltet der Netzwerkmonitor, der in der neuen Version mit einer Weltkarte ausgestattet wurde. Wählt man hier beispielsweise die Netzwerkverbindungen von Apple Foto-Programm aus, zeigt die Weltkarte den Weg der Datenverbindung – von Deutschland zu einem Apple-Server in Los Angeles. In einer Infoleiste am rechten Rand kann man zu jeder Verbindung Zusatzinformationen abrufen. Über eine umfangreiche Datenbank erklärt etwa der so genannte Recherche-Assistent die Aufgabe der meisten Systemprozesse und anderer Netzverbingungen in deutscher Sprache. Profis steht eine Vielzahl nützlicher Zusatzfunktionen zur Verfügung. Man kann etwa verschiedene Profile erstellen, die Privatsphäre anderer Nutzer respektieren und ihre Verbindungsziele nicht anzeigen und eine Karte als so genannte Schnappschuss speichern.

Verbessert hat der Hersteller in der aktuellen Version unter anderem die Meldungen, so zeigen diese etwa die Gültigkeit der Signatur und man kann eine Meldung einfach minimieren. Auch die Regeln wurden verbessert. So kann man bei Erstellung einer Regel auf eine gültige Signatur achten lassen. Neu ist außerdem, dass der Netzwerkfilter statt IP-Adressen Deep Packet Inspection nutzt, was die Zuverlässigkeit erhöht.

Eine Einzellizenz kostet 45 Euro, eine Familienlizenz ist für 89 Euro zu haben. Mindestsystemvoraussetzung ist OS X 10.11.

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