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Little Snitch 4: Neue Version der Sicherheitssoftware erschienen

07.07.2017 | 12:41 Uhr | Stephan Wiesend

Die neueste Ausgabe der ÔÇ×umgekehrten FirewallÔÇť bietet Funktionen wie die Anzeige der Verbindungen auf einer Weltkarte.

Das Sicherheitsprogramm Little Snitch von Objektive Development soll den Mac von Hackern und Datenspionen absichern und erf├╝llt diese Aufgabe schon seit vielen Jahren hervorragend. Verd├Ąchtige Netzwerkverbindungen eines Programms meldet das Tool mit einem Popup-Fenster, auf Wunsch kann man n├Ąhere Informationen ├╝ber diese Datenverbindung aufrufen. Beliebt ist das Netzwerktool vor allem bei erfahrenen Anwendern. Das Prinzip der ÔÇ×umgekehrten Firewall: Das Tool meldet, wenn eine App unerw├╝nscht ÔÇ×nach Hause telefoniertÔÇť. Dies kann v├Âllig harmlos sein, verd├Ąchtig wird es aber beispielsweise, wenn eine PDF-Datei einen Server in Russland kontaktieren will. Nicht ohne Grund werden neue Mac-Sch├Ądlingen oft von Little Snitch-Nutzern zuerst entdeckt - und viele Mac-Sch├Ądlinge ├╝berpr├╝fen, ob Litttle Snitch auf einem Mac installiert ist, bevor sie aktiv werden,

Gr├Â├čter Nachteil des Programms ist aber die F├╝lle an Meldungen, die es initiieren kann. So verbinden sich auch simpelste Programme st├Ąndige mit Cloud-Diensten oder Updateservern, ob eine neue Programmversion verf├╝gbar ist.

Bei der neuen Version 4 will der Hersteller offenbar Einsteiger mehr ansprechen, so kann man bei der Erstinstallation zwischen einem verbesserten Leise-Modus und Warn-Modus w├Ąhlen. Nur beim Warn-Modus, der f├╝r erfahrene Anwender gedacht ismt wird man weiter ├╝ber jede Netzverbindung per Popup informiert. Vor allem unerfahrene Anwender waren wohl von der Vielzahl der Meldungen ├╝berfordert, die das Programm kurz nach der Einrichtung einblendet. So sind Netzverbindungen von macOS Diensten wie App Store, Datumsabruf und iCloud-Dienste fast st├Ąndig aktiv.

Eine Liste aller aktiven Netzverbindungen verwaltet der Netzwerkmonitor, der in der neuen Version mit einer Weltkarte ausgestattet wurde. W├Ąhlt man hier beispielsweise die Netzwerkverbindungen von Apple Foto-Programm aus, zeigt die Weltkarte den Weg der Datenverbindung ÔÇô von Deutschland zu einem Apple-Server in Los Angeles. In einer Infoleiste am rechten Rand kann man zu jeder Verbindung Zusatzinformationen abrufen. ├ťber eine umfangreiche Datenbank erkl├Ąrt etwa der so genannte Recherche-Assistent die Aufgabe der meisten Systemprozesse und anderer Netzverbingungen in deutscher Sprache. Profis steht eine Vielzahl n├╝tzlicher Zusatzfunktionen zur Verf├╝gung. Man kann etwa verschiedene Profile erstellen, die Privatsph├Ąre anderer Nutzer respektieren und ihre Verbindungsziele nicht anzeigen und eine Karte als so genannte Schnappschuss speichern.

Verbessert hat der Hersteller in der aktuellen Version unter anderem die Meldungen, so zeigen diese etwa die G├╝ltigkeit der Signatur und man kann eine Meldung einfach minimieren. Auch die Regeln wurden verbessert. So kann man bei Erstellung einer Regel auf eine g├╝ltige Signatur achten lassen. Neu ist au├čerdem, dass der Netzwerkfilter statt IP-Adressen Deep Packet Inspection nutzt, was die Zuverl├Ąssigkeit erh├Âht.

Eine Einzellizenz kostet 45 Euro, eine Familienlizenz ist f├╝r 89 Euro zu haben. Mindestsystemvoraussetzung ist OS X 10.11.

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