2285791

Mac Mini: 1000 Tage seit dem letzten Update

13.07.2017 | 11:25 Uhr |

Das älteste Gerät in Apples Portfolio ist der Mac Mini, der sein letztes Update im Oktober 2014 erhielt. Kommt kein Nachfolger mehr?

Am 16. Oktober 2014 zeigte Apple auf einem Special Event das iPad Air 2 , das noch dünner wurde als sein ohnehin schon dünner Vorgänger. Seither hat es mehrere Updates für das Tablet gegeben, zwei Generationen iPad Pro in zwei Größen, seit Frühjahr 2017 ist das Air 2 auch nicht mehr erhältlich, es wurde durch das iPad 9,7 als Einsteigergerät abgelöst.

Am 16. Oktober 2014 zeigte Apple auf einem Special Event einen iMac 27 Zoll mit Retina-Display. Den gibt es nach wie vor in dieser Form, nur hat es seither zwei Prozessorupgrades gegeben, das aktuelle Modell läuft nun mit Kaby Lake, der siebten Generation von Intels Core-Chips.

Am 16. Oktober 2014 zeigte Apple auf einem Special Event eine neue Fassung des Mac Mini, mit der damals schon ein Jahr alten vierten Core-Generation. Dieses Modell gibt es seither unverändert im Apple Store, seit gestern sind das 1000 Tage.

Nicht nur der Buyers Guide der Kollegen von MacRumors sagt daher: Besser nicht kaufen. Denn nach so langer Zeit müsste doch allmählich eine neue Fassung herauskommen? Zwei Jahre hatte sich Apple zwischen dem vorletzten und dem letzten Mac Mini Zeit gelassen, dass es nun schon fast drei sind, lässt jedoch befürchten, der Mac Mini aus dem Herbst 2014 könnte der letzte seiner Art sein und ebenso still aus dem Store verschwinden wie der von der Zeit überholte iPod Classic.

Kommentar: Aus für den Mac Mini

Auch diesem trauern manche Nutzer nach, aber das Angebot von Musik hat sich seither massiv verändert, Stichwort Streaming. Der Bedarf für den Mac Mini besteht aber nach wie vor unverändert. In Büros, als unkomplizierte und nicht allzu teure Office-Maschine. In Bildungseinrichtungen als preiswerter Einsteiger-Mac, an den man die vorhandenen Monitore und Tastaturen anhängen kann. Bei Grafikern, die Proof-Monitore benötigen und mit dem spiegelnden iMac-Bildschirm wenig anfangen können, denen aber ein ausgewachsener Mac Pro zu teuer ist.

Diesen hatte Apple immerhin nach fast vier Jahren im April dieses Jahres mit neuen Chips aktualisiert und dabei einen grundsätzlichen Fehler in der Konzeption eingeräumt: Die elegante, schnelle und leise Maschine ist nicht für alle professionellen Ansprüche zu gebrauchen, ein neuer und wieder modularer Mac Pro sollte schon im nächsten Jahr diese Lücke schließen.

Zum Mac Mini hatten Apples Verantwortliche im Frühjahr aber nicht viel zu sagen. Dieser bleibe ein wichtiger Bestandteil des Angebots. Fragte man nach der WWDC, bei der Apple den iMac Pro für den Dezember dieses Jahres vorankündigte, wieder nach, bekam man allenfalls vielsagendes Schweigen. Grafiker mit Bedarf für Proof-Monitore würden ja ohnehin mehr als einen Bildschirm benötigen, das geht als auch gut mit iMac oder Macbook Pro.

Zugegeben: Gerade in den letzten 1000 Tagen hat sich hinsichtlich Monitore viel getan, so mancher denkt beim Umstieg auf einen neuen Rechner auch daran, sich ein hochauflösendes Display anzuschaffen, wie es der iMac seit 1000 Tagen bietet. Wer aber seit Jahren einen Workflow mit einem teuren und hochwertigen Monitor etabliert hat, benötigt keine neue Mattscheibe, sondern frische Rechenleistung. In einem kompakten und eleganten Gehäuse. Mit der neuesten oder beinahe neuesten Chipgeneration. Es ist höchste Zeit für einen neuen Mac Mini. Apple könnte das aber anders sehen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2285791