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Macbook Pro 2017 Review: Die Zukunft beginnt mit Kaby Lake

14.06.2017 | 09:13 Uhr |

Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat Apples neuester Laptop einen riesigen Sprung in Sachen Leistung hingelegt. Mit dem kommenden Betriebssystem macOS High Sierra dürfte sich das Potential noch weiter steigern.

Haben Sie während der letzten Keynote der Worldwide Developers Conference ein paar Schreie der Verzweiflung aus dem Publikum gehört? Falls ja, dann kamen diese sicherlich von Nutzern, die erst in den letzten paar Wochen ein neues Macbook Pro gekauft haben. Denn während der WWDC präsentierte Apple ein Upgrade, welches die Macbook-Pro-Modelle aus dem Herbst letzten Jahres recht alt aussehen lässt.

Naja, ganz so dramatisch ist es nun auch wieder nicht. Denn rein äußerlich hat sich im Zuge des Macbook-Pro-Upgrades gar nichts verändert, die Neuerungen sind alle im Inneren zu finden. Unsere Testergebnisse zeigen, dass die neue Pro-Reihe deutlich an Schnelligkeit gewonnen hat.

Das hat sich verändert

Die Veränderungen des Macbook Pro sind alle im Herzen des Geräts zu finden. Alle Macbook-Pro-Modelle sind nun mit Intels Kaby-Lake-Prozessoren ausgestattet, welche den derzeitigen Skylake Prozessor ersetzen. Bei unserem Test haben wir einen Kaby Lake 2,9 GHz Quad-Core Core i7 mit einen Skylake 2,7GHz Quad-Core Core i7 verglichen.

Eine weitere große Veränderung ist die Grafik-Technologie. Das rund 2.800 US-Dollar teure Modell besitzt nun eine Intel HD Graphics 630 anstatt einer Intel HD Graphics 530, der 4 GB Radeon Pro 460 Grafik-Chip wurde durch einen 4 GB Radeon Pro 560 ersetzt.

Das ist gleich geblieben

Im Prinzip ist alles andere beim Alten geblieben. Das Aluminium-Gehäuse ist immer noch das gleiche wie zuvor, der Käufer muss sich immer noch zwischen Space Gray oder Silber entscheiden. Auch die Größe und Auflösung des Displays, sowie die Anschlüsse via Thunderbolt 3 haben sich nicht verändert. Das Force-Touch-Trackpad wurde ebenfalls nicht angerührt.

Die Touch Bar

Das Debut der Touch Bar auf dem Macbook Pro fand im Herbst letzten Jahres statt. Seitdem hat sich nichts verändert. Meine persönliche Erfahrung mit der Touch Bar? Ich nutze sie wahrscheinlich deutlich weniger, als es sich Apple gerne wünschen würde. Standard-Anwendungen, wie die Helligkeit oder Lautstärke einstellen, funktionieren hervorragend und fühlen sich auch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr natürlich an. In machen Programmen, wie beispielsweise Final Cut, mag ich nicht mehr auf die Touch Bar verzichten, in anderen Programmen fühlt es sich dahingegen noch etwas befremdlich an. Aber auch das ist wahrscheinlich einfach alles eine Frage der Zeit und Übung.

Leistungsverbesserungen

Die Ergebnisse unseres Benchmark-Tests zur Schnelligkeit des 2,9GHz 15-Zoll Macbook Pro zeigen einen signifikanten Leistungsanstieg gegenüber dem Vorgänger:

Im Geekbench 4.1 erzielte das 2,9 GHz Macbook Pro eine Punktzahl von 4739, was im Vergleich zum Vorjahresmodell einer Steigerung von 16 Prozent entspricht.

Geekbench 64-bit Single-Core und Multi-Core CPU Test
Vergrößern Geekbench 64-bit Single-Core und Multi-Core CPU Test

Kaby Lake und macOS High Sierra

Kaby Lake unterstützt eine spezielle Technologie, welche die Video Performance deutlich erhöht – besonders bei 4K-Videos. Dank Kaby Lake können 4K-Videos nicht nur schneller en- und dekodiert werden, darüber hinaus verlängern sich auch die Akkulaufzeiten. Die hierfür notwendigen Software-Treiber werden aller Voraussicht nach mit dem kommenden macOS High Sierra zur Verfügung stehen. Eines der Hauptfeatures in High Sierra ist der von Apple beworbene Support für den 4K HEVC Codec.

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