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Macbook Pro 2018: Das ist neu

20.07.2018 | 10:34 Uhr | Stephan Wiesend

Die neue Generation der Macbook Pro bringt viele kleine Verbesserungen, wir listen alle Neuerungen auf.

Update vom 20.07.2018:

Verbesserung im Detail: Die achte Generation der Intel-Core-Prozessoren in den neuen Macbook Pro haben fĂŒr 13-Zoll-Modell eine wesentliche Konsequenz: Da sie bis zu 16 PCI-Express-Spuren unterstĂŒtzen, sind die vier Thunderbolt-AnschlĂŒsse nun alle auf maximale Geschwindigkeit ausgerichtet. Die Modelle von 2016 und 2017 hatten an den Ports an der linken Seite nicht die volle Geschwindigkeit zur VerfĂŒgung gestellt und auf der rechten Seite nicht die volle Bandbreite. Diese EinschrĂ€nkungen bestehen nun nicht mehr, bestĂ€tigt Apple.

UrsprĂŒngliche Meldung vom 16.07.2018:

Apple hat am 12. Juli neue Macbooks Pro mit 13-Zoll- und 15-Zoll-Bildschirmen vorgestellt . Aktualisiert wurden allerdings nur die 13-Zoll-Modelle mit Touchbar und die 15-Zoll-Modelle. Die gĂŒnstigeren Versionen des 13-Zoll-Macbook Pro ohne Touchbar blieben unverĂ€ndert.

Neue Tastatur

In den neuen Modellen steckt eine neue Version der berĂŒhmt-berĂŒchtigten Butterfly-Tastatur. Die bereits dritte Generation soll laut Apple vor allem leiser als die frĂŒheren Versionen sein. GegenĂŒber herkömmlichen Macbook-Tastaturen waren die neuen flachen Tastaturen in der Tat relativ laut. Auf Youtube kann man den Klange der neuen und alten Tastatur sogar bereits vergleichen . Ob die vier Jahre kostenlose Reparatur auch fĂŒr die neuen Modelle gilt, ist bisher nicht bekannt.

Wie die Teardown-Spezialisten von iFixit nun herausgefunden haben , ist die von Apple hervorgehobene leisere Tastatur eher eine Nebenwirkung einer grundsĂ€tzlicheren Maßnahme. Denn unter jede Taste montiert Apple nun einen Silikon-Überzug, der einerseits die Kraft des Tastenanschlags dĂ€mpft und andererseits verhindert, dass Staub unter die Tasten geraten kann. Aufgrund der fehlerhaften Tastaturen insbesondere des Modells von 2016 muss sich Apple einiger Sammelklagen erwehren, hat aber auch ein Austauschprogramm angekĂŒndigt, in dessen Rahmen defekte Keyboards unter gewissen UmstĂ€nden repariert werden. Den Mechanismus hat Apple bereits patentiert, das entsprechende Patent wurde im MĂ€rz 2018 veröffentlicht.

iFixit ist mit seinem Teardown noch nicht durch, doch steht zu befĂŒrchten, dass auch das 2018er-Modell aufgrund vieler miteinander verklebter Komponenten nur eine schlechte Wertung in Sachen Reparierbarkeit bekommen wird.

Eine Art Folie schützt die Tasten anscheinend gegen Fremdkörper.
VergrĂ¶ĂŸern Eine Art Folie schĂŒtzt die Tasten anscheinend gegen Fremdkörper.
© iFixit

Neue Intel-CPUs

Wichtigste Neuerung sind neue Intel-Core-Chips der achten Generation (Coffee Lake). Bei den 15-Zöllern ist erstmals ein Sechskerner Standard, Apple verspricht damit eine bis zu 70 Prozent bessere Performance. Gegen Aufpreis gibt es einen i9-Prozessor mit 2,9 GHz, der die Funktion Themal Velocity Boost unterstĂŒtzt. Kurzzeitig werden dabei Geschwindigkeiten von bis zu 4,8 GHz erreicht. Doppelt so stark gegenĂŒber dem VorgĂ€nger sollen auch die 13-Zöller sein, diese erhalten erstmals alle Quad-Core-CPUs. Vor vier bzw. sechs Kernen profitieren allerdings vor allem darauf optimierte Anwendungen  wie Profi-Grafiksoftware oder Videosoftware, weniger BĂŒrosoftware.

Mehr RAM und höhere SSD-KapazitÀten

Die bisherige Begrenzung auf 16 GB RAM ist aufgehoben, bis zu 32 GB RAM sind jetzt beim 15-Zoll-Modell wĂ€hlbar. Weiterhin ist der Speicher nicht vom Nutzer aufrĂŒstbar, wenn auch Apple von LPDDR3 zu DDR4 RAM gewechselt ist.

Aber auch mehr SSD-Speicher ist auswĂ€hlbar. RĂŒstet man das Basismodell auf 4 TB Speicher auf, werden allerdings 4080 Euro Aufpreis fĂ€llig. Bis zu 3,2 GB/s beim Lesen sollen möglich sein.

Weiter nur auf maximal 16 GB Arbeitsspeicher kann man die neuen 13-Zoll-Modelle aufrĂŒsten. Bis zu 2 TB SSD-Speicher sind optional.

Neue Grafikkarten

Das 15-Zoll-Macbook Pro ist jetzt nur noch mit Grafikkarten mit 4 GB Grafikspeicher ausgestattet. Die Basisversion bietet die Radeon Pro 555 X, die besser ausgestattete Version – eine Radeon Pro 560X. Als integrierte Grafik steht Intels UHD Graphics 630 bereit.

Die neuen Macbook Pro 13-Zoll erhalten statt der im Vorjahr verbauten Intel Iris Plus Graphics 650 die Intel Iris Plus Graphics 655. Dank höherer Taktung und 128 statt 64 MB eDRAM soll diese ebenfalls leistungsfÀhiger als die Vorversion sein.

GrĂ¶ĂŸere Akkus

Beide Serien erhalten grĂ¶ĂŸere Akkus, die von Apple angegebenen Laufzeiten (10 Stunden drahtloses Surfen) bleiben aber gleich.

Auf 83,6 Wattstunden von 76 Wattstunden steigt die KapazitĂ€t des Akkus beim 15-Zoll-Modell. Das 13-Zoll-Modell bekommt statt einem 49,2-Wattstunden-Akku einen mit 58 Wattstunden. Vermutlich sorgen die leistungsfĂ€higeren CPUs und Grafikkarten auch fĂŒr höheren Stromverbrauch, weshalb die Akkulaufzeit gleich bleibt. Beim 15-Zoll-Modell könnte der Wechsel zu herkömmlichen RAM ebenfalls den Stromverbrauch erhöhen.

Neue Displays

Alle neuen Modelle erhalten so genannte True Tone Displays. True Tone ist von neueren IPad Pro und iPhones bereits bekannt. Dabei wird der Weißabgleich des Displays automatisch auf das Umgebungslicht abgestimmt. Das ermöglicht eine besonders natĂŒrliche Farbdarstellung, interessant nicht nur fĂŒr Grafiker und Fotografen.

Wie Apple in einem Support-Dokument mitteil t, wird True Tone ĂŒbrigens nicht nur fĂŒr die internen Macbook-Displays, sondern auch die Farbdarstellung der Touch Bar genutzt. Mehr noch: Auch bei einigen externen Displays wird True Tone unterstĂŒtzt. Allerdings gehören dazu laut Apple nur das Apple Thunderbolt Display (mit Thunderbolt 3 auf Thunderbolt 2-Adapter), das LG 5K-Display und das LG 4K-Display. Mit der Funktion Night Shift ist True Tone kompatibel, ganz wie unter iOS. Aktiviert man unter der Systemeinstellung „Bedienungshilfen“ allerdings Optionen wie Farben umkehren, Graustufen oder Kontrast erhöhen, kann dies True Tune deaktivieren.

Man aktiviert True Tone über die Systemeinstellung Monitore.
VergrĂ¶ĂŸern Man aktiviert True Tone ĂŒber die Systemeinstellung Monitore.

Nach einem Bericht von Macrumors steht True Tone aber vermutlich nur bei offenem GerĂ€t zur VerfĂŒgung, nicht im "Clamshell"-Modus. Die Funktion basiert nĂ€mlich auf einem Sensor neben der FaceTime-Kamera, der bisher fĂŒr die Messung der Helligkeit der Umgebung verantwortlich war. Jetzt mißt er auch die Farbtemperatur und kann so die Farbtemperatur des Displays anpassen. Da die Funktion auf einem neuen Sensor basiert, ist True Tone nur mit neuen GerĂ€ten kompatibel.

T2-Chip

Wie im iMac Pro steckt in den neuen Macbook Pro ein T2-Chip, der unter anderem die Nutzung von „Hey, Siri“ ermöglicht. Man kann also wie beim iPhone Siri aufrufen. In den Vormodellen steckte schon ein Ă€hnlicher ARM-Chip, der T1. Dieser kontrollierte vor allem Touch ID und Apple Pay. Der vom iMac Pro bekannte T2 kontrolliert zusĂ€tzlich Stereo-Lautsprecher, SSD, SMC, interne Mikrofone und die KĂŒhlsysteme. Es stellt einen Image-Signal-Prozessor fĂŒr die Facetime-Kamera bereit und ermöglicht wie im iMac Pro zusĂ€tzliche Sicherheitsfunktionen, wie die Kontrolle des Bootvorgang und VerschlĂŒsselung im laufenden Betrieb.

Preise

Die Preise bleiben gleich, durch neue AufrĂŒstmöglichkeiten sind aber neue Spitzenwerte möglich. Bei maximaler Ausstattung kostet das 15-Zoll-Modell (ohne Software und Apple Care) 7959 Euro.

Neue Bluetooth-Version

Neu: Beide Modellserien nutzen den aktuellen Standard Bluetooth 5. Dieser neue Standard bietet (bei Nutzung mit Bluetooth-5-GerĂ€ten) eine grĂ¶ĂŸere Reichweite von theoretisch bis zu 240 Metern, neue Energiesparmethoden und kĂŒrzere Latenzzeiten. Man kann damit auch mehr GerĂ€te verwalten, mehr dazu lesen Sie hier .

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