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Macbook Pro: Zubehör für USB-C und Thunderbolt 3

25.08.2017 | 12:42 Uhr |

Kein Anschluss unter dieser Nummer: Macbook Pro und Macbook setzen auf Thunderbolt 3 und USB C. Was zu beachten ist.

Da steht es – das neue Macbook Pro Retina – und man schaut verdutzt auf die vorhandenen Kabel. Wie schließe ich mein iPhone an, den USB-Stick oder die mobile Festplatte? Wie kommen die neuen Bilder von der Speicherkarte auf den Rechner?

Viele Fragen, die für digitale Nomaden noch weitergehen. Wer Workshops oder Vorträge hält, möchte auch einen Beamer anschließen oder sich mit einem kabelgebundenen Netzwerk verknüpfen. Über ein Jahr nach dem radikalen Schritt von Apple, alle alten Schnittstellen über Board zu werfen und nur noch zwei oder vier kombinierte Anschlüsse für USB-C und Thunderbolt 3 zu integrieren, wird es Zeit, das auf dem Markt erhältliche Zubehör zu sichten.

Wer sich für die technischen Details zu den neuen Anschlüssen interessiert, dem empfehlen wir unsere Grundlagenartikel:

Thunderbolt 3 und USB-C: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Adapter für Macbook Pro 2016 – Darauf müssen Sie achten

Die erste Frage: Was will man alles an das Macbook Pro anschließen? Einfach nur einen Drucker, einen Beamer oder will man eine Speicherkarte mit dem Rechner verbinden?

In diesen Fällen reichen einfache Adapter, die nur jeweils ein Gerät versorgen. Benötigt man jedoch mehr, zum Beispiel eine externe Festplatte für Time Machine, ein Monitor und den Netzwerkanschluss, dann braucht man Adapterlösungen mit vielen unterschiedlichen Anschlüssen, sogenannte HUBs, Multiport-Adapter beziehungsweise Docks.

Unser Ratgeber ist in vier Teile gegliedert, die sich um Adapter und Kabel, Hubs und Multiport-Adapter, Datenspeicher und Tipps zum Thema Energie kümmern. Lesen Sie hier zunächst alles, was Sie über Adapter wissen wollen.

Adapter für alle Lebenslagen

Ob USB-Stick, Drucker, Scanner, Navigationsgerät oder iPhone, der USB Type-A ist der am häufigsten verwendete Steckertyp. Adapter hierzu gibt es von kleinen Minigehäusen mit integrierten Steckern bis hin zu größeren Adaptern mit Kabelpeitsche.

Wir haben uns ein paar Adapter von Anker ( Amazon-Link , 7€ ) , Goobay ( Amazon-Link, 4€ ), LMP ( Amazon-Link , 9€ ) , Moshi und Satechi ( Amazon-Link, 10€ ) ins Testlabor geholt. Im kompakten Minigehäuse kommen die Adapter von Goobay, LMP und Satechi daher. Der LMP ist etwas dicker und in schlichtem Schwarz gehalten, von Goobay und Satechi gibt es die Gehäuse in den Macbook-Farben. Satechi hat seinem Adapter noch eine kleine Öse für ein Trageband spendiert, die bei Betrieb leuchtet.

Die passenden Adapter um einen USB Type-A an den neuen USB-C zu adaptieren sind vielfältig. An Bauart und Farbe findet jeder nach seinem Geschmack den passenden Adapter zu Preisen um 10,- Euro.
Vergrößern Die passenden Adapter um einen USB Type-A an den neuen USB-C zu adaptieren sind vielfältig. An Bauart und Farbe findet jeder nach seinem Geschmack den passenden Adapter zu Preisen um 10,- Euro.
© Thomas Bergbold

Im ersten Test probieren wir zuerst verschiedene externe Datenträger: Die 2,5-Zoll-Festplatte Verbatim GT, eine Cruzial SSD mit 2,5 Zoll in einem Fantec Gehäuse, den mobilen Flashspeicher Lexar Workflow DD512 und zwei USB-Sticks, einen Sandisk Extreme und einen Lexar JumpDrive Tough.

Die Datenraten entsprechen den Erwartungen, die Verbatim-Festplatte kommt auf rund 90 MB/s beim Schreiben und 94 MB/s beim Lesen. Auch bei den USB-Sticks gibt es keine Überraschungen, den Sandisk Extreme messen wir mit 169 MB/s beim Schreiben und 240 MB/s beim Lesen. Den Lexar mit 64 MB/s beim Schreiben und 144 MB/s beim Lesen. Ausreißer gab es allerdings auch: So war der Moshi-Adapter mit unserem Sandisk USB-Stick extrem langsam mit nur 38 MB/s beim Schreiben und 39 MB/s beim Lesen. Mit unserem USB-Stick von Lexar hatten die Adapter von LMP und Satechi eine rund 7 MB/s niedrigere Datenrate beim Schreiben. Erwartungsgemäß flott sind Laufwerke mit Flashspeicher wie der Lexar Workflow DD512, hier kommt man auf überzeugende 221 MB/s beim Schreiben und 411 MB/s beim Lesen. Das ist verglichen mit dem USB-3.0-Anschluss an einem Mac Pro sogar wesentlich flotter beim Lesen. Hier kommen wir am USB 3.0 „nur“ auf 344 MB/s. Der Wert beim Schreiben ist nahezu identisch.

Die USB-Adapter mit Kabel haben einen entscheidenden Vorteil: Durch das kleine Steckergehäuse ist die Hebelwirkung an der Buchse auch dem Mainboard des Macbook nicht so groß. Dadurch auch die Gefahr für Beschädigungen geringer.
Vergrößern Die USB-Adapter mit Kabel haben einen entscheidenden Vorteil: Durch das kleine Steckergehäuse ist die Hebelwirkung an der Buchse auch dem Mainboard des Macbook nicht so groß. Dadurch auch die Gefahr für Beschädigungen geringer.
© Thomas Bergbold

Empfehlung

Bei den Adaptern fällt eine Empfehlung schwer. Externe Datenträger, Festplatte, USB-Stick oder Flashspeicher wurden problemlos erkannt und konnten benutzt werden. Einzig der Goobay Adapter zeigte niedrigere Datenraten mit unserer Festplatte von Verbatim und der Moshi-Adapter mochte den Sandisk USB-Stick nicht. Die Geschwindigkeit entspricht den Erwartungen an USB 3.0 und mit der Stromversorgung gibt es auch keine Probleme. Ebenso unproblematisch zeigten sich die Versuche mit einem Canon-Scanner, einem Epson-Bürodrucker und einem Garmin-Navi.

Die Miniadapter passen in jede Tasche und bei Goobay und Satechi gibt es sie auch in der passenden Farbe zum Macbook.
Vergrößern Die Miniadapter passen in jede Tasche und bei Goobay und Satechi gibt es sie auch in der passenden Farbe zum Macbook.
© Thomas Bergbold

Aufgefallen ist uns bei den Adaptern von Goobay und Satechi, dass die Stecker ein größeres Spiel haben. Am Satechi stört das breite Gehäuse, wenn man einen Macbook Pro mit vier USB-C Anschlüssen hat. Das führt dazu, dass man keinen zweiten Stecker mehr einsetzen kann. Der LMP ist zwar auch sehr breit, aber das passt haargenau.

Zwei konzeptionelle Nachteile haben alle Miniadapter: Erstens kann man sie leichter verlieren. Daher ist die Öse am Satechi durchaus sinnvoll. Und zweitens ist der Hebel am Stecker größer und damit die Gefahr von Beschädigungen der USB-C Buchse am Macbook.

Hersteller

Anker

Goobay

LMP

Moshi

Satechi

Model

A8165011  

56620

13865

USB-C zu USB Adapter

179979

Anschluss

USB 3.0 Type-A

USB 3.0 Type-A

USB 3.0 Type-A

USB 3.0 Type-A

USB 3.0 Type-A

Preis

8,-

5,-

10,-

10,-

14,90

Info

Anker.com

Wentronic.de

lmp-adapter.com

Moshi.com

satechi.net

Kabel für jeden Zweck

Wer keine Lust auf das Spiel mit Adaptern hat, der kann auch gleich zu neuen Kabeln greifen. Das ergibt natürlich nur Sinn bei Geräten wie Scannern, Druckern oder Festplatten, die ein austauschbares Anschlusskabel besitzen. Hier ist die Auswahl noch nicht so groß.

Von vielen Herstellern gibt es Anschlusskabel mit dem USB 2.0 Typ-B-Stecker so wie er klassisch an Scannern und Druckern Verwendung findet. Ebenso häufig anzutreffen sind Kabel für die kleinen USB 2.0-Stecker Typ Mini-B und Micro-B. Sie kommen zum Einsatz bei Navigationsgeräten, Mikrofonen und für die Stromversorgung von Bluetooth-Kopfhörern und –Lautsprechern.

Passt perfekt das LMP Kabel für den USB 2.0 Micro-B Stecker, wie hier an einem Shure MV5.
Vergrößern Passt perfekt das LMP Kabel für den USB 2.0 Micro-B Stecker, wie hier an einem Shure MV5.
© Thomas Bergbold

Mit einem Micro-B-Stecker haben wir das Kabel Art-Nr. 13870 von LMP ( Amazon-Link , 11€) zum Beispiel mit einem Mikrofon MV5 von Shure erfolgreich im Einsatz. Die Länge von einem Meter reicht für das Mikrofon gerade aus und auch die sehr gute Verarbeitung gibt keinen Grund zum Klagen. Kabel mit Mini-B-Steckern - wie sie beispielsweise Garmin-Navis einsetzen, gibt es von Goobay.

Die Kabel von LMP bieten kein Anlass zur Kritik. Sie sind sauber verarbeitet und mit einem Meter Länge meist ausreichend. Nur in der Farbgebung könnte LMP mutiger sein.
Vergrößern Die Kabel von LMP bieten kein Anlass zur Kritik. Sie sind sauber verarbeitet und mit einem Meter Länge meist ausreichend. Nur in der Farbgebung könnte LMP mutiger sein.
© Thomas Bergbold

Selten sind Kabel für die USB-3.0-Varianten von Micro-B und Typ-B. Sie finden sich in der Regel bei externen Festplatten oder Brennern. Hier hat wieder unsere 2,5-Zoll-Festplatte von Verbatim herhalten müssen sowie der Brenner External Slimline Blu-ray Writer von Verbatim. Als Kabel zeigte das LMP Art-Nr. 13868 ( Amazon-Link , 14€) keine Probleme und brannte zum Beispiel Blu-rays mit voller sechsfacher Geschwindigkeit und spendete auch gleich noch den Strom für den Brenner. Das Kabel ist robust gefertigt mit einer stabilen Verbindung zu den Steckern. Die Länge von einem Meter ist für die meisten Anwendungen ausreichend.

Neben Festplatten sind externe Brenner ein typischer Fall für ein neues Kabel. Hier möchte man keine Kompromisse eingehen und die maximale Sicherheit haben. In unserem Fall hat der Verbatim Slimline Blu-ray Brenner bestens mit dem Kabel harmoniert.
Vergrößern Neben Festplatten sind externe Brenner ein typischer Fall für ein neues Kabel. Hier möchte man keine Kompromisse eingehen und die maximale Sicherheit haben. In unserem Fall hat der Verbatim Slimline Blu-ray Brenner bestens mit dem Kabel harmoniert.
© Thomas Bergbold

Empfehlung

Wie zu erwarten, gab es weder Ausfälle noch Auffälligkeiten. Unsere Testmuster sind durch die Bank ordentlich verarbeitet, aber noch teurer als ihre USB-2.0- und USB-3.0-Schwestern. Was noch selten anzutreffen ist, sind Kabel mit dem großen USB-3.0-Stecker Typ-B, dem Stecker, der bei 3,5-Zoll-Festplattengehäusen am meisten verbreitet ist. Für Geräte, die man häufig braucht oder die permanent angeschlossen sind, ist ein neues Verbindungskabel die bessere Empfehlung als ein Adapter.

Hersteller

LMP

LMP

Model

13868

13870

Anschluss

USB 3.0 Micro-B

USB 2.0 Micro-B

Preis

14,-

11,-

Info

lmp-adapter.com

lmp-adapter.com

In Verbindung bleiben

Ein Kabel ist ein Kabel, nicht mehr und nicht weniger. Das mag zwar für ein Stromkabel gelten, das einfach nur eine Kupferleitung enthält, aber schon nicht mehr für ein Lautsprecherkabel, das aufwändig hergestellt und verdrillt wird und erst recht nicht für ein USB-C-Kabel. Man sollte daher genau wissen, was man mit einem bestimmten Kabel anfangen will. Man unterscheidet grob in Kabel für die Stromversorgung und in Datenkabel. Datenkabel erreichen eine Geschwindigkeit von maximal 10 GBit/s und entsprechen dem USB-3.1-Standard. Kabel für die Stromversorgung hingegen erreichen nur die USB-2.0-Geschwindigkeit von 480 Mbps.

High-Speed Kabel für die volle USB-3.1-Geschwindigkeit von /s sind etwas teurer als Ladekabel. Da darf, wie im Falle des Artwizz, auch das hochwertige Aluminiumgehäuse das zeigen. Wenn wie in diesem Falle auch noch die Farbe passend zu Macbook ausgesucht werden kann, umso besser.
Vergrößern High-Speed Kabel für die volle USB-3.1-Geschwindigkeit von /s sind etwas teurer als Ladekabel. Da darf, wie im Falle des Artwizz, auch das hochwertige Aluminiumgehäuse das zeigen. Wenn wie in diesem Falle auch noch die Farbe passend zu Macbook ausgesucht werden kann, umso besser.
© Thomas Bergbold

Ein Beispiel für eine ausschließlich als Ladekabel zu nutzende Verbindung ist das mitgelieferte Apple-Kabel. Wenn man dieses zwei Meter lange Kabel mit einer schnellen externen SSD verbindet, erreicht man nur eine Geschwindigkeit von rund 38 MB/s. Im Vergleich kommt ein Datenkabel wie das USB-C High-Speed Kabel von Artwizz ( Amazon-Link , 20€) auf eine Geschwindigkeit von rund 510 MB/s beim Lesen von unserer Test-SSD.

Beim PowerLine+ zeigt Anker Liebe zum Detail. Der rote Gewebemantel ist nicht nur schön, …
Vergrößern Beim PowerLine+ zeigt Anker Liebe zum Detail. Der rote Gewebemantel ist nicht nur schön, …
© Thomas Bergbold

Dieses ein Meter lange Kabel von Artwizz macht einen hochwertigen Eindruck und die Steckergehäuse aus Aluminium zeugen von Liebe zum Detail. In drei Farben sind die Stecker erhältlich: Silber, Gold oder Titan – immer passend zum Macbook. Nicht ganz so schick und mit schlichtem schwarzen Kunststoffgehäuse kommt das ebenfalls ein Meter lange Goobay Art. 71468 ( Amazon-Link , 13€) . Analog zum Artwizz kann auch das Goobay als schnelles Ladekabel eingesetzt werden.

… sondern vereint Schutz mit Flexibilität und die Kunstledertasche ist sehr praktisch.
Vergrößern … sondern vereint Schutz mit Flexibilität und die Kunstledertasche ist sehr praktisch.
© Thomas Bergbold

Ein Kabel für die Stromversorgung ist beispielsweise das PowerLine+ von Anker ( Amazon-Link , 9€). Mit 1,8 Metern weist es die Mindestlänge für eine Stromverbindung auf. Anker macht auf der Packung deutlich, dass es keine volle USB-3.1-Geschwindigkeit bietet, sondern nur USB 2.0. Das ist bei den Mitbewerbern leider nicht immer der Fall. Im Lieferumfang ist bei dem roten Kabel eine schöne Kunstledertasche. Das Kabel selbst wird mit einem Klettband zusammengehalten, das ist sehr praktisch für unterwegs.

Auch wenn das Steckergehäuse nur aus Kunststoff ist, verrichtet das günstige Goobay High-Speed Kabel 71468 seine Arbeit zuverlässig.
Vergrößern Auch wenn das Steckergehäuse nur aus Kunststoff ist, verrichtet das günstige Goobay High-Speed Kabel 71468 seine Arbeit zuverlässig.
© Thomas Bergbold

Ein anderes – ganz besonderes – Stromkabel kommt von Griffin . Das BreakSafe USB-C Power Cable ( Amazon-Link , 30€) erweckt den geliebten MagSafe wieder zum Leben. Zur Erinnerung: Bei früheren Generationen an Macbooks war es so praktisch, dass der magnetische Stecker sich einfach gelöst hat, sobald jemand über das Kabel gestolpert ist bzw. versehentlich daran gezogen hat. Manches Macbook blieb so vor dem Sturz in die Tiefe bewahrt.

Griffin bringt uns den geliebten MagSafe wieder zurück.
Vergrößern Griffin bringt uns den geliebten MagSafe wieder zurück.
© Thomas Bergbold
Natürlich nicht so schön integriert, wie bei den alten Rechnern, aber effektiv.
Vergrößern Natürlich nicht so schön integriert, wie bei den alten Rechnern, aber effektiv.
© Thomas Bergbold

So macht es jetzt auch wieder das spezielle Kabel von Griffin: Der Anschlussstecker am Macbook ist zweigeteilt, ein kurzes Stück steckt in der USB-C-Buchse und ein größeres Stück am Kabel. Reißt man am Kabel, löst sich zuverlässig die magnetische Verbindung.

Empfehlung

Auf der einen Seite bringt der neue USB-C-Stecker eine Vereinfachung im Alltag mit sich, da er sowohl für USB 3.1 als auch für Thunderbolt 3 verwendet werden kann. Auf der anderen Seite wird es komplizierter: Hat man früher die Leistung eines Kabels am Stecker erkannt, ist das jetzt nicht mehr möglich, besonders dann, wenn es aus der Packung genommen ist und in der Tasche liegt. Eine Farbkodierung am Stecker wäre beispielsweise ein schöner Zug gewesen. Bei den Thunderbolt-3-Kabeln findet sich wenigstens das Thunderbolt-Logo auf dem Stecker.

Ladekabel und High-Speed-Kabel lassen sich leider nicht unterscheiden. Weder ein Aufdruck noch eine Steckerkennzeichnung sind vorgesehen. Da ist es tröstlich, das bei den teuren Thunderbolt-3-Kabeln, das bekannt Thunderbolt-Logo aufgedruckt ist.
Vergrößern Ladekabel und High-Speed-Kabel lassen sich leider nicht unterscheiden. Weder ein Aufdruck noch eine Steckerkennzeichnung sind vorgesehen. Da ist es tröstlich, das bei den teuren Thunderbolt-3-Kabeln, das bekannt Thunderbolt-Logo aufgedruckt ist.
© Thomas Bergbold

Möchte man ein passendes Kabel kaufen, tun die Hersteller gut daran, dies auch eindeutig zu kennzeichnen. Leider ist das nicht immer der Fall und somit vergreift man sich schnell. Ein kleiner Hinweis kann die Länge des Kabels sein: Die schnellen Kabel sind nur selten in einer Länge von mehr als einem Meter erhältlich. Eine Empfehlung zu geben ist schwer, denn alle Kabel versehen ihren Dienst wie angegeben.

Bei den Kabeln für die Stromversorgung jedoch gibt es Kabel, die aus der Menge heraus stechen. Zum Beispiel das Anker PowerLine+, ein Kabel mit Liebe zum Detail. Damit ist nicht die schöne rote Farbe gemeint, sondern die hochwertige Gewebeummantelung und die Transporttasche. Für unseren Geschmack ist es mit 1,8 Metern etwas zu kurz. Es dürfte ruhig mehr als zwei Meter haben.

Das Griffin BreakSafe USB-C Power Cable bringt den MagSafe zurück und funktioniert eigentlich meistens so, wie es soll. Aber halt auch nur meistens. Kommt man an den Stecker oder wackelt daran, kann es passieren, dass der magnetische Kontakt zwar noch hält, aber kein Strom mehr weitergeleitet wird. Das ist bei uns aber nur sehr selten passiert und ließ sich auch nicht absichtlich herbeiführen. Also immer auf das Batteriesymbol in der Menüleiste achten.

Die meisten Datenkabel, die die volle USB-3.1- oder Thunderbolt-3-Geschwindigkeit unterstützen, sind in der Regel nicht länger als einen Meter. Schaut man sich die Kabel an, die bei externen Laufwerken dabei sind, so sind diese meist sogar nicht länger als 50 Zentimeter.

Das Artwiz USB-C-High-Speed Kabel mit Alugehäuse ist ein sehr schönes Kabel mit dem kleinen Nachteil, dass eine Kennzeichnung für High-Speed mit 10 GBit/s USB 3.1 fehlt. Das hat es mit dem Mitbewerber von Goobay gemein.

Greift man zu einem Thunderbolt-Kabel, hat man dieses Problem dank des Logos auf dem Stecker nicht. Thunderbolt-Kabel haben aber noch den weiteren Vorteil, dass sie immer maximale Leistung bieten - ob für die schnelle Datenübertragung – auch mit USB 3.1 – oder als Monitorkabel oder zum Laden.

Was passiert jetzt eigentlich, wenn man das Kabel vertauscht und statt einem Thunderbolt 3 Kabel ein USB-C-High-Speed Kabel einsetzt? Wir haben es mit einem Lacie-Bolt3-Laufwerk ausprobiert und siehe da: es funktioniert. Sowohl die Stromversorgung, als auch der Zugriff erfolgt ohne Probleme. Dass sie doch unterschiedlich sind, merkt man in der Datenrate. Mit dem Thunderbolt-3-Kabel hatten wir Werte von 2172 MB/s beim Lesen, mit dem USB-C-High-Speedkabel waren es nur 1536 MB/s. Die Werte beim Schreiben waren nahezu identisch.

Hersteller

Anker

Artwizz

Goobay

Griffin

Model

PowerLine+

USB-C High-Speed Kabel

71468

BreakSafe USB-C Power Cable

Art

Ladekabel

USB 3.1 Gen. 2

USB 3.1 Gen. 2

Ladekabel

Preis

12,-

30,-

12,-

28,-

Info

Anker.com

Artwizz.com

Wentronic.de

griffintechnology.com

Geschwindigkeit USB-C Adapter

Anschluss/Gerät

Verbatim USB 3.0 HDD

Lexar Workflow DD512

Sandisk Extrem USB 3.0 64GB

Lexar JumpDrive Tough 64GB

Schreiben

Lesen

Schreiben

Lesen

Schreiben

Lesen

Schreiben

Lesen

Anker

90

95

220

405

174

238

64

145

Goobay

81

83

221

411

169

237

65

144

LMP

89

94

220

408

169

240

58

144

Moshi

89

94

220

405

184

238

65

143

Satechi

91

95

218

409

166

239

57

144

Anschluss für Monitore

VGA, HDMI, DisplayPort und Mini DisplayPort - Monitore oder Beamer sind häufig eingesetzte Anzeigegeräte. Hier haben dementsprechend viele Hersteller passende Adapter im Portfolio. Am häufigsten anzutreffen sind die Adapter mit einem kurzen Kabel. Im schicken Aluminiumgehäuse haben wir uns den HDMI-Adapter A8306041 von Anker und die Adapter für VGA und HDMI von Moshi angesehen. Das Kabel des Anker ist mit 16 Zentimetern deutlich länger als die von Moshi mit nur 4,5 Zentimetern. Wer nur wenig Platz in der Tasche hat, wird daher eher zum Moshi greifen.

Unsere Monitoradapter verfügen ausnahmslos über ein kurzes Kabel, was für die Zugentlastung am Macbook von Vorteil ist. Von links: Goobay, Anker und Moshi.
Vergrößern Unsere Monitoradapter verfügen ausnahmslos über ein kurzes Kabel, was für die Zugentlastung am Macbook von Vorteil ist. Von links: Goobay, Anker und Moshi.
© Thomas Bergbold

Sehr viel einfacher in der Aufmachung ist das Kunststoffgehäuse in schlichtem Weiß von Goobay. Während die HDMI-Adapter Auflösungen bis 4K unterstützen, ist beim DisplayPort-Adapter von Goobay bei 1920x1080 Pixel Schluss. Der VGA-Adapter von Moshi kommt immerhin auf 1920x1200 Pixel.

Möchte man einen Beamer oder Fernseher direkt anschließen, ist ein Kabel wie das LMP 16055 am besten geeignet. Mit 1,8 Meter könnte es nur für einen Beamer etwas kurz sein.
Vergrößern Möchte man einen Beamer oder Fernseher direkt anschließen, ist ein Kabel wie das LMP 16055 am besten geeignet. Mit 1,8 Meter könnte es nur für einen Beamer etwas kurz sein.
© Thomas Bergbold

Kein Adapter, sondern eigentlich ein richtiges Anschlusskabel, haben wir uns von LMP das 16055 angesehen. Ebenfalls in ein schlichtes Kunststoff-Kleid gehüllt und in elegantem Schwarz gibt es keinen Anlass zu Kritik. Mit 1,8 Metern Länge kann man einen Monitor oder Beamer direkt anschließen. Das ist nicht nur auf dem Schreibtisch, sondern auch bei einer Präsentation sehr viel praktischer als mit einem Adapter und einem zusätzlichen Kabel zu hantieren.

Die HDMI-Adapter, wie hier das Modell von Moshi, sind kompatibel zum 4K Standard mit 60Hz. Aufpassen sollte man hier beim Monitor und beim HDMI-Kabel, sie sollten den Standard auch unterstützen. Dies ist nicht selbstverständlich.
Vergrößern Die HDMI-Adapter, wie hier das Modell von Moshi, sind kompatibel zum 4K Standard mit 60Hz. Aufpassen sollte man hier beim Monitor und beim HDMI-Kabel, sie sollten den Standard auch unterstützen. Dies ist nicht selbstverständlich.
© Thomas Bergbold

Empfehlung

Bei den HDMI-Adaptern sollte man sich nicht von dem Aufdruck 4K bei 60 Hz blenden lassen. Denn nicht jeder Monitor unterstützt auch eine Bildwiederholrate von 60 Hz bei einer 4K-Auflösung. Auch so hochwertige hardwarekalibrierbare Monitore für Bildbearbeiter wie der LG 31MU97 unterstützen in hohen Auflösungen nur 24 Hz am HDMI-Anschluss. Das ist zum Arbeiten eine viel zu geringe Bildwiederholrate. Anders sieht es bei Fernsehern aus, hier ist 60 Hz eher anzutreffen. Wer also einen Monitor nutzt, muss sich mit 1920x1080 bei 60 Hz am HDMI-Anschluss begnügen.

Hochwertige 4K- und 5K-Monitore werden normalerweise nicht über HDMI, sondern über den DisplayPort-Anschluss angesteuert. Sonnet schlägt hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und integriert gleich zwei DisplayPort-Anschlüsse in seine Lösung. Angeschlossen an den Thunderbolt 3 Anschluss können hier zwei 4K-Monitore angesteuert werden. Der Adapter wird für 99,- Euro angeboten.
Vergrößern Hochwertige 4K- und 5K-Monitore werden normalerweise nicht über HDMI, sondern über den DisplayPort-Anschluss angesteuert. Sonnet schlägt hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und integriert gleich zwei DisplayPort-Anschlüsse in seine Lösung. Angeschlossen an den Thunderbolt 3 Anschluss können hier zwei 4K-Monitore angesteuert werden. Der Adapter wird für 99,- Euro angeboten.
© Sonnet

Ansonsten hat jeder Adapter seine Aufgabe ohne Klagen erfüllt, besonders gefallen hat uns der schöne Einsatz von Aluminium an Stecker und Gehäuse bei Anker und Moshi.

Hersteller

Anker

Goobay

LMP

Moshi

Moshi

Model

A8306041

66257

16055

USB-C zu HDMI-Adapter

USB-C zu VGA-Adapter

Anschluss

HDMI 4K/60

DisplayPort

HDMI 4K/60

HDMI 4K/60

VGA

Preis

20,-

13,-

31,-

40,-

35,-

Info

Anker.com

Wentronic.de

lmp-adapter.com

Moshi.com

Moshi.com

Geschwindigkeit USB-C-Kabel

Anschluss/Gerät

Verbatim USB 3.0 HDD

Cruzial M550 im Fantec Gehäuse

USB-C Kabel

LMP micro USB

90

95

Artwizz USB-C Kabel

451

508

Goobay USB-C Kabel 71468

450

505

Lacie Thunderbolt 3 Kabel

453

510

LMP USB-C Kabel

452

509

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