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macOS 10.15 Catalina: Neue Tricks im Finder

08.07.2020 | 08:25 Uhr | Thomas Armbrüster

Der Finder ist die Schaltzentrale des macOS zur Verwaltung von Dateien und Programmen. Dabei gibt es etliche Möglichkeiten, sich die Arbeitsumgebung einzurichten

Um auf die in den Ordnern Dokumente, Bilder, Filme, Musik und Downloads ablegte Dateien zuzugreifen, benötigt man ein Fenster. Nur die auf dem Schreibtisch abgelegten Objekte sind direkt zugänglich. Wobei der Schreibtisch ebenfalls ein Verzeichnis ist und mit einem Ordnersymbol im Finder-Fenster angezeigt wird.

Inhalt

Am schnellsten öffnet man im Finder ein neues Fenster mit der Tastenkombination Command (⌘)-N. Alternativ klickt man auf das Finder-Symbol im Dock, sofern noch kein Fenster geöffnet ist, oder nimmt den Befehl „Neues Fenster“ im Kontextmenü des Finder-Symbols im Dock. Außerdem ist der Befehl im Menü „Ablage“ zu finden, wenn der Finder aktiv ist.

Standardmäßig zeigt ein neues Fenster die zuletzt benutzten Objekte an.
Vergrößern Standardmäßig zeigt ein neues Fenster die zuletzt benutzten Objekte an.

Bei einem neu installierten System oder bei einem neuen Mac ist beim Öffnen eines neuen Fensters im Finder standardmäßig die Option „Zuletzt benutzt“ aktiviert. Das Fenster listet dann die Dateien sortiert nach „Heute“, „Gestern“, den letzten 7 und den letzten 30 Tagen sowie den vorangegangenen Monaten auf. Soll ein neues Finder-Fenster etwas anderes anzeigen, wählt man im Menü „Finder > Einstellungen“ aus und dann im sich öffnenden Fenster unter „Allgemein“ ein anderes Verzeichnis im Aufklappmenü aus. Außer den vorgegebenen Möglichkeiten wie „Dokumente“, dem Benutzerordner mit dem Haussymbol oder dem internen Datenträger lässt sich über „Andere“ jedes beliebige Verzeichnis angeben. Das neue Fenster öffnet sich immer an derselben Stelle auf dem Bildschirm, an dem man es zuletzt geschlossen hat, und auch in der Ansicht, die man dabei eingestellt hatte.

Welches Verzeichnis in einem neuen Finder-Fenster dargestellt wird, legt man in den Einstellungen fest.
Vergrößern Welches Verzeichnis in einem neuen Finder-Fenster dargestellt wird, legt man in den Einstellungen fest.

1. Die Fensterelemente

Das Finder-Fenster hat eine Titelleiste, die den Namen des momentan geöffneten Verzeichnisses anzeigt. Darunter befindet sich die Symbolleiste, und links im Fenster ist die Seitenleiste angeordnet. Zusätzlich gibt es noch die Statusleiste und die Pfadleiste am unteren Fensterrand, die standardmäßig jedoch ausgeblendet sind. Das trifft auch auf die Tableiste zu. Sie blendet sich aber automatisch ein, sobald man einen neuen Tab mit Command (⌘)-T erstellt, lässt sich aber auch dauerhaft einblenden. Ein- und ausgeblendet werden die Fensterelemente über das Menü „Darstellung“. Blendet man die Symbolleiste aus, wird automatisch auch die Seitenleiste versteckt. Sie lässt sich jedoch auch separat ausblenden. Das letzte Element des Fensters ist der Inhaltsbereich, in dem die im aktuellen Verzeichnis abgelegten Objekte angezeigt werden. Man hat für die Anzeige des Inhaltsbereichs die Auswahl zwischen vier verschiedenen Darstellungen, zudem lässt sich dort eine Vorschau auf das jeweils markierte Objekt einblenden.

Die Symbolleiste lässt sich um zusätzliche Elemente erweitern, oder man entfernt nicht benötigte Symbole. Das Bearbeitungsfenster öffnet man mit dem Befehl „Symbolleiste anpassen“ im Kontextmenü der Symbolleiste beziehungsweise über das Menü „Darstellung“. Nun zieht man Symbole aus dem sich einblendenden Fenster in die Symbolleiste oder bewegt Elemente aus der Symbolleiste heraus, um sie zu löschen. Auch ein Symbol für einen Zwischenraum gibt es. Außerdem lässt sich wählen, ob zusätzlich zu den Symbolen ein Text eingeblendet wird, oder ob nur der Text angezeigt werden soll. Diese Optionen findet man zudem im Kontextmenü der Symbolleiste.

Welche Symbole in der Symbolleiste angezeigt werden sollen kann man selbst festlegen.
Vergrößern Welche Symbole in der Symbolleiste angezeigt werden sollen kann man selbst festlegen.

Die Seitenleiste dient dem schnellen Zugriff auf wichtige Verzeichnisse und Objekte. Unter „Favoriten“ sind einige Standardordner zu finden sowie „Airdrop“ und „Zuletzt benutzt“. Im Abschnitt „Orte“ hat man Zugriff auf lokal angeschlossene Datenträger und Netzlaufwerke. Außerdem kann man auf iCloud Drive über die Seitenleiste zugreifen, wenn man iCloud aktiviert hat. Und über „Tags“ findet man jeweils die Objekte, die man mit dem entsprechenden Tag gekennzeichnet hat. Diese standardmäßige Ordnung lässt sich in den Einstellungen des Finders unter „Seitenleiste“ ändern. Hier kann man unter anderem weitere Standardordner sowie den internen Datenträger („Festplatten“) der Seitenleiste hinzufügen, oder die Anzeige von Elementen ausschalten. Um Elemente zu entfernen, zieht man sie mit der Maus aus der Seitenleiste heraus, und man kann beliebige Ordner per Maus dem Abschnitt „Favoriten“ hinzufügen. Die Reihenfolge der Objekte in der Seitenleiste lässt sich ebenfalls mit der Maus ändern, auch die der Kategorien. Bewegt man den Mauszeiger neben den Namen einer Kategorie, erscheint dort „Ausblenden“, um die jeweiligen Untereinträge zu verstecken. Wieder eingeblendet werden sie auf demselben Weg. Die Einstellungen für die Seitenleiste wirken sich auch auf die Fenster zum Öffnen und Sichern in den Anwendungen aus.

In den Vorgaben des Finders konfiguriert man die Seitenleiste, kann sie aber auch manuell verändern.
Vergrößern In den Vorgaben des Finders konfiguriert man die Seitenleiste, kann sie aber auch manuell verändern.

Die Statusleiste am unteren Fensterrand zeigt jeweils die Anzahl der Objekte im momentan geöffneten Verzeichnis sowie den noch verfügbaren Speicherplatz auf dem jeweiligen Datenträger. Und in der Pfadleiste blendet der Finder den Pfad des geöffneten Verzeichnisses an, ausgehend vom jeweiligen Datenträger. Mit einem Doppelklick auf ein Element in der Pfadleiste wird dieses im Fenster geöffnet. Alternativ macht man einen Sekundärklick (rechte Maustaste) auf den Fenstertitel, um ein Menü mit der Ordnerhierarchie einzublenden. Dritte Option zur Anzeige des Pfades ist das Symbol „Pfad“, das man der Symbolleiste hinzufügt und das nach einem Klick die Ordnerhierarchie anzeigt.

Am unteren Rand des Fensters kann man die Statusleiste und die Pfadleiste einblenden. Für den Pfad gibt es außerdem eine Option für die Symbolleiste.
Vergrößern Am unteren Rand des Fensters kann man die Statusleiste und die Pfadleiste einblenden. Für den Pfad gibt es außerdem eine Option für die Symbolleiste.

2. Der Fensterinhalt

Zwischen den Fensterdarstellungen „Symbole“, „Liste“, „Spalten“ und „Galerie“ wechselt man entweder per Klick auf das jeweilige Symbol in der Symbolleiste, über das Menü „Darstellung“ oder mit den Tastenkombinationen Command (⌘)-1 bis Command (⌘)-4. In der Symboldarstellung werden Ordner und Dokumente mit einem Symbol angezeigt, analog zur Darstellung der Objekte auf dem Schreibtisch. Um den Inhalt eines Ordners zu sehen, klickt man ihn doppelt an. Sein Inhalt wird dann anstatt des bisherigen Verzeichnisses eingeblendet. Um in der Hierarchie wieder nach oben zu gelangen, klickt man auf den nach links weisenden Pfeil in der Symbolleiste. Alternativ lässt sich ein Ordner in einem neuen Tab öffnen, wozu man beim Doppelklick die Taste Command (⌘) gedrückt hält. Dazu muss „Ordner in Tabs statt neuem Fenster öffnen“ in den Einstellungen des Finders unter „Allgemein“ markiert sein, was standardmäßig so eingestellt ist. Außerdem gibt es im Kontextmenü eines Ordners den Befehl „In neuem Tab öffnen“. Ist in den Einstellungen des Finders die Option für die Tabs nicht aktiviert, wird anstatt eines neuen Tabs ein neues Fenster geöffnet, wenn man den Ordner mit gedrückter Taste Command (⌘) doppelklickt.

In der Symbolansicht öffnet man Ordner per Doppelklick oder mit gedrückter Taste Command (⌘) in einem neuen Tab.
Vergrößern In der Symbolansicht öffnet man Ordner per Doppelklick oder mit gedrückter Taste Command (⌘) in einem neuen Tab.

In der Listenansicht sind die Ordner und Dateien untereinander angeordnet. Zu jedem Objekt zeigt der Finder in weiteren Spalten unter anderem das Änderungsdatum, die Dateigröße und die Art an. Mit einem Sekundärklick in einen Spaltentitel öffnet sich ein Menü, in dem man wählt, welche Spalten angezeigt werden sollen. Ein normaler Klick in einen Spaltentitel sortiert die Objekte nach dieser Eigenschaft, ein nochmaliger Klick dreht die Sortierordnung um. Den Inhalt eines Ordners blendet man per Klick auf das Dreieck vor dem Ordnernamen ein- und aus. Um einen Ordner und alle seine Unterordner gleichzeitig zu öffnen, klickt man mit gedrückter Taste Option (⌥) auf das Dreieck. Mithilfe der Optionstaste (⌥) schließt der Klick den Ordner und alle Unterordner wieder. Man kann einen Ordner aber auch wie in der Symboldarstellung per Doppelklick im selben Fenster öffnen sowie mit gedrückter Taste Command (⌘) in einem neuen Tab.

In der Listenansicht kann man die Objekte schnell sortieren, indem man in einen Spaltentitel klickt.
Vergrößern In der Listenansicht kann man die Objekte schnell sortieren, indem man in einen Spaltentitel klickt.

In der Spaltendarstellung verläuft die Ordnerhierarchie spaltenweise von links nach rechts. Klickt man in einer Spalte einen Ordner an, legt der Finder rechts davon eine neue Spalte mit seinem Inhalt an. Dies kann man so lange betreiben, bis man bei einer Datei gelandet ist. Für diese werden dann in der Spalte ganz rechts eine Vorschau und Informationen wie Größe, Art und Erstellungsdatum dargestellt.

In der Spaltenansicht sind die Objekte hierarchisch von links nach rechts angeordnet.
Vergrößern In der Spaltenansicht sind die Objekte hierarchisch von links nach rechts angeordnet.

Die Galerie blendet unten im Fenster Piktogramme der im aktuellen Verzeichnis abgelegten Dokumente und Ordner ein, und darüber ein größeres Bild des momentan unten markierten Objekts. Rechts im Vorschaubereich findet man Informationen zum Objekt sowie ein kleines Symbol mit einer Vorschau. Die Galerie eignet sich besonders gut für Verzeichnisse mit Bildern, da sich bei diesen die Piktogramme eindeutig voneinander unterscheiden.

Die Galerie-Ansicht eignet sich besonders gut für Bilder.
Vergrößern Die Galerie-Ansicht eignet sich besonders gut für Bilder.

3. Der Vorschaubereich

Während in der Spaltenansicht und in der Galerie der Vorschaubereich rechts im Fenster standardmäßig eingeblendet wird, muss man ihn in der Symbolansicht und in der Listendarstellung selbst aktivieren. Den Befehl „Vorschau einblenden“ findet man im Menü „Darstellung“, oder man nimmt die Tastenkombination Command (⌘)-Shift (⇧)-P. Der Befehl wirkt sich auf beide Ansichten aus. In der Spaltenansicht und in der Galerie kann man den Vorschaubereich dagegen individuell ein- und ausblenden.

Im Vorschaubereich ist nicht nur – ausgenommen die Galerie – ein großes Bild des Dokumentinhalts zu sehen, sondern es werden jeweils auch die Art der Datei, die Dateigröße, das Erstellungsdatum, das Änderungsdatum und das Datum der letzten Öffnung angezeigt. Mit einem Klick auf „Mehr“ neben „Informationen“ blenden sich bei einigen Dateitypen wie PDFs und Bilder noch weitere Informationen ein. Über „Darstellung > Vorschauoptionen“ im Menü lässt sich festlegen, welche Informationen angezeigt werden sollen. Den Befehl findet man außerdem im Aktionsmenü (Zahnradsymbol) der Symbolleiste. Je nach gewähltem Dateityp kann man die gewünschten Informationen ankreuzen und die nicht benötigten deaktivieren. Unter „Vorschauoptionen“ lassen sich außerdem die Schnellaktionen ein- und ausschalten.

Der Vorschaubereich lässt sich auch in der Symbolansicht einblenden.
Vergrößern Der Vorschaubereich lässt sich auch in der Symbolansicht einblenden.

4. Schnellaktionen

 Bei den Schnellaktionen handelt es sich um gespeicherte Arbeitsabläufe, die man im Finder auf ein oder mehrere markierte Dateien anwenden kann. Vier Schnellaktionen liefert Apple mit. Man kann mit ihnen Bilder im Finder nach links – und bei gedrückter Optionstaste (⌥) nach rechts – drehen, ein Bild in ein PDF umwandeln, mehrere markierte PDFs oder Bilder zu einem PDF zusammenfassen, Bilder und PDFs mit Anmerkungen versehen sowie Videos kürzen. Die Schnellaktionen werden unten im Vorschaubereich des Finder-Fensters angezeigt, jeweils passend zum Dokumenttyp. Mit einem Klick auf „Mehr“ öffnet sich ein Menü mit weiteren Schnellaktionen, und über „Anpassen“ öffnet sich die Systemeinstellung „Erweiterungen“. Hier gibt es die Rubrik „Finder“, in der man die verfügbaren Schnellaktionen aktiviert oder deaktiviert.

Ein Klick auf „Markieren“ öffnet ein PDF in Großansicht und blendet die Werkzeuge zum Bearbeiten ein.
Vergrößern Ein Klick auf „Markieren“ öffnet ein PDF in Großansicht und blendet die Werkzeuge zum Bearbeiten ein.

Eigene Schnellaktionen lassen sich mit dem Programm Automator erstellen. Man ruft „Neu“ aus dem Ablage-Menü auf, wählt im sich öffnenden Fenster „Schnellaktionen“ aus und klickt auf „Auswählen“. Um beispielsweise eine Schnellaktion zu erstellen, mit der man den Dateityp eines Bildes ändert, wählt man zuerst in der Liste „Bibliothek“ den Eintrag „Fotos“ und macht dann einen Doppelklick auf die Aktion „Bildtyp ändern“, die anschließend im rechten Bereich des Fensters erscheint. Zuerst fragt Automator nach, ob man einen Kopiervorgang vorschalten möchte oder nicht. Bestätigt man die Nachfrage mit „Anwenden“, wird die Aktion auf Kopien der Originaldateien angewendet, mit „Nicht anwenden“ bearbeitet die Aktion die Originaldateien. Lässt man Kopien erstellen, wählt man im Aufklappmenü bei „Finder-Objekte kopieren“ den Zielordner aus, und im Aufklappmenü unter „Bildtyp ändern“ das gewünschte Dateiformat. Zusätzlich stellt man noch ein, dass die Aktion Bilddateien empfängt, und zwar im Finder, und ruft dann „Sichern“ im Menü „Ablage“ auf oder drückt Command (⌘)-S. Jetzt muss man die Schnellaktion noch benennen und sichern. Die selbst erstellten Schnellaktionen werden im Verzeichnis „Library/Services“ im eigenen Benutzerordner abgelegt. Benötigt man sie nicht mehr, kann man sie löschen.

Eigene Schnellaktionen kann man mit Automator erstellen.
Vergrößern Eigene Schnellaktionen kann man mit Automator erstellen.

5. Fenster einstellen

Für jede Fensterdarstellung lassen sich Vorgaben machen, wozu man das Fenster „Darstellungsoptionen“ öffnet. Das geht am schnellsten mit dem Tastaturbefehl Command (⌘)-J. Außerdem findet man die Darstellungsoptionen im Aktionsmenü der Symbolleiste und im Menü „Darstellung“. Eine Besonderheit gibt es im Fenster „Darstellungsoptionen“, wenn der Benutzerordner mit dem Haussymbol im Fenster dargestellt wird. Dann erscheint bei den Optionen auch der Eintrag „Ordner ‚Library‘ anzeigen“. So lässt sich festlegen, dass auch dieser Ordner im Benutzerordner aufgelistet wird, standardmäßig ist er ausgeblendet.

Für die Symbolansicht legt man unter anderem die Größe der Symbole, den Gitterabstand und die Größe der Beschriftung fest. Ist die Statusleiste eingeblendet, lässt sich die Symbolgröße auch über den Schieberegler rechts unten im Fenster festlegen. Die Option „Symbolvorschau einblenden“ sorgt dafür, dass die Dateisymbole jeweils eine Vorschau auf den Inhalt zeigen. Damit sich die Symbole am Raster ausrichten, stellt man „Am Raster ausrichten“ im Menü bei „Sortiert nach“ ein. Diesen Befehl findet man außerdem im Aktionsmenü der Symbolleiste und im Menü „Darstellung“.

Für die Listenansicht lässt sich in den Darstellungsoptionen einstellen, welche Spalten angezeigt werden, sowie die Schrift- und die Symbolgröße vorgeben. Um in der Liste Ordner nach Größe zu sortieren, muss man „Alle Größen berechnen“ aktivieren. Ist die Option ausgeschaltet, wird nur die Größe von Dateien angegeben. Die Option „Relatives Datum verwenden“ blendet für den aktuellen und die vorangegangenen Tage „Heute“, „Gestern“ und „Vorgestern“ ein. Ist sie deaktiviert, ist das normale Datum zu sehen. Ob in den Datumsspalten der Monatsname und die Uhrzeit angezeigt werden oder nicht, regelt man durch Veränderung der Spaltenbreite in der Titelzeile. Ein Doppelklick auf einen Spaltentrenner passt die Breite automatisch an den jeweils längsten Text in der Spalte an. Über das Kontextmenü der Titelzeile lässt sich zudem direkt festlegen, welche Spalten angezeigt werden sollen und welche nicht.

Für jeden Darstellungsmodus lassen sich individuelle Einstellungen vornehmen.
Vergrößern Für jeden Darstellungsmodus lassen sich individuelle Einstellungen vornehmen.

Für die Spaltendarstellung lassen sich die Textgröße auswählen, die Symbole für Dateien und Ordner ein- oder ausblenden und festlegen, ob der Vorschaubereich rechts im Fenster angezeigt wird. Um eine Spaltenbreite an den längsten Text anzupassen, macht man einen Doppelklick auf den jeweiligen Spaltentrenner. Hält man gleichzeitig die Taste Option (⌥) gedrückt, werden alle Spaltenbreiten angepasst.

Für die Galerie bieten die Darstellungsoptionen drei Größe für die Piktogramme unten im Fenster an. Sinnvoll ist, sich die Dateinamen anzeigen zu lassen, um beispielsweise die Ordnersymbole voneinander unterscheiden zu können. Auch der Vorschaubereich kann man hier ein- oder ausschalten.

Über die Darstellungsoptionen lässt sich für jedes Fenster festlegen, in welcher Ansicht es jeweils geöffnet wird, indem man dort die Option „Immer in [Name der Darstellung] öffnen“ markiert. Ist außerdem „In [Name der Darstellung] blättern“ angekreuzt, werden auch die Unterordner nach einem Doppelklick in dieser Darstellung geöffnet, sofern man für diese nicht schon individuell eine andere Darstellung festgelegt hat.

6. Sortieren und Gruppieren

Die Objekte in einem Fenster lassen sich nach verschiedenen Kriterien sortieren, unter anderem nach Namen, Erstellungsdatum, wann sie zuletzt geöffnet wurden oder nach der Größe. Den dafür zuständigen Befehl findet man im Menü „Darstellung“, im Kontextmenü des Fensters, im Aktionsmenü der Symbolleiste und im Fenster „Darstellungsoptionen“. In der Listendarstellung geht das Sortieren wie schon beschrieben auch per Klick in einen Spaltentitel. Sollen beim Sortieren nach Namen die Ordner immer oberhalb der Dateien angezeigt werden, markiert man in den Einstellungen des Finders „Ordner oben anzeigen > Beim Sortieren nach Namen in Fenstern“ unter „Erweitert“.

Die Objekte in einem Ordner lassen sich nach verschiedenen Kriterien gruppieren, beispielsweise danach, wann sie zuletzt geändert wurden.
Vergrößern Die Objekte in einem Ordner lassen sich nach verschiedenen Kriterien gruppieren, beispielsweise danach, wann sie zuletzt geändert wurden.

Alternativ zum Sortieren lassen sich die Objekte gruppieren, ausgenommen in der Galeriedarstellung. Die Gruppierung fasst die Objekte im Fenster nach verschiedenen Kriterien zusammen, darunter Art des Objekts, das Programm, mit dem es erstellt wurde, die Größe, die Tags sowie vier verschiedene Zeitkriterien. Den Befehl „Gruppen verwenden“ findet man im Menü „Darstellung“, im Fenster „Darstellungsoptionen“ und im Kontextmenü des Fensters. Ist der Befehl aktiviert, ist an diesen Orten zusätzlich der Befehl „Gruppieren nach“ zu finden, in dessen Untermenü man ein Kriterium auswählt. Schneller geht es mit dem Symbol „Gruppieren“ in der Symbolleiste, sechs kleine Quadrate mit zwei Querstrichen. Hier wählt man direkt ein Kriterium aus. Im Fenster werden die Objekte jeweils unter einer Überschrift zusammengefasst. Innerhalb der Gruppierungen kann man die Objekte noch nach einem anderen Kriterium sortieren. Dazu muss man die Taste Option (⌥) drücken, woraufhin sich „Gruppieren nach“ in „Gruppen sortieren nach“ ändert. Die Optionstaste wirkt sich auch auf das Gruppierensymbol in der Symbolleiste aus, hier ändert sich der Text jedoch nicht.

7. Quick Look

Ein überaus praktisches Hilfsmittel im Finder ist die Übersicht (Quick Look). Markiert man ein Dokument oder ein Bild und drückt die Leertaste, wird der Inhalt des Objekts vergrößert dargestellt, sofern das System das Dokumentformat kennt. Alternativ fügt man der Symbolleiste das Symbol für die Übersicht hinzu und klickt dann auf das Auge. Unterstützt werden viele Formate, darunter Textdateien, PDFs, Bilder und Videos sowie die Dokumente von Word, Excel, Pages und Numbers. Bei mehrseitigen Textdateien oder PDFs kann man in der Übersicht durch das Dokument scrollen, bei einem Video startet in der Übersicht die Wiedergabe. Rechts oben in der Titelleiste ist jeweils ein Button zu finden, um das Dokument in der zugehörigen Anwendung zu öffnen, und es gibt ein Symbol für das Teilen. Ein nochmaliges Drücken der Leertaste schließt die Übersicht wieder. Alternativ nimmt man die Taste esc oder klickt auf das Kreuzsymbol links oben in der Titelleiste. Mit einem Klick links oben im Fenster auf das Symbol mit den beiden Pfeilen öffnet sich das Objekt bildschirmfüllend, mit esc kehrt man zur normalen Ansicht zurück.

In der Übersicht kann man einem Bild Anmerkungen hinzufügen, ohne es in Vorschau zu öffnen.
Vergrößern In der Übersicht kann man einem Bild Anmerkungen hinzufügen, ohne es in Vorschau zu öffnen.

Die Übersicht funktioniert auch mit mehreren Objekten, die zudem nicht zum selben Dateityp gehören müssen. Man markiert die Dateien und drückt erst danach die Leertaste oder klickt auf das Augensymbol. Über die beiden Pfeiltasten links oben in der Titelleiste blättert man durch die Ansichten, ein Klick auf das Symbol mit den kleinen Quadraten ordnet alle Dateien nebeneinander im Fenster an. Man klickt dort auf ein Objekt, um es in den Vordergrund zu holen. Im Vollbildmodus blendet sich bei mehreren Objekten ein Navigationsfenster ein, über das man durch die Dateien automatisch blättern kann, wie bei einer Diashow.

Mehrere unterschiedliche Objekte lassen sich gleichzeitig in der Übersicht öffnen.
Vergrößern Mehrere unterschiedliche Objekte lassen sich gleichzeitig in der Übersicht öffnen.

Öffnet man ein Bild oder ein PDF mit Quick Look, gibt es in der Titelleiste ein Werkzeugsymbol. Ein Klick darauf blendet in der Übersicht die aus dem Programm Vorschau bekannten Werkzeuge für die Anmerkungen sowie Werkzeuge zum Drehen und zum Beschneiden ein. Hat man die Bearbeitung abgeschlossen, beendet man den Vorgang mit einem Klick auf „Fertig“. Ein Klick auf „Letzte Version“ löscht alle Änderungen. Bilder lassen sich auch ohne die Werkzeugleiste drehen, es gibt dafür in Quick Look ein separates Symbol in der Titelleiste. Mit gedrückter Optionstaste (⌥) ändert sich die Drehrichtung. Die Übersicht mit der Werkzeugleiste öffnet sich auch, wenn man im Vorschaubereich des Finder-Fensters bei einem Bild oder PDF die Schnellaktion „Markieren“ auswählt.

8. Informationen

Für jede im Finder markierte Datei und für jeden Ordner lässt sich über das Kontextmenü oder mit Command (⌘)-I das Informationsfenster aufrufen. Ganz oben sind ein Symbol, der Dateiname, die Größe und das letzte Änderungsdatum zu finden, darunter ein Eingabefeld für die Tags. Unter „Allgemein“ zeig das Fenster unter anderem den Dateityp, den Speicherort und das Erstellungsdatum an. Die Angaben unter „Weitere Informationen“ sind vom jeweiligen Dateityp abhängig. Bei Bildern findet man beispielsweise die Bildgröße und den Farbraum, bei PDF-Dateien die Anzahl der Seiten und das Erstellungsprogramm. Bei aus dem Internet geladenen Dateien wird auch die URL der Webseite aufgeführt, von der die Datei stammt. „Name & Suffix“ zeigt den Dateinamen und die Namenserweiterung an, die sich für die Darstellung im Finder ausblenden lässt, was standardmäßig bei vielen Dateiformaten so eingestellt ist. In der Abteilung „Öffnen mit“ lässt sich festlegen, mit welchem Programm die Datei geöffnet werden soll, wenn man sie im Finder doppelt anklickt. Dazu wählt man ein Programm aus dem Aufklappmenü aus. Damit alle Dokumente mit demselben Dateiformat zukünftig bei einem Doppelklick von dieser Anwendung geöffnet werden, klickt man auf „Alle ändern“ und bestätigt die Nachfrage mit einem Klick auf „Fortfahren“.

Im Informationsfenster zeigt ausführliche Angaben zur jeweiligen Datei und man kann festlegen, in welchem Programm sie bei einem Doppelklick geöffnet wird.
Vergrößern Im Informationsfenster zeigt ausführliche Angaben zur jeweiligen Datei und man kann festlegen, in welchem Programm sie bei einem Doppelklick geöffnet wird.

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