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macOS Server 5.7.1: Schwerpunkt ist der Profilmanager

02.10.2018 | 17:19 Uhr | Stephan Wiesend

Wie angekündigt wurde macOS Server 5.7.1 um viele Funktionen wie Messaging und E-Mail beschnitten.

Update vom 2.10.2018

Zur Einführung von macOS Mojave 10.14 hat Apple auch eine neue Version von macOS Server veröffentlicht , die nur unter macOS 10.14 nutzbar ist. Wie von Apple angekündigt soll die für 22 Euro verfügbare Version vor allem dem Verwalten von Macs und anderen Geräten im Netzwerk konzentrieren. So bietet die neue Version eines erweiterten Profilmanagers mit zahlreichen neuen Payload-Einstellungen für die Verwaltung von iOS-Geräten, tvOS und macOS-Rechnern.

Nach der neuen Schwerpunktlegung fehlen aber wie schon seit Version 5.6 unter High Sierra zahlreiche Funktionen früherer Versionen wie Kalender, Kontakte, DHCP oder DNS. Einige Funktionen wie der Time-Machine-Server wurden in die Client-Versionen von macOS integriert, andere Funktionen wie der E-Mail-Server dagegen komplett gestrichen.

Ursprünglicher Artikel vom 4.4.2018

Wie bereits angekündigt bringt die neue Version von macOS Server grundlegende Neuerungen: Bei einer Neuinstallation des Server-Programms von Apple werden viele Funktionen nicht mehr angezeigt. Betroffen sind die Funktionen Wiki, Kontakte, DHCP, DNS, Mail, Nachrichten, NetInstall, VPN, Webseiten und Kalender. Nur wer eine dieser Funktionen vor dem Update genutzt hat, kann diese Funktionen weiter verwenden. Wie bereits von uns berichtet , empfiehlt Apple Nutzern dieser Dienste den Wechsel zu einer Open-Source-Variante wie beispielsweise dovecot für E-Mail oder ejabberd für Messaging.

Weiterhin unterstützt wird die Funktion XSAN, die SAN-Netzwerks über Fibre Channel einrichtet und verwaltet. Ab macOS Server 5.4 wurden außerdem bereits Funktionen wie Content Caching, Dateifreigabe und Time Machine Bestandteil der regulären Version von macOS High Sierra und können über die Dateifreigabe genutzt werden. Die Funktion Xcode Server wurde dagegen Bestandteil von Xcode selbst.

Apple will macOS Server in Zukunft vor allem für den Bereich Geräteverwaltung positionieren, etwa für die Verwaltung von Geräten in Schulen und Firmen bzw. MDM. Wichtigste Funktion bleibt der Profilmanager, der in der aktuellen Version neue Funktionen bekommt:

Unter macOS 10.13.4 kann man damit etwa neue Softwareupdate-Verzögerungen von 1 bis 90 Tagen konfigurieren, Zugang zu Bedienhilfen APS für App-Tests sowie Aktivierung und Deaktivierung von Bluetooth. Neu ist außerdem die Möglichkeit Kernel-Erweiterungsberechtigungen und Inhalts-Caching zu konfigurieren und das Überspringen von iCloud-Speicher bei der Geräteregistrierung vorzugeben.

Für tvOS 11.3 ist neu, dass man Bewertungen für Filme, TV und Apps sowie anstößige Inhalte konfigurieren und „Wo ist mein Apple TV“ in der Geräteregistrierung überspringen kann.

Neu bei Profilen für iOS 11.3: Man kann wie unter macOS 10.13.4 neue Softwareupdate-Verzögerungen von 1 bis 90 Tagen konfigurieren, bei ScheduleOSUpdate außerdem eine bestimmte Versionsnummer einer iOS-Version vorgeben. Aktivierung und Deaktivierung von Bluetooth ist möglich, FaceID-Authentifizierung vor Nutzung des automatischen Ausfüllens verlangen, beschränkten USB-Modus deaktivieren und vor dem Verlassen einer Classroom-Klasse eine Erlaubnis eines Lehrers verlangen. Eine weitere neue Option ist außerdem die Beschränkung entfernter Verbindungen auf Whitelist-Geräte, Ausnahmen für AlwaysOn-VPN, eine Option bei der Geräteregistrierung „Datenschutz“ zu überspringen. Der Befehl zum Löschen eines Geräts verhindert außerdem nun die Konfiguration über ein Gerät in der Nähe des Systemassistenten. Die meisten Neuerungen stehen nur für betreute Geräte zur Verfügung.

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