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Mein Mac ist langsam – Das kann ich tun

02.04.2018 | 08:44 Uhr |

Wenn das System nur noch kriecht und der Wasserball des Todes sich permanent dreht, scheint es oft so, als sei ein neuer Mac fällig. Das stimmt jedoch nicht: Meist ist nur das System verstopft. Wir zeigen, wie Sie es wieder sauber machen können.

Der gute, alte 2009er iMac kommt nur noch quälend in die Puschen: Zwischen Einschalten und Anmeldung vergeht schier eine Ewigkeit. Auch sonst wirkt das System irgendwie zäh: Programme starten nur verzögert und ständig dreht sich dieser verdammte Wasserball an der Stelle des Mauszeigers, was ja beim Mac meist auf zu langsame Hardware hinweist.

Dieser iMac ist aber nur ein Beispiel: Gerade Besitzer älterer Systeme verspüren unter macOS nach und nach eine Verlangsamung bis hin zu dem Gefühl, dass die Kiste jetzt wirklich ausgetauscht werden muss. Doch genau das muss eben nicht sein: Mit ein wenig Arbeit lässt sich ein alter Mac durchaus noch ein paar Jährchen nutzen – ganz ohne aufwändige Aufrüst-Aktionen! Denn schuld sind eher ein vermülltes System als mangelnde Hardware-Leistung.

Alten Mac wieder flott machen

Natürlich: Die Zeiten, in denen ein 2009er-iMac eine Rakete waren, sind lange vorbei. Doch zum Wegschmeißen ist er ebenfalls viel zu schade. Schließlich ist dieses Modell laut dem Benchmarking-Tool Geekbench in Sachen Rechenleistung nur wenig langsamer als ein 2015er-MacBook 12“ . Das ist zwar beides sicher nicht preisverdächtig, aber auch für heutige Ansprüche durchaus noch ausreichend. Damit ist er im Grunde noch voll und ganz für aktuelle Office- und Internetaufgaben geeignet – man muss ihn nur wieder flott bekommen. Und das ist mit geringem Einsatz von Zeit und Geld durchaus möglich. Der Beachball des Todes ist danach weitestgehend verschwunden. Die folgenden Maßnahmen sind natürlich auch bei Mac Pro und Macbook Pro sowie Mac Mini oder Macbook Air möglich – und natürlich auch mit allen aktuellen Modellen, bei denen es hier und da hängt.

Zunächst: Bestandsaufnahme

Bevor Sie mit dem Schnellermachen des alten Macs beginnen, muss jedoch zunächst einmal Zeit für eine Bestandsaufnahme sein: Was für ein Mac-Modell haben Sie eigentlich – und wie ist es ausgestattet? Klicken Sie oben links auf das Apfel-Symbol und wählen Sie „Über diesen Mac“. Hier wird Ihnen nicht nur das Modell angezeigt, sondern auch die Speicherausstattung und der Prozessortyp. Der Desktop-Mac ist mindestens von Ende 2009, ein Macbook oder Mac Mini mindestens von Mitte 2010? Dann können Sie sogar macOS High Sierra installieren ! Wichtig ist allerdings der Arbeitsspeicher – da sollten es bei Geräten mit klassischer Festplatte schon 8 Gigabyte oder mehr sein. Geräte mit schneller Apple-SSD wie das Macbook Air kommen sogar mit 4 Gigabyte für einen zuverlässigen Betrieb aus.

Kaum zu glauben, aber ein acht Jahre alter iMac läuft noch erstaunlich flott mit macOS High Sierra und kann als Office-Rechner und Surf-Terminal eingesetzt werden
Vergrößern Kaum zu glauben, aber ein acht Jahre alter iMac läuft noch erstaunlich flott mit macOS High Sierra und kann als Office-Rechner und Surf-Terminal eingesetzt werden

Soll ich das aktuelle macOS auf meinem alten Mac installieren?

Ist diese Mindestanforderung erfüllt, spricht nichts dagegen, dem alten Mac zunächst die aktuelle macOS-Version zu verpassen. Das ist bereits ein ordentlicher Perfomance-Boost. Denn anders als bei Windows ist macOS nicht so schlimm in Sachen Ressourcenverbrauch: Auch alte Macs können problemlos mit der neuesten Version laufen. Gleichzeitig stellen Sie durch das Upgrade sicher, dass alle Treiber und sonstigen Systemfunktionen auf dem neuesten Stand sind. Wichtig: Machen Sie vor dem Upgrade ein vollständiges Time-Machine-Backup auf einer externen Festplatte und legen Sie diese anschließend in eine Schublade. Damit stellen Sie sicher, dass Sie notfalls jederzeit auf ihre aktuelle macOS-Version zurück gehen können! Das aktuellste macOS laden und installieren Sie danach einfach aus dem Mac App Store.

Und das, obwohl er wirklich lausig ausgestattet ist.
Vergrößern Und das, obwohl er wirklich lausig ausgestattet ist.

Achtung!

Prüfen Sie vor dem Upgrade auf eine neuere Betriebssystem-Version, ob Ihre essentielle Software dann noch läuft. Gerade alte Programme wie MS Office oder Photoshop können bei einem großen System-Upgrade über mehrere MacOS-Versionen problematisch sein. Fragen Sie dafür gegebenenfalls beim Hersteller nach!

Upgrade mit Zwischenschritt über macOS 10.8 bzw. 10.11

Wenn Sie noch eine sehr alte Mac-OS-X-Version wie etwa 10.6 oder 10.7 verwenden, können Sie nicht direkt auf High Sierra wechseln. Sie müssen leider zunächst auf OS X 10.11 „El Capitan“ aktualisieren. Erst danach ist das Upgrade auf High Sierra möglich. Sie können also von 10.6 oder 10.7 direkt auf El Capitan aktualisieren und danach auf High Sierra, ohne Zusatzkosten. ( El Capitan können Sie hier herunterladen ).

Ihr Rechner oder ein wichtiges Programm unterstützten kein High Sierra und nicht einmal El Capitan? Dann könnten Sie Mountain Lion installieren. Aber Achtung: Mountain Lion oder OS X 10.8 ist nicht mehr im AppStore kaufbar. Falls Sie es nie besessen haben, müssen Sie es leider für teuer Geld bei Apple kaufen   – ein Upgrade auf High Sierra ist danach aber kostenlos über den App Store möglich.

OS X 10.8 „Mountain Lion“ muss gegebenenfalls als Zwischenschritt installiert werden, ist jedoch im Zweifel noch unter „Gekaufte Artikel“ im AppStore installierbar.
Vergrößern OS X 10.8 „Mountain Lion“ muss gegebenenfalls als Zwischenschritt installiert werden, ist jedoch im Zweifel noch unter „Gekaufte Artikel“ im AppStore installierbar.

Falls Sie hingegen irgendwann auf einem anderen Mac schon das Update auf Mountain-Lion gemacht haben, können Sie Ihre Apple ID verwenden, um Mountain Lion unter Mac OS X 10.6 oder 10.7 aus dem App Store unter „Gekaufte Artikel“ auf ihren alten Mac herunterladen und installieren. Auf neueren Macs sollten Sie sich nicht scheuen, High Sierra einfach zu installieren.

macOS schneller machen: Autostart ausmisten

Ist der Mac auf dem neuesten Stand, kann die eigentliche Beschleunigung losgehen. Denn macOS ist längst nicht so problemlos, wie Apple das gerne suggeriert. Gerade Software-Altlasten können das System nämlich massiv in die Knie zwingen. Hier sind es vor allem Autostart-Objekte und andere alte Software, die das System unnötig langsam machen. Von daher ist es sinnvoll, zuerst einmal alle Standard-Ordner für solche Autostart-Objektive durchzusehen. Der erste Blick sollte in die Systemeinstellungen führen:

  • Klicken Sie hier auf „Benutzer & Gruppen“.

  • Wählen Sie ihren aktuellen Benutzer.

  • Klicken Sie auf das Tab „Anmeldeobjekte“.

  • Hier sollte nur auftauchen, was Sie wirklich benötigen, also neben dem iTunes-Helper eigentlich nichts. Hier finden sich auf alten Macs oft zahllose alte Einträge. Ganz schlimm: Solche mit einem kleinen gelben Dreieck dahinter.

  • Markieren Sie nicht mehr benötigte Autostart-Objekte und drücken Sie auf das Minus-Zeichen.

Das sollte schon einen großen Geschwindigkeitsbonus beim Systemstart und im laufenden Betrieb bringen, ist aber natürlich nur ein erster Schritt der durchzuführenden Optimierungsmaßnahmen.

Systembremsen mit KnockKnock identifizieren

Als nächstes sollten Sie ein kleines Gratis-Tool auf Ihrem Mac installieren: KnockKnock von Objective-See . Die Software ist ein Analysetool, die dabei hilft, Systembremsen aufzuspüren – und die können Sie weder auf einem aktuellen, noch auf einem alten Mac gebrauchen!

KnockKnock findet Autostart-Objekte, die tiefer im System versteckt sind
Vergrößern KnockKnock findet Autostart-Objekte, die tiefer im System versteckt sind
  • Laden Sie das Tool herunter.

  • Entpacken Sie das ZIP per Doppelklick, sofern das nicht schon von Safari erledigt wurde.

  • Kopieren Sie die App in den Programme-Ordner.

  • Starten Sie KnockKnock anschließend aus dem Programme-Ordner.

  • Klicken Sie auf „Scan“, um Systembremsen zu finden.

  • Gegebenenfalls verlangt KnockKnock noch die Eingabe des Administrator-Passworts: Geben Sie dieses ein und klicken Sie auf „Immer erlauben“.

Damit auch das Basis-System durchsucht werden kann, braucht KnockKnock das Administrator-Passwort
Vergrößern Damit auch das Basis-System durchsucht werden kann, braucht KnockKnock das Administrator-Passwort

Systembremsen löschen

Nach dem Scan zeigt KnockKnock Ihnen alle Systemdateien an, die beim Start mitgeladen werden und dadurch das System belasten. Ganz wichtig ist hier der Eintrag „Kernel Extensions“ sowie „Launch Items“. Hier finden Sie nicht selten zahlreiche Einträge aus längst gelöschten oder vergessenen Programmen. Praktischerweise zeigt KnockKnock bei den „Launch Items“ – dem zweiten „Autostart“-Ordner von macOS – auch gleich den Pfad zu dem Programm an, zu dem der Eintrag gehört. Dadurch können Sie die Launch Items relativ einfach identifizieren. Bei den Kernel-Extensions ist das nicht ganz so einfach – allerdings haben die nicht selten sprechende Namen. Mit einem Klick auf das Auge mit der Bezeichnung „Show“ können Sie ein Finder-Fenster öffnen und die Extension oder das Launch Item einfach löschen.

Achtung!

Hier dürfen Sie auf keinen Fall blind alles ausmisten! Manche Extensions gehören fest zum Betriebssystem! Löschen Sie nur, was Sie eindeutig zuordnen können. Gegebenenfalls hilft es, den Namen der KEXT oder des Launch-Items zu googeln.

Festplatte aufräumen

In einem nächsten Schritt sollten Sie einen Blick auf Ihre Festplattenbelegung werfen: Ist das Mac-Laufwerk sehr voll, bleibt nur wenig Platz für beschleunigende Funktionen wie zum Beispiel den virtuellen Arbeitsspeicher und System-Caches. Als Faustregel gilt: Rund 15-20 Prozent der Mac-Festplatte sollten frei bleiben, damit das Betriebssystem sich hier nach Gutdünken ausbreiten kann. Gerade auf älteren Macbooks mit SSD kann der Platz schnell knapp werden. In einem solchen Fall können Sie alte Medien wie Filme und Musik löschen oder auf ein externes Laufwerk – etwa einen sehr kompakten USB-Stick wie SanDisks Ultra-Fit oder eine Speichererweiterung wie das Nifty-Drive verschieben. Diese Laufwerke sind inzwischen ausreichend groß, um eine ganze Fotos- oder iTunes-Mediathek aufzunehmen: Verschieben Sie die jeweilige Mediathek dafür einfach auf das externe Laufwerk und öffnen Sie Fotos beziehungsweise iTunes anschließend mit gedrückter (Option)-Taste, um den neuen Speicherort auszuwählen. Das Original können Sie dann von der Festplatte löschen.

Nicht mehr benötigte Netzwerkdienste abschalten

Was ebenfalls ein Quäntchen Performance zurückholt, ist das Abschalten nicht benötigter Netzwerk-Systemdienste. Je nachdem, wie Ihr Mac bisher eingerichtet war, sind davon möglicherweise unnötig viele aktiv:

  • Öffnen Sie die Systemeinstellungen.

  • Wählen Sie „Freigaben“.

  • Schalten Sie hier alle Dienste ab, die Sie nicht mehr benötigen.

Dadurch, dass weniger Netzwerkdienste aktiv sind, wird der Mac effektiv weniger belastet. Natürlich sollten Sie Dienste, die Sie nutzen möchten, aktiviert lassen.

Berechnung von Ordnergrößen deaktivieren

Und noch ein kleiner Geschwindigkeits-Tipp: Öffnen Sie ein Finder-Fenster und wählen Sie hier „Darstellung -> Darstellungsoptionen einblenden“. Entfernen Sie hier, falls vorhanden, den Haken bei „Alle Größen berechnen“: Auf diese Weise muss der Finder nicht mehr so viel arbeiten, wenn Sie ein Finder-Fenster öffnen. Beim Komfort ändert sich durch diese Option nichts.

Die Berechnung der Ordnergrößen im Finder ist ein echter CPU-Fresser. Schalten Sie sie ab.
Vergrößern Die Berechnung der Ordnergrößen im Finder ist ein echter CPU-Fresser. Schalten Sie sie ab.

Transparenz reduzieren

Gerade alte Macs haben oft sehr schwachbrüstige Grafikkarten – es kann also durchaus ein wenig nutzen, noch die Grafikeffekte auf ein Minimum zurückzufahren. Öffnen Sie dazu zunächst die Systemeinstellungen und wählen Sie „Bedienungshilfen“. Unter „Anzeige“ finden Sie hier die Option „Transparenz reduzieren“. Durch den geringeren Anspruch an die Grafikeffekte wird dadurch die grundsätzliche Systemlast reduziert, außerdem wirkt die Option einem Ruckeln der Systemoberfläche entgegen.

Gerade auf alten Macs hilft das Reduzioeren der Transparenz
Vergrößern Gerade auf alten Macs hilft das Reduzioeren der Transparenz

Dashboard abschalten

Weitere Leistungsfresser sind Hintergrundprozesse von Widgets, sowohl in der Mitteilungszentrale, als auch im Dashboard. Wenn Sie nicht wissen, was ein Dashboard ist, ist das schonmal gut: Es ist ein Vorläufer der Mitteilungszentrale, der kaum noch verwendet wird, aber nach (versehentlicher) Aktivierung Ressourcen frisst. Das Dashboard kann guten Gewissens deaktiviert werden. Öffnen Sie dazu in den Systemeinstellungen die Option „Mission Control“ und wählen Sie bei „Dashboard: Aus“, um einer versehentlichen Aktivierung entgegenzuwirken.

Widgets überprüfen

Desweiteren sollten Sie einen Blick in den Eintrag „Erweiterungen“ in den Systemeinstellungen werfen: Unter „Heute“ finden Sie alle automatischen Benachrichtigungsfunktionen der Mitteilungszentrale. Entfernen Sie hier möglichst viele Haken.

Widgets sind im Hintergrund aktiv und belasten damit das System. Schalten Sie sie ab.
Vergrößern Widgets sind im Hintergrund aktiv und belasten damit das System. Schalten Sie sie ab.

Siri abschalten

Anschließend ist es sinnvoll, Siri auszuschalten, indem Sie unter Systemeinstellungen -> Siri den Haken „Siri fragen“ deaktivieren. Achtung: Siri gibt es auf vielen älteren Macs gar nicht.

Sofern Siri auf dem Mac läuft und Sie die Dame nicht benötigen, sollten Sie sie abschalten) (BU: )
Vergrößern Sofern Siri auf dem Mac läuft und Sie die Dame nicht benötigen, sollten Sie sie abschalten) (BU: )

Time Machine und Spotlight einschränken

Zuguterletzt sollten sollten Sie noch zwei weitere Optionen „tunen“: Zunächst ist es sinnvoll, Spotlight ein wenig zu begrenzen. So muss der Dienst zum Beispiel nicht unbedingt in einer Time-Machine-Backup-Festplatte suchen: Öffnen Sie Systemeinstellungen -> Spotlight und definieren Sie unter „Privatsphäre“ Ordner und Laufwerke, in denen Spotlight nicht suchen soll. Zusätzlich können Sie auch im Tab „Suchergebnisse“ Haken für Suchen entfernen, die Sie nicht benötigen, etwa „Entwickler“ oder „Schriften“ – das beschleunigt die Suche maßgeblich.

Alte Programme löschen

Falls Sie noch Lust haben, können Sie jetzt noch ein bisschen weiter aufräumen: Löschen Sie alte Programme, allerdings nicht durch einfaches Verschieben in den Papierkorb, sondern mit der Gratis-Software AppCleaner : Statt in den Papierkorb ziehen Sie die App in das AppCleaner-Fenster. Das Tool sucht danach alle im System verstreuten zugehörigen Installationsdateien heraus und löscht diese gleich mit. Dokumente, die mit den Apps erstellt wurden, sind von diesem Vorgehen natürlich nicht betroffen.

Löschen Sie nicht mehr benötigte Apps mit AppCleaner.
Vergrößern Löschen Sie nicht mehr benötigte Apps mit AppCleaner.

System nicht mehr herunterfahren

Zum Ende noch ein kleiner Workflow-Geschwindigkeitstipp: Gerade Macs mit klassischen Festplatten – und das betrifft sogar das aktuelle iMac-Basismodell! – benötigen viel Zeit zum Booten und Auslagern von virtuellem Arbeitsspeicher sowie dem Anlegen von Cache-Files. Nach einem Neustart sind aber Teile dieser Beschleunigungsdateien wieder gelöscht und müssen neu angelegt werden, wodurch der Mac anfangs nach dem Neustart besonders lahm ist. Macs mit rotierender Festplatte sollten deshalb nur bei längere Nichtbenutzung ausgeschaltet werden, etwa für den Urlaub. Ansonsten gilt: Lassen Sie ihren Mac laufen und legen Sie ihn nur über das Apfelsymbol in der Menüzeile -> Ruhezustand schlafen. Der Stromverbrauch in diesem Modus ist minimal, Sie sparen sich aber die lästige Zeit für das Hoch- und Runterfahren und die ersten Minuten, bis der virtuelle Arbeitsspeicher sinnvoll aufgebaut und alle Programme im RAM sind.

Fazit: Neues Feuer in alten Öfen

Das war es auch schon: Der alte (oder aktuelle) Mac sollte wieder deutlich flotter arbeiten – und ist für aktuelle Anwendungen gerüstet, selbst wenn er wie das Beispiel-System aus dem Einstieg schon acht Jahre alt ist. Der Autor dieses Artikels besitzt einen entsprechenden iMac Late 2009, der nach diesen Maßnahmen problemlos unter High-Sierra als Produktivsystem für Office-Anwendungen und das Surfen im Internet verwendet wird. Neuere Macs profitieren aber natürlich auch von dieser Behandlung, sodass Sie sich unter dem Strich über ein deutlich schnelleres System freuen können, selbst wenn der Mac sehr alt ist. Die oben stehenden Maßnahmen entfachen neues Feuer in alten Töpfen – und sparen im Zweifel die Anschaffung eines neuen, teuren Zweitrechners.

Arbeitsspeicher hilft und ist nicht teuer.
Vergrößern Arbeitsspeicher hilft und ist nicht teuer.
© Twenty20

Super-Geschwindigkeits-Upgrad: Arbeitsspeicher und SSD aufrüsten

Sofern möglich, sollten Sie jetzt zusätzlich über eine kleine Aufrüstung nachdenken. Denn die bringt zunächst einmal einen deutlichen Geschwindigkeitsschub für kleines Geld. Am dankbarsten sind die Macbooks der Modelljahre bis 2012: Diese erlauben den einfachen Austausch von Festplatte und Arbeitsspeicher . Doch auch beim Mac Mini bis 2012 kann recht einfach eine SSD nachgerüstet werden. Andere Modelle wie der iMac sind ohne größere Operationen auf RAM-Upgrades beschränkt, einzig die 2015er- und 2017er-Modelle des iMac 21,5“ sind hier problematisch. Bei Macbook Pros nach 2012, Mac Mini ab 2014 und Macbook Air ist leider keine geschwindigkeitsrelevante Hardware-Aufrüstung möglich. Arbeitsspeicher ist nach wie vor einer der wichtigsten Geschwindigkeits-Faktoren: Ein Doppelpack 4-Gigabyte-Riegel gibt es für ältere iMacs, Macbooks und Mac Minis für kleines Geld bei Anbietern wie Mac-Speicher-Shop.de oder noch günstiger bei Ebay.

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