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Ming-Chi Kuo: iPhone XR verkauft sich angeblich schlechter als gedacht

13.11.2018 | 09:41 Uhr | Peter Müller

Nach den Schätzungen von Apple-Analysten Ming-Chi Kuo werden sich im kommenden Jahr nur 70 Mio iPhones XR verkaufen, keine 100 Millionen.

Der in der Regel recht gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo von TF International hat seine Verkaufsprognose für das iPhone XR deutlich reduziert . Bis September 2019, wenn Apple vermutlich einen Nachfolger vorstellt, werde Cupertino nur 70 Millionen Stück verkaufen anstatt der von Kuo ursprünglich veranschlagten 100 Millionen. Die Gründe sieht der Marktexperte in Verunsicherungen der Verbraucher im eskalierenden Handelskrieg, zunehmende Konkurrenz von Geräten wie dem Huawei P20 gerade in Wachstumsmärkten sowie dem Kundenwunsch nach Dualkameras, den das iPhone XR anders als die XS-Modelle nicht erfüllen kann.

Für Apple muss das aber keine negative Aussicht sein, im laufenden vierten Kalenderquartal rechnet Kuo weiterhin mit 80 Millionen verkauften iPhones, die Kunden würden eben verstärkt zum iPhone XS und XS Max greifen oder die Modelle aus den Vorjahren kaufen, iPhone 7 (Plus) und iPhone 8 (Plus). Apple hat bereits angekündigt, ab der nächsten Bilanz, die das Unternehmen Anfang Februar 2019 vorlegen wird, keine Stückzahlen mehr zu nennen, sondern nur noch die Umsätze auszuweisen, die man mit dem iPhone insgesamt macht. Stückzahlen einzelner Modelle hat Apple indes noch nie genannt.

Hingegen lässt sich Kuos Aussage nachprüfen, ob sich die iPhones im ersten Kalenderquartal 2019 (Januar bis März) schlechter verkaufen werden als noch im Jahr davor. Im letzten Jahr hat Apple rund 52 Millionen iPhones verkauft, Kuo rechnet in Q1 2019 mit 47 bis 52 Millionen Stück. Da die Preise für iPhone XS vergleichbar mit denen von iPhone X sind und das iPhone XR passt in das Preisschema des iPhone 8, kann man selbst an den Umsätzen sehen, ob Apple mehr oder weniger iPhones verkauft hat als im Jahr davor.

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