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Mobile Sicherheitsupdates: iOS – top, Android – flop

28.02.2018 | 18:16 Uhr | Halyna Kubiv

Eigentlich ist nichts Neues an dem Bericht, dass die meisten Android-Geräte nur sehr zögernd mit Updates ausgestattet werden.

Die jüngsten Ereignisse rund um Meltdown und Spectre haben jedoch eine ganz gute Vergleichsbasis für alle Plattformen und Geräte geschaffen, waren doch nahezu alle Chips und somit auch alle Smartphones für die Bugs anfällig. Ein Twitter-Nutzer namens "SecurityLab" hat seine Beobachtungen in Sachen Sicherheitsupdates zusammengefasst und in einer Tabelle veröffentlicht. Dabei wurden bei dem Thema Sicherheit solche Einzelaspekte beachtet:

  • die kürzeste Zeit für ein Sicherheitsupdate (seit der Bekanntgabe der Lücke)

  • Update-Verzögerung weltweit

  • Provider-unabhängige Sicherheitsupdates

  • durchschnittliche Support-Zeit der (alten) Geräte

  • Update-Verfügbarkeit nach einem Monat (seit dem Verkaufsstart)

Weniger überraschend hat Apple die Spitzenposition in der Auswertung eingenommen. Bei allen fünf Aspekten verhält sich der Entwickler aus Cupertino nahezu vorbildlich: Bei schwierigen Lücken werden iOS-Updates binnen weniger Tage veröffentlicht (das jüngste Beispiel – der Telugu-Bug), die neue Version ist für fast alle Nutzer unabhängig von Land und Provider verfügbar, die alten Geräte werden noch rund fünf Jahre nach dem Verkaufsstart mit den Updates versorgt. Die einzige Ausnahme bildet hier das iPhone 5C – das Gerät hat Apple 2013 vorgestellt, ab iOS 10.3.3, also im Herbst 2017 war Schluss mit dem neuesten Betriebssystem.

Auf Platz zwei hat Windows mit den beiden Marken – Microsoft und Nokia – ziemlich gut abgeschnitten. In der Android-Fraktion gibt es nur zwei Hersteller, die bei manchen Aspekten teilweise gut abschneiden – Google und Essential Phone. Beide Hersteller versuchen es, binnen weniger Tage ein Update für die kritischen Sicherheitslücken zu veröffentlichen. Auch die Unterstützung der alten Geräte ist im Vergleich mit der Konkurrenz noch relativ lang, wobei es sich beim Essential Phone um eine Schätzung handelt. Alle weiteren Hersteller, die Android bei Google nur lizenzieren, tun sich schwer mit Behebung von kritischen Lücken. Allzu oft dauert es viel zu lange, bis ein relativ neues Gerät ein Systemupdate vom Hersteller bekommt. Auch die theoretische Lebensdauer der Geräte ist deutlich kürzer: Im Durchschnitt wird ein Gerät rund zwei Jahre nach dem Verkaufsstart mehr oder minder zuverlässig mit Updates versorgt. Danach liegt die Verantwortung komplett bei dem Nutzer, als dass er sich keine böswilligen Apps herunterlädt und bei den öffentlichen WLANs aufpasst, damit unbefugte Dritte nicht die Datenverbindung abgreifen.

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