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Mobilfunkmarkt 2017: Apple vor allem in den USA beliebt

17.08.2017 | 17:04 Uhr |

Während Apple in den USA einen Marktanteil von 34 Prozent behält, gewinnen in Deutschland vor allem Samsung und Huawei an Beliebtheit.

Hauchdünn ist Apples Vorsprung vor Samsung in den USA: Laut aktuellen Zahlen von Statista hatte Apple 2017 in den USA einen Marktanteil von 34 Prozent, Samsung ist mit 33 Prozent auf dem zweiten Platz. Einen dritten Platz gibt es eigentlich nicht, da  sich der Rest des amerikanischen Marktes auf eine Vielzahl an Herstellern verteilt. Das deckt sich mit ähnlichen Zahlen von Kantar Wordpanel, die wir vor einigen Tagen veröffentlichten . Auch in Großbritannien ist Apple mit 38 Prozent Marktanteil führend, während das iPhone in Deutschland nur 20 Prozent erreicht. Hierzulande sind 43 Prozent aller Smartphones von Samsung, der drittplatzierte Hersteller Huawei schafft gerade einmal 7 Prozent. Auch bei der Verbesserung des Image konnte Samsung in Deutschland besonders stark zulegen und verbesserte sein Ansehen in den letzten 5 Jahren deutlich, was auch Huawei gelang. In Deutschland gelang dies übrigens Apple deutlich schlechter als in den USA und Großbritannien.

Offensichtlich ist der Markt für Mobiltelefone in Europa und Nordamerika gesättigt. So wird die Anzahl der verkauften Geräte voraussichtlich von 357 Millionen im Jahr 2016 auf 355 Millionen im Jahr 2017 sinken. iPhone und Co. bleiben aber wichtigster Umsatzträger im Bereich Consumer-Electronics, wie aktuelle Daten von Statista zeigen. Ganze 145 Milliarden Euro gaben Europäer und Amerikaner 2016 für Mobil- und Festnetztelefone aus, ein Zuwachs von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür ist der gestiegene Anteil von teuren Smartphones unter den Mobiltelefonen, sogenannte Feature-Phones mit rudimentären Webfunktionen werden seltener.

Die bei den Telefonverkäufen mit enthaltenen Festnetztelefone sind dabei kaum noch relevant, vor allem in den USA werden sie immer mehr durch Mobiltelefone ersetzt. Smartphone-Verächter sind selten geworden, nur bei den über 60-Jährigen verzichtet noch etwa ein Viertel auf WhatsApp und Co. Im Alter zwischen 18 und 29 haben aber in UK glatte hundert Prozent der Befragten ein Smartphone, in den USA sind es 98 Prozent und in Deutschland 99 Prozent. Besonders teure Smartphones kaufen offenbar Schweizer: 347 Euro pro Kopf gab ein Eidgenosse im letzten Jahr für Mobiltelefone aus, dagegen ein Kroate nur 69 Euro. Deutsche Kunden sind mit 136 Euro pro Kopf und Jahr genau im Mittelfeld.

Ausgaben für Provider wie Vodafone und O2 nicht enthalten. Große Unterschiede gibt es übrigens auch bei dem Datenvolumen, der einem Nutzer pro Monat zur Verfügung steht. Verträge mit über 3000 MB pro Monat haben in den USA und UK immerhin 27 und 26 Prozent, in Deutschland nur 13 Prozent.

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