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Supermond-Fotos mit dem iPhone schießen: So geht's

26.05.2021 | 19:30 Uhr | Markus Schelhorn

In der heutigen Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bekommen wir den letzten Supermond des Jahres zu sehen: Wir verraten Ihnen, wie Sie am besten Mond-Fotos mit dem iPhone schießen können.

In der heutigen Nacht bekommen wir den letzten Supermond in diesem Jahr zu sehen. Das heißt: Der Abstand zwischen Erde und Mond ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag deutlich geringer als sonst, weshalb der Mond etwas größer erscheint. Genauer gesagt: 357.462 Kilometer liegen dann zwischen Mond und Erde, laut MDR nochmal 150 km weniger als beim letzten Supermond im April. Das mag nicht viel klingen? Oh doch, der Mond wird rund 14 Prozent größer erscheinen als gewöhnlich. Wenn Sie Glück haben und in Ihrer Region das Wetter mitspielt und Sie gute Sicht auf den Supermond haben, schnappen Sie sich einfach Ihr iPhone und versuchen Sie doch mal, den Supermond so gut es geht einzufangen. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen und welche Apps Sie am besten nutzen sollten.

So fotografieren Sie mit dem iPhone den Mond

Das iPhone ist nicht gerade für sein gutes Tele-Objektiv bekannt. Doch selbst mit dem iPhone gelingen gute Fotos. Dabei muss man ein paar Besonderheiten wissen: Besonders gut für Nachtaufnahmen eignet sich die Hauptkamera des iPhones, gute Fotos des Nachthimmels gelingen bei ISO 15, 40. Über ISO 400 sollte man nicht gehen. Um die Kameraeinstellungen noch genauer zu kontrollieren, eignet sich ganz gut die App " Pro Camera " für knapp sieben Euro, eine gute Alternative bittet auch Halide-Kamera für ebenso sieben Euro. Mehr dazu lesen Sie hier: " Nachtaufnahmen mit iPhone ".

Der einzige Haken: Das Objektiv des iPhone ist für Weitwinkel-Aufnahmen ausgelegt und auch das Tele-Objektiv des iPhone 11 Pro mit seiner 52 mm Brennweite ( im Vergleich zum Kleinbildformat ) reicht bei Weitem nicht aus, um den Mond groß abbilden zu können. Dazu ist die Weitwinkelkamera des iPhones 11 Pro deutlich lichtstärker und kann unter schlechten Lichtbedingungen bessere Fotos machen. Das iPhone 12 Pro Max ist dagegen mit seinem 12-fachen digitalen Zoom schon besser ausgestattet. Doch Sie brauchen nicht unbedingt die teuerste Variante und das aktuellste Modell, um den Mond einzufangen.

In "Pro Camera" beispielsweise lässt sich gezielt wählen, welches Objektiv gerade im Einsatz ist, ansonsten steuert die native Foto-App diese Einstellung automatisch. Zusätzlich dazu bietet der Entwickler ein passendes Modul "Low Light Plus – Nachtkamera" für fünf Euro als In-App-Kauf. Damit sind Langzeitbelichtung und lange Blendeneinstellungen möglich.

Wer sich nicht mit den nativen iPhone-Fotos zufrieden geben will, muss zu einem Teleskop greifen, der den Mond und die Sterne näher bringt. Auf Amazon findet man beispielsweise für rund 70 Euro das recht ordentliche Emarth Teleskop . Mit 60 Euro etwas günstiger, dafür mit gemischteren Kundenbewertungen, ist das Zoomion Teleskop Pioneer 70 AZ eine Alternative. Hier finden Sie zudem eine Übersicht weiterer Teleskope .

Die richtige Einstellung am iPhone

Die Kamera-App des iPhone reicht bereits aus, um gelungene Aufnahmen vom Mond zu erstellen. Es sind dafür nur wenige Schritte notwendig: Blitz ausschalten und per Fingertipp auf den Mond scharf stellen. Da die Mondoberfläche sehr stark reflektiert, können Sie die Belichtungskorrektur der Kamera-App nach unten regeln. Dazu tippen Sie auf das Vorschaubild der Kamera-App, bis ein gelbes Quadrat mit einem Regler an seiner rechten Seite erscheint. Hier können Sie nun die Belichtung nach unten regeln, bis die Belichtung passt.

Wer sich nicht auf die automatischen Einstellungen der Foto-App verlassen will, soll am besten knapp sieben Euro in eine der oben vorgestellten Profi-Kamera-Apps investieren und mit den Einstellungen experimentieren. 

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