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Morgenmagazin vom Dienstag, 14. Februar 2017

14.02.2017 | 07:03 Uhr |

AAPL erklimmt neues Allzeithoch +++ macOS auf Oculus Rift +++ Sicherheitsupdate für Garageband +++ LG UltraFine 5K nicht mehr im Apple Store +++ Aldi Talk Paket 300: Mehr Volumen zum gleichen Preis +++ Valve schließt Steam Greenlight +++ LiMux: München beerdigt Open-Source-Projekt +++ Schnitzeljagd: Gewinnen Sie ein iPhone 7 Plus!

14. Februar: To boldly go, where no one has gone before

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! So beginnt jede Star-Trek-Folge: "Der Weltraum – unendliche Weiten". In der deutschen Übersetzung geht ein wenig von der Intention des Originals verloren "Space - the final frontier" spielt vor allem darauf an, dass die Serie den Pioniergeist in das Weltall verlegt, in dem nicht nur die ultimativen Grenzen warten, sondern vor allem solche, die immer und immer wieder aufs Neue verschoben werden können. Star Trek ist die Erzählung von Entdeckern, die Schritte gehen wollen, die zuvor noch nie jemand gewagt hat. Die Rückschritte nicht als Scheitern begreifen, sondern als notwendige Umleitungen zum Ziel hin, der Verschiebung der Grenzlinie.

Wohl nicht von ungefähr nannte man bei Apple das am 14. Februar genannte Projekt denn auch Star Trek: Es ging dabei - erneut und nicht zum letzten Mal - um die Verschiebung des Mac dorthin, wo noch nie zuvor ein Mensch aus Cupertino seinen Fuß gesetzt hat. Das Betriebssystem des Mac wolle Apple zusammen mit dem Anbieter von Serversoftware angesichts der immer stärker werdenden Konkurrenz aus Redmond auf die Intel-Plattform portieren. Der Plan: Apple sollte vom Hardware- zum Softwareanbieter werden und ein drohendes Microsoft-Monopol verhindern. Bis Ende Oktober sollte Mac-OS für Intel fertig sein, lautete die Entscheidung vom 124. Februar: Vom Valentinstag bis Halloween, vom Liebesbrief zum Horrorfest.

Trotz technischer Schwierigkeiten und zahlreicher Komplikationen war es Apples Entwicklern tatsächlich gelungen, innerhalb des gesetzten Rahmens eine lauffähige Fassung des Mac-Systems hinzubekommen. Nicht nur der Finder lief auch Intel-Hardware, sondern auch andere Systemkomponenten wie QuickDraw GX und Quicktime.

Dennoch wurde aus der Strategie nichts, das Mac-System blieb bei Apple und jener ein Hardwarehersteller. Dem Projekt Star Trek war der Befürworter in der Chef-Etage abhanden gekommen, während John Sculley von der Strategie überzeugt war, setzte sein Nachfolger Michael Spindler lieber auf die PowerPC-Plattform. Auch hierfür musste Apple sein Betriebssystem massiv umbauen und wie wir heute wissen, mehr oder minder vergeblich.

Denn erste der dritte Versuch - einen ersten hatte es schon Ende der Achtziger gegeben - den Mac auf die x86er-Chips von Intel umzuziehen, hat gesessen. Möglich gemacht durch einen Umweg, zunächst musste Apple mit Next das für Intel-Chips optimierte Betriebssytem OpenStep übernehmen, es mit Mac-OS 8/9 zu Mac-OS X verheiraten und konnte erst 2005 den Wechsel einleiten.

So wie es aussieht, wird Apple mit dem Mac zunächst bei Intel bleiben, wenn auch in Zukunft immer mehr noch energieeffizientere Chips auf ARM-Basis das Betriebssystem unterstützen. Die Frontier lässt sich noch ein gutes Stück weiter schieben. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Dating-Apps: Nein, Charlie Brown bekommt auch heute keine Valentinskarte , das ist gewiss. Wenn auch Ihr Briefkasten leer bleibt, dürfte das vorwiegend daran liegen, dass Valentinskarten hierzulande eher unüblich sind. Wenn schon, dann gibt es einen Blumenstrauß oder sie haben sogar eines unserer Technikgeschenke für den 14. Februar sich ausgesucht. Wenn Sie nun aber nicht wissen sollten, wem Sie eine Karte, einen Blumenstrauß oder mehr schicken wollen – nun, dafür gibt es Apps. Tinder dürfte die Bekannteste sein, aber unsere Kollegen der Macworld haben auch noch den Blick auf ein paar andere Services und Portale geworfen. Da gibt es beispielsweise Hater, auf dem man sich anhand gemeinsamer Abneigungen zusammenfinden soll, oder Sapio, das mehr Wert auf Grips denn auf Äußerlichkeiten setzen will. Oder Pritzr, bei dem man Freunde und Fremde verkuppeln kann und bei jeder erfolgreichen Paarbildung eine Prämie kassiert. Die meisten Apps haben aber etwas mit Valentinskarten gemeinsam. Was in den USA funktioniert, muss nicht unbedingt auch hier klappen.

Neuer Rekord: Die Apple-Aktie hat gestern an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq ein neues Allzeithoch erklommen. Der Schlusskurs von 133,29 US-Dollar war der höchste in der bisherigen Geschichte des Unternehmens, im Februar 2015 hatte AAPL schone ein mal 133 US-Dollar und im April 2015 vorübergehend den Wert von 134,54 US-Dollar. Der Börsenwert Apples beträgt derzeit 657,6 Milliarden US-Dollar und bleibt damit virtuell wertvollstes Unternehmen der Welt, mit Abstand folgt Google, dessen Aktien insgesamt bei 573 Milliarden US-Dollar notieren. Die Börse scheint recht viel vom kommenden iPhone des Jahrgangs 2017 zu erwarten, Aktienkurse spiegeln vor allem die Aussichten auf künftige Gewinne wider. In diesem Fall hatte der UBS-Analyst Steven Milunovich konkret gesagt, er halte AAPL für unterbewertet.

Rückzug: Der Hersteller selbst räumt ein, dass seine Monitore in unmittelbarer Nähe von Funkroutern nicht funktionieren, Apple hat daher die Konsequenz gezogen, das LG UltraFine 5K Display aus dem Angebot des Apple Stores zu nehmen. Bisher hat Apple den 5K-Monitor als den idealen Bildschirm für das Macbook Pro 2016 mit seinen Thunderbolt-Schnittstellen angepriesen, eine schlechte Abschirmung führt jedoch zu Störungen im Betrieb. LG will mit überarbeiteten Modellen die Abschirmung in den Griff bekommen, ob es dann zur Rückkehr in den Apple Store reicht, ist nicht ausgemacht.

Beitritt: Apple schließt sich der Industriegruppe Wireless Power Consortium an, welche den drahtlosen Ladestandard Qi definiert hat und weiter pflegt. Dies unterstützt Gerüchte, Apple werde im iPhone 8 eine induktive Lademöglichkeit einbauen. Eine offizielle Bestätigung über den Beitritt Apples zum Wireless Power Consortium hat es aus Cupertino nicht gegeben, der Name des iPhone-Hersteller taucht aber erst seit dieser Woche in der Liste der Mitglieder auf. Diese umfasst etliche Dutzend Unternehmen, mit dabei sind prominente Marken wie Nokia, Asus, Huawei oder Sony sowie jede Menge weniger bekannter Hersteller.

Update: Garagebandnutzer sollten ihre Musikproduktionssoftware unbedingt auf die gestern erschienene Fassung 10.1.6 aktualisieren. Laut Apple habe es ein Sicherheitsproblem in der Software gegeben, mittels manipulierter Garagebanddateien hätten Angreifer willkürlich Code ausführen können. Mit einer verbesserten Speicherverwaltung ist das in der aktualisierten Fassung nicht mehr möglich. Weitere Details über die Hintergründe der Sicherheitslücke nennt Apple nicht.

Mehr Realität: Augmented Reality bezeichnet Apple-CEO Tim Cook schon länger als Feld des Interesses, die Technologie könnte so hilfreich werden wie die der Smartphones. Virtuelle Realität (VR) preist Cook indes nicht in diesen höchsten Tönen, doch könnte das Projekt VR Desktop for Mac des Entwicklers Cindori womöglich den Blick auf VR-Technik ändern. Die Software bringt macOS auf die VR-Brille Oculus Rift, andere Brillen sollen bald folgen. Hintergedanke ist der, dass sich auf die Brille ein virtueller Arbeitsplatz mit mehreren Monitoren projizieren lässt, man erspart also mit einer VR-Brille und der Software die Anschaffung mehrerer externer Monitore. VR Desktop for Mac ist laut Hersteller zudem ein Proof of Concept, dass auch der Mac für VR-Brillen geeignet ist. Oculus hatte vor zwei Jahren der Plattform eine Absage wegen angeblich mangelnder Grafikleistung erteilt, Cindori will mit seinem eigens entwickelten VR-Framework aber zeigen, dass auch Macs mit diskreter Grafikkarte ein geschmeidiges VR-Erlebnis möglich sei.

Weitere Nachrichten:

Aldi Talk Paket 300: Mehr Volumen zum gleichen Preis

Aldi-Talk-Kunden bekommen bald mehr Datenvolumen zum gleichen Preis. Wie der Discounter in dieser Woche ankündigt. Wird das Inklusivvolumen des Tarifs Aldi Talk Paket 300 ab 14. Februar von 750 MB auf 1 GB erhöht.

Die übrigen Inklusivleistungen wie Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 21,6 MBit/s, 300 SMS- oder Telefonie-Einheiten sowie die unbegrenzte Aldi-Talk-Flatrate bleiben bestehen. Gleich bleibt auch der monatliche Preis in Höhe von 7,99 Euro. Wer Aldi Talk Paket 300 bereits nutzt, profitiert vom neuen Inklusivvolumen automatisch ab dem nächsten Monatszyklus. Neukunden profitieren ebenfalls von den neuen Konditionen.

Die beiden andern Prepaid-Tarife Paket 600 und All-Net-Flat bleiben von den Änderungen unberührt. Die hier enthaltenen Datenvolumen von 1,5 bzw. 2 GB werden nicht erhöht.

Valve schließt Steam Greenlight

Mit Steam Greenlight konnten Entwickler ihre Spiele auf der Plattform Steam bislang den Nutzern vorstellen und bei Gefallen eine Freigabe für den Marktplatz erhalten. Betreiber Valve hat sich nun dazu entschlossen, Greenlight zu schließen und den Dienst stattdessen in einen Prozess namens Steam Direct auszulagern. Dieser soll im Verlauf des Jahres starten.

Das kostenpflichtige Entwicklerprogramm Steam Direct soll gleichzeitig für mehr Übersicht sorgen. Die Freigabe neuer Titel erfolgt künftig nicht mehrt über Nutzerabstimmungen, stattdessen erhalten Entwickler ein direktes Anmeldesystem. Vor der Freigabe müssen jedoch unterschiedliche Dokumente zur eigenen Firma und Steuerpflicht eingeschickt werden. Nach der Zahlung einer Bewerbungsgebühr kann das Spiel nach der Freigabe auf Steam vertrieben werden.

Wie hoch diese Anmeldegebühr ausfallen wird, steht noch nicht fest. Valve denkt derzeit über Beträge zwischen 100 US-Dollar und 5000 US-Dollar nach.

LiMux: München beerdigt Open-Source-Projekt

In der Verwaltung der Stadt München soll die kommunale Informations- und Kommunikationstechnik neu organisiert werden. Seit 13 Jahren kommt hier das Open-Source-System LiMux zum Einsatz. Dem Prestige-Projekt will die Koalition nun nur noch eine Gnadenfrist bis 2021 gewähren. Bis dahin soll ein „Windows-Basis-Client“ her und eine „stadtweit einheitliche Client-Architektur“ geschaffen werden.

Die Entscheidung, LiMux zu beerdigen, erntet harsche Kritik. Grünenchef Florian Roth sieht unter anderem „Millionen an Lizenz- und Umstellungskosten“ auf die Stadt zurollen. Dazu kämen jährliche Mehraufwände in Millionenhöhe, rechnet er gegenüber heise online vor. Die rund 14 Millionen Euro, die München bislang in LiMux investiert hat, wären mit der Umstellung verloren. Als klaren Gewinner des Kurswechsels sieht Roth die neue Microsoftzentrale in München, die erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde.

Thomas Ranft von den Piraten aus der Fraktion "Freiheitsrechte, Transparenz und Bürgerbeteiligung" sieht eine „katastrophale Fehlentscheidung“ und fürchtet, dass Steuergelder verbrannt werden. Was bei der Umstellung mit den 60 bis 70 kommunalen Linux-Programmierern passieren wird, die das Projekt bislang betreut haben, ist noch unklar.

Matthias Kirschner, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE), bezeichnet die Entscheidung in München gar als „post-faktisch“. Open-Source würde in vielen europäischen Städten verwendet und mache dort keine Probleme.

Der Kurswechsel zeichnet sich laut Beobachtern bereits seit dem Regierungswechsel 2014 ab. Die schwarz-rote Regierung schoss mehrmals scharf gegen Linux und Open-Source-Lösungen. Den Anstoß zum Wechsel gab im November letzten Jahres schließlich ein 450 Seiten starkes Gutachten des Beratungshauses Accenture. Die Experten rieten jedoch zu einem Miteinander und nicht zu einem Komplettausstieg.

Schnitzeljagd: Gewinnen Sie ein iPhone 7 Plus!

Noch zwölf Werktage dauert der Karneval oder Fasching. Am Aschermittwoch ist dann aber keineswegs alles vorbei, sondern der Spaß geht dann erst richtig los: Wir verlosen ein iPhone 7 Plus 128 GB in Ihrer Wunschfarbe!

Was Sie dafür tun müssen: Verfolgen Sie über die letzten 12 Werktage dieser Saison intensiv unsere Nachrichten auf www.macwelt.de und finden Sie Hinweise auf eine Lösungszahl. Wer am Adventskalender 2016 teilgenommen hat, wird das kennen: Haben Sie alle Zahlen beieinander, müssen Sie diese miteinander multiplizieren und das Ergebnis in ein Gewinnspielformular eintragen. Dieses hat aber nur am Aschermittwoch, den 1. März von 0 bis 24 Uhr geöffnet. Anschließend verlosen wir unter den Teilnehmern mit der richtigen Lösungszahl ein iPhone 7 Plus mit 128 GB Speicher. Jeder Haushalt kann nur einmal teilnehmen, Mitarbeiter der IDG Communications AG und ihre Angehörigen sind von der Verlosung ausgeschlossen.

So geht´s: Anders als im Dezember müssen Sie aber keine Fragen beantworten. Die Lösungszahlen verstecken wir in Bildern, die jeweils in einem der an den Tagen vom 13. Februar bis zum 28. Februar erschienenen Artikel zu finden sind. Jeden Tag gibt es exakt ein Bild. Damit es etwas einfacher wird: Die Bilder zeigen jeweils eines der bisherigen 12 iPhone-Modelle, angefangen vom Ur-iPhone von 2007 bis zum iPhone 7 (Plus) aus dem Herbst 2016. Und eben irgendwo im Bild mit dem iPhone ist die jeweilige Lösungszahl zu sehen. Dabei meinen wir aber jeweils nicht die Ziffer in der Modellbezeichnung, wie etwa iPhone 4S oder iPhone 6 Plus. Das wäre einerseits zu einfach und andererseits nicht im Sinne des Rätsels: Denn wie wollen Sie etwa das iPhone SE multiplizieren?

Die Lösungszahl wird immer eigenständig sein und nicht mit dem Produkt verbunden, also weder ein auf dem Display angezeigte Telefonnummer oder Uhrzeit sein.

Die Suche beschränken wir auf die Artikel auf unserer Website www.macwelt.de , in unseren Facebook-Beiträgen findenSie keine Lösungszahlen.

Noch ein Tipp zum Einstieg: Das erste Bild erschien erst am Montag Nachmittag. Wenn Sie einen Tag verpasst haben, kein Problem. Sie finden alle unsere alten Beiträge ganz einfach über das Macwelt-Archiv

Wir wünschen viel Spaß und viel Glück!

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