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Morgenmagazin vom Dienstag, 15. Januar 2019

15.01.2019 | 07:11 Uhr |

Williams: Apple wollte 2018 Chips von Qualcomm +++ Firefox und Chrome werfen Flash über Bord +++ US-Polizei darf iPhones nicht biometrisch entsperren +++ Smart TVs: Warum und wie sie ihre Nutzer belauschen +++ WhatsApp: „Ute Lehr“-Kettenbrief verängstigt Nutzer +++ „Ei“-Foto knackt Instagram-Weltrekord +++ Super-Blutmond am 21. Januar 2019 beobachten

15. Januar: Flaches Wunder

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Elf Jahre wird heute das Macbook Air alt und vor einem Jahr hatten wir Apples günstigstes Notebook als Auslaufmodell eingestuft. Nicht, weil das Prinzip Macbook Air überholt gewesen wäre, sondern weil Apple mit dem Macbook 12 Zoll bereits einen Nachfolger im Angebot hatte: Noch dünner, noch kompromissloser, dabei höchst leistungsfähig und mit dem Retinadisplay und den vier verschiedenen Farben auch noch gut anzuschauen.

Im Herbst strafte uns Apple Lügen - bevor wir aber nun das Macbook 12 Zoll als Auslaufmodell deklarieren, sind wir lieber vorsichtig. Das Macbook Air von 2018 hat mehr mit dem Original von 2008 zu tun als viele Modelle dazwischen. Damals hatte Apple behauptet, außer einem USB-Port und eben den drahlosen Schnittstellen Bluetooth und WiFi (over the air) brauche es nichts weiter, wenn man ein Notebook bauen will. Nun ja, zwar fehlten von Anfang an auch Ethernetport oder SD-Karten-Slot, das Macbook Air hatte aber sehr wohl noch weitere Anschlüsse. Einen Magsafe für den Strom. Einen MicroDVI-Ausgang für den externen Monitor. Und natürlich eine Audiobuchse. Das Macbook Air von 2018 kommt lediglich mit zwei USB-C-Ports, die auch die Stromversorgung übernehmen und den Ausgang zum Monitor. Mit Adaptern kommt man auch an das verdrahtete Netz oder Daten von SD-Karte auf den Rechner. Die Audiobuchse ist geblieben ist, das hat vermutlich damit zu tun, dass man das Macbook Air wie jeden Mac auch wunderbar zum Musizieren mit Garageband und Logic Pro X einsetzen kann - über Bluetooth bekommt man auf den Kopfhörer mehr als nur lästige Latenzen, am Audiokabel führt hier kein Weg vorbei.

Das Macbook Air scheint auf alle Fälle wieder eine glänzende Zukunft zu haben, als Angebot für all diejenigen, denen das Macbook Pro ein wenig zu teuer erscheint. Die Lücke zum Pro ist jedoch nicht allzu groß, zumindest nicht zum Modell ohne Touchbar, das Apple noch vor zwei Jahren als Macbook-Air-Nachfolger angepriesen hatte. Der Keil hat aber anscheinend so viele Freunde, dass Apple lieber das Pro ohne Touchbar auf das Abstellgleis schiebt - im letzten Jahr hatte dieses kein Prozessorupdate erhalten, im Gegensatz zu den Modellen mit Touchbar.

Apples Wechsel der Prozessorplattform weg von Intel hinzu selbst entwickelten ARM-Chips ist noch keine ausgemachte Sache, das Macbook Air würde sich aber für die nächste oder übernächste Revision als Kandidat anbieten. Schon heute unterstützt der T2-Chip von Apple die Intel-CPU, die Leistungsfähigkeit der in die iPad Pro eingebauten A12X ist recht viel versprechend, ein ARM-Mac in nächster Zeit durchaus eine Option. Doch nach wie vor stört eine Sache gewaltig: Apple ist mit SSD-Speicher recht knausrig, respektive verlangt einen stolzen Aufpreis für die Speichererweiterung. Elf Jahre nach dem ersten Macbook Air bietet das Einstiegsmodell immer noch lediglich 128 GB Speicher, das ist nicht viel mehr als beim Marktstart: Da waren es 80 GB auf einer 1,8-Zoll-Fesptlatte, die sonst im iPod zum Einsatz kam oder optional 64 GB auf SSD. So bleibt das Macbook Air ein Zweitrechner für unterwegs. Aber einer, den man nicht mehr missen möchte. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Urteil : Polizeieinsatzkräfte in den USA dürfen Verdächtige nicht dazu zwingen, Smartphones per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung zu entsperren, hat ein Gericht in Nordkalifornien entschieden. Konkret ging es um einen Fall in Oakland, wo die Polizei bei einer Razzia mehrere Smartphones von möglichen Erpressern konfiszierten. Schon zuvor konnten die Behörden Verdächtige nicht dazu zwingen, ihre Passworte zu verraten, das Gericht hat nun fest gestellt, dass Entsperrmethoden mit FaceID oder TochID dem gleich gestellt sein müssen. Das Urteil könnte weit reichende Konsequenzen haben, eine höhere Instanz wird es jedoch überprüfen müssen.

Keine Kakophonie : Was bisher ohne Weiteres möglich war, hat Apple anscheinend ohne Ankündigung und Angabe von Gründen geändert. Wie einige Reddit-Nutzer berichten und bestätigen, kann man auf iPhone und Homepod keine unterschiedlichen Streams mehr spielen, es sei denn, man hat ein Familienabo von iTunes Music. Mit einem Einzelabo stoppt aber die Wiedergabe auf dem Homepod, wenn man auf dem iPhone Musik streamt und umgekehrt. Man muss ich im Haushalt also auf eine Musik einigen (hinsichtlich der sonst entstehenden Kakophonie vielleicht keine so schlechte Idee) - oder eben ein Familienabo von Apple Music bezahlen. Spielt man aber auf dem iPhone andere Musik als die im Apple-Music-Stream bezogene ab, kann man durchaus noch gleichzeitig auf dem Homepod streamen. Laut AppleInsider haben Sprecher von Apple aber erklärt , das bisherige Verhalten des Homepod sei ein Fehler gewesen, von Anfang an sei beabsichtigt gewesen, dass man immer nur einen Stream pro Zeit aus Apple Music abspielen kann.

Ausgeschaltet: Flash wird bereits vor dem von Adobe angekündigten Ende zum 31. Dezember 2020 aus dem Netz verschwinden. Apple war Vorreiter, schon seit etlichen Versionen ist das Plug-in in Safari ab Werk deaktiviert, andere Browserhersteller ziehen nach. Mozilla hat angekündigt, das Firefox 69 die Multimediasoftware von Adobe deaktiviert, die ersten Vorabversionen sind bereits erhältlich, mit dem Release der stabilen Version ist für September zu rechnen. Schon etwas früher entfernt Google Flash aus dem Brwoser Chrome, dessen Version 76 soll im Juli frei von Flash erscheinen.

Aussage: Apple wollte für die iPhone-Modelle von 2018 wieder 4G-Chips von Qualcomm einsetzen, der Hersteller aus San Jose hatte sich aber wegen des bereits begonnenen Streits um Patente und Lizenzen dem Verkauf verweigert, sagte gestern Appls COO Jeff Wiliams vor Gericht in Nordkalifornien aus. Man habe keine Unterstützung für neue Designs bekommen seitdem man streite und das sei recht herausfordernd gewesen, erklärt Williams, der die von Qualcomm pro Gerät verlangte Lizenz von 7,50 US-Dollar für zu hoch hält - 1,50 US-Dollar wären fair, angesichts der Kosten von 30 US-Dollar pro Modem-Chip. Seit der Generation 7 verbaut Apple auch Modems von Intel, die CDMA-Versionen für Provider wie Sprint oder Verizon liefert dafür aber nach wie vor Qualcomm. In iPhone XS, XS Max und XR sind ausschließlich Funkchips von Intel eingebaut, Apple hätte aber auch im Jahr 2018 an seiner dualen Strategie festhalten wollen. Für die nächste Generation im Jahr 2019 sind damit 5G-Funkchips nicht möglich, Intel wird seine Lösungen für die nächste Mobilfunkgeneration erst im Jahr 2020 marktreif haben – Apple gerät gegenüber der Android-Konkurrenz ins Hintertreffen, die zum Ende dieses Jahrs mit 5G-Smartphones wird aufwarten können. Williams sagt aus, er hätte direkt mit Qualcomm-CEO Steve Mollenkopf über die Zulieferung von Modems gesprochen, dieser hatte am Freitag jedoch behauptet, Qualcomm habe im Frühjahr 2018 nach Ablauf des Kooperationsvertrages kein neues Geschäftsinteresse von Apple gehabt. Andere Qualcomm-Manager hatten in der Vergangenheit jedoch ihren Willen bekundet, mit Apple Geschäfte zu machen. Qualcomm verlangt pro Gerät eine Lizenz für seine Technologien, das ist in der Industrie nicht einmal unüblich. Apple hält das jedoch für eine unfaire Besteuerung, die Federal Trade Commision (FTC) hat daher wie der iPhone-Hersteller auch eine Kartellklage eingereicht, die nun unter Vorsitz von Lucy Koh verhandelt wird. Qualcomm hat sich mit einer Patentklage revanchiert, denn auch Intel-Modems respektive dafür verwendete Co-Prozessoren setzen auf geschützte Technologien. Das Landgericht München I hat Qualcomm in erster Instanz Recht gegeben und ein Verkaufsverbot für iPhone 7 (Plus) und 8 (Plus) in Deutschland verhängt, gegen das Apple Revision eingelegt hat vom Ausgang des Prozesses in Kalifornien dürfte abhängen, ob und wann sich die Unternehmen außergerichtlich einigen. Ein langwieriger Prozess, wie der, den Apple gegen Samsung geführt hatte, will sich vermutlich keine der Parteien leisten.

Erklärung: Warum Apple im vergangenen Jahr weder die versprochene Ladematte AirPower noch eine (nicht vorangekündigte, aber spekulierte) zweite Generation der AirPods in den Handel gebracht hatte? Ganz einfach, meint Forbes: Es steht eine Revolution an, die Audio bereits heute in das 22ste Jahrhundert katapultiert – unsere Ohren sind noch nicht reif dafür. Die AirPods 2 werden das ultimative Gesundheitsgerät, die nicht nur den Puls messen, sondern beruhigende Impulse an das Nervensystem senden. Alles landet in der Health-App, die Krebs heilen kann. Aufgeladen werden sie drahtlos auf der AirPower, diese dient aber auch dazu, den Kunden die Realität in fünf Dimensionen erleben zu lassen, wenn er seine Hände auflegt. Natürlich sind die AirPods2 auch in der Lage, die dominante Spezies von Aliens zu identifizieren und kontaktieren - darauf hat sich das Warten natürlich gelohnt. Die übertriebene Satire lässt darauf schließen, dass der Forbes-Autor Curtis Silver die AirPods der aktuellen, ersten Generation nicht sonderlich wertschätzt. Es gebe weit besser klingende InEar-Lösungen auf dem Markt, die AirPods seien nur ein Modegag, deren Käufer zeigen wollen, dass sie sich etwas ins Ohr stecken können, das kein Kabel oder Sicherungsband benötigt. AirPods zu benutzen gebe einen Kick, der dem vergleichbar ist, dem man vom Klebstoffschnüffeln bekomme – Silver scheint aus Erfahrung zu sprechen. Irgendwann in diesem Jahr werden wir erfahren, was denn das besondere an einer Ladematte sei, die an sich schon seit zwei Jahren existieren müsste. Nüchtern betrachtet - also ohne Klebstoffrausch - können wir das sagen: Es ist technisch nicht so leicht, die Matte in Hardware und Software so zu gestalten, dass die zuverlässig iPhone und gleichzeitig Apple Watch und gleichzeitig das Ladecase der AirPods auflädt, egal, wie die Geräte darauf zu liegen kommen. Das hat auch noch kein anderer Hersteller geschafft, vielleicht nur die Aliens aus der fünften Dimension, von der Silver schwadroniert.

Smart TVs: Warum und wie sie ihre Nutzer belauschen

TV-Geräte machen immer häufiger Abspielgeräte wie FireTV und Apple TV überflüssig, beim Thema Datenschutz gibt es bei manchen Herstellern einige Problemfelder. Nicht nur bei europäischen Nutzern hat dies für Irritationen gesorgt: So kommunizieren Smart-TV-Geräte nicht nur mit Mediatheken, sondern auch überraschend intensiv mit Hersteller-Servern .

Indiskret: Sogar die Bildschirminhalte können neuere Geräte analysieren, eine Technologie namens ACR oder Automatic Content Recognition. Interessant ist ACR vor allem für die Werbeindustrie: Auftraggeber von Werbespots können ja bisher kaum nachprüfen, ob ihre teuren Spots überhaupt beim Kunden ankommen. Eine von der Apple-Tochter Shazam entwickelte Methode basiert etwa auf einem akustischen Fingerabdruck , andere Methoden basiert auf einem "video fingerprinting" oder Wasserzeichen.

Bei allen Geräten ist diese Funktion zwar deaktivierbar, bleibt aber bei der Einrichtung eines TV-Gerätes oft unerkannt eingeschaltet.  Laut Forbes soll das Geschäft mit ACR-Daten bis 2021 auf 5 Milliarden Dollar Umsatz steigen und in den USA herkömmliche Messverfahren wie Nielsen ablösen.

Zwischen den Herstellern gibt es dabei aber große Unterschiede, so wunderte sich etwa der Journalist Nilay Patel über die extrem hohen Netzwerkaktivitäten eines Smart TV von Vizio. In einem längeren Interview mit "The Verge" hat der in den USA sehr erfolgreiche TV-Hersteller jetzt diese Datensammelwut verteidigt. Vizios CTO Bill Baxter zufolge wäre sein Unternehmen sogar führend, wenn es um die Information der Kunden über den Umgang mit Daten sei. Das Geschäft mit TV-Geräten sei aufgrund der geringen Marge von etwa 6 Prozent aber ein „cutthroat business“. Würde man auf die Einnahmen durch Inhaltevertrieb, Werbung und Datengeschäfte verzichten, müsste man deutlich höherer Preise verlangen. Kauft man in naher Zukunft einen auffallend günstigen Smart-TV, kann es also durchaus sein, dass man einen Teil des Verkaufspreises mit seinen Daten zurückzahlen soll.

Unsere Meinung:

Die Position von Vizio ist nach unserer Einschätzung etwas problematisch und Baxter macht es sich da etwas zu einfach. So ist der in den USA sehr bekannte TV-Hersteller Vizio vor allem durch niedrige Preise erfolgreich. Der in den USA mit Vizio konkurrierende TV-Hersteller Samsung soll dagegen Kundendaten nur intern nutzen. Ebenfalls wenig vorbildlich: Vizio musste erst 2015 2,2 Millionen Dollar Strafe zahlen – Vizio hatte über seine TV-Geräte gesammelte Kundendaten an Werbeanbieter verkauft. In Zukunft wird das Interesse an diesen Daten aber weiter steigen.

Schade: Aktuell sind viele Kunden ungenügend informiert und es gibt beim Thema Datenschutz viele offene Baustellen. So ist in Deutschland wohl vielen Anwendern nicht bekannt, dass TV-Sender per HbbTV Nutzer und Nutzungszeit erfassen können oder welche Hintergrundanwendungen auf ihren Geräten eigentlich aktiv sind. Ob allerdings der deutsche Kunde bereit wäre, für Datenschutz höhere Gerätepreise zu akzeptieren, ist dann doch zweifelhaft.

WhatsApp: „Ute Lehr“-Kettenbrief verängstigt Nutzer

Aktuell macht wieder ein WhatsApp-Kettenbrief die Runde, in dem vor dem Kontakt „Ute Lehr“ (oder „Hannes Bochtler“ oder „Marcel Hohmann“) gewarnt wird. Man sollte den Kontakt dieser Person(en) nicht annehmen, weil sich dadurch auf dem Smartphone ein Virus installiere, der alle Informationen stehle und das Gerät zerstöre. Wenn die Rufnummer 01719626509 anrufe, solle man nicht drangehen.

Der komplette Wortlaut des WhatsApp-Kettenbriefs:

„Sag mal bitte allen Leuten in deiner Liste, dass sie den Kontakt „Ute Lehr“ nicht annehmen sollen! Das ist ein Virus (über whatsapp) der zerstört die ganze Festplatte und zieht sich Daten runter, wenn ihn einer deiner Kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die Leute frisst! Wenn dich die Nummer 01719626509 anruft, nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute morgen auch von EUROP1 und SAT1 bestätigt worden! Weiterleiten!“

Was ist von diesem Kettenbrief zu halten? Droht Gefahr?

Klare Antwort: Nein!

Die Masche ist übrigens nicht neu und kursiert bereits seit vielen Jahren in gleicher und auch ähnlicher Form. Rein technisch wäre es auch nicht möglich, dass nur durch das Hinzufügen eines Kontakts ein Smartphone und die darauf abgelegten Informationen in Gefahr geraten. Hierzu müsste zunächst erst eine Applikation durch den Nutzer installiert werden. Ebenso Nonsens ist übrigens, dass besagte Sender den Vorfall "bestätigt" hätten.

Sie können die Nachricht also getrost löschen und sollten sie auf keinen Fall weiterleiten. Stattdessen sollten Sie den Versender der Nachricht darüber aufklären, dass es sich um einen Kettenbrief handelt, der nur Unsinn enthält und der nicht weiterverbreitet werden sollte.

Erst in der vergangenen Woche hatte wieder der sogenannte "Martinelli"-Kettenbrief auf WhatsApp seine Runde gemacht. In diesem Kettenbrief werden die WhatsApp-Nutzer mit folgendem Text gewarnt:

"Morgen soll ein Video auf WhatsApp kommen, genannt Martinelli. Bitte nicht öffnen. Er hackt Dein Telefon und kann nicht mehr repariert werden. Auch Whatsapp Gold Updates nicht anklicken. Kam gerade in den Nachrichten und wird als sehr ernst eingeschätzt. Bitte weiterleiten."

Auch hier handelt es sich natürlich um völligen Unsinn, der bereits seit dem Jahr 2017 kursiert. Zunächst hatte die spanische Polizei vor dem WhatsApp-Kettenbrief gewarnt. Später schwappte dann der Kettenbrief in übersetzter Form nach Deutschland herüber.

„Ei“-Foto knackt Instagram-Weltrekord

Das Foto, welches ein Ei zeigt, hat einen Instagram-Weltrekord aufgestellt. Binnen weniger Tage erhielt das Ei-Foto über 25 Millionen Likes. Damit ist der Instagram-Beitrag der bisher am häufigsten gelikte Beitrag in der noch jungen Geschichte von Instagram.


Das Experiment hatte am 4. Januar 2019 begonnen. Damals hatte das Instagram-Konto „world_record_egg“ den Beitrag mit dem Ei-Foto veröffentlicht. Im Beschreibungstext ist zu lessen: „Let’s set a world record together and get the most liked post on Instagram. Beating the current world record held by Kylie Jenner (18 million)!”

Die Aufforderung verbreitete sich wie ein Lauffeuer über Instagram. Ergebnis der Mühe neben den über 25 Millionen Likes für den bisher einzigen Beitrag: Über 1,2 Millionen Kommentare und über 2,6 Millionen Abonnenten des Kanals.

Das „Ei“-Foto schlägt damit das Baby-Foto, welches US-Reality-TV-Sternchen Kylie Jenner am 6. Februar 2018 hier aufInstagram hochgeladen hatte. Auf dem Foto ist zu sehen, wie das Händchen des Neugeborenen von Kylie Jenner ihren Daumen umfasst. Über 18,2 Millionen Instagram-Nutzer gaben dem Foto ein Like.

Interessant ist, dass das Ei-Foto am Wochenende einen Riesensprung bei den Likes machte und binnen nur 3  Stunden sich die Anzahl der Likes von knapp 14 Millionen auf 18 Millionen erhöhte.

Stellt sich natürlich noch die Frage: Wieso ein Ei? Ist die Aktion es eine Anspielung darauf, dass der Ursprung von Allem in einem Ei liegt? Will die Aktion verdeutlichen, dass über Instagram viel sinnloses Zeug öffentlich geteilt wird? Dass die Anzahl der Likes und Followers nur Zahlen sind, die keine Bedeutung haben? Das zu den erfolgreichsten Instagram-Konten nunmehr das Konto einer nicht prominenten Person gehört?

Wir wissen es auch nicht.

Bisher ist nur bekannt, dass der Instagram-Account „world_record_egg” einer Gruppe oder Person gehört, die sich selbst „Egg Gang“ nennt. Eine Erklärung für das Experiment gab „Egg Gang“ bisher noch nicht ab.

Super-Blutmond am 21. Januar 2019 beobachten

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein interessantes Ereignis am Himmel: Am 21. Januar 2019 lässt sich im Zeitraum von 05:41 Uhr bis 06:43 Uhr eine total Mondfinsternis beobachten. Wer das komplette Spektakel erleben möchte, muss sogar schon 04:34 Uhr aufstehen, dann tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Bei gutem Wetter sollte die Mondfinsternis gut zu sehen sein. Der Blick nach Westen sollte zudem unversperrt sein, der Mond steht bei seiner maximalen Verdunklung nämlich nur 16 Grad über dem Horizont.

Da auch bei einer totalen Mondfinsternis noch Streulicht auf dem Mond landet, erscheint dieser blutrot. Oft ist daher die Rede von einem Blutmond. Zudem wird der Mond an diesem Tag riesengroß erscheinen. Grund dafür ist die geringe Distanz zur Erde an diesem Datum, außerdem erscheint er durch seine niedrige Höhe über dem Horizont größer als gewohnt. Wer das Spektakel am 21. Januar verpasst hat, muss bis zum Mai 2022 warten. Dann wird der Mond aber gleichzeitig über dem Horizont untergehen. Eine komplette Mondfinsternis wird erst am 31. Dezember 2028 wieder beobachtbar sein. Lohnenswert ist zudem der Morgen des 31. Januar, dann findet sich die schmale Mondsichel des Mondes genau zwischen den gut sichtbaren Planeten Venus und Jupiter. Idealerweise nutzt man zur Beobachtung des Mondes ein Fernglas.

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