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Morgenmagazin vom Dienstag, 17. April 2018

17.04.2018 | 06:57 Uhr |

UBS: Peak iPhone in China erreicht +++ Hinweise auf Watch-Faces von Dritten in watchOS +++ Adobe übernimmt Sayspring +++ Neue Intel-CPU-Lücke: Diese Prozessoren sind betroffen +++ Gerücht: Bald 16 Jahre als Mindestalter für Whatsapp-Nutzung +++ Telekom: Gratis doppeltes Daten-Volumen für MagentaEINS-Kunden +++ Gewinnen Sie Adobe Photography Plan für ein Jahr gratis!

17. April: Auf den Kopf gestellt

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Bei IDG glauben wir, dass Technologie unsere Welt besser macht, das ist ein Teil unseres Unternehmens-Claims. Wir sind darin gewiss nicht die einzigen, etwa auch Apple betont stets, man wolle die Welt in einem besseren Zustand verlassen, als man sie betreten habe und dabei könnten die richtigen Produkte und Services helfen. Ohne jede Frage hilft die Digitalisierung im Gesundheitswesen, um bessere Diagnosen und Prognosen zu erstellen, autonome und vernetzte Fahrzeugtechniken könnten nicht nur die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, sondern die Energieverschwendung des Transportwesens verringern helfen. Ja, Technik kann die Welt besser machen. Aber auch schlechter. Das war schon immer der Fall: Mit Hilfe des Faustkeil konnten die ersten Menschen überhaupt erst die kognitive Revolution anstoßen, aber auch ihre Artgenossen erschlagen. Oder ganze Arten ausrotten, die weder bedrohlich waren noch schmackhaft.

Fortschrittliche Waffentechnologie hatte in der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts die Welt zu einem großen Schlachtfeld werden lassen, den vorläufigen Schlusspunkt setze in Nagasaki am 9. August 1945 die bislang schrecklichste Waffe, die sich Homo Sapiens ausgedacht hat. Ein mehr als grober Faustkeil.

Dessen Grundlagen unbestrittener Weise aber auch friedlichen Zwecken dienen können. Nur war der diesbezügliche Optimismus kurz nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich größer als heute, wo wir andere Technologien als vielversprechend für eine bessere Zukunft erachten. Heute vor 60 Jahren eröffnete in Brüssel die erste Weltausstellung nach dem Krieg, die Expo 58. Wie schon viele davor (Paris 1889, Eiffelturm) oder danach (Seattle 1962, Space Needle) hinterließ auch die unter dem Motto  „Technik im Dienste des Menschen. Fortschritt der Menschheit durch Fortschritt der Technik." abgehaltene Veranstaltung ein Wahrzeichen inmitten der Stadt des Gastgebers: Das Atomium.

Nun könnte man einwerfen, es handle sich eher um ein "Kristallium", da die neun Kugeln die Struktur des kubisch-raumzentrierten Gitters von Eisenkristallen darstellen, wir wollen aber nicht so streng sein. Wir merken der Vollständigkeit halber dennoch an, dass Uran und Plutonium sich anders kristallisieren, nämlich orthorhombisch respektive monoklin.

Der 102 Meter hohe Turm nahe des Brüsseler Hauptbahnhofs hat nach langjähriger Renovierung wieder seinen Betrieb aufgenommen, die Struktur ist ebenso wie das abgebildete Vorbild anfällig für Korrosion. Der Glaube der Menschheit in die Allheilkraft der Atomenergie (besser: Kernenergie) ist in den vergangenen 60 Jahren aus diversen Gründen ebenso stark korrodiert, lässt sich aber kaum renovieren. Die vernichtende Kraft des "platzenden" Uran 235 ist aber immer noch gegeben, wehe wenn die Fesseln einst nicht mehr halten. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Challenge accepted: Am 22. April ist Earth Day, diesmal fällt er auf einen Sonntag. Wie in den Vorjahren sendet Apple Besitzern der Apple Watch eine Herausforderung auf die Uhr. Wer am Earth Day ein mindestens 30-minütiges Training unternimmt, bekommt dafür eine spezielle Auszeichnung verliehen. Achtung: Kumulieren kann man die Aktivitäten nicht, man muss mindestens einmal eine halbe Stunde am Stück sich bewegen, dreimal zehn Minuten sind nicht genug.

Qual der Wahl: In watchOS 4.3.1 haben Entwickler Hinweise darauf entdeckt, dass Apple seinen starken Griff auf die Ziffernblätter der Apple Watch lockern werde und auch Dritten die Gestaltung von sogenannten Faces erlauben werde. Das Feature steht auf den Wunschlisten vieler Apple-Watch-Träger weit oben, doch sollten sich diese nicht zu früh freuen, wie Michael Simon ausführt. Denn das Kit in watchOS könnten womöglich auch nur dazu dienen, dass Entwickler von Dritten bessere Komplikationen für die Apple-Watch-Faces beisteuern können. Mehr als nur die Umgestaltung einiger Basiselemente erwartet Simon generell nicht. Das habe auch seine Vorteile, denn wenn man sich die große Vielfalt von Faces für Wear OS oder die Fitbit Versa ansehe, finde man nur wenig brauchbares, aber eben eine verwirrende Auswahl, die nur Zeit koste.

Abwärts: Das iPhone hat in China seine beste Zeit bereits hinter sich, befürchtet laut Business Insider der UBS-Analyst Steven Milunovich. Den "Peak iPhone", also den Zeitpunkt der höchsten Verkäufe, habe es bereits im Jahr 2015 gegeben, in einem Superzyklus, der von den großen Bildschirmen des iPhone 6 und 6 Plus ausgelöst wäre. Seither entwickeln sich die Verkäufe rückläufig und es gebe keine Anzeichen dafür, dass sich das bald wieder ändere – die Verkaufszahlen blieben flach und das Wachstum minimal. Vor allem lokale Marken machten Apple zu schaffen, das mit mit Hilfe von iOS im Highend aber stark bleibe, das iPhone X, das ja angeblich einen neuen Super-Zyklus auslösen sollte, sei schlicht zu teuer. China ist nach den USA der zweitwichtigste Markt für Apple, etwa jedes fünfte iPhone werde dort verkauft. 

Inspiration: Für Steve Jobs war es das letzte Ärgernis seines Lebens, wie sehr Google mit Android iOS kopierte. So gesehen würde er im Grab rotieren, denn das Kopieren von Features und Designelementen scheint in Mountain Viewe weiterhin Methode zu sein. Wie 9to5Mac berichtet, hat Google dieser Tage versehentlich in seinem Entwicklerblog einen Screenshot von Android P gezeigt, der Navigationselemente in einer verdächtigen Weise oben im Bildschirm anordnete: rechts und links eines nicht vorhandenen Balkens, den die Hardware beisteuern würde, die sogenannte Notch. Es gab zwar nicht wenige, die dieses Element von der Vorderseite des iPhone X, in dem Sensoren wie die True-Depth-Kamera untergebracht sind, als weiteres potentielles Ärgernis für den Geist des Apple-Gründers ansahen, an die Notch gewöhnt man sich aber immer mehr, auch weil andere Hersteller auf ähnliche Idee kommen. Den nämlichen Screenshot hat Google wieder entfernt. Auf diesem fiel auch auf, dass der Home-Button deutlich kleiner und ovaler wird, es dürften auch andere neue Gesten aus iOS Pate für Android P gestanden haben.

Übernahme: Adobe hat nach eigenen Angaben das New Yorker Startup Sayspring übernommen. Dieses hatte Lösungen entwickelt, die es erleichterten, Apps zu programmieren, die auf Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant zugreifen. Für Adobe bedeute die Akquise "der nächste Schritt" bei seinen Bemühungen um Sprachsteuerung seiner Software. Zu den finanziellen Details schweigt das Unternehmen, die komplette Belegschaft von Sayspring werde aber in Adobe integriert.

Weitere Nachrichten:

Neue Intel-CPU-Lücke: Diese Prozessoren sind betroffen

Nach Meltdown und Spectre räumt Intel eine weitere Sicherheitslücke ein, von der einige CPU-Serien betroffen sind. Die Lücke erlaubt es Angreifern, sich Zugriff auf den SPI Flash Speicher der CPUs zu verschaffen, der während des Bootvorgangs zum Einsatz kommt. Auf ihm ist nämlich die Firmware gespeichert. Die Angreifer könnten so Manipulationen am BIOS oder UEFI vornehmen, um beispielweise deren Updates zu verhindern. Auch Denial-of-Service-Attacken seien möglich. Laut diesem Support-Beitrag von Lenovo könnten in einigen Fällen Angreifer sogar in der Lage versetzt werden, einen schädlichen Code während der Bootsequenz ablaufen zu lassen.

Lenovo liefert für seine betroffenen Geräte bereits entsprechende Updates aus. Viele weitere Hersteller dürften auch bereits Updates bereitstellen, denn Intel selbst hat die entsprechenden Bugfixes bereits Anfang April für die Hardware-Hersteller zur Verfügung gestellt. Dies geht aus dem Sicherheitshinweis INTEL-SA-00087 von Intel hervor. Intel stuft die Updates als "wichtig" ein. Der Schweregrad der Sicherheitslücke (CVE-2017-5703) wird mit "hoch" bewertet.

Bisher seien noch keine externen Angriffe auf die Lücke beobachtet worden. Nutzern wird empfohlen, regelmäßig die Websites ihrer Hardware-Hersteller auf neue Sicherheitsupdates hin zu überprüfen und diese zügig zu installieren. Wie Sie ein BIOS-Update gefahrlos und schnell durchführen können, erläutern wir in diesem Beitrag. Für welche Lenovo-Geräte ein entsprechendes Update bereits verfügbar ist, kann dieser Support-Seite entnommen werden.

Gerücht: Bald 16 Jahre als Mindestalter für Whatsapp-Nutzung

Der über Whatsapp in der Regel gut unterrichtete Blog WABetaInfo meldet, dass Whatsapp das Mindestalter für die Nutzung seines Messengerdienstes anheben will. Demnach soll künftig ein Mindestalter von 16 Jahren gelten. Whatsapp soll die Anhebung des Mindestalters vielleicht bis zum 25. Mai 2018 einführen.

Derzeit müssen die Whatsapp-Nutzer laut den Nutzungsbestimmungen von Whatsapp mindestens 13 Jahre alt sein (bzw. so alt, wie es in dem Land des Nutzers erforderlich ist, damit er berechtigt ist, die Whatsapp-Dienste ohne elterliche Zustimmung zu nutzen). Aus dem Tweet von WABetaInfo geht aber nicht hervor, wie Whatsapp, das zu Facebook gehört, das Mindestalter überprüfen will. Ganz im Gegenteil räumt WABetaInfo ein, dass die Überprüfung wohl kaum möglich sein dürfte.

Das stimmt aber nicht ganz. So könnte sich Whatsapp beispielsweise an den bei Google Play oder Apple App Store hinterlegten Altersangaben orientieren (sofern diese der Wahrheit entsprechen). Ebenfalls offen ist die Frage, was mit Nutzern unter 16 Jahren, die bereits Whatsapp nutzen, ab dem 25. Mai 2018 geschehen soll. Die Anhebung der Altersgrenze könnte durchaus zu praktischen Problemen im Schulalltag führen: Viele Schüler unter 16 Jahren organisieren sich beispielsweise in Whatsapp-Gruppen, um sich über Hausaufgaben und schulische Belange wie beispielsweise Theatergruppen oder Schulausflüge auszutauschen.

Über die Gründe für die Anhebung des Mindestalters (sofern sich das Gerücht als zutreffend erweisen sollte; Whatsapp hat die Meldung nicht bestätigt) kann nur spekuliert werden. Am 25. Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung DSGVO in Kraft. Möglicherweise will Whatsapp die Nutzung seines Messengers durch das Anheben des Mindestalters dazu konform machen. In der DSGVO steht in diesem Zusammenhang: “Gilt Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a bei einem Angebot von Diensten der Informationsgesellschaft, das einem Kind direkt gemacht wird, so ist die Verarbeitung der personenbezogenen Daten des Kindes rechtmäßig, wenn das Kind das sechzehnte Lebensjahr vollendet hat. Hat das Kind noch nicht das sechzehnte Lebensjahr vollendet, so ist diese Verarbeitung nur rechtmäßig, sofern und soweit diese Einwilligung durch den Träger der elterlichen Verantwortung für das Kind oder mit dessen Zustimmung erteilt wird. Die Mitgliedstaaten können durch Rechtsvorschriften zu diesen Zwecken eine niedrigere Altersgrenze vorsehen, die jedoch nicht unter dem vollendeten dreizehnten Lebensjahr liegen darf.“

Wirklich zwingend dürfte die DSGVO für die Anhebung des Whatsapp-Mindestalters also nicht sein, weil ja damit die Nutzung von Whatsapp auch für Menschen unter 16 Jahren mit Zustimmung der Eltern möglich ist.





 



Telekom: Gratis doppeltes Daten-Volumen für MagentaEINS-Kunden

MagentaEINS heißen die Telekom-Tarife, die einen DSL-Zugang und einen Mobilfunk-Zugang kombinieren. Bei den Mobilfunktarifen für MagentaEins haben Sie die Wahl zwischen vier unterschiedlichen Angeboten: S, M, L und XL. Bei S, M und L wird das monatliche Datenvolumen jetzt verdoppelt. Kostenlos für den Kunden.

Konkret bedeutet das: Bei MagenatEins mit dem Mobilfunkpaket S (Kosten: in den ersten 24 Monaten 30,10 Euro, ab dem 25. Monat 34,95 Euro) bekommen Sie jetzt 4 statt 2 Gigabyte Datenvolumen pro Monat. Bei M gibt es jetzt 8 statt 4 GB Datenvolumen (Kosten: in den ersten 24 Monaten 39,10 Euro, ab dem 25. Monat 44,95 Euro). Und bei dem Paket L gibt es jetzt 12 statt 6 GB (Kosten: ersten 24 Monaten 48,11 Euro, ab dem 25. Monat 54,95 Euro). Bei XL (ab 79,95 Euro ohne Smartphone) ändert sich nichts: Wie gehabt ist das monatliche Datenvolumen hier unbegrenzt. Alle Preise gelten zuzüglich eines einmaligen Bereitstellungspreises von 39,95 Euro.

Bei der Konfiguration eines MagentaEins-Tarifs wählen Sie zunächst Ihren Mobilfunktarif (S, M, L, XL) und legen dann fest, ob Sie gegen Aufpreis auch ein neues Smartphone von der Telekom zur Verfügung gestellt bekommen möchten und ob Sie Zusatzangebote wie ein Sicherheitspakte, Apple-Music-Abonnement oder eine zusätzliche SIM-Karte kostenpflichtig dazu buchen wollen wollen.

Danach wählen Sie noch Ihr DSL-Angebot (also die DSL-Geschwindigkeit wie beispielsweise 16 Mbit/s oder 50 Mbit/s) zuzüglich Bereitstellungsentgelt und wahlweise mit und ohne TV-Entertainment. Dazu entscheiden Sie noch, welchen Router Sie verwenden wollen, ob Sie ein Sky-Paket zusätzlich buchen wollen, ob Sie Hilfe bei der Einrichtung des DSL-Zugangs benötigen und ob Sie ein Sicherheitspaket erwerben wollen.

Voraussetzung für die Verdoppelung des monatlichen Datenvolumens ist ein MagentaMobil-Tarif, vermarktet ab dem 04.04.2017 . Die Umstellung der bereits berechtigten Bestandskunden erfolgt schrittweise und automatisch ab heute bis zum 4. Mai 2018, eine zusätzliche Buchung ist nicht erforderlich. Bestandskunden müssen also nichts unternehmen, um bis spätestens 4.5.2018 in den Genuss des doppelten Datenvolumens zu kommen. Die Verdoppelung gilt auch für Nutzer unter 27 Jahren mit den MagentaMobil-Young-Tarifen.

Kunden mit MagentaMobil-Tarifen der 2. Generation (gebucht zwischen dem 19. April 2016 und 3. April 2017) können kostenlos in den gleichwertigen Tarif der aktuellen Generation wechseln, wie die Telekom verspricht.

Im Kundencenter, in der Connect App, der MagentaService App oder unter pass.telekom.de kann der Kunde sein Datenvolumen einsehen.                                               




Gewinnen Sie Adobe Photography Plan für ein Jahr gratis!

Adobe verlangt in der aktuellen Rabattaktion für eine Jahreslizenz des Komplettpakets der Creative Cloud mit Programmen wie Photoshop, Indesign, Illustrator Premiere und vielen mehr bis einschließlich 27. April 35,69 Euro pro Monat anstatt 59,49 Euro. Noch günstiger, aber nur geringfügig, wird es, zahlt man die Jahresgebühr komplett, diese schlägt mit 428,13 Euro zu Buche.

Gar nichts müssen Sie hingegen für eine Jahreslizenz des CC Photography Plans bezahlen, wenn Sie sich an unserer Verlosung beteiligen. Unter den Interessierten, die sich bis 23. April, 23.59 Uhr in das Gewinnspielformular eintragen, ziehen wir einen Gewinner oder eine Gewinnerin, der oder die sich über folgendes Paket für ein Jahr freuen kann:

  • Lightroom CC

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Für mobile Nutzer: Den Link auf das Anmelde-Formular finden Sie ebenfalls hier

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