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Morgenmagazin vom Dienstag, 20. November 2018

20.11.2018 | 06:59 Uhr |

Wünsche an das iPhone 2019 +++ iPhone XR gegen Android-Phones: Knapp die Nase vorn +++ Google Fotos: Tiefenunschärfe auf allen Geräten +++ Leak: Google-Suche bekommt Kommentar-Funktion +++ Gerücht: Xbox One ohne Laufwerk in Arbeit? +++ Instagram zeigte Passwörter in URL im Klartext +++ Zehn Gründe, warum das iPhone 8 weiter so beliebt ist

20. November: Offene Fenster

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Markenrechtler staunen immer wieder, wie es Microsoft gelungen ist, sich einen solch generischen Begriff wie "Fenster" zu schützen. Das war gewiss einer Gründe für den späteren Erfolg des Betriebssystems aus Redmond, neben der großen installierten Basis, die Microsoft MS-DOS und der Kooperation mit IBM zu verdanken hatte. Die Idee von "Fenstern" auf dem "Schreibtisch" war nicht neu, Windows aber bald so populär, dass in den Neunzigern viele Leute fragten, was denn da für ein seltsames Windows auf dem Apple-Rechner liefe.

Was Bill Gates und seine Kollegen am 20. November 1985 nahe Seattle zeigten, hatte 1350 Kilometer weiter im Süden in Cupertino nahe San Jose gewisses Erstaunen ausgelöst: Irgendwie kam Apple das Softwareprodukt recht bekannt vor. Steve Jobs war wenige Monate zuvor von John Sculley und seinen Unterstützern im Aufsichtsrat aus dem Unternehmen gedrängt worden, es ist müßig zu spekulieren, ob mit Jobs in der Firma der fast zwölf Jahre lang währende Rechtsstreit mit Microsoft so hart geführt worden wäre. Sicher, Windows 1.0 als Plagiat von Apples Mac-System zu bezeichnen, ist nicht grundverkehrt. Bill Gates ließ Windows aber auch erst entwickeln, als er bei Apple (noch mit Steve Jobs) mit seinem Wunsch nach einer Lizenzierung des Mac-Systems abgeblitzt war. Umgekehrt war Microsoft mit Programmen wie Word eines der ersten Unternehmen gewesen, die den neuen Standard des Macintosh unterstützten - über Jahrzehnte war Microsoft der wichtigste Softwareentwickler für Apple.

Irgendwie waren Jobs und Gates aber auch "Partners in Crime", eine Verständigung über die Aufteilung der Interessensphären in der IT-Welt wäre vielleicht möglich gewesen. Ursprünglich kam die Idee mit der grafischen Oberfläche weder von Apple noch von Microsoft, sondern von Ingenieuren des Xerox Palo Alto Research Center (PARC). So rechtfertigte Bill Gates sinngemäß Windows 1.0: Steve Jobs habe im PARC den Fernseher mitgehen lassen, dann könne er ja wohl noch die Stereoanlage nehmen.

Im Rechtsstreit behielt Microsoft vor allem aufgrund des großen kommerziellen Erfolges von Windows die Oberhand, Seattle konnte sich den Prozess länger leisten. Im Jahr 1997, Jobs war gerade erst zurückgekehrt und Apple beinahe am Ende, ließen die Unternehmen gegenseitige Klagen fallen und Microsoft half Apple mit einer halben Milliarde US-Dollar wieder auf die Beine - zudem gab Redmond das Versprechen, weiterhin Office auch für den Mac zu entwickeln. Nicht gerade unwichtig, im Vorfeld des Paradigmenwechsels zu Mac-OS X.

In Sachen Betriebssystemen für Mobilgeräte haben Seattle und Cupertino heute keine Streitigkeiten mehr, Office auf dem Mac und dem iPhone ist selbstverständlich und in vielen Fällen alternativlos. Apple hat aber vor gut zehn Jahren einen anderen Plagiator entdeckt. Und zu Google fand der schwer kranke Steve Jobs in seinen letzten Tagen keine freundlichen Worte mehr, er sprach gar von einem "thermonuklearen Krieg", den er am liebsten anzetteln würde. Zu seinem alten Frenemy Bill Gates soll er hingegen ausweislich der Walter-Isaacson-Biographie noch gesagt haben, dass beider Ansatz funktioniere, der des geschlossenen Ökosystems wie bei Apple und auch der der maximalen Kompatibilität von Windows.

Das Windows von heute mag weit weniger schrecklich sein als jenes, mit dem wir uns noch vor zwanzig oder zehn Jahren herumgeschlagen haben, aber irgendwie feiern wir heute und an jedem anderen Tag dann doch lieber macOS. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Visionen: Aller Voraussicht nach wird Apple auch im kommenden Jahr neue iPhones bringen. Nachdem es in diesem Jahr eine Weiterentwicklung des iPhone X gegeben hat - schnellerer Prozessor, neue Größe, Variante mit LCD-Screen, könnte Apple für das nächste Jahr wieder ein paar Design-Änderungen planen. Jason Cross hat daher auf seiner Wunschliste auch ein neues Modul für die TrueDepth-Kamera stehen, die Notch muss weg. Dass es prinzipiell geht, zeigt ja das iPad Pro. Doch besteht auch der Wunsch, dass die kleinere Größe des iPhone wieder ein bisschen kleiner würde, die jetzigen 5,8 Zoll sind schon recht wuchtig, von den 6,5 Zoll des Max ganz zu schweigen. Auf der Liste stehen aber auch ein paar Sachen, die Apple ohnehin realisieren würde, wie es nun mal der Lauf der Dinge in der Entwicklung von Technologie der Fall ist, eine noch bessere Neural Engine und eine verbesserte Kamera. Interessant ist auch der Wunsch nach einem ständig eingeschalteten Display, den man so ja auch von der Apple Watch kennt. Technisch möglich wäre es, anstatt des schwarzen Bildschirms nur einige monovhrome Pixel mit der aktuellen Uhrzeit und einigen Basisinformationen aus Benachrichtigungen zu zeigen. Solange diese Pixel immer an einer anderen Stelle des Displays positioniert werden und nicht zu hell leuchten, muss man sich weder über Einbrenneffekte noch über deutlich sinkende Akkulaufzeiten Sorgen machen - schließlich soll der Akku ja laut Wisch größer werden. Dieser benötigt natürlich auch einen Schnelllader, 5 Watt sind ein schlechter Witz. Schließlich soll das iPhone des kommenden Jahres auch auf USB-C statt Lightning setzen, das bringt nicht nur beim Ladestrom Vorteile. Der Nachteil: Das iPhone würde ein klein wenig dicker, aber das zusätzliche Volumen kommt ja dann dem Akku zu Gute.

Apfel mit Birnen : Das iPhone XR ist keineswegs ein High-End-Modell, aber wegen seines attraktiven Preis-Leistungsverhältnisses womöglich das beste der iPhones des Jahrgangs 2018/19. Der Vergleich lohnt aber auch mit hochwertigen Android-Smartphones. Diesen hat Michael Simon für Macworld gewagt, das iPhone XR muss sich dabei mit dem Google Pixel 3XL, dem Galaxy Note 9 und dem One Plus 6T messen lassen. Nicht in jeder Kategorie wie Bildschirm, Kamera oder Design kann das iPhone XR dabei mit der Konkurrenz mithalten, behält im Gesamtergebnis aber leicht die Nase vorn, vorwiegend wegen seiner fortschrittlichen Biometrik, dem sicheren Betriebssystem und eben dem attraktiven Preis.

Hintergrund : Das iPhone XR ist allein mit seiner Rechenleistung in der Lage, auf Portraitfotos den Hintergrund vom Vordergrund zu separieren und den Hintergrund vor allem weich zu zeichnen, dazu braucht es für die Aufnahme keine zweite Kamera. Auf älteren Geräten geht das mit der Fotos-App nicht. Google hat nun aber angekündigt, den Trick mit seiner App Google Fotos auf jedwede iOS-Geräte zu bringen. Dabei müsse man nur ein Porträt auswählen, den Knopf für die Bearbeitung drücken und könne schon den Fokus und die Tiefenschärfe ändern. Ein Update für die App ist dabei nicht erforderlich, die neue Bearbeitungsfunktion übernehmen Algorithmen auf den Backendservern von Google. Der Hintergrund lässt sich nicht nur verschwimmen, mit dem Werkzeug Color Pop lassen sich die Farben im Vordergrund erhalten und die Tiefe in schwarz-weiß tauchen.

Satt : Nun berichtet auch das seriöse Wall Street Journal davon, dass Apple die Bestellungen bei den Zulieferern für alle drei aktuellen iPhone-Modelle zurück geschraubt habe. Vor allem das iPhone XR verkaufe sich schwächer als erwartet. Für die Zulieferer mag das ein Problem sein, wenn sich die Berichte als korrekt erweisen, doch hatte es im Vorjahr bereits ähnliche Spekulationen über das iPhone X gegeben, die sich als nicht korrekt erwiesen. Zudem sind Stückzahlen für Apple nicht mehr so relevant, im letzten Quartal hatte der Konzern bei gleich bleibenden Verkaufszahlen den Umsatz mit dem iPhone um 29 Prozent gesteigert. Die Hochpreisstrategie scheint sich für Apple also auszuzahlen.

Exportverbot: Die US-Behörde Bureau of Industry and Security des Handelsministeriums hat eine Liste mit Technologien veröffentlicht, die potentiell unter ein Exportverbot fallen könnten, falls sie die Sicherheit der USA gefährdeten, wenn sie im Ausland verwendet werden. Dabei stehen auch Technologien wie künstliche Intelligenz oder Spracherkennung auf dem Zettel, die Apple in seinen Produkten verwendet. Die Behörde bittet ausdrücklich um öffentliche Kommentare zu der Liste und ihren Inhalten, die bis zum 19. Dezember abgegeben werden sollen, noch handelt es sich hier nicht um eine Exportverbotsliste - sie könnte aber durchaus eine werden und durch die weitgefassten Technologien wären viele Technikunternehmen davon betroffen.

Weitere Nachrichten:

Leak: Google-Suche bekommt Kommentar-Funktion

Google will seine Suche um Social-Media-Funktionen erweitern. Wie ein geleaktes Hilfe-Dokument verrät, sollen die Suchergebnisse bald mit Kommentaren versehen werden können. Wie das Search Engine Journal berichtet , wird die neue Kommentar-Funktion bereits ausführlich in einem internen Google-Dokument beschrieben, in dessen Besitz die Publikation am vergangenen Wochenende gelangt ist.

Das neue Feature soll es Google-Nutzern erlauben, Suchergebnisse mit einem Kommentar zu versehen. Dieser wird anderen Google-Nutzern öffentlich in den Ergebnissen angezeigt und sie können ebenfalls einen Kommentar hinterlassen und den Kommentar ihres Vorgängers, ähnlich wie bei YouTube“, mit einem „Like“ oder einem „Dislike“ bewerten. Den Mutmaßungen zufolge könnte die neue Kommentar-Funktion unter anderem bei laufenden Sport-Events wie dem Superbowl eingesetzt werden.

Laut dem Google-Dokument können nur angemeldete Google-Nutzer Kommentare in Suchergebnissen hinterlassen. Das Verfassen anonymer Kommentare ist nicht möglich. Auf der „About me“-Seite von Google werden dann neben Details zum Nutzer auch dessen Kommentare aufgelistet. Beim Verfassen von Kommentaren müssen sich Nutzer an die allgemeinen Google-Richtlinien halten. Unangemessene Kommentare werden vom Suchmaschinen-Konzern gegebenenfalls nicht veröffentlicht. Das nachträgliche Löschen eines Kommentars durch den Nutzer selbst, soll ebenfalls möglich sein. Wann die neue Kommentar-Funtion online gehen soll, ist allerdings noch nicht bekannt. Google hat bislang noch keine offizielle Stellungnahme zum geleakten Hilfe-Dokument und den Kommentar-Plänen abgegeben.

Gerücht: Xbox One ohne Laufwerk in Arbeit?

Immer mehr Konsolen- und PC-Besitzer kaufen ihre Spiele digital. Das Blu-ray-Laufwerk steht daher häufiger still. Darauf verzichten wollten die Hersteller bislang jedoch noch nicht, auch um den Einzelhandel nicht zu verärgern. Nun wagt sich möglicherweise Microsoft aus der Deckung: Um Kosten zu sparen soll 2019 eine Xbox One erscheinen, die voraussichtlich ohne Laufwerk auskommt. Laut Quelle soll diese Konsole für 200 US-Dollar angeboten werden, damit wäre sie 100 US-Dollar günstiger als die aktuelle Xbox One S. Zusätzlich könnte es ein Austauschprogramm geben, bei dem Spieler ihre Disk-Versionen im Handel gegen digitale Versionen der Spiele tauschen können. 

Außerdem sei für 2018 eine zweite Version der Xbox One S geplant, welche zwar mit einem Blu-ray-Laufwerk ausgestattet sei, aber dennoch günstiger sein soll. Die Preisersparnis dürfte dann nur auf günstigere Bauteile zurückzuführen sein. Denn eine Reduzierung der Festplattengröße erscheint aufgrund der riesigen Downloads eher kontraproduktiv. In der für 2020 geplanten Nachfolge-Konsole könnte Microsoft ebenfalls auf ein Laufwerk verzichten. Die Pläne hierfür seien jedoch noch nicht final. Es bleibt abzuwarten, ob die Kundschaft die Einschränkung auf digitale Spiele akzeptieren wird. Für einen Teil der Spieler ist der Gebrauchtmarkt für Spiele auf Datenträgern noch immer interessant. Diese sind teilweise günstiger als die digitalen Versionen des gleichen Spiels. Auch Sammler greifen bevorzugt zu physischen Versionen der Spiele, da diese auch in vielen Jahren noch funktionieren dürften, ohne dabei auf Server des Herstellers angewiesen zu sein.

Instagram zeigte Passwörter in URL im Klartext

In Instagrams Selbstauskunfts-Tool gab es einen schwerwiegenden Bug. Das Tool zeigte die Passwörter der Nutzer in Klartext in der URL an. Laut Facebook sollen nur wenige Nutzer betroffen gewesen sein.

Wenn Instagram-Nutzer eine Kopie der persönlichen Daten herunterladen wollten, enthielt die Anfrage-URL in einigen Fällen das Passwort im Klartext, berichtete The Information. Die Sicherheitslücke sei mittlerweile wieder behoben. Doch wie kamen die Passwörter überhaupt in die URL?

Laut Facebook werden die Instagram-Passwörter nicht im Klartext gespeichert. Eine Auflösung des Problems, wie die Passwörter letztendlich in die URL gelangen konnten, liefert Facebook nicht. Gegenüber The Verge erklärte ein Instagram Sprecher, dass die Passwörter nur den betroffenen Nutzern angezeigt wurden, nicht an unbeteiligte Dritte. Das Problem ist jedoch, dass betroffene Instagram-Nutzer diese Links vielleicht geteilt haben könnten, ohne mitbekommen zu haben, dass sie eigentlich Ihr Passwort gleich dazu geteilt hatten.

Zehn Gründe, warum das iPhone 8 weiter so beliebt ist

Apples neue Smartphones iPhone XR und XS Max sind schon mehrere Wochen im Handel, zu unserer Überraschung haben sie aber noch immer nicht die Verkaufscharts von Seiten wie Idealo oder Geizhals erobert. So erstellt die Preisvergleichsseite „Geizhals.de“ eine ständig aktualisierte Liste der hundert beliebtesten Produkte. Hier hätten wir Apples neues iPhone XR auf den vorderen Rängen erwartet, ist es dem iPhone 8 unserer Meinung nach doch klar überlegen. Stattdessen findet man hier aber seit Wochen zwei alte Bekannte: Auf Platz 36 hält sich das iPhone 8, auf Rang 67 das iPhone X und erst an Platz 92 das neue iPhone, das schwarze Modell des XR mit 64 GB.

Das ist wohl kein Einzelfall, laut Gerüchten soll Apple die Produktion des iPhone XR ja zuletzt gesenkt, die Produktion des iPhone 8 sogar erhöht haben ! Um Apple muss man sich deshalb keine Sorgen machen, auch am iPhone 8 verdient der Hersteller ja sehr gut. Wie kann das aber sein? Warum ist das iPhone 8 immer noch so beliebt und warum verschmähen deutsche Kunden die in den USA so beliebten XS und XS Max? Das kann nicht nur am Preis liegen, mit 600 Euro Straßenpreis ist das iPhone 8 ja ebenfalls kein wirkliches Sonderangebot. Wir glauben, es gibt dafür gleich zehn Gründe:

01 Vertrautheit

Mit iPhone XS und XR hat Apple nicht nur ein komplett neues Design vorgestellt, auch FaceID ist wohl vielen Anwender nicht ganz geheuer. Zu Unrecht kam es in den Medien nicht gut weg, man muss sich aber doch etwas daran gewöhnen. Viele Anwender, die mit ihrem iPhone SE oder iPhone 6S völlig zufrieden sind, haben aber vielleicht einfach keine Lust sich umzugewöhnen und sich neue Gestensteuerungen und FaceID anzutrainieren – oder zumindest dieses Jahr noch nicht. Ganz nach dem Motto: Warum etwas ändern, was noch gut funktioniert.

02 Ergonomische Größe

Schon bei der Vorstellung des iPhone 6 beschwerten sich viele Nutzer des iPhone 5s, das neue iPhone sei viel zu groß und unhandlich. Es war nämlich das erste iPhone, das sich nicht mehr problemlos einhändig bedienen ließ. Das gilt aber noch mehr für iPhone XR und das große XS Max: Hatte man mehrere Jahre ein iPhone SE, kommen einem iPhone XR und XS einfach übergroß vor und die Bedienung ist ungewohnt. So ist das iPhone XS Max für kleinere Hände oder die Vordertasche einer Damenjeans auch wirklich etwas zu groß.

03 Die Kamera ist gut genug

Für den Autoren selbst war schon die neue Kamera des iPhone XR ein Grund für den Umstieg auf das XR. Allerdings war bereits die Kamera des iPhone 8 auf einem ausgesprochen hohen Niveau: Sie ist schnell und zuverlässig, bietet eine gute Bildstabilisierung und eine gute HDR-Automatik. Und schließlich hat Apple erst vor einem Jahr noch die Kamera des iPhone 8 in höchsten Tönen gelobt und von Fotografen feiern lassen.

04 Gewicht

Hat man sich bereits an sein neues iPhone XR gewöhnt und nimmt ein altes iPhone 6S oder iPhone 8 in die Hand, kommt es einem klein und dünn vor. Man ist aber auch vom geringen Gewicht überrascht, wiegt das iPhone 8 doch nur 148 Gramm, das iPhone XR immerhin 194 Gramm. Das entspricht zwar nur einer halben Tafel Schokolade, bei einhändiger Nutzung oder Aufbewahrung in der Jackentasche ist das XR ganz einfach unangenehmer. Das kann sogar störender sein als die Größe.

05 Robustheit

Trotz Glasrückseite ist das iPhone 8 deutlich robuster als das iPhone X und das iPhone XS, wie mehrere Tests zeigten. Das iPhone XR ist zwar ähnlich robust, vor allem XS und XS Max geben da kein gutes Bild ab. Rutscht einem sein iPhone aus der Hosentasche oder den winterlich klammen Händen, hat das iPhone 8 die eindeutig höheren Überlebenschancen.

06 Preismodell

Mit dem iPhone XR hat Apple bekanntlich eine verdeckte Preiserhöhung durchgeführt, ist es doch mit 849 Euro deutlich teurer als vergleichbare Modelle wie iPhone 7 und iPhone 8. Dumm für Apple: Der Preisunterschied zwischen iPhone 8 und iPhone XR ist dadurch sehr groß und deutlich größer als zwischen iPhone 8 und iPhone 7. Bei bis zu 250 Euro Aufpreis kommt da wohl manch langjähriger iPhone-Fan ins Grübeln. Noch dazu gibt es aktuell viele günstige Angebote für das iPhone 8, weit mehr als für das iPhone XR oder XS. So hatten Mediamarkt und Saturn erst kürzlich das iPhone 8 für 580 Euro im Angebot - ein echtes Schnäppchen. Nach unserer Meinung sind bei den XS-Modellen außerdem die deutschen Preise ein Fehler: In den USA kostet iPhone XS 999 Dollar, in Deutschland soll man sündhaft teuer klingende 1149 Euro zahlen.

07 Günstige Reparatur

Nicht vergessen sollte man die günstigen Reparaturkosten für das iPhone 8: Ein neues Display für das iPhone 8 kostet bei Apple 171 Euro, ein iPhone XS-Display gleich 311 Euro. Und beim günstigen und robusten iPhone 8 kann man sich ja eigentlich die Kosten für einen teuren Apple Care-Vertrag sparen.

08 TouchID

FaceID funktioniert mittlerweile schnell und problemlos, nach einiger Eingewöhnung sind Entsperren und Freigaben eine Sache von Sekunden. Touch ID hat aber doch noch einige Vorzüge und ist oft schneller entsperrt: So kann man ja schon durch das Berühren des TouchID-Sensors das iPhone entsperren und hat dann sofort den Homescreen vor sich. Auch der Homebutton selbst ist einfach praktisch. Er mag ja viel Platz gekostet haben, der völlige Verzicht auf den Hardwarebutton gefällt nicht jedem. Besonders vermissen wir etwa die Verkleinerungsfunktion, die man per Doppel-Tipp auf den Button aufrufen konnte. Die Funktion gibt es auch bei den X-Modellen, ist dort aber deutlich unkomfortabler.

09 Bildschirmgröße

Ein Bildschirm mit 4,7 Zoll kommt einem neben einem XS Max mit 6,5-Zoll-Display klein und winzig vor, vielen Anwender reicht er aber völlig aus. Nicht jeder nutzt sein iPhone für Netflix und Fortnite, sondern für Kommunikation und gelegentliches Surfen. Ein großer Bildschirm erfordert aber auch einen großen Akku, was die X-Modelle so schwer und voluminös macht.

10 Es sieht immer noch verdammt gut aus

Aber auch optisch ist das iPhone 8 keine zweite Wahl: Manchen langweilt vielleicht das seit Jahren unveränderte Design, es wirkt aber immer noch aktuell und hochwertig. Eine Notch ist ja nicht notwendig und der Homebutton ja meist vom Daumen bedeckt.

Fazit: Das iPhone 8 ist aktuell noch sehr begehrt und dafür gibt es gute Gründe. Gerade als Nachfolger eines iPhone SE gefällt ein iPhone 8 manchem besser als ein iPhone XR und da „alte“ Modell wird wohl auch diese Weihnachten ein sehr beliebtes Geschenk sein. Das kann sich aber schon bald ändern, offensichtlich müssen sich viele iPhone-Anwender erst noch an die neue iPhone-Generation gewöhnen – etwa an Face ID.

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