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Morgenmagazin vom Dienstag, 22. Januar 2019

22.01.2019 | 07:03 Uhr |

Google übernimmt Fossil +++ Apple vs. Qualcomm: Der Konflikt hinter dem Konflikt +++ Mac Mini 2018 mit einem Bluetooth-Problem? +++ Apple: Analysten kritisieren Gewinnbeteiligung im App Store +++ Amazon Prime Video: BLM verbietet "Pastewka"-Folge +++ Whatsapp beschränkt Weiterleitungen auf fünf Empfänger +++ Spotify entwickelt Musik-Player fürs Auto

22. Januar: Zurück zur Werbung

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Seit der Nacht zum Montag steht also fest, dass die New England Patriots zum dritten Mal in Folge den Superbowl erreicht haben jenes fast schon mystische Finale des American Football. In den USA ist es im Sport kaum möglich, eine jahrelange Dominanz aufzubauen, so wie in Europa, wo Juventus Turin seinen achten Meistertitel in Folge anstrebt die Bayern ihren siebten en suite noch nicht abgeschrieben haben und in Schottland schon zu Beginn der Saison klar ist, dass Celtic Meister wird - oder heuer doch wieder die Rangers? Die Patriots haben daher etwas Ungewöhnliches geschafft und in der nun 22 Jahre währenden Ära von Head-Coach Bill Belichik und Quarterback Tom Brady schon zum neunten Mal den Superbowl erreicht, den sie zum sechsten Mal gewinnen können.

Football ist wie der hiesige Fußball ein recht einfaches Spiel, das erst durch die Anwesenheit eines Gegners erschwert wird. Der heißt im Fall des Superbowls LIII Los Angeles Rams, ein Team, das vor kurzem noch in St. Louis zuhause war. Ausgetragen wird das Match in der Nacht zum 4. Februar (hiesiger Zeit) im warmen Süden der Vereinigten Staaten, in Atlanta, Georgia.

Ist also fast alles so wie 1984, beim Superbowl XVIII. Ein Stadion im Süden - Tampa Bay, Florida - eine Mannschaft von der Ostküste - Washington Redskins - und eine aus Los Angeles. Nur eben die Raiders, die in der Zwischenzeit nach Oakland umgezogen sind. Die Raiders behielten mit 38:9 klar die Oberhand, das Spiel als solches wird kaum im Gedächtnis geblieben sein.

Der 22. Januar 1984, der Superbowl-Sonntag, blieb dennoch in kollektiver Erinnerung. Nicht wegen des Matches, nicht wegen der Halbzeitshow, die seinerzeit kein internationaler Superstart darbot, sondern eine Marchingband mit viel Gebläse und Getrommel. Der Superbowl XVIII blieb wegen seiner Refinanzierung via TV-Werbung in Erinnerung. Wegen eines Spots. Des einen Spots.

Das Produkt wurde in dem 60-Sekünder nicht gezeigt, nicht einmal sein Name genannt, erst zwei Tage später sollte es das Licht der Welt erblicken. Und auch der Name des Herstellers erschien erst kurz vor Schluss des Clips, in einem Text auf dem Schirm, den eine dunkle Stimme aus dem Off auch vortrug: "Am 24. Januar wird Apple zeigen, dass 1984 nicht so wird wie '1984'".

Der Bezug zum totalitären Staat nach Orwell'scher Prägung stellte der düstere Kurzfilm des Regisseurs Ridley Scott mit einer von willigen, gleichgeschalteten Untertanen dar, die einer Rede des "Großen Bruders" auf einer Riesenleinwand verfolgten, die zum Ende hin von einer blonden Hammerwerferin, de erfolgreich finsteren Häschern entkommen ist, per Schleuderwurf des Hammers zerfetzt wird.

Oft war der Kurzfilm nicht zu sehen, im Fernsehen nur dieses eine Mal und damit der Spot eine Chance bei der Vergabe von cineastischen Preises hatte, auch einmal in einem kleinen, weithin unbekannten Kino. Das  Weltgedächtnis Youtube hat die 1984-Werbung in die digitale Ära gerettet, das Original hat zwar mit der Zeit sehr gelitten, aber Apple selbst hatte 2004 den Streifen neu aufgelegt, mit einem am Gürtel der Sportlerin baumelnden iPod.

Apples Aufsichtsrat kannte den Spot schon ein paar Tage länger als das beeindruckte Fernsehpublikum des Superbowl XVIII. Und hätte ihn beinahe gestoppt. Vor Entsetzen. Die üblichen Bedenkenträger eben: Warum ist unser Produkt nicht zu sehen? Was soll die düstere Stimmung? Ja, leben wir in der Diktatur, muss das sein? Apples Glück: Für eine Stornierung war es zu spät. Man hätte den Spot zurückziehen können, dann aber die komplette Minute dennoch zahlen müssen. Eine neue Werbung war auf die Schnelle nicht zu produzieren.

So zeigt uns Apple seit 35 Jahren, wo der Hammer hängt, respektive, wohin er fliegt. In der Zwischenzeit sind dummerweise viele der Orwell'schen Dystopien nicht wirklich Realität geworden, aber wir sind nah dran. Nur muss uns keiner einen ständigen sendenden und empfangenden Televisor in die Wohnungen stellen, wir erledigen das freiwillig mit unseren SmartTVs und SmartSpeakern. Wenigstens ist am anderen Ende der Leitung noch keine totalitäre Staatsmacht, sondern nur eines der Unternehmen, die unser Bestes wollen: Unser Geld.

Das kann man auch für Geräte von Apple ausgeben, in der Hoffnung, dass Cupertino auch 2019 nicht zu '1984' werden lässt. Zumindest sind Apples Versprechungen zum Datenschutz glaubwürdig und weitgehend nachprüfbar. Den Superbowl LIII sehen wir aber in der Nacht zum Montag noch ganz klassisch auf einem unsmarten Fernsehapparat und schalten während der Werbepausen ab. Denn im deutschen Fernsehen sind keine Perlen zu erwarten. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Übernahme: Google hat Fossil für einen Preis von 40 Millionen US-Dollar übernommen, samt Patenten, Technologien und Mitarbeitern. Im Vergleich zu Nest ein Schnäppchen und für Google endlich die Gelegenheit, eine echte Konkurrenz zur Apple Watch zu etablieren, meint Michael Simon auf PC World. Google habe damit endlich ein Entwicklerteam für Wearables, deren Hardware und Software unter seinem Dach und könne nun davon abkommen, Google Wear auf alle mögliche Hardware zu stülpen und deren Besonderheiten zu ignorieren. Google wolle mit Hilfe der hinzugekommenen Experten Wear OS nicht mit allerlei nutzloser Anwendungen füllen, sondern mit Programmen, welche die Leuten auch nutzen. Hier werde Fossil helfen können, mit smarten Uhren, mit einfacher Funktionalität und sinnvoller Integration in Android.

Ausbaufähig: Mit iOS 12 kamen die Siri-Shortcuts auf das iPhone, Apple baut hier auf die App Workflow auf, die das Unternehmen übernommen hatte. Nach einem kurzen Hype rund um die Veröffentlichung der neuen Funktion scheint aber wieder Ruhe eingekehrt. Leif Johnson findet es bedauerlich, dass Shortcuts so aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit entschwunden sind und schlägt Maßnahmen vor, mit denen Siri Shortcuts neuen Schwung erhalten könnten. So vermisst er etwa eine TV-Werbung, für den HomePod hatte Apple letztes Jahr mit einer Arbeit von Spike Jonze Aufsehen erregt, jetzt aber: Schweigen. Welche Shortcuts aus der Galerie der Lösungen nützlich sind, könnten doch deren Anwender sagen, sonst wir auch alles von der Crowd bewertet, was bei drei nicht aus dem Arbeitsspeicher ist. Und warum sollte nicht Siri selbst dazu dienen, Shortcuts zu erstellen, anstatt dass man sie sich mühsam zusammen sucht? Shortcuts sollten auch Platz im Kontrollzentrum finden und sich automatisch durch Trigger wie die Uhrzeit auslösen können, findet Johnson zudem.

Forderung: Apple soll die Preise für seine iPhone-Modelle von 2018 dauerhaft senken, fordert der Kolumnist Dave Smith auf Business Insider. Eine Senkung um 100 US-Dollar würden immer noch Premiumpreise für iPhone XR, XS und XS Max bedeuten, diese aber ein Stück akzeptabler erscheinen lassen. Denn Apple hat Probleme mit der Nachfrage, wie das Unternehmen selbst am 2. Januar einräumen musste. Ob Apple der Forderung, die auch schon von vielen anderen Seiten erhoben wurde, nachgehen wird, ist indes höchst ungewiss. Denn höhere gewähren Apple auch höhere Umsätze, wenn der Umsatz pro iPhone fällt, muss die Verkaufszahl wieder ansteigen. Der Rückgang der Nachfrage - gegenüber Vorjahr - lässt sich nicht allein am Preis festmachen.

Musik liegt in der Luft: Mit Musish ist ein zweiter inoffizieller Webplayer für Apple Music aufgetaucht. Die Entwickler der Software erklärten ihre Motivation damit, dass sie auch bei der Arbeit gerne Musik hörten, ihre AppleIDs aber nicht mit den Firmenrechnern verknüpfen wollten - alternativ genutzte iPhones leerten ihre Akkus beim Musikhören. Musish entstand bei einem Hackathlon in San Francisco und nutzt Apples öffentliche APIs zur Authentifizierung. In einem eigenen Fenster loggt man sich bei Apple ein, die Entwickler beteuern, keinen Zugriff auf Nutzerdaten zu haben oder diese zu loggen. Das weiße Layout von Musish ähnelt dem vom iTunes, die meisten Tabs und Funktionen von Apple Music sind im Player enthalten, es fehlt vor allem an sozialen Funktionen wie "Deine Freunde hören gerade". Musish soll noch einen Dark Mode bekommen und eine bessere mobile Version. Seit einiger Zeit kursieren auch Gerüchte, Apple wolle einen offiziellen Webplayer für Apple Music anbieten.

Konflikt hinter dem Konflikt : Der Streit zwischen Apple und Qualcomm um Patente und Lizenzen hat womöglich noch ganz andere Hintergründe. Wie Bloomberg berichtet, entzündete sich schon vor den gegenseitigen Klagen der Konflikt an der Frage, wie sicher die von Qualcomm modifizierte Software für die Funkchips bei Apple ist und nicht die Gefahr besteht, dass Apple Geschäftsgeheimnisse verrate. Dem Gericht in Kalifornien, das die Kartellklage der FTC gegen Qualcomm verhandelt, liegt nun ein E-Mail-Wechsle zwischen Apple-COO Jeff Williams und dem Qualcomm-CEO Steve Mollenkopf vor. Apple habe mit einem Auftrag im Volumen von 2 Milliarden US-Dollar für 2018 gelockt, Qualcomm wollte im Gegenzug zum Zugang zur proprietären Software aber von Apple die Garantie bekommen, dass über einen Zeitraum von zwei Jahren mindestens 50 Prozent aller iPhones mit Qualcomm-Chips ausgestattet würden. Apple habe zudem angeboten, die mit der Anpassung der Software beschäftigten Entwickler in eine Art Quarantäne zu stecken. Williams beteuert, dass selbst in seinen schlimmsten Annahmen es keine Szenario geben könnte, in dem Qualcomms Gesshäftsgeheimnisse zu Dritten durchsickern würden. Genau das hat Qualcomm in früheren Fällen aber Apple unterstellt.

Mac Mini 2018 mit einem Bluetooth-Problem?

In unserem Macwelt-Test verhielt sich Apples neuer Mac Mini von 2018 vorbildlich, auch der Mac Mini des Autors gab eigentlich bisher zu keiner Klage Anlass. Erstaunlich viele Mac-Mini-Besitzer beschweren sich aber seit Monaten in Apple Support-Foren , Reddit und anderen Medien über Bluetooth- und Wi-Fi-Probleme. Für das Auftreten der Problem müssen allerdings offensichtlich einige Faktoren ungünstig aufeinander treffen:

Betroffen sind laut den Berichten Bluetooth-Geräte aller Art: Bluetooth-Kopfhörer wie die Airpods verlieren plötzlich die Verbindung, sogar die als besonders zuverlässig bekannte Bluetooth-Tastaturen und Mäuse von Apple funktionieren am neu erworbenen Mac Mini plötzlich nicht mehr zuverlässig – obwohl sie problemlos an einem älteren Mac Mini liefen. Mehr noch: Wi-Fi-Verbindungen brechen plötzlich ab, nur Ethernet-Verbindungen und USB-Peripherie funktionieren problemlos.

Von Apple hatten wir eine Stellungnahme zu dem Thema erwartet, die aber bisher fehlt. Einige Support-Mitarbeiter berichten aber, das Problem sei Apple bekannt. Vermutet wird, dass es sich um ein Problem mit Störsignalen handelt, vermutlich durch ein USB-3.0-Gerät.

Bei den meisten Anwendern scheint das Problem mit einem USB-Gerät zusammenzuhängen, das an eine der beiden USB-3.0-Schnittstellen angeschlossen wird. Hängt man die Seagate-Festplatte oder den Logitech-Subwoofer ab, verschwinden die Verbindungsprobleme nämlich plötzlich. Was ebenfalls funktionieren soll: Einige Anwender haben die Störungen beseitigt, indem sie ihre USB-Peripherie über einen USB-C-Hub angeschlossen haben – statt sie über die beiden USB-3.0-Schnittstellen zu verbinden. Bei Problemen mit dem WLAN-Signal soll in einigen Fällen der Wechsel zum 5GHz-Band statt 2,4,GHz-Band das Problem gelöst haben.

Das Problem klingt vertraut, hatte doch schon der Apple Mac Mini von 2012 gelegentlich Bluetooth bzw. USB-3.0-Probleme. Auch hier konnte eine USB-3.0-Festplatte zu Bluetooth-Problemen führen, was sich übrigens durch ein Spezial-Kit von OWC beheben ließ.

Vermutliche Ursache ist nach unserer Einschätzung eine Besonderheit von Intels USB-3.0-Schnittstelle: Im Super-Speed-Modus können sowohl USB-3.0-Schnittstelle als auch USB-Kabel Störsignale aussenden – vor allem im 2,4 bis 2,5 GHz-Bereich. Sowohl Bluetooth- als auch Wi-Fi-Signale werden dann durch ein nahes USB-Gerät gestört, nebenbei sogar DECT-Geräte . Geräte im lahmen USB 2.0-Modus sind dagegen nicht betroffen. Der Mac Mini ist anscheinend anfällig für diese Störung. So wird ja eine externe Festplatte beim kleinen Mac Mini oft auf dem Gehäuse platziert und die Schnittstellen sind nah an den Funkmodulen. Der Mac Mini sendet also eigentlich fehlerfrei, die Signale werden aber durch Störsignale überlagert. Schade: Der Vorgänger war weniger anfällig.

Bekannt ist das Problem auch bei anderen Mobilgeräten: So treten bei Microsofts Surface Books manchmal ebenfalls WLAN-Probleme auf, wenn man eine USB-Festplatte anschließt. Helfen soll oft schon etwas Abstand zu den Funkmodulen durch ein Verlängerungskabel. Manchmal soll sogar der Austausch eines Billig-Kabels durch ein besser abgeschirmtes USB-Kabel genügen.

Schade: Eine Stärke des Mac Mini ist eigentlich die große Anzahl an Schnittstellen, bei der Störsicherheit hat Apple aber offenbar etwas geschlampt. Sie lassen sich aber nach Identifizierung und Entfernen des „Störsenders“ meist einfach lösen. Für externe Speichermedien setzen sich sowieso das schnellere USB-C durch und USB-2.0-Geräte wie Tastatur und Drucker funktionieren problemlos – und USB-C-Hubs sind mittlerweile recht preiswert.

Apple: Analysten kritisieren Gewinnbeteiligung im App Store

Apple sieht im Bereich seiner Dienste das größte Wachstumspotenzial. Kein Wunder, schließlich erhält Apple bei jedem Verkauf einer App bis zu 30 Prozent des Umsatzes. Diese hohe Gewinnbeteiligung könnte nach  Ansicht des Analysten Toni Sacconaghi  von Bernstein das Wachstum von Apple langfristig gefährden. Investoren seien besorgt darüber, dass Entwickler weltweit gegen die „Apple-Steuer“ protestieren. Speziell Netflix, Spotify und Fortnite wehren sich gegen die Abgabe von 15 bis 30 Prozent beim Verkauf einer App oder eines Abos. Netflix hat als Reaktion im vergangenen Monat die Möglichkeit zum Bezahlen per iOS-App ausgesetzt. Für die Neukunden ein echtes Problem, da Apple nach seinen Richtlinien jegliche Hinweise auf alternative Kaufmöglichkeiten außerhalb des Stores verbietet. Auch über iTunes lässt sich kein neues Netflix-Abo mehr abschließen. Der Fortnite-Entwickler Epic Games will ebenfalls gegen die hohen Gebühren im App Store vorgehen.

Nach Ansicht von Sacconaghi sei es aber gerade die Beteiligung von 30 Prozent, die den App Store hat um 40 Prozent wachsen lassen. Der Analyst sieht im iPhone aber weiterhin das wichtigste Produkt von Apple, über das sich seine Kollegen sorgen sollten. Die Verkaufsprognosen für die aktuellen Modelle des Smartphones könnten seiner Ansicht nach in den kommenden Monaten fallen.

Amazon Prime Video: BLM verbietet "Pastewka"-Folge

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat am Montag angeordnet, dass Amazon Prime Video ab sofort nicht mehr die vierte Folge der achten Staffel der Serie "Pastewka" anbieten darf. Die Folge mit dem Titel "Das Lied von Hals und Nase" verstoße gegen das Verbot für Schleichwerbung.

"Die gesamte Folge ist – vor allem in Bezug auf die Marke Mediamarkt – von häufigen und intensiven Darstellungen und Erwähnungen geprägt, die nicht programmlich-dramaturgisch begründbar sind", heißt es in der Entscheidung der BLM. Für die Folge gelte das Schleichwerbeverbot des Rundfunkstaatsvertrags. Die BLM ist für die Aufsicht des Angebots der Amazon Instant Video Germany GmbH zuständig, weil diese Amazon-Gesellschaft ihren Sitz in Bayern hat.

In der betreffenden Folge landet der Serienheld Pastewka mit seinem Wohnmobil auf einem Parkplatz von Mediamarkt und wird dort ein Fan der Serie "Game of Thrones". Amazon kann gegen die Entscheidung der BLM noch Einspruch einlegen. Vermutlich ist deshalb auch die Folge noch nicht aus dem Amazon-Video-Programm entfernt worden.

Bereits im Februar 2018 hatte das Medienmagazin Horizon.net über die besagte Folge und den Vorwurf der Schleichwerbung berichtet.

Wegen der fehlenden Produktplatzierungs-Kennzeichnung verwies Amazon auf die zuständige Produktionsfirma Brainpool. Diese erklärte allerdings, dass es in der Serie keine Produktplatzierung gäbe. Im konkreten Fall habe man den Parkplatz von Mediamarkt angemietet und die "produktionsübliche Miete" gezahlt. Auch Mediamarkt verneinte seinerzeit jegliche weitere Form der Zusammenarbeit.

Whatsapp beschränkt Weiterleitungen auf fünf Empfänger

Um die Verbreitung von „Falschinformationen und Gerüchten“ über Whatsapp zu bekämpfen , hat Facebook in dieser Woche weltweit die Empfängerzahl für die Weiterleitung von Nachrichten beschränkt . Whatsapp-Nachrichten können ab sofort nur noch an maximal fünf Empfänger geschickt werden. Das Update wird in dieser Woche für Android- und iOS-Nutzer ausgeliefert.

Zuvor konnten Whatsapp-Nutzer Nachrichten an bis zu 20 Empfänger oder Gruppen weiterleiten. Die Beschränkung auf fünf Empfänger hatte Whatsapp bereits im vergangenen Jahr in Indien eingeführt. Dort hatte die Verbreitung von Falschinformationen und Gerüchten zu Morden und versuchten Lynchmorden geführt.

Whatsapp zählt weltweit mehr als 1,5 Milliarden Nutzer. In den letzten Monaten wurden die Bedenken, Whatsapp könne die missbräuchliche Nutzung seiner App nicht mehr verhindern, immer lauter. Whatsapp wird vermehrt zur Verbreitung von Fake-News, manipulierten Fotos und Videos sowie gefälschten Audio-Aufnahmen benutzt. Die Plattform hat durch die integrierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eigenen Aussagen zufolge keine Möglichkeit, die Verbreitung fragwürdiger Inhalte nachzuverfolgen.

Spotify entwickelt Musik-Player fürs Auto

Die Gerüchte um Spotifys ersten eigenen Musikplayer scheinen sich zu bewahrheiten. Wie The Verge unter Berufung auf die Financial Times berichtet, wird Spotify 2019 ein kleines Musik-Abspielgerät für Autos vorstellen. Der In-Car-Music-Player soll um die 100 US-Dollar kosten. Der Benutzer steuert ihn vor allem über Sprachbefehle, daneben gibt es aber auch mechanische Buttons.

Das Spotify-Gerät verbindet sich mit dem Infotainmentsystem des Fahrzeugs über Bluetooth. Wie groß der Speicherplatz des Gerätes sind wird und ob es auch LTE-Mobilfunkverbindungen unterstützen wird, ist noch unbekannt. Ebenso ist unbekannt, ob und wie Spotify den Audio-Player im Bundle mit einem Spotify-Premium-Abonnement verkaufen wird.

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