2262545

Morgenmagazin vom Dienstag, 28. März 2017

28.03.2017 | 06:50 Uhr |

iCloud: Scammer als Trittbrettfahrer +++ FT: Apple arbeitet an AR-Brille +++ macOS 10.12.4 und Apple Software Updates +++ Youtube-Star in Augsburg: erst Unruhe, dann Anzeige +++ Filme schon 45 Tage nach der Premiere im Stream? +++ Autonom fahrendes Uber-Auto kippt bei Unfall um +++

28. März: Eine Million Jahre

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Angesichts nur immer teurer zu schürfender Rohstoffe für den Verbrennungsmotor bleibt auch nicht viel übrig, als Individual- wie Kollektivverkehr zu elektrifizieren. Diesel und Benziner werden in die Nische verbannt, die mit Verbesserungen der Techniken und Infrastrukturen für neue Antriebe immer enger werden, bis sie dereinst wie heute Dampflokomotiven nur noch für museale Ausfahrten genutzt werden. Wer denn die Big Player der Elektromobilität sein werden, ist hingegen noch gar nicht ausgemacht. Pioniere wie Tesla? Autobauer wie BMW, die zunächst für die Nische produzieren und auf den Durchbruch wenn es sein muss auch noch Jahrzehnte warten können? Oder werden Software und Services dereinst wichtiger als die Hardware und wir entscheiden uns beim Autokauf künftig nicht für eine Marke und ein Modell, sondern für ein System und einen Anbieter? Also Apple oder Google?

Städte, in denen regelmäßig der Feinstaubalarm anschlägt, werden schon in der nahen elektromobilen Zukunft im wahrsten Sinne aufatmen können. Das Grundproblem ist aber fürs erste nur verlagert: Für die iCars der 20er-Jahre kommt der Strom zwar aus den Akkus und die werden an der Steckdose geladen, aber wie kommt der Strom ins Netz? Und zwar so, dass auch bei Lastspitzen genügend Spannung auf den Leitungen ist? Die Zukunft der elektrischen Energie kann nicht allein aus Solar-, Wind- und Bioenergie bestehen, vor allem fehlt es noch an Konzepten für die Speicherung.

Eine Möglichkeit wären natürlich sogenannte Smart Grids, in denen Verbraucher wie Autos, Öfen und Waschmaschinen gleichzeitig auch als Speicher dienen, nur ist ein solcher dezentraler Speicher wesentlich schwerer zu konzipieren und durchzusetzen als einzelne Großanlagen.

Nur notorische Klimaskeptiker halten es für vernünftig, weiter Öl und Gas zu verfeuern, als sei nichts gewesen und davon noch für Äonen Nachschub in der Erdkruste vorhanden. Doch auch vermeintlich klimafreundliche Großenergieanlagen haben ihre Nachteile. Wir sprechen hier natürlich von Kernkraft und ihre Verfechter argumentieren damit, dass selbst in Tschernobyl neben dem Sarkophag in den anderen Meilern auch 31 Jahre später noch Strom erzeugt wird, die meisten Schäden in Fukushima der völlig natürliche nur eben ungünstig verlaufende Tsunami anrichtete und am 28. März 1979 im Kraftwerk Three Mile Island trotz der Kernschmelze keine nennenswerten Schäden entstanden sind.

Das mag sogar stimmen, aber nicht von ungefähr hat die Ukraine mit internationaler Hilfe Milliarden ausgegeben, um den Sarkophag über dem Reaktorblock 4 weiter einzuhausen und ihn von Robotern über Jahrzehnte hin abbauen zu lassen. Von dem Zeug, das uns 1986 einen Sommer mit Becker und Becquerel, mit Halbzeitständen und Halbwertszeiten brachte, ist das meiste noch da - wehe, wenn es in die Umwelt entlassen wird. Den Schaden von Three Mile Island konnte man einigermaßen beziffern, die eine Milliarde US-Dollar für die zwölfjährigen Aufräumarbeiten kommen schon fast wie ein tragbares finanzielles Risiko vor. Doch wird eine jede Kernanlage nach ihrem Abschalten einen ähnlichen Beitrag verschlingen, von wegen also saubere und billige Energie.

Und selbst wenn der Mensch, der irrt, solange er strebt, bei den nächsten Experimenten in Anlagen diesseits und jenseits des Atlantik besser aufpasst und noch höhere Mauern um Anlagen an Tsunami geplagten Küsten baut, ein Problem bleibt. Und zwar nicht nur für abertausend Jahre, sondern für zehntausende Generationen in der nächsten Million Jahre: Der Müll. Hochradioaktiver und lange strahlende Hinterlassenschaften, die ein für alle Mal von der Biosphäre getrennt werden müssen, bis die Strahlung auf einen vom natürlichen Niveau nicht mehr zu unterscheidenden Wert gesunken ist. Die Suche nach einem Endlager hat in Deutschland wieder ergebnisoffen begonnen, wobei erste Landesregierungen schon ein Ergebnis vorgeben wollen: Bei uns nicht. Angesichts der gesamten Dauer der Müllentsorgung sollte es auch keine große Rolle spielen, ob die Suche nun weitere zehn, zwanzig oder dreißig Jahre dauert. Nur sollten in der Zeit auch Konzepte erdacht werden, wie man auch in Jahrhunderttausenden noch wirksam vor den Inhalten der Müllkippen warnen könnte. Die Pyramiden waren ja auch nicht dazu gedacht, wieder geöffnet zu werden, doch schon 3000 Jahre später waren erstens die in Stein gehauenen Erklärungen der Erbauer nicht mehr zu lesen und vor allem nicht mehr vor der Neugier der Archäologen sicher. Nur werden die Carters der fernen Zukunft hinter den geöffneten Mauern unserer Kernmüllanlagen kein Gold finden, sondern lange strahlende und hochgiftige Schwermetalle, die bis dahin längst einen neuen Namen tragen, wenn den Menschen in 3000 Jahren überhaupt noch bewusst ist, auf welche Gefahren sie hier gestoßen sind. Vom chemisch so interessanten Öl, das viel zu schade zum Verbrennen ist, werden wir ihnen vermutlich nicht so viel gelassen haben. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Updates: Nach einer wochenlangen Beta-Phase hat Apple neue Versionen seiner Betriebssystem herausgebracht. Neu in macOS 10.12.4 Sierra (siehe Text weiter unten) ist vor allem Night Shift, jener Blaulichtfilter, den Apple bereits vor einem Jahr in iOS 9.3 eingebaut hat. Aber auch die iWork-Apps Pages, Numbers und Keynote bekommen Updates. Zeitgleich bringt Apple für iPhone und iPad iOS 10.3 heraus. Dessen wesentliche Neuerung ist, dass mit der integrierten iPhone-Suche sich nun auch AirPods aufspüren lassen.

Trittbrettfahrer: Die Turkish Crime Family droht weiterhin damit, hunderte Millionen von iCloud-Konten zu löschen. Doch nun machen sich zumindest in den USA die ersten Trittbrettfahrer auf den Weg, um von der Berichterstattung über den vermeintlichen Einbruch bei Apple - der gar kein Einbruch bei Apple war - zu profitieren. Glenn Fleishman weiß etwa von einem Fall zu berichten, bei dem ein vermeintlicher Apple Support mit der Nachricht anrief, dass der iCloud-Account kompromittiert sei und man nun, um ihn wieder zu sichern, die Zugangsdaten benötige. Dass der Anruf von Betrügern kommen muss, ist von Anfang an klar, denn Apple ruft niemals aus eigener Initiative in einem Support-Fall an, man muss sich immer zuerst bei Apple melden. Dann kann man auch einen Rückruf bekommen, am anderen Ende der Leitung wird dann aber immer auch ein Mensch sein und keine Maschine. Vor allem keine so schlecht und künstlich klingende wie in Fleishmans Fall. Auch andere Hinweise auf Betrug gab es, die Nummer des Anrufers war in Milwaukee, Wisconsin registriert und bereits als die von Scammern bekannt. Sollten also Trickbetrüger auch in Deutschland auf die Masche kommen: Einfach auflegen.

Neue Einsichten: Fitbit hat mit dem Alta HR seinem bewährten Fitnesstracker Alta nun auch eine Herzfrequenzmessung spendiert. Unsere Macworld-Kollegin Caitlin McGarry konnte das bereits ausprobieren und kommt in ihrem Test zu dem Fazit, dass der Alta HR der perfekte Tracker für den Durchschnittsanwender ist. Vor allem die Aufbereitung der Daten sei sehr informativ, die zugehörige App zeige sehr genau, wie viel man in welchen Fitnessbereichen trainiert habe. Anders als die Apple Watch, die an sich jeden Abend an das Ladegerät muss, misst der Alta HR den Herzschlag auch in der Nacht und soll damit Auskunft über die Schlafgewohnheiten und die Erholsamkeit der Ruhephase geben. Letzteres mag im Test der Kollegin zu akkuraten Ergebnissen geführt haben, der Puls und die unwillkürlichen Bewegungen in der Nacht sind aber nicht ausreichend aussagekräftig.

Projekt: Apple entwickelt laut eines Berichts der Financial Times ernsthaft eine AR-Brille. Bisherige AR-Entwicklungen hätten sich nur um das iPhone gedreht, nun wolle der Konzern aber ein eigenes Wearable bauen das aber nicht vor 2018 auf den Markt kommen könnte. Dem gleichen Bericht zufolge plant auch Facebook eine eigene AR- und VR-Brille, die Vision dieses Geräts reiche aber ein gutes Jahrzehnt weit. Facebook hatte bisher auf die Oculus Rift gesetzt, will nun aber anscheinend auf eine eigene Technik bauen.

Weitere Nachrichten:

macOS 10.12.4 und Apple Software Updates

Kurz nach der stillen Einführung von neuen Produkten hat Apple zum Start der neuen Wochen neue Versionen der eigenen Betriebssysteme und der hauseigenen Software nachgeschoben. Mit macOS 10.12.4 kommt endlich ein sogenannter Nachtmodus Modus zum Einsatz, der tageszeitabhängig die Bildschirmfarbe wärmer erscheinen lässt. Dies soll vor allem die Augen schonen.

Viele Nutzer werden die Night-Shift-Funktionalität bereits von einer kleinen Anwendung namens F.lux kennen. Diese lässt den Bildschirm in einer etwas rötlichen Farbe erscheinen wenn das Umgebungslicht auch etwas schwächer ist. Sprich zur Morgen- und Nachtzeit. Apple hat sich dieser Idee angenommen, und sie direkt in den Systemeinstellungen verbaut.

Die Funktion finden Sie unter Systemeinstellungen > Monitore  unter dem Reiter Night Shift. Dort lassen sich manuell Zeiten sowie eine automatische Regulierung einstellen. Ein Schieberegel bestimmt ob der Bildschirm kälter oder wärmer dargestellt werden soll. Kalt und warm bedeuten in diesem Fall blau und rot.

Viele Entwickler beschwerten sich über die PDF Handhabung unter macOS Sierra. Apple scheint mit 10.12.4 nun endlich Abhilfe geschaffen zu haben. Laut den Veröffentlichungsnotizen behebt die neuste Aktualisierung Probleme beim Darstellen und Bearbeiten von PDF Dateien. Dies geschieht durch eine aktualisierte Programmierschnittstelle für das PDFKit.

 Auch Siri wurde etwas aufgebessert. Der künstliche Assistent kann von jetzt an Cricket Ergebnisse anzeigen und ausgeben. Cricket ist der Nationalsport in Indien und sehr beliebt. Ergebnisse der Cricket Premier League können seit 10.12.4 jetzt auch direkt von Siri erfragt werden.

Auch Apples eigene Bürosoftware hat ein Update erhalten. Schreibgeschützte Dokumente in Numbers, Pages und Keynote lassen sich jetzt via TouchID auf den neuen MacBooks entsperren. Auch das Zusammenarbeiten in den Dokumenten wurde verbessert. Bon jetzt an werden die Cursor der mitarbeitenden Benutzer angezeigt.

Kleinere Verbesserungen sind weiterhin das Anzeigen und Einfügen von aktuellen Börsenwerten, die sich dynamisch anpassen. Schriftarten lassen sich außerdem Dokumentweit ändern. Präsentationen in Keynote lassen sich außerdem live auf anderen Geräten und via iCloud teilen und mitverfolgen. Numbers hat sich durch das Update auf Version 4.1 erhöht, Pages kommt in Version 6.1 daher, und Keynote hat von jetzt an die Version 7.1. Die neusten Versionen können wie gewohnt via dem Mac App Store bezogen werden, und sind jeweils mehrere hundert Megabyte groß.

Doch nicht nur für Freunde neuer Funktionen sind die Aktualisierungen von Bedeutung. Mit den letzten Versionen behebt Apple auch einige Sicherheitsupdates der Anwendungen. Wir empfehlen daher auf jeden Fall das Update via dem Mac App Store.

Apple schickt sich an, gründliche und durchdachte Aktualisierungen und Verbesserungen zu liefern. Bei dem immer breiter werdenden Ökosystem ist es kein einfaches Unterfangen alle Geräte und Softwaresysteme aktuell und attraktiv zu halten. Die jetzt gelieferten Updates zeigen auf Mac Seite, dass es immer noch etwas zu verfeinern und zu verbessern gibt.

Softwareseitig liefert Apple solide Updates für Keynote, Numbers und Pages nach, mit denen es noch einfacher wird Dokumente zu teilen, zusammen zu arbeiten und sie auf den verschiedenen Endgeräten zu betrachten. Apple scheint gewillt zu sein die eigenen Hausaufgaben zu machen, um so eine solide Basis für neue wichtige Funktionen und Geräte zu schaffen.

Youtube-Star in Augsburg: erst Unruhe, dann Anzeige

Der "Youtube-Star" Leon Machère hat am Wochenende in Augsburg für einige Aufregung gesorgt. Wie die Polizei in Augsburg meldet, hatte der besagte Youtuber, der sich derzeit auf Promotion-Tour durch Deutschland befindet, plötzlich und ohne vorher mit den Behörden geredet zu haben, am Samstagvormittag einen Auftritt in Augsburg für den gleichen Tag angekündigt.

Er verschwieg allerdings, wo der Auftritt genau stattfinden sollte. Gerüchteweise war von einem Hotel in der Innenstadt oder einem in der nähe befindlichen Telekommunikationsladen die Rede. "Dies hatte zur Folge", so die Polizei Augsburg, "dass Kinder und Jugendliche in Wellen ansteigend von über 200 bis zu über 1000 Teilnehmer sich dort versammelten und zwischen dem Telefon-Shop und Hotel pendelten."

Weil die Teilnehmer immer unruhiger wurden und gegen Fenster und Türen trommelten, riefen sowohl der Besitzer des Hotels als auch des Telefon-Shops die Polizei. Die Stimmung habe sich weiter aufgeheizt, als sich Machère kurz am Fenster des Hotels blicken ließ und dann durch den Hinterausgang in die Innenstand verschwand. Im Tour-Transporter fuhren er und sein Anhang durch die Innenstadt, wobei der Fahrer "das Gaspedal deutlich hörbar durchdrückte und mit viel zu hohem Tempo, ohne auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen (...) davonbrauste. Nicht plausibel ist auch, warum das hintere Kennzeichen des Fahrzeugs abgeklebt und somit nicht lesbar war."

Schließlich ließ sich Machère vor einer Kneipe in Ausgburg blicken, was wieder zu einem Auflauf von rund 600 Kindern und Jugendlichen führte.

Die Polizei setzte dem Treiben schließlich ein Ende. Unter anderem mit der Begründung, dass der Auftritt nicht genehmigt und ein nicht überschaubares Sicherheitsrisiko dargestellt habe. Sowohl Machère als auch seine Begleiter wurden zur Diensstelle mitgenommen.

"Hier fielen dann Beleidigungen gegen Polizeibeamte von einem seinem Begleiter, als auch von dem 26-Jährigen selbst, die dieser dann auch noch in sozialen Netzwerken für alle zum Nachlesen online stellte", heißt es in dem Polizeibericht. Als die Beteiligten dann auch noch den Wunsch äußerten, etwas "koksen zu wollen", wurden sie nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft auf Betäubungsmittel hin durchsucht - erfolglos allerdings.  Dafür wurden aber rund 380 mitgeführte CDs sichergestellt, weil diese "offenbar ohne nachweisbare Genehmigung an die Fan’s verkauft werden sollten bzw. teilweise schon verkauft wurden."

Der Youtube-Star selbst und seine Begleiter wurden unter anderem wegen Beleidigung und Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr bzw. Straßenverkehrsgefährdung angezeigt. "Seinen geplanten Anschlussauftritt in München konnte Leon M. zeitlich übrigens nicht mehr einhalten", stellt die Polizei Augsburg abschließend in ihrem Bericht fest.

Filme schon 45 Tage nach der Premiere im Stream?

Wer aktuelle Kinofilme sehen möchte, muss bei Streaming-Anbietern meist viele Monate warten. Schließlich will Hollywood die Zuschauer weiterhin in die Kinosäle locken. Doch möglicherweise wird sich das bald ändern: Laut Wall Street Journal denken die Filmemacher über ein „Premium-Video-on-Demand“-Paket nach, mit dem Filme schon maximal 45 Tagen nach der Kinopremiere auch auf dem heimischen TV abrufbar sind.

Ein solches Angebot könnte im Gegenzug mit monatlich 30 bis 50 US-Dollar zu Buche schlagen. In Anbetracht der Preise für eine Kinokarte kann sich ein solches Premium-Abo trotzdem lohnen. In den USA könnte der Dienst schon Ende 2017 starten. 

Noch müssen sich Kinobetreiber und Filmstudios aber noch einigen. Die Kinobetreiber wollen die Studios an den Erlösen aus dem Streaming-Geschäft beteiligen, damit diese schrumpfende Besucherzahlen auffangen können.

Autonom fahrendes Uber-Auto kippt bei Unfall um

Der Mitfahrdienst Uber hat seine Erprobungsfahrten mit selbstfahrenden Autos vorerst eingestellt. Weil eines von Ubers autonomen Testfahrzeugen in einen Unfall verwickelt wurde. Bei dem Zusammenstoß mit einem anderen PKW kippte das Uber-Fahrzeug auf die Seite.

Der Zusammenstoß ereignete sich in Tempe im US-Bundesstaat Arizona. Ein auf Twitter veröffentlichtes Foto zeigt das Uber-Testfahrzeug, ein SUV von Volvo, umgekippt auf der Beifahrerseite liegend.

Verletzte soll es aber trotz des spektakulär aussehenden Unfalls nicht gegeben haben.

Uber will die Gründe für den Unfall erst untersuchen, ehe die Testfahrten mit den autonomen Autos fortgeführt werden. Ein Polizeisprecher betonte aber laut einem Bericht von Bloomberg, dass das Uber-Fahrzeug den Unfall nicht verursacht habe. Stattdessen habe der Unfallgegner dem Uber-Fahrzeug die Vorfahrt genommen und es so gerammt, dass das Uber-Fahrzeug umgekippt sei.

Möglicherweise hat der für SUVs typischerweise höhere Schwerpunkt das Umkippen erleichtert. Der Unfall müsst sich mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit zugetragen haben. Das unterscheidet diesen Unfall zum Beispiel von den bekannt gewordenen Unfällen der Waymo-Fahrzeuge , die alle mit geringfügigen Schäden ausgingen und sich bei niedrigen Geschwindigkeiten ereigneten. Waymo ist innerhalb des Alphabet-Konzerns für sie selbstfahrenden Google-Autos zuständig.

Außerdem erklärte der Polizeisprecher, dass sich hinter dem Lenkrad des Uber-Fahrzeugs eine Person befunden habe. Derzeit sei noch unklar, ob der Fahrer das Uber-Fahrzeug zum Zeitpunkt des Unfalls aktiv gesteuert habe, oder ob es zum Unfallzeitpunkt autonom gefahren sei. Auf den Rücksitzen des Uber-Fahrzeugs befanden sich keine Mitfahrer.

Uber hat im Jahr 2016 mit Erprobungsfahrten von selbstfahrenden Autos begonnen. Zunächst in Pittsburgh und dann auch in Arizona. Von den Straßen von San Francisco sind Ubers autonome Autos dagegen verschwunden, weil eine kalifornische Aufsichtsbehörde die Fahrten untersagte.


2262545