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Morgenmagazin vom Dienstag, 31. Januar 2017

31.01.2017 | 07:06 Uhr |

Apple patentiert Verdampfer +++ LG-5K-Display mag keine Router in der Nähe +++ Was nach Airport Extreme kommt +++ Intel will 2017 erste 7-Nanometer-Chips fertigen +++ Hausdurchsuchung beim AdBlock-Plus-Entwickler +++ Deutsche Verbraucherschützer verklagen WhatsApp +++ Apple wirft iranische Apps aus dem App Store +++ Apple löscht Aktivierungssperre-Tool aus dem Netz

31. Januar: Songs zum Mitfiebern

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Der doppelköpfige Monat Januar, Eingang und Ausgang des Jahres, geht mit Tauwetter zu Ende. Es ist für einen Winter selbst in Mitteleuropa normal sein, dass es länger Zeit mal garstig kalt ist, die gefühlt den ganzen Monat anhaltende Kälteperiode hat trotzdem keinen Spaß gemacht. Aber man soll bekanntlich mit seinen Wünschen vorsichtig sein, denn sie können in Erfüllung gehen. Schmuddelwetter mit Regen und Sturm macht noch weniger Spaß als ein klarer Wintertag bei minus zehn Grad Celsius und darunter.

Heute Abend schauen wir aber mal in die von Apple vorgelegten Zahlen rein, sie bilden zwar die Geschäfte des Weihnachtsquartals 2016 ab, sind für 2017 aber nicht minder wichtig. Alles in allem dürfte der iPhone-Hersteller gut reingekommen sein, wir sind auf die Details gespannt. Vor allem auf neue Zahlen aus dem Services-Segment, speziell für Apple Music.

In seinen Musikdienst investiert Apple nach wie vor massiv, nicht nur, was die technischen Hintergründe für die Auslieferung der Streams betrifft. Um zahlende Abonnenten zu gewinnen und zu behalten, sind aber vor allem die Inhalte und ihre Präsentation entscheidend, kein Wunder, dass sich Apple möglichst populäre Partner und Testimoninals sucht. So erreicht uns gestern wenig überraschend die Meldung, dass nun selbst der FC Bayern München - einen populäreren Fußballclub gibt es in Deutschland gar nicht und in Europa nur überschaubar viele - einen Auftritt bei Apple Music hat. Schade: Es handelt sich um keine Hintergrunddokumentationen oder wenigstens Mitschnitte der schönsten Spielszenen und Tore, erst einmal präsentiert sich der Rekordmeister mit einer Playlist voller wenig spezifischer Stadionsongs von "Seven Nation Army" über "Auf uns" bis zu "Wonderwall". Bayernfans vermissen den "Stern des Südens" und das unvermeidliche "We are the Champions" - aber das wollen wir am 3. Juni in Cardiff hören.

Es handelt sich also um eine Marketingaktion, dazu passt auch, dass sich die Apple-Tochter Beats für weitere Jahre als "Soundlieferant" für die Bayern verpflichtet - und die Spieler und die Mitglieder des Funktionsteams mit Kopfhörern und Lautsprechern ausstattet. Mit weiteren TV-Spots, wie jedem der Telekom in Zusammenarbeit mit Apple, bei der Bayern-Spieler wie im Herbst Mats Hummels durch die Gegend rennen, dürfte zu rechnen sein. Interessant ist am Rande ja, dass Apple bis dato mit Sportsponsoring nichts am Hut hatte - weswegen die Angestellten des FC Bayern bei offiziellen Terminen Samsung-Smartphones mitschleppen mussten und seit vorletztem Sommer die Geräte von Gigaset als offizielle Ausrüstung nutzen. Das hindert die Spieler aber nicht daran, bei halboffiziellen Anlässen wie ausgelassenen Meisterschaftsfeiern ihre iPhones zu zücken. Mal sehen, was passiert, wenn der bestehende Ausrüstervertrag ausläuft und mit welchen Prominenten aus welchen Sparten Apple dann seine Services zu bewerben gedenkt. Haben wir schon mal gesagt, dass sich die Plattform Apple TV ganz wunderbar auch für Pay-per-View von Sportereignissen eignen würde? Hier bestünde weiteres Wachstumspotential für den Posten "Services" in Apples Bilanz. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Ende einer Ära: Offiziell hat Apple nach wie vor angekündigt, keine Wi-Fi-Hardware mehr herzustellen, doch deutet alles darauf hin, dass Apple die Abteilung bereits aufgelöst hat und es keine Nachfolger mehr für Airport Extreme, Airport Express und Time Capsule geben wird. Damit neigt sich eine 20 Jahre lang andauernde Ära ihrem Ende entgegen, Apple war um die Jahrtausendwende einer der Wi-Fi-Pioniere. Die Technik als solche wird weiter fortbestehen und noch lange unsere drahtlosen Endgeräte in ein letztlich verdrahtetes Netz einbinden. Glenn Fleishman hat sich angesehen, welche Lösungen heute auf Mac-Anwender warten und ist dabei über eine interessante Technik gestolpert, die dereinst Wi-Fi in der Wohnung und im Büro ersetzen könnte: Mesh.

Störfeld: Apple baut keine Thunderbolt-Displays mehr, sondern empfiehlt für den Einsatz speziell am neuen Macbook Pro den LG UltraFine 5K Display. Diesen kann das Macbook Pro mit einer 5K-Auflösung betrieben, hängen zwei an dem Laptop, dann laufen beide noch mit 4K-Auflösung. Das Gerät hat aber zwei Haken: Es sieht nicht so schick aus wie man es von Apple-Displays gewohnt ist, was aber nciht weiter schlimm ist. Der zweite Haken ist weit ärgerlicher: Benutzt man den Monitor in einer Entfernung von maximal zwei Metern zu einem WLAN-Router, verweigert er den Dienst und kann sogar das Macbook Pro zum Absturz bringen. Herausgefunden haben will das 9to5Mac, der Blog hatte Kontakt zum Support des Herstellers, der genau dazu geraten hat: Den Router in mindestens zwei Metern Entfernung vom Display zu betreiben. Den genauen technischen Hintergrund nennt LG nicht, doch ist anzunehmen, dass das elektromagnetische Feld des Funkrouters die Elektronik des Displays an empfindlicher Stelle stört. Die Feldstärke sinkt aber mit dem Quadrat der Entfernung, in der der doppelten Distanz ist sie als nur ein Viertel so groß.

Einen "Kaffee", bitte: Starbucks testet mit ausgewählten iOS-Nutzern in einigen Filialen in den USA einen Bot, der Bestellungen für überzuckerte und seltsam aromatisierte Plörre entgegen nimmt. Der Bot soll sich dabei auf natürlich Sprache verstehen, aber auch optional Texteingaben entgegen nehmen. Zunächst 1000 iOS-Anwender kommen in den GEnuss des Feldversuchs von My Starbucks Barista, später soll das Experiment auf das ganze Land ausgeweitet werden und auch auf Android-Geräten laufen. Ob der virtuelle Barista den Namen des Kunden dann besser versteht, sei dahingestellt...

Vaporware: In Apple geheimen und auch den weniger geheimen Laboren entstehen Jahr für Jahr neue Techniken und Produkte, von denen es die meisten niemals in den Apple Store schaffen. Zum US-Marken- und Patentamt aber schon, nur wird bei weitem nicht jedes Apple-Patent zu einem Produkt. Rätsel gibt etwa das letzte Woche gewährte Patent über einen Verdampfer, in dem Apple beschreibt, wie dieser zu einer konstanten Verdampfungsrate kommt und dabei wenig Flüssigkeit für die Kühlung verliert. Spekulationen, Apple könnte auf die wachsende Branche der E-Zigaretten setzen, dürften dabei aber ins Leere laufen, so ganz gesund sind die Dinger auch nicht und wie würde sich das mit dem Ansatz der Apple Watch vertragen? Hinter dem großflächig in den Städten plakatierte Slogan "Dampf different" steckt auch keineswegs Apple, sondern British-American Tobacco. Eine Einsatzmöglichkeit des iVaporizers könnte jedoch im Auto stecken, die Technik könnte im Rahmen des Project Titan entstanden sein. Was Apple vielleicht wirklich einmal anbietet oder zumindest Dritten lizenziert könnte nichts weiter sein als ein Frischluftbereiter.

Ausschalten: Die Griechen haben bekanntlich seltsame Topf-Gesetze, die Amerikaner bekommen aber immer mehr seltsame Anordnung. Von einer solchen berichten nun 9to5Mac und iMore: Im Bundesstaat North Carolina werden Prüflinge dazu angehalten, während des Anwaltsexamens die Touch Bar auszuschalten. Denn diese Technologie am ansonsten erlaubten Laptop störe die "Integrität der Prüfung" - wie genau, wird zwar nicht verraten, aber diese Anordnung könnte bald Auswirkungen auf andere Prüflinge in anderen Staate und in anderen Fächern haben. Der Aufforderung nachkommen kann man nur bedingt: Die Touch Bar ist immer aktiv, aber über die Systemeinstellungen für die Tastatur lässt sie sich auf das herkömmliche Aussehen reduzieren. Dazu aktiviert man die Option "Expandend Control Strip" in den Einstellungen für die Anzeige der Touch Bar. Danach sieht das Macbook Pro mit Touch BAr beinahe so aus wie eines ohne.

Intel will 2017 erste 7-Nanometer-Chips fertigen

Chiphersteller Intel will dem Mooreschen Gesetz, nach dem sich die Zahl der Transistoren von integrierten Schaltungen aller 18 bis 24 Monate verdoppelt, weiter nachkommen. Dazu soll noch in diesem Jahr mit der testweisen Fertigung im 7-Nanometer-Verfahren begonnen werden. 

Auf einer Investorenversammlung kündigte Intel eine entsprechende Fertigungsstraße an. Das neue Verfahren wird kleinere, schnellere und gleichzeitig stromsparendere Chips hervorbringen, mit denen Laptops kleiner und dennoch leistungsfähiger sowie ausdauernder werden. Wann mit der Serienfertigung im 7-Nanometer-Verfahren begonnen werden kann, ließ Intel noch offen.

Viele Experten gehen jedoch davon aus, dass das Mooresche Gesetz nicht mehr lange Gültigkeit haben wird, da es physisch unmöglich wird, noch mehr Funktionen in immer kleinere Chips zu packen. Noch setzt Intel bei seiner aktuellen Prozessorgeneration Kaby Lake auf das 14-Nanometer-Verfahren. Mit Cannonlake werden die ersten Chips im 10-Nanometer-Verfahren erwartet.

Dem 14-Nanometer-Verfahren bleibt Intel nun schon drei Produktzyklen lang treu. Sowohl Broadwell als auch Skylake und Kaby Lake wurden mit 14 Nanometer breiten Schaltkreisen gefertigt. Die 7-Nanometer-Fertigung könnte radikale Designänderungen mit sich bringen. Schon beim 14- und 10-Nanometer-Verfahren stieß Intel allerdings auf Probleme. Für die künftige Produktion sollen daher exotische Materialien wie Galliumnitrid (GaN) genutzt werden. Der Halbleiter wird schon jetzt in grünen und blauen Leuchtdioden genutzt. In der Fertigung soll außerdem extreme Ultravioletstrahlung (EUV) zum Einsatz kommen. Die Einführung der Technik wurde schon mehrfach verschoben, soll aber noch engere Schaltkreise ermöglichen. Auch Samsung, ARM und Globalfoundries wollen in Kürze mit der testweisen Fertigung von 7-Nanometer-Chips beginnen. Den ersten funktionierenden Chip hat IBM im vergangenen Jahr präsentiert.

Hausdurchsuchung beim AdBlock-Plus-Entwickler

Im Rechtsstreit zwischen dem Werbeblocker-Entwickler Eyeo und mehreren deutschen Medienhäusern hat sich die Staatsanwaltschaft Köln eingeschaltet. Wie heise Online berichtet , wurden am vergangenen Donnerstag Geschäftsräume in Köln und Berlin sowie drei Privatwohnungen durchsucht. Polizei und Staatsanwaltschaft suchten angeblich nach Hinweisen auf gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen.

Der Axel Springer Verlag befindet sich bereits seit mehreren Jahren im Rechtsstreit mit Eyeo. Bild Online war eines der ersten Online-Portale, das eine Sperre für AdBlock-Nutzer einrichtete. Axel Springer und andere Medienhäuser haben Eyeo wegen Verstößen gegen das Urheber- und Wettbewerbsrecht verklagt. Vor zwei Jahren erwirkte Axel Springer eine einstweilige Verfügung gegen Eyeo. Dem AdBlock-Entwickler wurde daraufhin die Veröffentlichung einer Filterregel zur Umgehung der Bild-Sperre untersagt. Einen weiteren Teilerfolg errang Axel Springer gegen die Blockade von redaktionellen Inhalten auf der AdBlock-Filterliste Easylist.

Hinter den Hausdurchsuchungen in der vergangenen Woche steckt laut Eyeo-Geschäftsführer Till Faida ebenfalls der Axel Springer Verlag. Faida sieht sein Unternehmen als Opfer einer juristischen Kampagne der deutschen Verlagshäuser. In einer Stellungnahme betont Faida, dass Eyeo mit den Ermittlungsbehörden intensiv zusammenarbeiten werde.

Bei dem Rechtsstreit geht es um die Frage, ob sich Eyeo tatsächlich von jeglicher Verantwortung für Filterlisten wie Easylist lossagen kann. Axel Springer will vor dem Bundesgerichtshof nicht nur einen Sieg gegen Eyeo einfahren, sondern auch Easylist – ein Open-Source-Projekt – aus dem Verkehr ziehen.

Deutsche Verbraucherschützer verklagen WhatsApp

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat gegen WhatsApp eine Klage vor dem Landgericht Berlin eingereicht. Die Verbraucherschützer werfen WhatsApp vor, widerrechtlich die Daten von Nutzern zu sammeln und diese dann an Facebook weiterzugeben.

Das Marktwächter-Team des vzbv hatte WhatsApp bereits im vergangenen September abgemahnt. Die Ende August 2016 von WhatsApp verkündeten geänderten Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen, so hieß es seinerzeit in der Mitteilung des Marktwächter-Teams, seien zu großen Teilen unwirksam. WhatsApp ließ die Frist zur Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung damals verstreichen.

"Unsere Marktwächterexperten haben das Fehlverhalten des Anbieters erfolgreich sichtbar gemacht. Nun treffen wir uns vor Gericht wieder", erklärt Klaus Müller, Vorstand des vzbv, am Montag. Und weiter: "Die Verbraucherzentralen haben auch bei anderen digitalen Großunternehmen schon häufig einen langen Atem bewiesen: Ob Facebook, Google, Amazon oder nun WhatsApp, wir verfolgen Rechtsverstöße – notfalls auch über alle Gerichtsinstanzen."

Ziel sei es, dass hohe Datenschutzniveau in Deutschland und Europa für die Verbraucher zu sichern, denn darauf würden sie vertrauen. Es müsse der Grundsatz weiter gelten, dass die Verbraucher die Hoheit über ihre Daten behalten und damit das Grundrecht auf die informationelle Selbstbestimmung geschützt bleibe. "Das werden die Verbraucherzentralen vor allem in Zeiten von Big Data verteidigen. Jeder Verbraucher muss selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten bestimmen können", so Müller.

Apple wirft iranische Apps aus dem App Store

Im Iran sind Apples Smartphones anscheinend sehr beliebt, so behauptet das Magazin Techrasa , dort würden monatlich 100 000 iPhones neu aktiviert. Mangels offiziellem Vertrieb handelt es sich dabei allerdings um illegal importierte Geräte. Es gibt bisher auch keinen iranischen App-Store, ein direkter Zugriff auf den Store aus dem Iran ist anscheinend erst seit September 2016 möglich. Iranische Apps gibt es dafür in anderen Stores, von Firmen mit nicht-iranischem Firmensitz. Für diese ist aber die Zahlungsabwicklung über den App Store das größte Problem, da etwa Kreditkartenzahlungen ein Verstoß gegen amerikanischen Handelsbeschränkungen sind. In-App-Käufe sind so nicht möglich.

Im Iran ist deshalb anscheinend oft ein Jailbreak des iPhone üblich, was die Installation von Apps ohne App Store ermöglicht. Seit kurzem geht Apple hier offenbar rigider vor, so hat das Unternehmen neben weiteren Apps die App des größten iranischen Ecommerce-Unternehmens Digikala aus dem App Store verbannt . Grund sei, dass die App gegen die Iranian Transactions Sanctions Regulations (31CFR Part 560) verstoße. Diese Regelungen halte auch viele europäische Banken von Geschäften mit dem Iran ab . Verstöße gegen diese Sanktionen will sich Apple aktuell anscheinend nicht leisten, trotz jüngster Kritik an den Einreisebeschränkungen des neuen Präsidenten.

Apple löscht Aktivierungssperre-Tool aus dem Netz

Ist die Aktivierungssperre eine iPhone oder iPad an, lässt sich das iOS-Gerät seit den neuesten Betriebssystemversionen mit einer  fremden Apple ID nicht mehr nutzen. Apple schützt so die legitimen Besitzer vor Diebstahl und macht die unrechtmäßige Entsperrung des iPhones oder des iPads so schwer wie nur möglich. Diese Absicherung hat aber auch Nachteile: Wollte ein Käufer ein gebrauchtes iPhone erstehen, musste er sich auf die Ehrlichkeit des Verkäufers verlassen und hoffen, dass das bezahlte iPhone ohne Aktivierungssperre ankommt. Für dieses Szenario hat Apple im Oktober 2014 eine Extra-Seite unter icloud.com/activationlock eingerichtet . Der Käufer konnte die IMEI oder die Seriennummer des Geräts erfragen, und auf der Seite überprüfen.

Nun ist die Webseite verschwunden, stattdessen erscheint eine 404-Seite der iCloud.com-Domäne. Auch im Support-Dokument zu der Funktionalität "Mein iPhone finden" hat Apple die Erwähnung des Tools gelöscht. Eine einzige Methode bleibt jetzt noch, die Aktivierungssperre direkt am Gerät zu prüfen.

Warum Apple die Webseite "iCloud-Aktivierungssperre" gelöscht hat, ist noch nicht bekannt. Die Kollegen von Macrumors haben am Wochenende um Stellungnahme gebeten, jedoch noch keine Antwort erhalten. An der Stelle können wir nur spekulieren, dass die Webseite auch für die iPhone-Diebe nützlich war. Unter anderem finden sich im Netz Anleitungen , wie man die iCloud-Sperre ohne entsprechendes Passwort für Apple ID entfernt. Dafür nutzen die Autoren auch das Aktivierungssperretool. Um dies zu bewerkstelligen, muss der Speicher eines iPhones oder iPads an einem Rechner überschrieben werden. Das chinesische Programm verpasst dem Speicher dann eine neue IMEI, indem es eine Reihe an neuen IMEI generiert. Die Nutzer müssen nur noch über Apple Seite überprüfen, ob die Nummer schon vergeben ist.

Diese Vorgehensweise mit den neu generierten IMEIs könnte ebenfalls einige Vorfälle seit Oktober 2016 erklären : So haben damals die iPhone-7-Käufer berichtet, ihre Geräte waren bereits an eine fremde Apple ID verbunden. Wenn das iPhone zufälligerweise eine IMEI zugewiesen bekam, die die Diebe bereits für ein gestohlenes Gerät benutzt hatten, gab es folglich zwei Geräte mit der gleichen IMEI und diese beiden Geräte waren an die gleiche Apple ID gebunden, nämlich die des Diebes.

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