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Morgenmagazin vom Dienstag, 31. Juli 2018

31.07.2018 | 07:13 Uhr |

Fünfte Beta von iOS 12: Hinweis auf Dual-SIM +++ Mojave: eGPU auf App-Basis zuschalten +++ Macbook Pro 2018 im Nachtest +++ Telekom: 250 MBit/s-Anschlüsse ab 1.8. verfügbar +++ Adore: Beleuchteter Badspiegel von Philips Hue +++ Sparkasse: App "Mobiles Bezahlen" gestartet

31. Juli: Alles hängt zusammen

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Buchstäblich am Vorabend des Ersten Weltkriegs wurde der französische Schauspieler,Regisseur und Komiker Louis de Funès in der Nähe von Paris geboren, am 31. Juli 1914. Nein! Doch! Ohh! Dieser 31. Juli hat aber noch mehr bedeutende Daten im Kalender sehent. So feiert etwa heute die Schauspielerin Geraldine Chaplin ihren 74sten Geburtstag. Sie werden sich ihrer nicht nur wegen ihrer Rolle als Tonya in Doktor Schiwago erinnern, sondern vielleicht auch an einen Film mit Louis de Funès und dessen Sohn Olivier, in dem sie zu dritt in einem Auto auf einer an der Steilküste vor Nizza wachsenden Pinie fest hingen: Balduin, der Sonntagsfahrer. Nicht weit südwestlich dieses Ortes verlor indes am Tag von Geraldine Chaplins Geburt der Schriftsteller und Flieger Antoine de Saint-Exupéry sein Leben, auf einem Aufklärungsflug vermutlich abgeschossen vom deutschen Jagdflieger und späteren ZDF-Sportreporter Horst Rippert. Der hatte übrigens einen jüngeren Bruder namens Hans Rolf, der als Ivan Rebroff bekannt geworden war und der im Jahr 1931 geboren wurde. Natürlich am 31. Juli. Nein! Doch! Ohh!

Weniger lustig waren freilich die Nachrichten, die am 31. Juli 2004 um die Welt gingen: Steve Jobs musste sich einer Krebsoperation unterziehen. Zwar beschwichtigte er in einer Mail an Mitarbeiter, der Tumor sei einer der selten durch Operation vollständig heilbarer, wie wir heute leider wissen, hatte Jobs mit dem operativen Eingriff zu lange gewartet. Die Chirurgen entdeckten beim Eingriff bereits die ersten Metastasen, die vier Jahre später für Jobs eine neue Leber notwendig machten. Der weitere Verlauf der Geschichte ist bekannt. Schon während der ersten Auszeit, die nur wenige Wochen dauerte, vertrat der damalige CEO Tim Cook Jobs an der Spitze des Mac-Herstellers. Apple ohne Jobs konnten sich viele nicht vorstellen, die Firma prosperiert aber auch im siebten Jahr nach dem Tod ihres Gründers. Tim Cook macht nicht alles anders, unterscheidet sich aber in wesentlichen Details von seinem Vorgänger. Eine derartige Offenheit im Fragen des Umwelt- und Arbeitsschutzes war Jobs nie gegeben, Dividenden an Aktionäre auszuschütten, lehnte er zeitlebens ab. Auch kümmerte sich Jobs nicht um den aufstrebenden Markt China, Tim Cook reist als CEO mindestens einmal im Jahr dorthin, um direkte Gespräche mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik zu führen. Gewiss wird dabei auch die ein oder andere touristische Exkursion auf dem Plan stehen, Bergsteigen am K2 aber vermutlich nicht. Den bestiegen im Jahr 1954 erstmals zwei Italiener, am 31. Juli … Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Nachgetestet: Auf Twitter hatten es unsere Kollegen der Macworld in der letzten Woche bereits angedeutet, nun liegen ausführliche Testergebnisse vor – das Macbook Pro 2018 mit Core-i9-CPU rendert und rechnet nach dem macOS High Sierra 10.13.6 Supplemental Update deutlich schneller als zur. Im ersten Test vor gut zwei Wochen war der Macworld nicht aufgefallen, dass bei bestimmten Aufgaben, die auf mehrere Prozessorkerne zurück greifen, die Leistung der CPU gedrosselt wurde. Mittlerweile haben sie einen auf Adobe Premiere CC aufbauenden Benchmark entwickelt, der nach dem Update klare Verbesserungen gegenüber dem Macbook Pro in Auslieferungszustand zeigt.

Irres Gerücht: Das nächste iPad Pro soll auf den Homebutton und auf die Klinkenbuchse verzichten, dünnere Rahmen und eine FaceID-Kamera bekommen. So weit, so bekannt - und durchaus realistisch. Doch nun dreht der japanische Blog Macotakara die Spekulation eine eine Runde weiter. Denn die TrueDepth-Kamera funktioniert nach wie vor nur im Portraätmodus, das iPad Pro ist aber eher in Landschaftsorientierung aufgebaut. Und eben das werde Apple ändern und den Smart Connector versetzen, an den man Tastaturhüllen anschließen kann. Dieser soll nun auf die untere schmale Seite wandern, nahe des Lightning-Ports, die Tastatur soll sich entsprechend anpassen. Das klingt aber nach einer wenig smarten Lösung, wahrscheinlicher dürfte sein, dass Apple allenfals einen zweiten optionalen Smartconnector an die schmale Seite packt und die TrueDepth-Kamera eher an die lange Seite, damit die FaceID das iPad auch in horizontaler Ausrichtung entsperrt.

Nächste Runde: Apple hat gestern Abend für registrierte Entwickler die fünfte Beta-Version von iOS 12 veröffentlicht, die dann vierte Public Beta dürfte heute oder morgen folgen. In den Releasenotes sind einige Fehler aufgeführt, die bereits behoben wurden und einige neue, die erst jüngst entdeckt wurden und auf die sich die Tests konzentrieren sollten. 9to5Mac hat jedoch eine Neuerung entdeckt , die auf Dual-SIM in künftigen iPhone-Modellen hinweisen. Insbesondere Vielreisende würden begrüßen, nicht immer die SIM-Karte wechseln zu müssen, wenn sie über der Grenze sind. Aber auch für den Einsatz als Business- und Privat-Handy wäre es sinnvoll, ein iPhone mit zwei Nummern betreiben zu können.

Neuerung: Auch macOS Mojave hat die fünfte Entwickler-Beta erhalten und darin ist laut 9to5Mac auch eine interessante neue Funktion enthalten. Wer eine eGPU nutzt, der kann im neuen Mac-Betriebssystem für jede App bestimmen, ob sie diese auch nutzt. Unterstützung von einer externen Grafikkarte wird man in Office-Programmen nicht benötigen, sehr wohl aber bei der Videobearbeitung und bei Spielen. Schon seit macOS High Sierra 10.13.4 konnte man mit dem Terminal die eGPU per App zu- oder abschalten, die Benutzeroberfläche dafür ist nun neu und hilfreich.

Nachfolger: Diesen Herbst soll noch ein 13-Zoll-Macbook mit oder auch ohne Retina-Display kommen, welches das Macbook Air im Angebot ersetzt und womöglich auch unter 1000 US-Dollar zu haben sein wird. Die in Taiwan erscheinende Economic Daily News will nun wissen, welche CPU Apple einbaut: Kaby Lake Refresh, erstmals in der zweiten Jahreshälfte 2017 erschienen und im 14nm-Prozess gefertigt. Mit seinen 10nm-Chips der Cannon-Lake-Serie werde Intel erst Ende 2019 fertig, auch der Zwischenschritt Whiskey Lake könnte für ein neues Macbook (Air) noch zu früh kommen.

Telekom: 250 MBit/s-Anschlüsse ab 1.8. verfügbar

Die Deutsche Telekom schaltet am 1. August bei rund sechs Millionen Haushalten die neuen 250-MBit/s-Anschlüsse frei. Bis 2019 soll die Anzahl der Haushalte, in denen diese Anschlüsse verfügbar sind, auf 15 Millionen anwachsen, wie die Telekom am Montag mitteilt. "Das ist ein weiterer Schritt hin zur Gigabit-Gesellschaft (...) Wir bauen schnelles Internet für Millionen statt Topspeed für wenige", sagt Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland.

Die ersten sechs Millionen 250-MBit/s-Anschlüsse befinden sich in rund 900 Kommunen. Mittelzentren und der ländliche Raum standen im Fokus, so die Telekom. Bis Ende des Jahres sollen nun die Ballungsräume folgen. Unter telekom.de/schneller können Sie einfach überprüfen, ob für Ihren Haushalt ein Ausbau der Geschwindigkeit durchgeführt oder geplant ist.

Ein wichtiger Faktor, ob ein Gebiet ausgebaut wird, ist die erwartete Nachfrage nach den neuen, schnelleren Anschlüssen. Außerdem werden Verteilerkästen, die ohnehin erweitert werden müssen, mit entsprechenden Steckkarten bestückt.

Das Ziel der Telekom ist es, rund 80 Prozent aller Haushalte in Deutschland bis Ende 2019 einen Internet-Anschluss mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde anbieten zu können. Die große Mehrheit, so heißt es, werde auf mindestens 100 Mbit/s zugreifen können.

Neuer Tarif Magenta Zuhause XL 250 startet

Mit den neuen 250-MBit/s-Anschlüssen startet ab dem 1. August 2018 auch der neue Tarif " Magenta Zuhause XL ". Dieser Tarif enthält eine Internet-Flat mit bis zu 250 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload. Alle Neukunden zahlen für diesen Tarif in den ersten sechs Monaten 19,95 Euro pro Monat und anschließend 54,95 Euro pro Monat. Die Flat ist also 10 Euro teurer als "Magenta Zuhause L", mit der das Surfen mit bis zu 100 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload möglich ist.

Magenta Zuhause XL enthält ebenfalls eine Flatrate ins deutsche Festnetz mit HD Voice Qualität. Im Gegensatz zu den "L"- und "M"-Varianten kommt hier aber noch eine Flatrate ins Mobilfunknetz mit ebenfalls HD Voice Qualität hinzu. Für 9,95 Euro kann außerdem noch Entertain TV dazu gebucht werden. Im Preis enthalten ist der Ultra-HD-Receiver mit 500 Gigabyte Speicher.

Die Telekom weist außerdem ausdrücklich darauf hin, dass nicht jeder Router mit der höheren Geschwindigkeit zurecht kommt. Die Telekom selbst bietet den Speedport W925V und den Speedport Smart 3 als 250-MBit/s-fähige Router zur Miete an.

Wer bereits eine Fritzbox besitzt, muss unter Umständen wechseln: Das frühere Spitzenmodell Fritzbox 7490 ist beispielsweise nicht für den 250-MBit/s-Anschluss geeignet. Als Ersatz empfiehlt sich hier das aktuellere Top-Modell Fritzbox 7590.

Speedport Pro: Neuer Hybrid-Router der Telekom

Adore: Beleuchteter Badspiegel von Philips Hue

Philips hat in dieser Woche ein neues, smartes Leuchtmittel vorgestellt . Adore ist ein runder Badezimmer-Spiegel, der über dem Waschbecken montiert werden kann. Die Spiegelfläche wird von einem LED-Ring eingefasst, dessen Lichtfarbe auf Wunsch von Warmweiß bis hin zu kalten Weißtönen eingestellt werden kann. Die Steuerung der Lichtfarbe erfolgt über die Hue-Apps für iOS und Android sowie per Sprachsteuerung mit Apples Homekit oder Google Home. Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Spiegel auch ein Hue-Dimmer mit Wandhalterung, über den die Helligkeit des LED-Rings eingestellt wird. Über das Panel kann der beleuchtete Spiegel auch einfach ein- und ausgeschaltet werden.

Zur Nutzung muss der Hue Adore an das Stromnetz angeschlossen werden. Einen Akku-Betrieb hat Philips nicht vorgesehen. Der Spiegel ist außerdem per IP44 spritzwassergeschützt. Hue Adore eignet sich laut Philips besonders gut zur schattenlosen Ausleuchtung des Gesichts beim Auftragen von Makeup oder als Leselicht in der Badewanne. Die unterschiedlichen Lichtfarben sollen außerdem je nach gewählter Einstellung entspannend oder anregend wirken. Ab wann der Hue Adore erhältlich sein wird, ist noch unklar. Einen Preis nennt Philips ebenfalls noch nicht.

Sparkasse: App "Mobiles Bezahlen" gestartet

Nach einer wochenlangen Testphase führt edie Sparkasse am Montag (30. Juli) offiziell das mobile Bezahlen per Android-App ein. Die App "Mobiles Bezahlen" ist hier im Google Play Store verfügbar. Statt auf Google Pay (das im Juni gestartet ist) oder Apple Pay setzt die Sparkasse damit auf ein eigenes System mit einer eigenen App. Über die App "Mobiles Bezahlen" können die Sparkassen-Kunden über ihr Smartphone und NFC an Terminals ohne Bargeld bezahlen. Bei Beträgen von bis zu 25 Euro erfolgt dabei in der Regel auch keine PIN-Abfrage.

Zum Start von "Mobiles Bezahlen" sind über 300 Sparkassen beteiligt. Weitere sollen im Laufe des Jahres noch folgen. Über die App können Sie einfach überprüfen, ob Ihre Sparkasse mitmacht. Wird beim ersten Start die Bankleitzahl akzeptiert, können Sie loslegen.  Folgen Sie dazu den einfachen Anweisungen der App, um ihre Sparkassen-Card oder Sparkassen-Kreditkarte als "digitale Karte" hinzuzufügen. Ob Girokarte und/oder Kreditkarte hängt offenbar von der jeweiligen Sparkasse ab, bei der Sie Kunde sind. Bei unserem Versuch als Kunde der Sparkasse Augsburg konnten wir Montag früh nur die Sparkassen-Kreditkarte der App hinzufügen und die ebenfalls vorhandene Sparkassen-Card wurde erst gar nicht zur Auswahl angeboten. Zumindest derzeit noch nicht.

Das Hinterlegen der Sparkassen-Card bzw. -Kreditkarte muss durch die einmalige TAN-Eingabe bestätigt werden. Anschließend wird der Vorgang geprüft und die digitale Karte freigeschaltet, was in unserem Beispiel nur wenige Minuten dauerte. In der App gibt es dann drei Komforteinstellungen für mobiles Bezahlen:

* Stufe 1: Bildschirm aktiv - um mobil bezahlen zu können, muss der Bildschirm aktiv sein
* Stufe 2: Gerät entsperrt - um mobil bezahlen zu können, muss der Bildschirm aktiv und das Gerät entsperrt sein.
* Stufe 3: App gestartet - um mobil bezahlen zu können, muss der Bildschirm aktiv, das Gerät entsperrt und die App gestartet sein

Um die App "Mobiles Bezahlen" verwenden zu können, müssen Sie volljährig sein und ein NFC-fähiges Android-Smartphone ab Android 5.0 besitzen. Für iPhone-Besitzer gibt es aktuell noch keine App.

Was die Sicherheit angeht: Beim mobilen Bezahlen werden keinerlei persönlichen Daten an den Händler übermittelt. Auch ein "aus Versehen"-Bezahlen beim Vorbeilaufen an einem Kassenterminal ist laut Sparkasse ausgeschlossen. Eine Zahlung ist erst möglich, wenn das Smartphone in einem geringen Abstand an das Lesegerät gehalten wird. "Auch Doppelbuchungen müssen Sie nicht befürchten, da das Terminal nach jeder Transaktion neu aktiviert werden muss", betont die Sparkasse.

Wer das mobile Bezahlverfahren nicht mehr nutzen möchte, der kann die digitale Karte in der App selbst wieder löschen. Die physischen Karten sind davon nicht betroffen und können weiter verwendet werden.

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