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Morgenmagazin vom Donnerstag, 15. März

15.03.2018 | 07:05 Uhr |

Report: Wie Siri ihre Vormachtstellung verlor +++ Gebrauchte iPhones ls Kassenschlager +++ Programmierer baut Face-ID-Algorithmus nach +++ Kommentar: Noch ist der HomePod kein Kassenschlager - Schuld sind zwei Missverständnisse +++ Vivo: Super HDR sorgt für bessere Smartphone-Fotos +++ Amazon Kindle Oasis in neuer Farbvariante +++ Sicherheits-Updates für Flash Player und AIR

15. März: Die Iden des März

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Der Legende von Österreich als erstem Opfer der Nazis sollte man immer wieder die Bilder vom 15. März 1938 entgegen setzen. Dabei ist weniger die Rede des Diktatoren frappierend, in der er den "Anschluss seines Heimatlandes" an das Großdeutsche Reich feiert, sondern eher die Reaktion des Publikums. Von eingeschüchterten Opfern und von einer fremden Macht besetzten Bürgern ist hier nichts zu sehen, Begeisterung aber allenthalben. Der vier Tage zuvor erfolgte Einmarsch der Wehrmacht erfolgte ohne Widerstand, Bundeskanzler Kurt Schuschnigg, der am 11. März zum Rücktritt gezwungen war, befahl aber auch dem Bundesheer, sich zurückzuziehen. "Gott schütze Österreich!", drückte der Kanzler in seiner letzten Rede als Wusch aus, aber es waren ganz andere Mächte im Spiel. Der Ort der Anschlussrede ist auch in die Literaturgeschichte eingegangen. ´"Heldenplatz" heißt nicht nur ein kontroverses Theaterstück von Thomas Bernhard, sondern auch ein Gedicht von Ernst Jandl, das die Stimmung an jenen Iden des März einfängt: "pirsch! döppelte der gottelbock".

Historiker streiten gerne und recht zwecklos darüber, wie denn der Redner, den Jandl in seinem Gedicht nicht beim Namen nennt, in die Geschichte eingegangen wäre, hätte das Attentat von Georg Elser etwas mehr als anderthalb später den Obernazi im macht Bürgerbräukeller zu München auch tatsächlich erledigt. Geschichte wird aber vorwärts gemacht und rückwärts verstanden. Der potentielle Tyrannenmord von München hätte aber nicht viel schlimmer machen können.

Das Gegenteil ihres Plans erreichten jedoch die Verschwörer, die an den Iden des März, also am 15. des dem Kriegsgott gewidmeten Monats, im Jahre 44 v. Chr. schritten. Die Ermordung des zum Diktator auf Lebenszeit aufgeschwungenen Gaius Julius Cäsar sollte die Republik retten und die demokratischen Verhältnisse der Zeit vor Cäsar wieder herstellen. Doch hatte Cäsar einen neuen Berufsstand erfunden, den seine Nachfolger des Römischen Reiches - später mit dem Zusatz "Deutscher Nation" - bis in das Jahr 1806 respektive 1918  ausübten: Kaiser. Ein solcher steht aber nicht als Denkmal auf dem Heldenplatz. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag:

Neue Fassung: Bluetooth 5 kommt  - und ist eigentlich schon da, denn iPhone 8 (Plus) und iPhone X unterstützen bereits den neuen Standard. Was dessen hauptsächlichen Verbesserungen sind, fasst Macworld zusammen. Bluetooth 5 erhöht einerseits deutlich die Reichweite und andererseits den Datendurchsatz. Dabei ist das Protokoll flexibel und kann auf kürzere Entfernungen deutlich mehr Daten übertragen. Ideal ist Bluetooth 5 somit für das Internet der Dinge (IoT): Geräte stehen unter Umständen weiter auseinander, benötigen bei der Wartung mittels Firmwareupdate aber auch höhere Datenübertragungsraten.

Hintergründe: Ein längeres Stück von The Information beschreibt, wie Siri aufgrund von Missmanagement seine Spitzenposition las erster intelligenter Sprachassistent verlieren konnte und wie Amazons Alexa und der Google Assistant vorbei ziehen konnte. Der Artikel ist hinter einer Bezahlschranke, unsere Kollegen der Macworld zitieren aber wichtige Auszüge. The Information sprach mit Dutzenden Apple-Mitarbeitern, die mit Siri beschäftigt waren, unter dem Siegel der Anonymität. Die Fehler hätten demnach schon kurz nach der Übernahme des Entwicklers Siri begonnen, die Apple im Jahr 2010 rund 200 Millionen US-Dollar gekostet haben dürfte. Denn die Integration in das iPhone 4s sei überstürzt geschehen, bevor das Produkt halbwegs ausgereift war. Im Gegensatz dazu sei Alaxa von Anfang an stabil gewesen, um Siri dahin zu bringen, habe man bei Apple fast alles auf den Kopf stellen und neue aufsetzen müssen. Siri sei von Anfang an als eine Art "App Store für KI" geplant gewesen, Entwickler hätten sich bei der Technologie beliebig bedienen können. Doch um die Assistentin rechtzeitig für den Einsatz im iPhone fertig zu bekommen, habe man sich auf einige Kernfähigkeiten konzentrieren müssen, über die Apple die volle Kontrolle behielt. Steve Jobs sei die treibende Kraft hinter der ursprünglichen Vision gewesen, er wollte diese wenigstens später umgesetzt wissen - doch am Tag nach der Vorstellung Siris verstarb er. Das Entwicklerteam sei auch überrascht gewesen, wie gut Siri angenommen wurde, die dahinter stehende Serverinfrastruktur war aber kaum skalierbar und Apple vor allem mit Bugfixing beschäftigt und damit, mit dem Ansturm zurecht zu kommen. Wenig hilfreich seien auch die Änderungen im Management gewesen, etwa der erzwungene Abschied von Scott Forstall nach dem Desaster mit der Karten-Anwendung in iOS 6. Mag der Artikel von The Information aber die Vergangenheit korrekt beschreiben, so sagt er doch weniger über Gegenwart und Zukunft aus, denn vor allem ehemalige Mitarbeiter gaben Auskunft. Zuletzt ließ aufhorchen, dass die Hauptverantwortung für Siri von Eddy Cue zu Craig Federighi wechselte, Apple scheint Siri weniger als Feature zu begreifen, sondern mehr als Kern seiner Betriebssysteme.

Gegenrede : Apples Reaktion auf den Artikel von The Information ließ nicht lange auf sich warten. Zwar bestätigt der Konzern die Geschichte weder noch dementiert er sie, verweist aber auf aktuelle Entwicklungen und die Zukunft. "Wir haben signifikante Fortschritte in der Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit Siris erreicht und die jüngsten Technologien des maschinellen Lernens implementiert, um eine noch natürlichere Sprachkontrolle und proaktive Features zu erlangen," heißt es in einer Stellungnahme. Apple wolle weiter stark in künstliche Intelligenz investieren, um die Qualität der Antworten zu verbessern und die Bereiche zu erweitern, zu denen Siri Auskunft geben kann.

Crowded House: Die Apple Stors drohen Opfer ihres eigenen Erfolges zu werden, wie Business Insider berichtet. Überfüllte Läden, lange Wartezeiten auf einen Termin, mangelhafter Service - all das erinnere Kunden in den USA an die dort berüchtigte DMV, die Zulassungsbehörde für Kraftfahrzeuge. Manche Apple Stores seien aber noch schlimmer als diese und geradezu die "Hölle auf Erden". Bei Apple dürfte die Botschaft längst angekommen sein, Retail-Chefin Angela Ahrendts lässt die Läden seit geraumer Zeit umgestalten. Aber wo immer mehr Kunden Rat suchen oder eine Einkaufmöglichkeit wird es schwierig, wenn die Flächen begrenzt sind.

Gebrauchtware: Der am schnellstes wachsende Bereich im Smartphonemarkt ist laut Studien von Counterpoiut Research weder der des High End (wenig überraschend) noch der billiger Android-Smartphones, wie es Google gerne hätte. Sondern gewissermaßen einer dazwischen: Wiederaufbereitete (refurbished) iPhones, die Apple als Gebrauchtgeräte herausbringt. Denn hier treffen zwei Attraktionen aufeinander: Eine renommierte Marke und ein bezahlbarer Preis. Im Jahr 2017 sei der Markt für gebrauchte Smartphones um 13 Prozent auf 140 Millionen Geräte gewachsen, neue Smartphones legten nur um drei Prozent zu und Apples Verkäufe neuer iPhones praktisch gar nicht mehr. Apple konnte aber immerhin noch ein Umsatzwachstum dank der teuren iPhone 8/Plus und iPhone X erzielen, während Hersteller günstiger Telefone mit ihren geringen Margen unter dem Erfolg der Gebrauchtgeräte besonders litten.

Programmierer baut Face-ID-Algorithmus nach

Interessiert man sich für die Hintergründe von FaceID, ist ein neuer Beitrag auf Medium.com lesenswert. Aus Interesse für Apples Technologie Face ID hat der italienische Student Norman Di Palo die grundlegenden Funktionen nachgebaut und als Python-Projekt veröffentlicht. Da Apple nur wenig zu FaceID veröffentlicht hat, ist er dabei allerdings auf Vermutungen angewiesen. So hatte er keinen Zugriff auf Apples Software, er hat nur die Funktionen analysiert und nachgebildet. So vermutet er, Apple benutze beim erstmaligen Scannen der Gesichter ein sogenanntes „siamese-like convolutional neural network“, ein Konzept aus dem Bereich maschinelles Lernen. Für die Entwicklung nutzte er ein frei verfügbares Set an RGB-Depht-Gesichtsdaten und verwendete die Python-Library Keras, eine Open Source-Software. Das komplette Projekt ist auf Medium dokumentiert, die Softwarebeispiele sind auf Github veröffentlicht. Das Konzept von Di Palo zeigt, warum die Face ID nur wenige Versuche für die Erkennung braucht und wie das Feature ressorcensparend auf dem iPhone direkt funktionieren kann.

Kommentar: Noch ist der HomePod kein Kassenschlager - Schuld sind zwei Missverständnisse

In Deutschland ist der Homepod noch gar nicht verfügbar, schon melden erste Marktforscher miese Absatzzahlen. Für Apple ist es ja in der Tat eine Enttäuschung: In den Apple Stores in den USA und UK sind Homepods problemlos verfügbar und Schlange stehen muss niemand. Laut Quellen von Barclays soll Apple ja bisher gerade einmal sechs bis sieben Millionen Stück produziert haben. Kein Vergleich also zum Verkaufshit Air Pod. Bei der Markteinführung des Headsets mussten die Apple Stores den begehrten Ohrhörer ja rationieren und es kam zu langen Warteschlangen. Wird die Apple Neuheit etwa zum Misserfolg wie damals die Boombox?

Vielleicht liegt es ja an den mäßigen Testberichten. Fast alle Blogger, Youtuber und Journalisten kommen nach einem dicken Lob für die Tonqualität zu einem großen „Aber“ – und vergleichen ausführlich Siri mit Amazon und Alexa. Hier schneidet dann der Homepod eher mäßig ab, kann Apples spröde Assistentin doch nur begrenzt mit den beiden gut informierten Rivalinnen mithalten.

Hier liegt aber ein großes Missverständnis vor, das wohl noch einige Zeit nachwirken wird: Den Vergleich mit Alexa und Google Assistenten kann der Homepod nicht gewinnen, das war von Apple aber eigentlich nie so geplant. Er ist eher Loudspeaker als Smart Speaker: Der Homepod wurde ja konzipiert, lange bevor der Echo auf den Markt kam. Er ist als ein erstklassiger Lautsprecher entwickelt worden, der in vielen Wohnungen die alte Stereoanlage oder den rauschenden Bluetooth-Lautsprecher ablöst. Klanglich ist er nach unseren mehrwöchigen Hörtests in der Redaktion ja hervorragend und auch für Anwender interessant, denen die Faszination für einen geschwätzigen und neugierigen Cloud-Assistenten abgeht. Denn die beiden Rivalen wie Alexa und Google Assistant haben nach Angaben von unterschiedlichen Tester noch immense Probleme mit dem Datenschutz und lauschen nicht nur dann, wenn der Nutzer dies will. Für den technikaffine Early Adopter ist der Homepod aber vielleicht zu simpel – will man damit aber die nächsten fünf oder zehn Jahre täglich Musik hören, ist er die erste Wahl.

Was aber ebenfalls die Verkäufe hemmt: Der Homepod ist vor allem ein Lautsprecher für Apple-Music-Nutzer. Mit aktuell 38 Millionen zahlenden Abonnenten wächst der Dienst ja rasant, im Vergleich zu den potentiellen AirPod-Käufer mit iPhone ist aber die Zielgruppe doch noch vergleichsweise klein. Für Spotify-Fans ist ja trotz Airplay-Unterstützung ein Gerät von Sonos oder anderer Hersteller interessanter. Das kann sich aber in den nächsten Monaten und Jahren schnell ändern. Apple Music wächst rasant und mit jedem Abonnenten steigt auch die Zahl der möglichen Homepod-Nutzer – und umgekehrt. Was man ebenfalls nicht vergessen darf: Siri wird laufend weiterentwickelt und der Homepod erhält in der nächsten Zeit noch eine ganze Serie an Verbesserungen und neuen Funktionen – viele warten anscheinend ja lieber noch auf die angekündigt Stereo- und Multiroom-Unterstützung. Im Homepod steckt jedenfalls noch sehr viel Potential, wenn auch wohl eher die Hölle zufriert, als dass er eine native Spotify-Unterstützung bekommt.

Tipp: Interessiert an einem eigenen Apple-Lautsprecher? Aktuell verlosen wir einen nagelneuen, von uns aus England importierten Homepod. Hinweis: Es handelt sich natürlich nicht um ein Testgerät.

Vivo: Super HDR sorgt für bessere Smartphone-Fotos

Der chinesische Smartphone-Konzern Vivo hat mit dem Apex und dem X20 Plus UD in diesem Jahr bereits zwei neue Smartphone-Technologien vorgestellt, in dieser Woche folgt nun die dritte. Die neue Software-Plattform Super HDR setzt auf künstliche Intelligenz und soll bessere Smartphone-Fotos bei schwierigen Lichtverhältnissen ermöglichen.

Dieses Ziel setzt Super HDR über eine so genannte Belichtungsreihe um. Dabei nimmt die Kamera mehrere Fotos von ein und derselben Szene mit unterschiedlicher Belichtung – die von unter- bis hin zu überbelichtet reicht – auf. Während herkömmliche Kamera-Module im HDR-Modus in einer Belichtungsreihe etwa drei bis fünf Fotos schießen, nimmt die Vivo-Technik zwölf Bilder auf. Die Aufnahmen werden im Anschluss per Software zusammengerechnet und sollen natürlich aussehende Bilder ohne überzogenen HDR-Effekt liefern.

Der Vorteil gegenüber einer einzelnen Aufnahme: Bei schwierigen Lichtverhältnissen gehen Details in den Schatten und Lichtern gerade bei Smartphone-Kameras mit geringem Dynamikumfang unter. Die einzelnen Bilder einer Belichtungsreihe nehmen diese Details auf und „kitzeln“ sie im Anschluss beim Zusammenrechnen in der Vivo-Software wieder aus den Schatten und Lichtern heraus. Fotografiert der Smartphone-Nutzer beispielsweise gegen die Sonne, kann er in seinem Foto dank Super HDR nun trotzdem noch Details im Vordergrund erkennen.

Eine künstliche Intelligenz in der Vivo-Plattform soll außerdem erkennen, ob es sich beim gewünschten Foto um ein Portrait oder eine Landschaftsaufnahme handelt und die entsprechenden Einstellungen automatisch vornehmen. Wann Super HDR in den ersten Smartphones zu finden sein wird, ist noch nicht bekannt.

Amazon Kindle Oasis in neuer Farbvariante

Der Kindle Oasis E-Reader von Amazon wird ab dem 22. März auch in der Farbvariante Champagner Gold erhältlich sein. Das neue Modell wird ausschließlich mit 32 GB Speicher erhältlich sein und kann ab sofort für ab 259,99 Euro vorbestellt werden. An der Ausstattung selbst ändert sich seit der Einführung im Oktober 2017 nichts. Das neue Kindle Oasis verfügt über ein 7 Zoll großes Paperwhite-Display. Es ist damit das Modell mit dem größten Paperwhite-Display. Außerdem ist es das erste wasserfeste Kindle und damit wasserdicht gemäß IPX-8 (bis zu 2 Meter, 60 Minuten). Im Kindle Oasis ist Audible integriert, wodurch man Zugriff auf die gesamte Hörbuchbibliothek hat und sich die Bücher über Bluetooth-Lautsprecher und -Kopfhörer vorlesen lassen kann.

Die Akku-Laufzeit des Kindle Oasis gibt Amazon mit "Wochen" an. Über die Schnellladefunktion kann das Gerät in unter zwei Stunden über das mitgelieferte Ladegeräte und in unter drei Stunden über USB und einen PC komplett aufgeladen werden. Der 7-Zoll große Paperwhite-Bildschirm bietet eine Pixeldichte von 300 ppi, integriertes und verstellbares Frontlicht und eine 16-stufige Grauskala. Das Kindle Oasis ist 159 x 141 x 3,4-8,3 Millimeter groß und wiegt 194 Gramm. Es ist wahlweise mit 8 Gigabyte oder 32 Gigabyte Speicher erhältlich. Die Verbindung ins Internet zur Übertragung der eBooks und Hörbücher erfolgt über WLAN 802.11b, g oder n.

Das Kindle Oasis in der Farbe Grafit ist in den folgenden Varianten erhältlich: Mit 8 GB Speicher für 229,99 Euro, mit 32 Gigabyte Speicher für 259,99 Euro und mit 32 GB und Gratis 3G für 319 Euro.

Sicherheits-Updates für Flash Player und AIR

Adobes Beitrag zum Patch Day im März nimmt sich vergleichsweise bescheiden aus. Der Software-Hersteller hat zwar drei Security Bulletins veröffentlicht, in der Summe jedoch nur fünf Sicherheitslücken geschlossen. Zwei der Lücken betreffen den Flash Player und gelten als kritisch. Ein Angreifer könnte sie ausnutzen, um beliebigen Code einzuschleusen und auszuführen. Angriffe dieser Art sind derzeit noch nicht bekannt.

Der neue Flash Player 29.0.0.113 wird im Normalfall über eine automatische Update-Funktion verteilt. Bei Edge und dem Internet Explorer 11 (ab Windows 8.1) ist der Flash Player fest integriert und die neue Version kommt per Windows Update. Google Chrome aktualisiert den integrierten Flash Player ebenfalls selbst. Firefox-Nutzer unter Windows und macOS erhalten das Update über einen installierten Adobe-Dienst. Linux-Rechner werden durch die Distributoren mit Updates versorgt.

Mit dem neuen Flash Player 29 bringt Adobe auch eine neue Version seiner RIA-Plattform AIR , sie trägt die Versionsnummer 29.0.0.112. Für Android 4.0 und älter bietet Adobe die AIR Runtime ab sofort nicht mehr auf Google Play an.

In Dreamweaver CC bis einschließlich Version 18.0 steckt eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke (CVE-2018-4924). Sie erlaubt es einem Angreifer beliebigen Code einzuschleusen und auszuführen. In der neuen Version 18.1 hat Adobe die Schwachstelle beseitigt.

Adobe Connect bis Version 9.7 enthält zwei Schwachstellen, für die Adobe die zweithöchste Risikoeinstufung ausweist. Eine der Lücken kann es einem Angreifer ermöglichen beliebige Dateien zu löschen. Die zweite Lücke kann zur Offenlegung vertraulicher Informationen führen. In der neuen Version 9.7.5 hat der Hersteller diese Schwachstellen beseitigt.

Alle Adobe Security Bulletins des aktuellen Monats finden Sie auf dieser Seite des Herstellers.


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