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Morgenmagazin vom Donnerstag, 17. Januar 2019

17.01.2019 | 06:54 Uhr |

Apple verhandelt über Subventionen für Apple Watch mit Krankenversicherungen +++ Smart Battery Case passt auch aufs iPhone X +++ iPhone XR für 777€ bei Saturn – Billiger als bei Apple? +++ Youtube verbietet gefährliche Challenges und Pranks +++ Neuer Fire TV Stick mit Alexa-Sprachsteuerung +++ Nokia streicht fast jede siebte Stelle in Deutschland +++ Erster Spielfilm von Apple vereint Sofia Coppola und Bill Murray

17. Januar: Pizza con Spinaci e Gorgonzola

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Oder sollen wir sagen: Buongiorno? Wobei, Mamma Mia!, der Internationale Tag der italienischen Küche (IDIC), der von 2008 bis 2017 jeweils am 17. Januar begangen wurde und jeweils ein typisch italienisches Gericht in den Mittelpunkte stellte - zuletzt die Pizza - ist zum beweglichen Feiertag geworden. Schon letztes Jahr hatte die veranstaltende Organisation von italienischen Köchen nicht den Heiligen des Tages  und Schutzpatron der Haustiere und Metzger Sankt Antonius geehrt, sondern an dessen ersten Todestag am 19. März den Spitzenkoch Gualtiero Marchesi. In diesem Jahr gebührt Leonardi da Vinci die Ehre, dem IDIC den Anlass zu geben, an seinem 500sten Todestag am 2. Mai. Laut der Küchenchefs gehen viele nützliche Werkzeuge auf das Universalgenie der Renaissance zurück, etwa eine Knoblauchpresse, Pfeffermühlen, ein Flaschenöffner und gar eine Pastamaschine. Essen hält Leib und Seele zusammen, das ist aber eine Erkenntnis, die nicht nur die italienische Küche vermittelt. Kleine Begebenheit am Rande: Die Urheber hatten ihren Gedenktag erfunden, um die Authentizität der italienischen Küche als schützenswertes Gut zu vermitteln, oft  ist ja nicht Italien drin, wenn Italien draufsteht. Man denke da nur an amerikanische Pizzaketten. Dabei gibt es Italien erst seit gut 150 Jahren. Die Pizza stammt aus Neapel, das Costoletta alle Milanese, Essen des Jahres 2016, aus der Lombardei und zu da Vincis Zeiten waren Tomaten (aus Amerika) und Limonen (aus Asien) gerade erst auf dem Stiefel angekommen.

Den Spinat kennt man indes schon seit der Antike in Europa, in der italienischen Küche ist er bestens etabliert. Passt wunderbar zu Gorgonzola, aber auch zu frischem Fisch oder Teiggerichten. Für den Verzehr von Spinat braucht es an sich keine Rechtfertigung, wenn man das Gemüse nicht zu Matsch zerkocht, ist es immer gut zu haben. Dass Spinat besonders viel Eisen enthält, weswegen er vor allem an die in den Sechzigern und Siebzigern Geborenen fast zwangsweise verfüttert wurde, hat sich aber längst als Übertragungsfehler erwiesen: Es sind nur 3,5 und nicht 35 Milligramm pro 100 Gramm frischen Spinat.

Aber auch mit der zehnfachen Menge und dem tatsächlich recht üppig enthaltenen Nitrat, welches das Muskelwachstum fördert, wird der Spinat nicht zum Wundergemüse, das wie gallischer Zaubertrank übermenschliche Kräfte verleiht. Das kennt man nur aus der Comic-Verfilmung von Popeye, die eben zu jener Zeit entstand, als eine halbe Generation für den Spinat verdorben wurde und ihm seither überdrüssig ist. Der Seemann mit der Pfeife im Mund, dem zugekniffenen Auge und den extrem muskulösen Unterarmen hatte heute vor 90 Jahren seinen ersten Auftritt im Comic Thimble Theater der Zeitung New York Journal. Die ersten Worte des noch lange nicht Spinat schnabulierenden, aber schlagkräftigen Seebären: "Denken Sie, ich bin ein Cowboy?". Nein, ebenso wenig wie wir denken, dass ein in der Pfanne gebratener Teigfladen eine Pizza ist. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag:

Hilfsgerät : Die Apple Watch ist zweifellos nützlich für die Gesundheit, misst sie zuverlässig den Puls, dient als Notrufgerät und erkennt in der aktuellen Fassung Series 4 auch Stürze und kann EKGs erstellen. Geschichten über lebensrettende Uhren aus Cupertino könnten noch mehr durch den Blätterwaldrauschen, wenn es Apple gelänge, mehr seiner Geräte gerade an Risikogruppen wie Senioren zu verkaufen. Nur ist die Uhr etwas teuer, in den USA kostet das günstigste ältere Modell schon 279 US-Dollar und die billigste Series 4 300 US-Dollar - können sich gerade Rentner mit angeschlagener Gesundheit nicht immer leisten. Laut CNBC spricht Apple derzeit mit privaten Krankenversicherungen über Subventionen. Eine Apple Watch Series 3 oder 4 zum vergünstigten Preis im Paket zur Versicherung könnte für alle Beteiligten lukrativ sein: Für Patienten, ihre nicht mehr so häufig zur Kasse gebetenen Versicherungen und vor allem für den Hersteller. Und auch noch für Autoren von Geschichten  der Art "So hat mir die Apple Watch das Leben gerettet."

Weniger Neueinstellungen: In Folge der Umsatzwarnung für das Dezemberquartal werde Apple auch Konsequenzen bei seinem Personal ziehen. Dabei ist weder ein Einstellungstop noch ein Personalabbau geplant, in einigen Bereichen werde man aber Neueinstellungen zurückfahren. Dies berichtet Bloomberg unter Bezug auf Apple interne Quellen, Tim Cook soll die reduzierten Aktivitäten beim Heuern auf einer Versammlung angekündigt haben, auf der er den Mitarbeitern die Nachricht vom mauen Geschäft im ersten Quartal 2018/19 überbrachte. Noch müsse man genau identifizieren, welche Abteilungen betroffen sei, Schlüsselprojekte wie Künstliche Intelligenz sind nicht dabei und werden weiter neue Mitarbeiter suchen und einstellen. Apple wollte den Bericht nicht kommentieren. Laut Bloomberg hat Apple im letzten Jahr 9000 Neueinstellungen vorgenommen und seine Mitarbeiterzahl auf 132.000 erhöht. Das Personalwachstum sei aber in den letzten Jahren etwas abgeflacht.

Aus zwei Richtungen: Jason Snell denkt in seiner jüngsten Kolumne "More Color" auf Macworld darüber nach, wie Apple das für diesen Herbst avisierte Update von macOS noch ein Stück weiter in Richtung iOS entwickeln könnte. Es geht hier zwar um keine Verschmelzung von iOS und macOS, aber schon seit geraumer Zeit scheint Apple die beiden Systemwelten aus zwei Richtungen aufeinander zu bewegen zu lassen, um möglichst viel von der Nutzererfahrung zu vereinheitlichen. Heuer könnte ein bedeutender Schritt anstehen, Snell schlägt dafür sogar eine neue Nomenklatur vor: macOS 13. Der Mojave-nachfolger hieße demnach nicht macOS 10.15 und brächte etwa das Kontrollzentrum von iOS auf den Mac, als solche würde es die Menüleistensymbole rechts oben ersetzen können. Generell vermutet Snell, dass Apple das Mac-System für die Benutzung von (Magic) Trackpad optimieren würde, die Maus käme im Fallback zum Einsatz. Touch für den Mac wäre allenfalls eine Zusatzoption, Apple würde kaum die Bedienung per Berührung des Bildschirms zwingend voraussetzen.

Mit Abstrichen: Das neue Smart Battery Case ist laut Apple kompatibel mit dem iPhone XS, es gibt auch Varianten für iPhone XS Max und XR. Nirgendwo auf Apples Website steht geschrieben, dass es auch zum iPhone X passt, aber auch nicht das Gegenteil. Für Apple ist das Modell von 2017 offenbar Geschichte, ersetzt vom Nachfolger. Die Maße der beiden Smartphones sind nicht identisch, das haben schon Anwender gespürt, die eine für das iPhone X gedachte Hülle auf das iPhone XS aufgezogen hatten - vor allem bei der Kamera passt es nicht. Abstriche muss man auch machen, will man den Buckelwal 2.0 mit dem iPhone X nutzen - in zweierlei Hinsicht. Immer wieder ist auf dem Bildschirm des Smartphones vom letzten Jahr eine Fehlermeldung zu sehen, die besagt, dass das Zubehör nicht passe - tippt man sie weg, funktioniert alles recht ordentlich. Die Geometrie der Hülle macht bei den Aussparungen für Mikrofon und Lautsprecher ein wenig zu schaffen, noch gibt es aber keine Berichte, dass dadurch die Telefonie gestört wäre. Aber wer nutzt sein iPhone schon zum Telefonieren?

Services: In China mag zuletzt das Geschäft mit iPhones schleppend verlaufen sein, mit den Bestandskunden hat Apple aber ordentlich Geld verdient. Wie Zahlen der Analysten von App Annie belegen, entfielen auf chinesische fast 50 Prozent der weltweiten App-Downloads, der Download-Counter steht jetzt bei 194 Milliarden. Aus China kamen auch 40 Prozent der App-Käufe, heißt es im Report "State of Mobile". Insgesamt haben weltweit im letzten Jahr Anwender 101 Milliarden US-Dollar für Apps oder Inhalte ausgegeben, gegenüber dem Jahr 2016 bedeutet das einen Zuwachs von 75 Prozent. Mit weitem Abstand sind Spiele bei den Käufen die wichtigste Kategorie, 74 Prozent der Umsätze entfallen darauf - meist handelt es sich um In-App-Käufe.

iPhone XR für 777€ bei Saturn – Billiger als bei Apple?

Es klingt wie ein gutes Geschäft: Gibt man beim Kauf im Apple Store ein altes iPhone zurück, erhält man dank der Apple-Aktion Give-Back ein aktuelles Modell günstiger: So wirbt Apple im deutschen Apple Store mit einem iPhone XR für 579 Euro, dem iPhone X für 879 Euro. Auf den ersten Blick kann da sogar Saturn mit seinen aktuellen Angeboten nicht mithalten: Hier gibt es das iPhone XR ab 777 Euro , mit 128 GB für 875 Euro.

Bei einem näheren Blick ist Apples Angebot aber weniger großzügig. So gewährt Apple dem XR-Käufer den vergünstigten Preis von 579 Euro nur, wenn man ein relativ wertvolles iPhone abgibt – etwa ein iPhone 7. Hier stellt sich die Frage, ob man dieses bei Ebay oder einem Aufkauf-Dienst wie Rebuy nicht zu einem höheren Preis losschlagen könnte?

Wir spielen die Optionen mit einem alten iPhone 6S mit 16 GB durch – das iPhone ist nicht mehr viel wert, aber mit iOS 12 völlig gebrauchstüchtig. Im Apple Store erhält man dafür aber enttäuschend wenig Geld: Der Laden des Herstellers übernimmt den Ankauf nicht selber, sondern leitet den Interessenten an den bekannten Verwerter Brightstar weiter, der für Apple Ankauf und Verwertung übernimmt. Enttäuschend: Für unser iPhone 6S würden wir hier nur noch 65 Euro bekommen: Das iPhone XR würde für uns folglich immer noch 784 Euro kosten.

Es gibt nämlich einen großen Unterschied zwischen dem deutschen Give-Back-Programm und dem in den USA. Zu unserer Enttäuschung würden wir im amerikanischen Apple Store für unser iPhone 6S einen Rabatt von glatten 200 US-Dollar erhalten – und müssten für ein iPhone XR nur 549 US-Dollar zahlen. Beim Start des Programms im Dezember hatten wir anfangs noch gehofft, Apple würde diese hohen Rabatte auch in Deutschland gewähren. Offensichtlich hat Brightstar aber zumindest seine Angebote etwas erhöht, im Dezember wollte uns der Dienst für unser iPhone 6S noch keinen einzigen Cent zahlen.

Im Saturn gibt es das iPhone XR aktuell für 777 Euro , zusätzlich kooperiert Saturn aber mit dem Aufkauf-Dienst Flip4New. Auch hier kann man ein iPhone 6S abliefern und erhält auf Wunsch einen Saturn-Gutschein über den Aufkaufpreis. Allerdings ist Flip4New etwas weniger spendabel: Für unser iPhone 6S will der Aufkäufer nur 50,63 Euro zahlen. Immerhin könnten wir dann aber das iPhone XR für knapp 727 Euro kaufen.

Der Ankaufspreis erscheint uns aber sowohl bei Saturn als auch Apple recht niedrig, so alt ist unser iPhone ja nun auch wieder nicht. Einen günstigeren Preis würden wir bei einem Verkauf über Ebay erhalten, aktuell sind hier Preise zwischen 100 bis 180 Euro erzielbar. Es gibt zu einer eigenen Aktion außerdem komfortablere Alternativen wie Rebuy und Wirkaufens , die iPhones gegen einen Festpreis aufkaufen. Beide zahlen deutlich mehr als Brightstar und Flip4New: Bei Rebuy erhalten wir für unser altes iPhone aktuell noch 151 Euro, bei Wirkaufens sogar 169 Euro. Eine direkte Verrechnung mit dem Kaufpreis ist dann zwar nicht möglich, dafür müssten wir für unser iPhone XR nur noch 608 Euro aufbringen.

Leider ist Apples Give Back-Programm für deutsche Kunden wenig empfehlenswert – die Ankaufspreise sind einfach zu niedrig. Ein  Verkauf per Ebay oder einen Ankauf-Dienst ist meist die sinnvollere Lösung.

Youtube verbietet gefährliche Challenges und Pranks

Youtube verschärft die Regeln für das Einstellen von Videos sowie damit verbundenen Thumbnails, Postings, Kommentaren, Links und Chats. Dabei geht es um drei Bereiche, wie Youtube hier klarstellt.  

1. Thumbnails dürfen zum Beispiel keine Pornografie oder Gewalt zeigen. Bei mehreren Verstößen streicht Youtube das Recht auf Custom Thumbnails. Und Youtube-Nutzer, die deswegen drei Strafen/Verwarnungen innerhalb von 90 Tagen bekommen, müssen damit rechnen, dass Youtube ihr Konto sperrt.

2. Links auf externe Webseiten, die Inhalte wie Pornografie, Malware oder Spam enthalten, sind verboten. Youtube-Nutzer, die deswegen drei Strafen innerhalb von 90 Tagen bekommen, müssen mit einer Sperre des Youtube-Accounts rechnen.

3. Youtube verbietet ausdrücklich Challenges oder Streiche, die gefährlich sind und zu ernsten Schäden oder Verletzungen oder sogar zum Tod führen können. Ebenso untersagt Youtube Streiche, die beim Betrachter den Eindruck hervorrufen sollen, dass er in ernster Gefahr sei. Außerdem sind Scherze untersagt, die Kinder schwerer emotionaler Belastung aussetzen.

Youtube überwacht die Einhaltung seiner Vorgaben mit Hilfe von Algorithmen, die alle Inhalte überprüfen, und setzt zusätzlich Menschen ein, die zweifelhafte Inhalte gegenchecken. Inhalte, die gegen die Vorgaben von Youtube verstoßen, werden entfernt.

Youtube räumt allen Nutzern eine zweimonatige Übergangsfrist ein, innerhalb derer jeder seine Inhalte daraufhin überprüfen kann, ob sie den Youtube-Richtlinien entsprechen. Youtube entfernt während dieser Übergangszeit zwar Inhalte, die gegen die Vorgaben verstoßen, spricht gegen die betroffenen Accounts aber noch keine Verwarnung aus. Content, der gegen die Vorgaben verstößt, aber bereits vor deren Inkrafttreten auf Youtube veröffentlicht wurde, wird zwar entfernt. Doch führt das nicht zu einer Verwarnung.

In den letzten Jahren sind auf Youtube immer wieder Videos mit fragwürdigen und gefährlichen Challenges erschienen: Der Tide Pod Challenge oder der Fire Challenge oder eine Variante des In-My-Feelings-Challenge sind Beispiel für solch haarsträubende "Mutproben".

Jüngstes Beispiel für solch einen gefährlich-dämlichen Challenge war der Bird Box Challenge, bei dem eine Jugendliche einen schweren Autounfall verursachte. Die Bird Box Challenge geht allerdings auf einen Netflix-Film zurück und nicht auf Youtube.

Neuer Fire TV Stick mit Alexa-Sprachsteuerung

Am 23. Januar will der Online-Versandhändler eine neue Version des Fire TV Stick in Deutschland und Österreich veröffentlichen. Die größte Neuerung steckt schon im Namen „Fire TV Stick mit der neuen Alexa-Sprachfernbedienung“. Durch die Anbindung an Alexa und einen Knopf für Sprachbefehle lässt sich die Lautstärke von TV, Soundbar oder Receiver per Sprachbefehl ändern. Auch Inhalte von Prime Video, Netflix, ARD, ZDF, ProSieben, DAZN oder waipu.tv können per Zuruf gestartet werden. Außerdem bietet der Stick 8 GB internen Speicher für Apps und Spiele. Amazon verbaut im neuen Fire TV Stick den Vierkern-Prozessor MediaTek Quad-Core mit 1,3 GHz. Diesem steht 1 GB Arbeitsspeicher zur Seite. 

Der Anschluss ist wie gewohnt sehr einfach: Der Fire TV Stick wandert einfach an die Rückseite des TV, wo er mit einem HDMI-Eingang und einer USB-Stromversorgung verbunden wird. Danach erscheint auf dem jeweiligen Kanal die Oberfläche des Sticks. Die Verbindung zum Internet erfolgt über WLAN oder einen optionalen Ethernet-Adapter von Amazon. Durch die Anbindung an Alexa dürfte die Bedienung des Fire TV Stick noch einfacher werden. Der Fire TV Stick mit Alexa-Sprachfernbedienung kann schon jetzt für 39,99 Euro vorbestellt werden. Für 59,99 Euro erhalten anspruchsvolle Nutzer die 4K-Version, die auch HDR- und Ultra-HD-Inhalte auf den Bildschirm bringt. Die Auslieferung soll am 23. Januar 2019 erfolgen.

Fire TV Stick mit der neuen Alexa-Sprachfernbedienung bei Amazon anschauen

Nokia streicht fast jede siebte Stelle in Deutschland

Das finnische Unternehmen Nokia baut laut einem Bericht von Reuters weltweit Stellen ab. In Deutschland soll fast jede siebte Stelle wegfallen: 520 von 3500 Nokia-Arbeitsplätzen werden demnach in Deutschland gestrichen. Wobei Nokia Deutschland am 31.12.2017 sogar noch 3800 Mitarbeiter hatte; seitdem sind also ohnehin schon einige Stellen weggefallen.

Der Stellenabbau soll „alle Standorte, Funktionen sowie Geschäftsbereiche“ betreffen, wie Reuters meldet. Nokia ist in Deutschland an folgenden Standorten vertreten: Berlin, Mannheim, München, Bonn, Düsseldorf, Nürnberg, Hannover, Hamburg, Stuttgart, Leipzig, Ulm und Unterschleißheim bei München.

Nokia will mit dem Stellenabbau seine „langfristige Wettbewerbsfähigkeit“ sichern. Die Konkurrenz in dem Sektor sei sehr hart, so Nokia. Bereits im Oktober 2018 hatte Nokia angekündigt, dass es seine Kosten bis zum Jahr 2020 jährlich um rund 700 Millionen Euro reduzieren wolle.

Falls Sie jetzt bei Nokia an die wiederbelebte Smartphone-Marke denken: Fehlanzeige. Nokia, zu dem ursprünglich auch die Mobiltelefon-Sparte gehörte, ist seit dem Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft weltweit nur noch als Netzwerkausrüster tätig. Nokia hofft - wie auch andere Netzwerk- und Telekommunikationsspezialisten - auf den Aufbau von 5G-Mobilfunknetzen in Deutschland. Und auf die damit verbundenen Aufträge.

Die von Nokia übernommene Handy-Sparte, die einst den Weltmarkt dominierte, fuhr Microsoft gegen die Wand. Vor einigen Jahren haben einige Investoren die Handy-Marke wiederbelebt. Die Firma heißt jetzt HMD Global und verkauft Nokia-Smartphones mit Android-Betriebssystem sowie klassische Handys (neudeutsch: Feature Phone), teilweise im Retro-Look. Doch damit hat der Netzwerkausrüster Nokia, der jetzt Stellen abbaut, nichts zu tun.

Erster Spielfilm von Apple vereint Sofia Coppola und Bill Murray

Apple will in Kooperation mit dem Indie-Studio A24 eine Reihe von Spielfilmen und Serien produzieren, um seinen Streaming-Service attraktiver zu machen. A24 zeichnete unter anderem für das Coming-of-Age-Drama "Lady Bird" und den beklemmenden Horror-Schocker "Hereditary" verantwortlich.

In dieser Woche wurden erste Details zur ersten Studio-Produktion von A24 für Apple bekannt. "On the Rocks" erzählt die Geschichte einer jungen Mutter, die in New York City versucht, die Beziehung zu ihrem Playboy-Vater zu kitten. Bereits im Frühling sollen die Dreharbeiten beginnen. "On the Rocks" bringt 16 Jahre nach dem Indie-Hit "Lost in Translation" Regisseurin Sofia Coppola und Ghostbusters-Darsteller Bill Murray wieder zusammen.

Sofia Coppola – Tochter von Regisseur Francis Ford Coppola – schlägt in ihren einfühlsamen Filmen meist leise Töne an. Für "Lost in Translation" gewann sie den Oscar für das beste Drehbuch. Murray, für den "Lost in Translation" einen Wandel hin zu ernsteren Rollen darstellte, bescherte die junge Regisseurin seine erste Oscar-Nominierung. In "On the Rocks" steht dem 68-Jährigen Rashida Jones als entfremdete Tochter zur Seite. Jones machte sich unter anderem mit der TV-Serie "Parks and Recreation" und dem Drama "The Social Network" einen Namen.

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