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Morgenmagazin vom Donnerstag, 25. Januar 2018

25.01.2018 | 06:53 Uhr |

Milliardenstrafe gegen Qualcomm +++ Fünf Chancen und fünf Risiken für den HomePod +++ Apple heuert verstärkt Designer +++ 50 Cent: Rapper verdiente 700 Bitcoin mit 2014er-Album +++ Vivo bringt erstes Smartphone mit Fingerprint-Sensor im Display +++ Amazon erhöht Prime-Preise in den USA +++ Nach der Akku-Panne: Ältere iPhones brauchen iOS Light

25. Januar: Übernahme und Übergabe

Wir wünschen allseits Guten Morgen! In diesen Zeiten werfen Analysten, Finanzexperten und andere Wahrsager immer mal wieder Namen in den Ring. Namen von Firmen, die Apple aufkaufen könnte oder zumindest einen entscheidenden Teil daran. Jetzt, wo Apple mehr als 200 Milliarden US-Dollar in den USA flüssig hat, könnte eine spektakuläre Übernahme natürlich jederzeit passieren. Wenn es Sinn ergibt und Umsätze wie Gewinne für die Zukunft verspricht, warum sollte Apple dann nicht nur eine kleinere Firma kaufen? Zumal sich die ausgesuchten Unternehmen ja kaum wehren könnten, kaufte Apple einfach alle in Umlauf befindlichen Aktien auf. Netflix, so wird gemunkelt, könnte trotz eines Börsenwertes von 93 Milliarden US-Dollar ein Übernahmekandidat sein.

Eigentlich ist es gar nicht so lange her, da war Apple selbst ein Übernahmekandidat und Spekulationen rankten sich darum, wer denn nun in Apple investieren oder gleich den kompletten Laden übernehmen könnte. Am 25. Januar 1996 etwa kursierte laut Cult of Ma c mal wieder der Name von Sun Microsystems in ein einschlägigen Gerüchteküchen: Die Firma von Scott McNealy, spezialisiert auf Workstations und Server und zudem Erfinder von Java, könnte den angeschlagenen Mac-Hersteller für eine Handvoll Dollar kaufen. So etwa für 5 bis 6 US-Dollar pro Aktie, was insgesamt knapp unter vier Milliarden US-Dollar ausgemacht hätte.

Dass Apple und Sun Ende der Neunziger längere Zeit über eine mögliche Fusion oder Übernahme sprachen, entspricht den Tatsachen. Nur war Anfang 1996 die Sache wohl vom Tisch und Apple auf der Suche nach einem kleineren Partner, dessen Technologie den Mac retten würde - die Wahl fiel am Ende jenes Jahres schließlich auf Steve Jobs' neue Firma Next.

Cult of Mac beruft sich vermutlich auf das in der Tat am 25. Januar 1996 in der New York Times veröffentlichte Zitat eines Forrester-Analysten: "Ob sie nun alleine bleiben oder übernommen werden, Apple wie wir es kennen, ist ausgelaugt. Es ist so klassisch. Es ist so traurig." In jener Zeit vor der Rückkehr von Steve Jobs kursierten Ansichten wie diese in großer Zahl. Auch nicht schlecht, das TIME-Magazine im Februar 1996: "Apple ist ein chaotischer Haufen ohne eine strategische Vision und mit Sicherheit ohne Zukunft." So kann man sich täuschen.

22 Jahre später ist nicht Apple Technikgeschichte, sondern Sun Microsoystems. Deren Geschäftsmodell hatte sich irgendwann überholt, das Unternehmen wurde im Jahr 2009 von Oracle geschluckt, als Apple mit dem iPhone zu seinem Höhenflug ansetzte. Interessanter Nebenaspekt: Im ehemaligen Sun-Hauptquartier ist nun Facebook untergebracht. Wer weiß, wer in 22 Jahren dort residiert. Apples neuer Campus, der mehr gekostet hat, als das gesamte Unternehmen Sun vor 22 Jahren angeblich wert war, könnte aber auch 2040 durchaus noch von Apple bewohnt werden. Entweder das, oder dieser Text landet mal in einer Neuauflage der größten Fehleinschätzungen der Technikgeschichte. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag

Chancen und Risiken: Der HomePod ist ab morgen vorbestellbar, in USA, UK und Australien. Apple richtet das Produkt vor allem gegen die Konkurrenz von Amazon. Kann der schlaue Lautsprecher aus Cupertino mit Siri aber Alexa auf dem Echo schlagen? Unserer Kollegen der Macworld haben fünf Gründe dafür gefunden, dass das passiert - aber auch fünf dagegen. Auf der Habenseite steht vor allem der Sound, der deutlich besser sein dürfte als beim Echo. Dafür benötigt es auch Inhalte, die bietet Apple Music, Siri soll als individuelle Geschmackspolizei aus dem Riesenangebot auf Kommando immer die passendsten Songs finden. Aber auch abseits der Musik könnte Apple punkten. So hat der HomePod direkten Zugriff auf die Notizen-App. Notizen erstellen funktioniert bei Alexa nur mit mehr oder weniger guten Skills, bei Google Home, der anderen direkten Konkurrenz, nur über IFTTT. Zuletzt ist auch die Frage nach Privatsphäre wichtig, hier hat Apple den vertrauenswürdigeren Ansatz. Apple will Siri besser machen und nicht beliebig viele Daten über den Nutzer sammeln. Apple könnte aber auf der anderen Seite Schwierigkeiten bekommen, da Amazon und Google mit einem deutlichen Vorsprung ins Rennen gehen, für beide Lösungen gibt es schon eine Vielzahl von Skills und Actions. Die Einschränkung auf Apple Music könnte auch ein Problem sein, denn die Konkurrenz lässt auch die Nutzung vieler anderer Dienste zu und mit dem HomePod kann man ohne Abo lediglich Beats One und Podcasts hören. Multiroom-Audio fehlt dem HomePod zu Beginn auch noch Apple will das erst im Sommer nachliefern. Wer nun für sein schlaues Gerät auch ein Display wünscht, ist bei Apple fehl am Platz und muss etwa zum Amazon Spot oder Show greifen - dabei könnte Apple den HomePod theoretisch ja auch mit dem Apple TV koppeln. Der Preis von 350 US-Dollar schließlich ist auch ein stolzer und für den Erfolg des HomePod ein hohe Hürde.

Strafe: Die EU-Kommission hat nun die Höhe der Strafe gegen den Chip-Hersteller Qualcomm festgelegt und fordert 997 Millionen Euro oder 1,2 Milliarden US-Dollar wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht von dem Konzern. Dabei bleibt die EU deutlich unter der Höchststrafe, die doppelt so hoch hätte ausfallen können. Wie die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager
 begründet, habe Qualcomm Milliarden von US-Dollar an Apple bezahlt, damit der iPhone-Hersteller exklusiv seine Chips für LTE-Funk bei Qualcomm kaufe und nicht bei der Konkurrenz von Intel. Diese Zahlungen seien nicht in Form von Preisnachlässen geflossen, sondern direkt. Die Vereinbarung ist nun nicht mehr in Kraft und schon spürt Qualcomm die Auswirkungen der Konkurrenz. Das Unternehmen hat Berufung gegen das Urteil angekündigt. In den USA ist eine Klage Apples anhängig, die Qualcomm vorwirft, Chips nur dann zu liefern, wenn ein Exklusivvereinbarung abgeschlossen ist. Qualcomm habe zudem seine Lizenzgebühren am Verkaufspreis des iPhones ausgerichtet und für Modelle mit mehr Speicher entsprechend mehr verlangt - bei identischen angelieferten Komponenten. Apple will von Qualcomm daher eine Milliarde US-Dollar zurück, der Prozess dauert an. Auch die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat Untersuchungen gegen Qualcomm angestrengt, das sich ebenso in Asien vor den Behörden verantworten muss.

Auffällig : Nach Analysen der Website Thinknum, die unter anderem Apples Job-Angebote auswertet, heuert Apple in letzter Zeit verstärkt Designer an. Vor allem seit dem letzten Oktober ist die Zahl der Arbeitsplätze für Gestalter signifikant angestiegen. Dies könne einerseits bedeuten, dass Apple an neuen Produktkategorien arbeite und deshalb einen höheren Bedarf habe oder wieder mehr Wert auf Design der bestehenden Linien setze.

Weiter geht es: Kaum hat Apple Anfang dieser Woche das Update auf macOS 10.13 veröffentlicht, kommt auch schon die erste Beta der nächsten Version. Seit gestern Abend können Entwickler macOS 10.14 Beta 1 auf ihre dafür vorgesehenen Testgeräte installieren. Auffällig ist ein neues Fenster, das Apples Ansätze zum Schutz der Privatsphäre erklärt. Zudem warnt das System nun auch vor 32-Bit-Apps, die zwar unter High Sierra noch starten, das aber wohl schon in macOS 10.14 nicht mehr werden. Während Apple den Namen seines E-Book-Readers iBooks in iOS 11.3 in Books verkürzt hat, bleibt zumindest in der ersten Beta von macOS 10.13.4 der Name iBooks bestehen. Mit einer Version für den Public Beta Test ist heute im Laufe des Tages zu rechnen.

Weitere Nachrichten:

50 Cent: Rapper verdiente 700 Bitcoin mit 2014er-Album

Auf Instagram hat der US-Rapper 50 Cent einen Bericht des US-Klatschportals TMZ bestätigt. Dieses hatte berichtet, dass 50 Cent im Jahr 2014 clever genug gewesen sei, sein damals neues Album "Animal Ambition" auch für Bitcoin zu verkaufen. Er sei der erste Musiker gewesen, der sich mit Kryptowährung für seine Arbeit bezahlen ließ. "Nicht schlecht für ein Kind der South Side. Ich bin so stolz auf mich. LOL", schreibt 50 Cent in seiner Instagram-Mitteilung.

Dem Bericht zufolge brachte das Album "Animal Ambition" insgesamt 700 Bitcoin ein, die damals einen Wert von etwa 400.000 US-Dollar gehabt haben. 50 Cent tauschte die Bitcoin allerdings nicht um, sondern ließ sie in seiner Bitcoin-Wallet. Nachdem der Bitcoin-Kurs in den vergangenen Monat stark anstieg (und zuletzt wieder fiel ), sind die 700 Bitcoin beim aktuellen Stand von etwa 11.000 US-Dollar pro Bitcoin etwa 7,7 Millionen US-Dollar wert. "Animal Ambition" ist das bisher letzte Studioalblum von 50 Cent, welches sich laut Wikipedia weltweit nur 250.000 Mal verkaufte, während die Vorgängeralben deutlich erfolgreicher waren und sich viele Millionen Male verkauften.

Vivo bringt erstes Smartphone mit Fingerprint-Sensor im Display

Der chinesische Hersteller Vivo hat nun offiziell das Smartphone Vivo X20 Plus angekündigt, bei dem die kürzlich auf der CES vorgestellte "Fingerprint-Sensor im Display"-Technik zum Einsatz kommt (siehe Meldung weiter unten). Es ist damit das weltweit erste Smartphone, welches über einen im Bildschirm integrierten Fingerabdruck-Sensor verfügt. Beim Gerät selbst handelt es sich, der Name verrät es schon, um eine aufgepeppte Version des Vivo X20, bei dem sich der Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite befindet.

Das Vivo X20 Plus verfügt über ein 6,3 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2.160 x 1080 Pixeln und im 18:9-Format. Zur weiteren Ausstattung gehören der Snapdragon 635 Prozessor, eine duale 12-Megapixel-Kamera und ein 3.900-mAh-Akku. Bisher kann das Smartphone nur in China vorbestellt werden und wird demnächst ausgeliefert. Ob und wann das Gerät auch hierzulande erhältlich sein wird, ist nicht bekannt.

Amazon erhöht Prime-Preise in den USA

Amazon erhöht die Preise für die monatliche Prime-Mitgliedschaft in den USA, wie der US-Konzern hier mitteilt. Demnach kostet in den USA die monatliche Prime-Mitgliedschaft seit dem 19. Januar 2018 für Neu-Mitglieder 12,99 Dollar statt wie bisher 10,99 Dollar. Der ermäßigte monatliche Prime-Preis für Studenten steigt ebenfalls und zwar von 5,49 Dollar auf 6,49 Dollar. Auch diese Preiserhöhung gilt seit dem 19. Januar 2018 nur für Neu-Kunden.

Doch die Bestandskunden kommen nicht ungeschoren davon, sie haben nur eine etwas längere Galgenfrist. Ab dem 18. Februar 2018 kosten sowohl das monatliche Prime-Angebot als auch das monatliche Prime-Angebot für Studenten die neuen oben stehenden Preise, sobald der Kunden sein Prime-Abo um einen weiteren Monat verlängert.

Für das jährliche Prime-Angebot bleiben die Preise dagegen unverändert. Prime kostet in den Vereinigten Staaten für ein Jahr 99 Dollar beziehungsweise 49 Dollar für Studenten.

Für Deutschland hat Amazon noch keine Preiserhöhung angekündigt. In der Vergangenheit hat Amazon die Preise für Prime aber auch in Deutschland erhöht: So stieg der Preis im Februar 2017 von 49 Euro auf 69 Euro für Neukunden, im Juli betraf diese Preiserhöhung dann auch Bestandskunden. Mitunter ändert Amazon aber auch die Gebühr und die Bestellgrenze für Gratis-Lieferung im Rahmen von Prime Now beziehungsweise kürzt auch mal etwas die Leistungen von Prime.

Aktuell kostet die monatliche Prime-Nutzung 7,99 Euro pro Monat. Das Prime-Jahres-Angebot schlägt mit 69 Euro pro Jahr zu Buche.
Prime bietet kostenlosen Versand, kostenlose Same-Day-Lieferung in ausgewählten Metropolregionen, Prime Music mit zwei Millionen Liedern und Bundesliga-Übertragung (nicht zu verwechseln mit Music Unlimited, für das Prime-Mitglieder entweder 7,99 Euro pro Monat oder 79 Euro pro Jahr zusätzlich bezahlen müssen), Prime Video, Prime Photos und eBooks. Wir stellen Amazon Prime hier ausführlich vor und sagen, ob sich das Angebot für Sie lohnt.

Nach der Akku-Panne: Ältere iPhones brauchen iOS Light

Mittlerweile haben sich die Wellen um die Akku-Panne in den iPhones ab der sechsten Generation gelegt: Apple hat eine Entschuldigung veröffentlicht, was die erste öffentliche Entschuldigung seit dem misslungenen Karten-Update im Jahr 2012 war. Gleich danach gab es weltweite Rabatte auf den Batterie-Tausch, bis Ende 2018 kostet ein neuer Akku inklusive Einbau 29 Euro. Und heute bringt Apple eine Vorschau auf iOS 11.3 – die neue Version wird eine Akku-Verwaltung bringen und den Nutzer benachrichtigen, wenn der Akku gewartet werden soll. Alles gut also?

Nun, es ist zwar völlig richtig, dass Lithium-Ionen-Akkus altern. Dabei lässt ihre Fähigkeit nach, ganz schnell viel Energie zu liefern, wenn CPU und folglich das System sie benötigen. Wenn eine solche (alte, kalte oder niedrig geladene) Batterie Strom für komplexe Prozesse liefern soll, fällt dabei die Spannung. Eine Mindestspannung wird jedoch für die Basis-Komponente des iPhones wie Speicher, Stromkreise und Batterie selbst benötigt. Damit sie nicht beschädigt werden, schaltet sich das System vorsichtshalber ab, wenn es merkt, dass die Mindestspannung auf ein gefährlich niedriges Niveau fällt. So weit, so kompliziert . Dieser Ausflug in die technischen Support-Dokumente von Apple ist jedoch notwendig um zu verstehen, dass nicht nur der Akku ein Problem ist, sondern auch das Betriebssystem selbst, also iOS. Denn für irgendetwas wird ja die Akku-Energie ja benötigt...

Hier muss man beachten, dass die AX-Chips von Apple einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht haben. Nicht umsonst hat Phil Schiller auf der Bühne des Steve Jobs Theater im September 2017 betont, der A11 Bionic Chip erreiche bereits das Leistungs-Niveau eines Laptops, unabhängige Benchmarks, auch unser Test, bestätigen dies. Logischerweise wollen die Software-Entwickler bei Apple diese Möglichkeiten komplett ausschöpfen, so ist ARKit für erweiterte Realität entstanden, unterschiedliche Prozesse laufen im Hintergrund und liefern Daten für bessere Fotosuche, smarte Emoji-Vorschläge, Gesichtserkennung und vieles mehr. Dabei aber wird offensichtlich, das ein leistungsfähiges System für leistungsfähige Chips sich nicht so richtig mit älteren Chips bzw. Geräten verträgt. In unserem Vergleichsvideo wollten wir herausfinden, wie schnell das gleiche iOS auf unterschiedlichen Geräten ist. Für sechs identische Aufgaben braucht ein iPhone 6 33 Sekunden, ein iPhone SE rund 28 Sekunden, ein iPhone X rund 20 Sekunden.

Zwar ist das Ergebnis wenig verwunderlich, hat doch das iPhone 6 mit dem A8 Chip zwei Kerne mit der Taktung von 1,4 GHz und ein Gigabyte Arbeisspeicher, ein iPhone SE dagegen – A9 Chip mit zwei Kernen und der 1,85 GHz Taktung und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, ein iPhone X – A11 Bionic mit sechs Kernen, bis zu 2,39 GHz Taktung und 3 GB RAM. Hier wird aber deutlich, dass sich das aktuelle iOS selbst bei Grundaufgaben wie Webseiten-Rendern eher an neueren Geräten orientiert. Wenn die Vorgängergenerationen aus den letzten Jahren unterstützt werden, geschieht dies wohl eher nebenbei. Hier geraten die Nutzer von einem iPhone 6 oder gar 5 in die Zwickmühle: Abgesehen vom Akku und zufälligen Beschädigungen sind Apple-Geräte im Vergleich besonders langlebig, unser Redaktions-iPad der ersten Generation funktioniert wie am ersten Tag, allerdings mit iOS 5, unser erstes iPhone 4 ist an einen Familienmitglied verschenkt worden und bis jetzt im Gebrauch, das iPad Mini der zweiten Generation erledigt seit vier Jahren fleißig seine Dienste. Auch bei uns auf der Seite sind rund 15 Prozent der mobilen Nutzer mit älteren Geräten unterwegs.

Und je größere Schritte Apple in Sachen Chip-Entwicklung macht, desto mehr Spuren hinterlässt dies am iOS: Opulente Features wie Animoji sind definitiv lustig, kommen aber nur den iPhone-X-Inhabern zu Nutze. Es gibt aber genau so viele, wenn nicht mehr Inhaber  älterer Geräte, die von Apples Entwicklern eher stiefmütterlich behandelt werden. Hier wäre Mut zur Lücke angebracht – Warum also nicht als Grundlage für alle Geräte ein Kern-iOS entwickeln, ausgiebig auf allen Geräten testen und dann auf Grund dessen neue Funktionen hinzufügen? Apple hat iOS bereits in eine iPhone- und eine iPad-Variante aufgesplittet. Der nächste logische Schritt ist nicht weit entfernt – eine Art iOS Light mit gestopften Sicherheitslücken, zuverlässigem Browser, Mail-Client und Messenger und auf allen Geräten funktionsfähig, alles weitere kommt quasi "on top" und nur für die Geräte, deren Hardware dies auch bewältigen kann.

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