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Morgenmagazin vom Donnerstag, 26. Juli 2018

26.07.2018 | 07:07 Uhr |

Gedrosseltes Macbook Pro: Nicht Apples einziges Problem +++ Siri wird schlauer, Google Assistant liegt aber vorne +++ Apple schließt Bluetooth-Sicherheitslücke aktueller Macs +++ EU: Millionenstrafe gegen Asus und weitere Firmen +++ Let's Player: Rundfunklizenz-Zwang soll wegfallen +++ Garmin: Software-Update macht Dashcams rechtskonform

26. Juli: Ein Trick mit Folgen

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Wir hatten ja am Montag die Geschichte erzählt, wie Teile der einst revolutionären Marke Atari in einen Clone-Hersteller namens Pios/Metabox aufgingen, aber auch diesem Projekt kein langes Glück beschieden war. Es war heute vor exakt 21 Jahren, an dem Apple die Ära der Klone beendete, jener Rechner, die laut einer vom damaligen CEO Michael Spindler im Jahre 1995 vergebenen Lizenzen offiziell mit dem Mac-Betriebssystem liefen, die teilweise sogar bessere Hardware verbaut hatten als originale Macs, die aber durch die Bank weniger kosteten als die nur noch dem Namen nach legendären Rechner mit dem angebissenen Apfel.

Steve Jobs war erst zu Jahresbeginn 1997 mitsamt seiner Zweitgründung Next zu Apple zurück gekehrt, zunächst als Berater, aber zunehmend als starker Mann. Spindlers Nachfolger Gil Amelio musste wegen Rekordverlusten, für die er nur bedingt konnte, das Unternehmen verlassen.  Zunächst nur als Interims-CEO bezeichnet, hatte aber Jobs seit dem Sommer 1997 das Sagen. Und so sagte er, dass es nicht gut sei, wenn andere Unternehmen mit dem wichtigsten Asset Apples das Geschäft kaputt machen würden. Man sei ja schließlich nicht bei Microsoft, das sein Betriebssystem für jeden lizenzierte, der eine x86er-Architektur verbaute, sondern wolle die besten und zuverlässigsten Computer bauen. Und mit diesen Geld verdienen. Zudem könne man nicht gewährleisten, dass auf Maschinen Dritter alles so läuft, wie man es sich in Cupertino vorstellt, weshalb man das Geschäft mit den Klonen beenden müsse.

Nun waren da aber mal Verträge, die Apple einhalten musste. Solange es das System 7 gebe, so lange dürften Umax, Power Computing, Metabox und Konsorten ihre Rechner damit ausstatten und verkaufen. Ein neues System war mit Steve Jobs' Rückkehr zwar in Sicht gekommen, doch würde es noch Jahre dauern, bis aus dem  auf Unix basierten Nextstep das mit Mac-Anmutung versehene Mac-OS X würde. Genauer gesagt waren es von diesem Zeitpunkt im Juli 1997 noch etwas über drei Jahre bis zur Public Beta und fast vier Jahre bis zum Erstverkaufstag von Mac-OS X 10.0 Cheetah.

Also der Trick: Das fällige Wartungsupdate des in die Jahre gekommenen Mac-Betriebssystems durfte nicht System 7.7 heißen, sondern Mac-OS 8. Anstatt hie und da kleinere Tweaks einzubauen, nahm man einige Funktionen mit rein, die für das letztendlich gescheiterte Copland-Projekt für den PowerPC entwickelt wurden. Der Finder konnte nun endlich mehrere Threads auf einmal verarbeiten, die von Windows bekannten Kontext-Menüs zogen ein ebenso wie die Möglichkeit, den Schreibtischhintergrund mit (eigenen) Bildern zu gestalten. Etwa ein halbes Jahr später sollte im Rahmen des Updates auf MacOS 8.1 mit HFS+ noch ein neues Dateisystem kommen, das erst jetzt durch APFS abgelöst wird - im Herbst bekommen auch Fusion-Drive-Macs unter Mojave das neue Dateisystem.

Mac-OS 8 bekam mit dem neuen Namen aber auch einen neuen Look, eine leichte 3D-Anmutung, die Apple Platinum nannte. So wurde der Mac wieder zum Mac, den man nur bei Apple bekommt. Klone gibt es heute keine mehr, nur noch halblegale Hackintoshs. Aber auch wenn viele der Eigenbauten bessere Komponenten bieten als Mac Pro und Co und dabei deutlich weniger kosten, spielt das für Apples Umsatz keine Rolle. Es braucht keine Tricks gegen den Hackintosh. Peter Müller

Lesetipps für den Donnerstag:

Eine Frage der Qualität: Apple hat mit einem Update das Drosselproblem des neuen Macbook Pro gelöst, das Grundproblem bleibt aber bestehen, führt unsere Macworld-Kollege Michael Simon aus. Bei Apple scheine es in der Qualitätskontrolle zu hapern, zahlreiche Vorfälle mit vermeidbaren oder ärgerlichen Fehlern hat es in der letzten Zeit gegeben. Apple hatte womöglich thermische Probleme mit dem Macbook Pro vorhergesehen, aber abgewartet, wie das geneigte Publikum darauf reagieren würde – das Core i9 ist ja eher ein Produkt für wenige. Oder Apple hatte es gar nicht gemerkt, oder es war eine Mischung aus beidem. Unter Steve Jobs hat es derartiges auch gegeben, wir erinnern uns nur an "Antennagate", aber nicht in der Häufigkeit. Hat sich Apple also mit seinen vier Betriebssystemen und der großen Produktvielfalt verzettelt? Simon fordert nicht, dass Apple seinen CEO Tim Cook ersetzen möge, es würde aber nicht schaden, ihm einen Senior Vice President Quality Management zur Seite zu stellen.

Kommt da noch was?: Apple hat das Macbook Pro 13 Zoll ohne Touchbar (sperriger Name) nicht aktualisiert, was Raum für Spekulationen lässt, denn das Einsteigergerät Macbook Air könnte auch mal wieder ein Update vertragen - was laut einiger Gerüchte auch in Entwicklung ist. Doch vielleicht unternimmt Apple etwas anders am Low End seiner Macbooks und lässt beim Macbook ohne Touchbar auch die Bezeichnung "Pro" weg: Macbook 13''. Das ist laut Jason Snell ein wenig Wunschdenken, ebenso ein neuer Mac Mini, den Apple ja seit schier ewigen Zeiten nicht mehr angefasst hat. Vielleicht aber kümmert sich Apple nächstes Jahr auch darum, wenn im High End der neue Mac Pro kommen wird. Für dieses Jahr sind wohl nur noch aktualisierte iMacs zu erwarten, womöglich mit schmalerem Rahmen und Face ID.

Intelligenztest: Siri ist nicht die Schlaueste, heißt es immer, da Google und Amazon weniger Rücksicht auf Datenschutz nehmen und daher ihre künstlichen Intelligenzen besser trainieren können. In der Tat hatte bei einem Vergleichstest von Loup Ventures in Februar Siri auf dem Homepod gegenüber Alexa und Google Assistant schlechter abgeschnitten. Siri auf dem Lautsprecher und auf dem iPhone unterscheiden sich aber klar, weswegen die Analysten den Test mit einem iPhone, einem Pixel XL und den iOS-Apps von Alexa und Cortana wiederholten. Etwa 800 Fragen in fünf Kategorien wurden den Assistenten gestellt, von Interesse waren zweierlei Ergebnisse: Wie viel davon haben Siri und Co. verstanden und wie viele richtige Antworten gaben sie? Siri konnte immerhin 99 Prozent richtig verstehen und 78,1 Prozent verstehen, das ist ein signifikantes Plus gegenüber einem vergleichbaren Test aus dem April (66,1 Prozent der Fragen richtig beantwortet) und weit besser als die Ergebnisse auf dem Homepod mit nur 52,3 Prozent korrekten Antworten. Die fünf Kategorien drehten sich um Ortsinformationen ("Wo ist das nächste Café?"), Einkauf ("Kannst du mit Taschentücher bestellen?"), Navigation ("Wie komme ich mit dem Bus in die Stadt?"), Information ("Wie haben die Bayern heute Nacht gespielt?") und Anweisungen ("Erinnere mich, Paul um zwei Uhr anzurufen"). In letztere Kategorie setzte sich Siri mit 90 Prozent richtig ausgeführten Anweisungen an die Spitze des Testfeldes, bei den Ortsinformationen schlug sich Apples künstliche Intelligenz mit 87 Prozent auch noch gut, lag aber dort hinter dem Google Assistant, der auch in den verbleibenden drei Sparten die besten Ergebnisse lieferte. Insgesamt antwortete Goggles KI zu 86 Prozent richtig, auf dem dritten Platz landete Alexa mit 61 Prozent und Cortana wurde nur vierte mit 52 Prozent.

Nächstes Problem: Wie Venturebeat berichtet, können mit dem T2-Chip ausgestattete Macs öfter in eine Kernel Panic abstürzen und neu starten. Mehrere Diskussionsthreads drehen sich in Apples Foren um das Thema, in den Crash-Reports ist immer die Rede von einer Komponenten Bridge OS, die abgestürzt sei. Apple kenne das Problem seit geraumer Zeit, zunächst habe man beim iMac Pro Hardware dafür verantwortlich gemacht und Bauteile ausgetauscht, ohne das Problem zu lösen. Die Deaktivierung des T2-Chips helfe in jedem Fall weiter, doch kümmert sich dieser unter anderem um den sicheren Systemstart und gewährleistet, dass das Macbook Pro 2018 auf "Hey Siri!" hört. Aber auch in den neuen Laptops scheinen die Probleme mit dem T2-Chip zu bestehen.

Buntes Angebot: Gleich in sechs Farben soll im Herbst das 6,1-Zoll-iPhone mit LCD-Screen kommen, berichtet der Blog Macotakara. Diese seien identisch mit der derzeitigen Kollektion von Silicon- und Lederhüllen, also Weiß, Schwarz, Gelb, Hellorange, Blau und Taupe. Nicht dabei ist rot, womöglich wird Apple aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein iPhone als Product Red auflegen. Was an den Farbkombinationen aber ein wenig verwirrt: Warum sollte Apple die Palette vom letzten Jahr in ein neues Produkt packen?

Weitere Nachrichten:

Apple schließt Bluetooth-Sicherheitslücke aktueller Macs

Die Sicherheitslücke wurde im Januar 2018 von den israelischen Forschern Lior Neumann und Eli Biham entdeckt, fast zeitgleich wurde sie von Apple, Broadcom, Intel und Microsoft geschlossen. Qualcomm hatte sie bereits im Februar korrigiert. Das Problem: Das Pairing zwischen Geräten erfolgt durch den Austausch von Schlüsseln, durch einen Fehler konnten Angreifer aber an den Verschlüsselungskey gelangen. Schuld war ein Bug in der Validierung der Schlüssel.

Wie erst nachträglich von Apple bekannt gegeben , wurde die Lücke in High Sierra bereits durch das Update auf die Versionen 10.13.4 und 10.13.5 geschlossen, bei anderen Systemen durch die Sicherheitsupdate 2018-003 für High Sierra, Sierra und El Capitan. Betroffen waren aber anscheinend nur neuere Geräte.

Diese Macs waren von der Lücke betroffen:

Apple nennt in seinem englischsprachigen Support-Dokument die Modelle Macbook Pro (Retina, 15-Zoll, Mitte 2015), Macbook Pro (Retina, 15-Zoll, 2015), Macbook Pro (Retina, 13-Zoll, Frühling 2015), Macbook Pro (15-Zoll, 2017), Macbook Pro (15-Zoll, 2016), Macbook Pro (13-Zoll, Herbst 2016, mit zwei Thunderbolt 3 Ports), Macbook Pro (13-Zoll, Herbst 2016, mit vier Thunderbolt 3 Ports), Macbook Pro (13-Zoll, 2017, mit vier Thunderbolt 3 Ports), Macbook (Retina, 12-Zoll, Frühling 2016), Macbook (Retina, 12-Zoll, Frühling 2015), Macbook (Retina, 12-Zoll, 2017), iMac Pro, iMac (Retina 5K, 27-Zoll, Herbst 2015), iMac (Retina 5K, 27-Zoll, 2017), iMac (Retina 4K, 21,5-Zoll, Herbst 2015), iMac (Retina 4K, 21,5-Zoll, 2017), iMac (21,5-Zoll, Herbst 2015) und iMac (21,5-Zoll, 2017). Bei den Macbook- Pro-Modellen von 2018 wurde der Fehler durch das Update auf 10.13.16 oder das Sicherheitsupdate 2018-004 korrigiert.

EU: Millionenstrafe gegen Asus und weitere Firmen

Nach Google knüpft sich die EU-Kommission nun Elektronikhersteller vor: Asus, Philips, Denon & Marantz und Pioneer. Laut Angaben der EU-Kommission hätten diese Hersteller an Online-Händler Fest- oder Mindestpreise für Produkte vorgegeben.

Die Kommission sieht das als Preisverzerrung im Online-Handel und verhängt eine Geldstrafe von insgesamt 111 Millionen Euro. Die größte Strafe erhält Asus mit rund 64 Millionen Euro, Philips knappe 30 Millionen Euro, Pioneer 10 Millionen Euro und Denon & Marantz fast 8 Millionen Euro. Die Strafen hätten jedoch weitaus höher werden können: Die EU-Kommission hat allen Unternehmen jeweils eine 40- bis 50-prozentige Ermäßigung aufgrund der Zusammenarbeit erlassen.

Besonders hätten die Unternehmen bei Online-Händlern auf bestimmte Preise gepocht, wenn diese Preise den Firmen zu niedrig erschienen. Wenn sich die Händler nicht an die Vorgaben hielten, erhielten sie Drohungen, wurden sanktioniert oder schlicht nicht mehr beliefert.

Laut dem Handelsblatt äußerte sich EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager folgendermaßen dazu: „Der Markt für Online-Handel wächst rapide und hat in Europa inzwischen ein jährliches Volumen von über 500 Milliarden Euro erreicht. Mehr als die Hälfte der Europäer kaufen jetzt auch über das Internet ein. Die Maßnahmen der vier Unternehmen haben für Millionen von Verbrauchern in Europa zu höheren Preisen für Küchengeräte, Haartrockner, Notebooks, Kopfhörer und viele andere Produkte geführt.“

Personen und Unternehmen können laut der EU-Kommission von nationalen Gerichten Schadenersatz einklagen, trotz Geldbuße der EU. Die dabei verhängte Geldstrafe würde sich dadurch auch nicht abmildern.

Let's Player: Rundfunklizenz-Zwang soll wegfallen

Bei Let's Playern könnte künftig die Notwendigkeit einer Rundfunklizenz für ihre Tätigkeit entfallen. Eine solche Lizenz kann immerhin bis zu 10.000 Euro kosten und ist mit Auflagen verbunden. Im Entwurf des geänderten Medienstaatsvertrags der Rundfunkkommission der Länder findet sich unter Paragraph 20 ein neuer Bereich, in dem von "Bagatellrundfunk" die Rede ist, der keine Zulassung benötigt. Dieser "Bagatellrundfunk" wird offenbar für Youtuber und andere Streamer eingeführt. Allerdings gelten einige Regeln, die eingehalten werden müssen.

Gemäß der im Entwurf enthaltenen Beschreibung, wird "Bagatellrundfunk" wie folgt definiert:

"Rundfunkprogramme, die aufgrund ihrer geringen journalistisch-redaktionellen Gestaltung, ihrer begrenzten Dauer und Häufigkeit der Verbreitung, ihrer fehlenden Einbindung in einen auf Dauer angelegten Sendeplan oder aus anderen vergleichbaren Gründen nur geringe Bedeutung für die individuelle und öffentliche Meinungsbildung entfalten."

Außerdem dürfen die Rundfunkprogramme weniger als 5.000 Nutzern zeitgleich zum Empfang angeboten werden und sie dürfen im Internet im Monatsdurchschnitt nicht mehr als 20.000 Zuschauer erreichen. Mehr monatliche Zuschauer sind erlaubt, wenn die Bagatellrundfunkprogramme "vorwiegend dem Vorführen und Kommentieren des Spielens eines virtuellen Spiels dienen".

Für das entsprechende Angebot muss die zuständige Landesmedienanstalt die Zulassungsfreiheit auf Antrag durch Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigen.

Hinzu kommt noch eine weitere interessante, vorgeschlagene Änderung in Paragraph 20b, 3: "Vor dem (Datum des Inkrafttretens des Dreiundzwanzigsten Rundfunkänderungsstaatsvertrages) angezeigte, ausschließlich im Internet verbreitete Hörfunkprogramme gelten als zugelassene Programme nach § 20. "

Die Öffentlichkeit kann sich noch bis zum 26. August mit Vorschlägen an der Gestaltung des neuen Medienstaatsvertrags beteiligen. Dazu hat die Rundfunkkommission dieses Online-Kontaktformular eingerichtet. "Rundfunk ist heute mehr als Radio und Fernsehen: Smart-TVs, OTT, Streaming, Lets Plays oder user-generated-content sind nur einige Begriffe, die den Medienwandel beschreiben", heißt es auf der Seite. Und weiter: "Die Länder wollen deshalb die Grundlage schaffen für eine zeitgemäße Regulierung, Entfaltungsräume für die vielen Kreativen eröffnen und auch neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Gleichzeitig sollen aber auch Standards erhalten und gesichert werden. Von den Neuregelungen sollen alle profitieren: Medienschaffende genauso wie Nutzerinnen und Nutzer. Die Rundfunkkommission hat sich deshalb bereits in einem sehr frühen Stadium entschieden, den Entwurf für einen Medienstaatsvertrag mit und in der Öffentlichkeit breit zu diskutieren"

Garmin: Software-Update macht Dashcams rechtskonform

Garmin hat für seine Dashcams 45, 55 und 65W ein Firmware-Update veröffentlicht, das diese drei Dashcams rechtskonform zum BGH-Urteil vom 15. Mai 2018 machen soll. Das Software-Update sorgt dafür, dass die Garmin-Dashcams 45/55/65W nicht mehr fortwährend Videos aufzeichnen, sondern nur noch maximal drei Minuten lange Videoclips aufnehmen und die Aufnahmen danach kontinuierlich wieder überschreiben. Lediglich im Falle eines Unfalls wird die Sequenz dann dauerhaft auf der SD-Karte gespeichert, um als Beweismittel dienen zu können. Wenn der Nutzer manuell auf die Speicher-Taste drückt, werden die Aufnahmen ebenfalls dauerhaft auf der eingelegten SD-Karte gespeichert, aber in allen anderen Fällen überschreibt sie die Kamera nach drei Minuten wieder.

Garmin sorgt mit dem Update dafür, dass Aufnahmen ausschließlich auf unfallrelevantes Bildmaterial beschränkt werden und der Besitzer der Dashcam somit nicht gegen das deutsche Datenschutzgesetz verstößt.

Dank integriertem GPS stellen die Dashcams weiterhin relevante Angaben zu Geschwindigkeit, Position, Fahrtrichtung, Datum, Uhrzeit und Ort des Geschehens zur Verfügung. Nach Beendigung der Fahrt oder beim Herunterfahren des Gerätes werden alle restlichen Videodateien automatisch aus dem Puffer gelöscht, wie Garmin verspricht.

Das Update gilt für alle neu erworbenen Geräte und kann für die Modelle Dashcam 45, 55 sowie 65W über den Garmin Web-Updater ohne Verwendung eines Internet-Browsers oder Garmin Express für die PC-Anwendung installiert werden. Bei der ersten Benutzung nach der Aktualisierung ist der Standort Deutschland auszuwählen, für den ab sofort die „Travellapse/Zeitraffer“-Funktion aus Datenschutzgründen deaktiviert ist. Bei Fahrten ins Ausland kann diese Funktion, die lange Fahrten im Zeitraffer auf wenige Minuten komprimiert, über die Systemeinstellungen jederzeit wieder aktiviert werden, wie Garmin erklärt.

Ein Software-Update für die dezlCam LKW-Navigationsgeräte mit integrierter Dashcam folgt innerhalb der nächsten Wochen.

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