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Morgenmagazin vom Freitag, 2. Februar 2018

02.02.2018 | 07:03 Uhr |

Bilanz: Apple setzt neue Rekorde im Q1 2017/18 +++ iPhone X schlägt sich gut, Mac leicht schlechter, iPad legt zu +++ Apple Pay noch nicht in Deuschalnd - aber bald? +++ Mario Kart Tour für Android und iOS angekündigt +++ Elon Musk hat alle Flammenwerfer verkauft +++ Trumps-US-Steuerreform: Microsoft erleidet Milliarden-Verlust +++ Ebay trennt sich von Paypal, neuer Bezahldienst billiger +++ Apple soll Produktion des iPhone 6S in Indien planen

2. Februar: Früher Frühling erwünscht

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Wir haben es vorgestern an dieser Stelle bereits thematisiert: Im Februar 2018 leuchtet kein Vollmond. Der Grund ist so einfach wie banal: Der letzte Vollmond war in der Nacht des 31. Januar (in der zweiten Nachthälfte schon nicht mehr voll...) und der Februar wäre selbst in einem Schaltjahr dann zu kurz für synodische Mondphase. So fällt der nächste Termin auf den  2. März. Was aber Mondlinge nun damit anfangen, dass es keinen Wolfsmond gibt, wie der Vollmond im Februar heißt? Wir wissen es nicht. Aber der Wolf als solcher wird sich nicht grämen, anders als der Wolfsburger als solcher, wenn der ICE und nicht der Vollmond ihn einfach auslässt.

Kümmern wir uns lieber um die Sonne, die ja gut sechs Wochen nach der Wintersonnenwende schon merklich länger am Himmel steht - wenn sie nicht gerade von Wolken und Hochnebel verdeckt ist. Am zweiten Februar steht zumindest in (vor)alpenländischen Kalendern der kirchliche Feiertag Mariä Lichtmess, der aber weniger mit dem zurückkehrenden Tageslicht zu tun hat, sondern mit den Lichterprozessionen zur Messe des "Darstellung des Herrn" - so heißt das Fest  korrekt. Mit dem heutigen Tage endet die Weihnachtszeit nach 40 Tagen, einige Wenige räumen auch erst heute ihren Christbaum ab und machen ihn zu Feuerholz.

Heute ist aber auch Murmeltiertag, wie man spätestens seit 1993 dank des  wunderbaren Films "Und täglich grüßt das Murmeltier (Groundhog Day)" weiß. Die Augen der Welt richten sich heute auf den Wahrsager der Wahrsager: Punxsutawney Phil, den Wetterpropheten aus Pennsylvania. Die Tradition, ein "fettes Eichhörnchen" (Zitat aus dem Film) aus seinem Winterbau zu ziehen und es zu fragen, ob es denn einen Schatten sehe, ist freilich viel älter und hat sehr wohl mit dem Ende der Weihnachtszeit und eben der Lichtmess zu tun. Auswanderer aus Deutschland hatten den Brauch in die Wälder Neuenglands mitgebracht. Die dahinter liegende Bauernregel ist viel älter, "Gibt's an Lichtmess Sonnenschein, wird's ein später Frühling sein" spielt auf stabile Winterhochdruckgebiete an, die noch für einige Wochen für kaltes und klares Wetter sorgen könnten. Nun sind die Klima- und Wetterverhältnisse in Nordamerika etwas anders und die Regel überhaupt nicht anwendbar, aber wen schert das? Traditionen sind hartnäckiger und langlebiger als man denkt, so ziehen sie auch über den Atlantik und in veränderter Form wieder zurück – siehe Halloween.

Was aber der wunderbare Film mit Bill Murray und Andy McDowell nicht thematisiert, da dieser Teil des Lichtmessbrauches spätestens im Atlantik über Bord ging: Der 2. Februar war im ländlichen Raum auch der Termin für den Neustart, der Beginn eines neuen Jahres in der Landwirtschaft ("An Lichtmess fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an"). Somit auch der einzige Tag, an denen das Gesinde den Arbeitgeber wechseln konnte oder es sogar musste. Meist gab es an Lichtmess gleich den Jahreslohn ausbezahlt, der nicht selten am gleichen Abend in der Dorfwirtschaft landete. Die Arbeitswelt hat sich glücklicherweise seit den alten Zeiten ein wenig geändert. Wobei wir uns das mit Dorfwirtschaft natürlich überlegen, schließlich ist heute ja Freitag und daher Morgan Freeman. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Zeit wird's: Zu Apple Pay, Teil der Services-Sparte der Bilanz (siehe Text weiter unten) hat Apple gestern auf der Bilanzpressekonferenz wenig gesagt, vor allem nichts über den Start in Deutschland. Nur Brasilien war den Herren der Zahlen eine Erwähnung wert, dort solle es den Service "in den nächsten Monaten"  geben. An sich ein schlechtes Zeichen für Deutschland, dass es frühestens nach diesen "nächsten Monaten" passieren kann. Doch scheint es nun noch eine Frage der Zeit, bis endlich der Starschuss ertönt. Mit Concardis hat sich bereits ein Dienstleister für Bezahlservices und -terminals positioniert und auf seiner Website sich explizit als Lösungsanbieter für Apple Pay in Deutschland genannt. Dabei geht aber nicht genau hervor, wann der Dienst startet. Um ein Versehen scheint es sich nicht zu handeln, die Site ist seit gestern online und wurde über Nacht - in der die offizielle Ankündigung ausblieb - nicht wieder offline gesetzt. Zahlen wir hat weiter in bar, mit EC- oder Kreditkarte...

An den Grenzen der Leistungsfähigkeit: Bisher war die Ansicht der meisten Wahrsager und Analysten, dass Apple für den Herbst drei neue iPhones plane, in der Form des iPhone X, nur eines deutlich größer und ein anderes mit LCD statt OLED-Screen. Dazu käme auch ein renoviertes iPhone SE im Frühjahr, denn der Formfaktor von vier Zoll werde nach wie vor nachgefragt. Vor allem der mit Apples Zuliefererkette gut vertraute Analyst Ming-Chi Kuo vertrat diese Thesen, weicht in einem wesentlichen Punkt nun aber davon ab. Denn seiner Ansicht nach werde Apple auf die Renovierung des iPhone SE im Frühjahr verzichten müssen, weil alle Ressourcen in der Entwicklung gebunden seien - eben wegen der drei neuen Modelle. Dies berichtet MacRumors und zitiert dabei aus einer Anlegernotiz des bei KGI Securities beschäftigten Kuo. Anders als andere Experten denkt er auch nicht, Apple werde in ein iPhone SE 2 Techniken wie die Gesichtserkennung einbauen, eher verwende Apple lediglich schnellere Prozessoren und senke den Preis. Nun schwant ihm, dass es für den avisierten Termin Ende Mai oder Anfang Juni nicht einmal dafür reichen könnte.

Zuwachs: Apple verkauft Jahr für Jahr mehr iPhones, iPads und Macs, wenn sich auch manchmal leichte Dellen in der Bilanz auftun. Insgesamt hat das aber Auswirkungen auf die Marktanteile, wie erneut Zahlen von NetMarketShare belegen. Im Januar hatte der Mac demnach weltweit einen Marktanteil von 8,21 Prozent zu verzeichnen, ein merkliches Plus gegenüber den 8,06 Prozent aus dem Dezember. Aber immer noch ein weiter Weg zu gehen, erinnert man sich an Steve Jobs' leicht selbstironische Vision zur Steigerung des Marktanteils aus den Zeiten der Jahrtausendwende: "5 down, 95 to go". Immerhin: Über drei Prozentpunkte in etwas mehr als 15 Jahren, da kann man nicht klagen. Apple hatte jedoch auch schon mal mehr erreicht, das von NetMarketShare ermittelte lokale Maximum lag im April 2016 bei 9,2 Prozent. Auf dem Desktop bleibt Windows mit einem Anteil von 88,8 Prozent das dominante System. Anders verhält es sich bei mobilen Betriebssystemen, wo Windows praktisch keine Rolle spielt. Der Marktführer ist hier Android mit einem Anteil von 68,6 Prozent, iOS schlägt sich mit 29,5 Prozent aber bestens.

Weitere Nachrichten:

Bilanz: Apple setzt neue Rekorde im Q1 2017/18

Apple hat im Quartal, das am 31. Dezember 2017 endet, einen Umsatz von 88,3 Milliarden US-Dollar erzielt, was ein neuen Allzeithoch bedeutet. Gegenüber dem bisherigen Rekord vom Vorjahr hat der Mac-Hersteller noch einmal 13 Prozent zulegen können. Der Gewinn stieg um 12 Prozent auf 20,1 Milliarden US-Dollar oder 3,89 US-Dollar pro Aktie. Dabei ist zu beachten, dass das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 um eine ganze Woche kürzer war als das im Jahr 2016/17, das seinerzeit schon Ende September begonnen hatte und nicht erst Anfang Oktober.

Etwas überraschend – oder aus Sicht der iPhone-X-Skeptiker eben nicht - hat Apple aber weniger iPhones als im Vorjahr verkauft, "nur" 77,3 Millionen Stück. Vor Jahresfrist waren es eine gute Million mehr. Der Umsatz mit dem Smartphone stieg aber deutlich von 54,4 Milliarden auf 61,6 Milliarden US-Dollar - hier geht das teurere iPhone X also deutlich in die Bilanz ein. Apple bricht die Zahlen aber nicht weiter herunter, es bleibt Spekulation, wie viele iPhone X und wie viele andere Geräte der Konzern verkauft hat. Ein Flop würde aber anders aussehen. So betont Apple-CEO Tim Cook in der Bilanzpressekonferenz auch, dass das neue Flaggschiff die Erwartungen Apples übertroffen habe und in jeder Woche seit Anfang November das bestverkaufte iPhone im Portfolio gewesen sei.

Der Mac bleibt weiter auf seinem mehr als solidem Niveau, in Q1 2017/18 hat Apple 5,1 Millionen Desktops und Laptops verkauft und damit 6,9 Milliarden US-Dollar eingenommen. Das ist etwas weniger als vor einem Jahr, als 5,4 Millionen Rechner und 7,2 Milliarden US-Dollar in der Bilanz der Sparte standen. Auch hier sagt Apple nicht genau, welche Art von Macs wie oft über die Ladentische gingen. Der erst seit 14. Dezember erhältliche iMac Pro konnte noch keine Spuren hinterlassen.

Leicht zugelegt hat hingegen das iPad, 13,2 Millionen Stück bei einem Umsatz von 5,9 Milliarden US-Dollar bedeuten ein Plus von sechs Prozent beim Umsatz bei kaum erhöhten Stückzahlen, ein Effekt, der sich wohl auf das iPad Pro zurückführen lässt.

Nach wie vor nennt Apple keine Verkaufszahlen für die Apple Watch und auch die AirPods sind in den "anderen" Produkten versteckt. So übel kann das Geschäft aber nicht gelaufen sein, denn jene "anderen" wuchsen gegenüber Vorjahr um satte 35 Prozent auf 5,5 Milliarden US-Dollar. Dabei stechen laut Apples Finanzchef Luca Maestri die Wearbales besonders hervor, die gegenüber Q1 2016/17 um 70 Prozent gewachsen seien. Andere "andere" sind Apple TV und die Beats-Kopfhörer, der HomePod sollte dann noch etwas ganz anderes sein und die Sparte weiter wachsen lassen. Tim Cook sagte noch über die Apple Watch, dass deren Verkäufe zum vierten Mal in Folge um 50 Prozent oder mehr angestiegen seien, die Series 3 habe man doppelt so oft verkauft wie die Series 2 vor einem Jahr.

Apple nennt die Zahl von 1,3 Milliarden aktiven Apple-Geräten weltweit, diese skaliert mit dem Wachstum der Services-Sparte, die 18 Prozent mehr als im Vorjahr eingenommen hat, nämlich 8,5 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet jedoch einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorquartal. Immerhin legten die Abonnentenzahlen zu, Tium Cook nannte jedoch nur ein kumulierte für iCloud und Apple Music: Insgesamt 240 Millionen Kunden überweisen demnach regelmäßig Geld an Apple für dessen Serives, 30 Millionen mehr als im letzten Quartal. Apple Music sollte um die 30 Millionen zur Gesamtzahl beitragen, der große Rest mietet iCloud-Speicher - bei den nach wie vor mickrigen 5 GB Freivolumen ist man ja fast dazu gezwungen.

Wachstum konnte Apple vor allem außerhalb des Heimatmarktes erzielen, in China (inklusive Hongkong und Taiwan) legte Apple um elf Prozent beim Umsatz zu, in Japan gar um 26 Prozent. Dort war vermutlich das iPhone X besonders stark.

Apples Barreserven sind auf 281 Milliarden US-Dollar angewachsen, das meiste davon kann und wird Apple nun in die USA zurückholen, für Investitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe. Für das laufende Quartal rechnet Apple mit Umsätzen zwischen 62 und 65 Milliarden US-Dollar, was Analysten leicht enttäuscht, die bisher von 65 Milliarden US-Dollar ausgegangen waren. Doch prognostiziert Apple in der Regel recht zurückhaltend.

Mario Kart Tour für Android und iOS angekündigt

Zwei bis drei Spiele will Nintendo pro Jahr für fremde mobile Plattformen veröffentlichen. Super Mario Run, Fire Emblem Heroes und Animal Crossing: Pocket Camp sind bereits für iOS und Android erschienen. Eines der nächsten Spiele wird Mario Kart Tour sein, wie Nintendo nun in einem Tweet angekündigt hat. Und das kurz nach der Präsentation der aktuellen Geschäftszahlen, laut denen Nintendo bisher 14,86 Millionen Switch-Konsolen verkauft hat. Außerdem wurde bei der Gelegenheit verkündet, dass der Online-Dienst für die Switch im September starten wird.

Details zu Mario Kart Tour gibt es freilich noch keine. Dem Tweet zufolge befindet sich das Spiel derzeit noch in der Entwicklung und soll im Laufe des nächsten Geschäftsjahres erscheinen, welches im April 2018 beginnt und im März 2019 endet.

Die Mario-Kart-Reihe gehört mit zu den erfolgreichsten Spielemarken von Nintendo. Das erste Mario-Kart-Spiel erschien mit Super Mario Kart für das Super Nintendo. Es folgten diverse Nachfolger für alle mobilen und stationären Konsolen von Nintendo. Zuletzt Mario Kart 8 Deluxe für Nintendo Switch.

Spannend bleibt die Frage, wie Nintendo das Spielprinzip des Fun-Racers für die, was die Steuerung angeht, eher eingeschränkten Möglichkeiten eines iOS- und Android-Smartphones umsetzen will. 

Elon Musk hat alle Flammenwerfer verkauft

Elon Musk hat alle seine Flammenwerfer verkauft. Das teilte der umtriebige Musk via Twitter mit. 20.000 Stück konnte Musk absetzen, wodurch 10 Millionen Dollar in die Kasse von The Boring Company gespült wurden. Musk hat zudem eine Überraschung für alle Besteller bereit: Sie bekommen jeweils einen Feuerlöscher gratis noch dazu. Ursprünglich wollte Musk für den Feuerlöscher noch einmal extra kassieren.

Marketing-Gigant Elon Musk hat es mal wieder geschafft. Bis zum Wochenende dürfte kaum jemand sein Tunnelbau-Unternehmen „The Boring Company“ gekannt haben (der Firmenname ist doppeldeutig: Boring heißt sowohl „bohren“ als auch „langweilig“). Doch jetzt ist die Firma in aller Munde: Da Musk über „The Boring Company“ einen Flammenwerfer als Party-Gag für 500 US-Dollar verkauft. Zuzüglich Abgaben/Steuern/Zölle und Versandkosten.

Trumps-US-Steuerreform: Microsoft erleidet Milliarden-Verlust

Eine hohe Abschreibung durch die US-Steuerreform hat bei Microsoft für einen Milliardenverlust gesorgt. So verlor das Unternehmen aus Redmond im Geschäftsquartal bis Ende Dezember einen Betrag von 6,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet ca. 5,1 Milliarden Euro). Im Vorjahr konnte Microsoft noch einen Überschuss in gleicher Größenordnung feiern.

Die neu eingeführte Steuerreform von US-Präsident Donald Trump verursachte eine Abschreibung von 13,8 Milliarden Dollar. Der Grund für die hohe Abschreibung liegt wohl an der Abgabe auf im Ausland geparktem Vermögen. Es handelt es sich bei der Abschreibung um eine Einmal-Belastung.

Der Bilanzeffekt schadet Microsoft nicht wirklich, im Gegenteil. Microsoft kann sich über die Zahlen durchaus freuen. So stieg der operative Gewinn um zehn Prozent auf satte 8,7 Milliarden US-Dollar. Auch das Tagesgeschäft läuft gut: Microsofts Erlöse legten um 12 Prozent auf 28,9 Milliarden US-Dollar zu. So übertrafen die Quartalszahlen die Erwartungen von Analysten deutlich. Microsoft wird von Trumps Steuerreform auf lange Sicht wohl sogar profitieren.

Das meiste Wachstum konnte Microsoft im Cloud-Geschäft mit IT-Dienstleistern verbuchen. So gab es hier ein Umsatzplus von satten 56 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar. Auch die relativ neue Tochter Linkedin legte mit einem Anstieg um 20 Prozent deutlich zu.
Aufgrund der Zahlen sackte die Microsoft-Aktie kurzzeitig deutlich ab, drehte dann aber wieder ins Plus.


Ebay trennt sich von Paypal, neuer Bezahldienst billiger

Der Zahlungsdienstleister Paypal war 15 Jahre enger Ebay-Partner, zwei Jahre nach dem Börsengang will sich Ebay nun von dem ehemaligen Tochterfirma trennen . Kunden können zwar weiter mit Paypal bezahlen, in Zukunft will Ebay seine Zahlungen aber über den niederländischen Konkurrenten Adyen abwickeln. An der Börse hat dies bereits zu einem kleinen Kursrutsch bei der Paypal-Aktie geführt, für den weniger bekannten Konkurrenten bedeutet der neue Kunde den Durchbruch.

Laut Ebay gibt es dafür mehrere Gründe: Ebay will damit unter anderem die Zahlungsvorgänge für Käufer und Verkäufer vereinfachen. So soll es möglich sein Zahlungen komplett über die Ebay-Seite abzuwickeln – ohne etwa zur Paypal-Seite zu wechseln. Ein Grund sei auch, sich mit der Hilfe von Adyen besser um die lokalen Bedürfnisse der über 190 Marktplätze kümmern zu können. Der neue Anbieter Adyen unterstützt 150 Währungen und über 200 Bezahlmethoden.

Die Käufer sollen dabei von dem besser in Ebay integrierten Bezahlvorgang und einer größeren Auswahl an Bezahloptionen profitieren. Den Verkäufern verspricht Ebay niedrigere Kosten, einfachere Preisstrukturen und bessere Zugriffsmöglichkeiten auf ihre Werte. Außerdem will Ebay den Anbietern eine zentrale Verwaltungsmöglichkeit für ihre Geschäfte bereitstellen. Zudem würden Käufer vom breiteren Angebot an Bezahlmöglichkeiten mit höheren Umsätzen profitieren.

Der Umbau wird allerdings Jahre dauern. Er startet Mitte 2018 in den USA, erst 2021 soll bei den meisten Verkäufern der Wechsel zum neuen Anbieter vollzogen sein.

Apple soll Produktion des iPhone 6S in Indien planen

Für Anwender, denen iPhone X und iPhone 8 zu teuer sind, hat Apple auch noch das iPhone SE und das iPhone 6S im Angebot. Das Gerät ist zwar bereits zwei Jahre alt, aber deutlich leistungsfähiger als das ebenfalls noch beliebte iPhone 6 und in Indien sehr beliebt. Laut einem Bericht von Reuters soll Apple deshalb eine neue Produktionsstätte für dieses Modell in Bangalore aufbauen. Apple übernimmt allerdings die Produktion nicht selbst, sondern die taiwanische Firma Wistron. So lässt Cupertino in Indien bereits das iPhone SE von Wistron herstellen. Genau genommen handelt es sich dabei allerdings um das Assemblieren von importieren Bauteilen, keine komplette Produktion.

Laut Quellen von Bloomberg soll Wistron aber bereits die Erlaubnis für den Import der für die neue Produktionslinien benötigten Maschinen erhalten haben. Der Hintergrund: Im Rahmen der Initative „Make in India“ will Indien Premierminister Narendra Modi die Produktion von Elektronik nach Indien verlagern, um Arbeitsplätze in Indien zu schaffen. So hat Indien erst vor kurzem die Importzölle für Smartphones und TV-Geräte erhöht, was zu Preiserhöhungen für alle iPhones führte – mit Ausnahme des iPhone SE. Apple verhandelt bereits seit längerem mit Indien über die Themen Zölle und Steuern, aktuell liegt der Marktanteil im wichtigen Zukunftsmarkt Indien nur bei etwa drei Prozent.

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