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Morgenmagazin vom Freitag, 23. März 2018

23.03.2018 | 07:12 Uhr |

Iovine erklärt Zukunft von Apple Music +++ Huberty: Apple wächst mit Services +++ AI kritisiert Apple für China-Cloud +++ iPhone, iMacs, Macbook Pro: Angebote bei Cyberport +++ iPhones aus China: Wie Apple das US-Handelsdefizit mitverursacht +++ Chinesische Raumstation stürzt bald auf die Erde +++ Studie: Soziale Netzwerke machen Kinder unglücklich +++ Trend: Smartphone-Spiele übernehmen den Spielemarkt

23. März: Alle Wetter!

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Gewissheiten geraten ins Wanken. Der BER ist kein fertiger Flughafen, der HSV kein Sportverein und bei allem Respekt fällt es derzeit schwer, die SPD als Volkspartei zu bezeichnen. Hinzu kommt im Jahr 2018: Der März ist kein Frühlingsmonat. Immerhin besteht die fast an Sicherheit grenzende Hoffnung, dass Berlin, Brandenburg und der Bund doch irgendwann mal einen neuen Hauptstadtflughafen in Betrieb nehmen, sich der HSV in der zweiten Liga erholt und sich die SPD programmatisch wie personell erholt. Eine Hauptstadt ohne Flughafen geht nämlich genau so wenig wie ein Dino in der zweiten Liga und eine Sozialdemokratie in der Bedeutungslosigkeit, das ist alles so wie, ja, genau, so wie ein März ohne Frühling.

Aber vielleicht muss man sich ja daran gewöhnen. Viele Wettermodelle sagen für die nahe Zukunft eine Verschiebung der Jahreszeiten voraus, der Winter wird insgesamt kürzer und tritt später auf. Das Wetter des bisherigen Jahres 2018 würde diese These stützen, der Januar war ungewöhnlich mild, der März hingegen bisher eher zum Vergessen. Aber ein mieser März macht noch keine Klimakatastrophe, der über Jahrzehnte beobachtete Trend ist dennoch eindeutig, nur seine konkreten Folgen schwer zu prognostizieren. Meteorologie ist eben Physik mit verdammt vielen Unbekannten.

Und gerade in Mitteleuropa sind Wetterlagen der unterschiedlichsten Natur eher Regel als Ausnahme. Stellt sich eine Ostwindlage ein, wie in den letzten Wochen, kommt kalte Luft aus Sibirien, bei Süd-West-Strömung wird es schon früh im Jahr vorsommerlich. Jetzt hat sich der Wind ja wieder gedreht, das Schlimmste scheint vorbei. Wir erinnern uns aber auch noch an das Jahr 2013, als der FC Bayern seine Wintermeisterschaft in Frankfurt feierte, an einem 6. April bei Minus drei Grad.

Wie es heuer am 6. April wird? Das ist jetzt ebenso schwer vorherzusagen wie Fußballergebnisse. Immerhin haben Meteorologen für die jeweils nächsten drei Tage mittlerweile recht präzise Instrumente und Modelle. Das ist unter anderem der World Meteorological Organization zu verdanken, die am 23. März 1950 gegründet wurde - seither ist der 23. März der Welttag der Meteorologie. Die internationale Wissenschaftlervereinigung schafft einheitliche Datenformate und fördert den Austausch von Messdaten und Modellen, das Wetter ist schließlich nicht in nationale Grenzen zu stecken.

Die Ausgabe von 2018 des World Meteorological Day hat das Motto "Weather-ready, climate-smart". Denn auch wenn man noch so oft das Gegenteil behauptet: Die Erderwärmung ist real, die Folgen werden es auch sein. Je mehr Energie man in das Wettersystem steckt, umso mehr bekommt man auch in Form von Stürmen und Sturzfluten auch wieder heraus. Darum geht es den Meteorologen heute: Wir müssen uns wappnen, um die Folgen der Klimaänderung und der Häufung von schweren Wettern begegnen zu können. Eine nihilistische Wissenschaftsfeindlichkeit, wie sie heute viele Mächtige an den Tag legen, ist da kontraproduktiv. Peter Müller

Lesetipps für den Freitag

Watt auf die Ohren : Bisher ist es ja nur ein Gerücht, dass Apple im vierten Quartal eigene Noise-Cancelling-Over-Ear-Kopfhörer herausbringen will. Gleichwohl ist die Quelle dafür ein in der Regel gut informierter Analyst: Ming-Chi Kuo von KGI Securities. Warum Apple aber in Konkurrenz zu seiner eigenen Tochter Beats treten sollte, ist nicht so leicht ersichtlich. Doch scheint die Übernahme von 2014 vor allem ihren Zweck beim Aufbau von Apple Music erfüllt zu haben, das mittlerweile 38 Millionen Abonnenten zählt - die in Schwierigkeiten geratene Kopfhörersparte ist von nachrangiger Wichtigkeit. So könnte also ein Apple-Over-Ear nach AirPods und HomePod eine weitere Klangwelt eröffnen. Unsere Kollegen der Macworld haben fünf Wünsche an einen derartigen Kopfhörer formuliert. Der Apple-OverEar müsste demnach wesentlich eleganter daher kommen, als die optische auffälligen und geradezu schreienden Beats-Kopfhörer. Der Klang darf ruhig auch ein wenig feiner sein als der Bässe betonende der jungen Marke. Eine Reihe nützlicher Features wie schnelles Pairing per W2-Chip oder dem automatischen Stopp der Musik, nimmt man den Kopfhörer ab, sind geradezu Pflicht, weil auch andere Hersteller derartiges bieten. Apple könnte aber punkten, wenn sich der bauartbedingte wuchtige OverEar kompakt zusammenfalten ließe. Schlussendlich müsse aber der Preis denen der Konkurrenten entsprechen. Wir sperren die Ohren auf und warten ab, was da noch kommt.

Verschiebung: Apples Wachstum hat die letzten Jahre vor allem das iPhone getrieben. Diese Zeiten seien nun vorbei, meint die Analystin Katy Huberty von Morgan Stanley, der Markt gewissermaßen gesättigt. In den kommenden fünf Jahren werde die Services-Sparte bedeutend zu Apples Wachstum beitragen, mit mehr als 50 Prozent. Das iPhone könne zwar auch weiter etwas zulegen, aber nicht mehr so startk, das Wachstum der nächsten fünf Jahre werde das iPhone nur noch 22 Prozent bestimmen, in den vergangenen fünf Jahren waren es 86 Prozent. Derzeit nehme Apple etwa 30 US-Dollar im Jahr pro Gerät über Services ein, vor einem Jahr seien es noch 25 US-Dollar gewesen. Viele Nutzer von iPhone, iPad und Mac beanspruchten aber noch keine kostenpflichtigen Dienste, der Wert pro aktivem Service-Nutzer sei also weit größer. Huberty rechnet damit, dass hier Potential brach liegt, was Apple in den kommenden Jahren nach und nach erwecken werde, bis zu 100 US-Dollar an Service-Einnahmen pro Gerät seien möglich. Das Kursziel der Apple-Aktie, die derzeit bei 170 US-Dollar steht, setzt die Analystin auf 203 US-Dollar.

Kritik: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International übt harsche Kritik an Apple wegen der Verlagerung von chinesischen iCloud-Konten auf chinesische Server. Auch die Schlüssel für die Apple IDs seien bei Providern im Land hinterlegt, was es dem Regime erleichterte, seine Untertanen auszuspähen und jederzeit an Fotos, E-Mails oder Nachrichten bestimmter Personen zu gelangen. Wollten chinesische Behörden bisher derartige Informationen auslesen, mussten sie sich durch das US-Rechtssystem begeben, um an Durchsuchungsbeschlüsse zu kommen. Nun stünden aber Tür und Tor offen. Apple schaffe damit eine Welt wie in der Dystopie "1984" beschrieben - dabei hatte sich das Unternehmen einst als Verfechter persönlicher Freiheiten feiern lassen. "Apples Streben nach Profiten bringt chinesischen iCloud-Nutzer große Risiken für ihre Privatsphäre," schreibt Amnesty International in einem Blogbeitrag. Apple hatte früher bereits gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, man müsse den chinesischen Gesetzen folgen, um im Land Geschäfte betrieben zu können. Apple-CEO Tim Cook wird China demnächst wieder besuchen, Amneyty nutzt die Gelegenheit zu einer Kampagne in sozialen Netzen.

Präziser: Der Softwareentwickler Cardiogram hat seine mit der Universität von Kalifornien in San Francisco (UCSF) konzipierte Studie zur Erkennung von Herzproblemen anhand des Pulses ausgeweitet. Die Forschung ging mittlerweile erfolgreich durch eine peer Review, ihre Aussagekraft ist demnach höher als bisher. Cardiogram und UCSF zeigen in der Studie, dass die Apple Watch mit der App Cardiogram mit einer Sicherheit von 97 Prozent potentiell gefährliches Vorhofflimmern erkennt. Die dahinter stehenden selbst lernenden Algorithmen des Programms DeepHeart benötigen als Basis auch weniger EKGs als andere Methoden, Cardiogram nutzte lediglich 6338 Datensätze. Das ist ein bedeutender Fortschritt, da EKGs mit der nötigen Präzision aufwendig zu erstellen sind. Die Studie hat nur eine kleine Schwachstelle, denn bei deren Teilnehmern war ein Risiko zu Vorhofflimmern gegeben. Weitere Forschungen wird es an unbelasteten Patienten geben müssen. Womöglich helfen neue Sensoren in künftigen Apple Watches weiter, laut T3 soll die Apple Watch Series 4 präziser den Puls vermessen kann als mit der bisher angewandten Methode mit grünen Leuchtdioden. Für die Pulsmessung werde man dann den Rahmen der Uhr mit der freien Hand fassen müssen - ähnlich funktioniert das als medizinisches Gerät freigegebene Kardio Band von AliveCor.

Ansage: Ob Jimmy Iovine Apple Music tatsächlich verlässt und nur noch beratend für den Streamingdienst tätig sein wird, ist nach wie vor nicht bestätigt. Aber was der Musikproduzent, der vor 42 Jahren als Produktionsassistent für John Lennons Werk Walls and Bridges in die Branche kam, in einer Netflix-Dokumentation sagt, lässt auf Diskrepanzen mit dem Top-Management Apples schließen. Denn Streamingservices würden es einfach noch nicht richtig machen, inklusive der Marktführer Spotify und Apple Music, erklärt Iovine in der Dokumentation "The Defiant Ones", die seinen Weg als Gründer von Beats nachzeichnet. Die Situation sei auch unbefriedigend, für Künstler wie Anbieter. Denn Musiker beklagen, mit Straming kaum Geld verdienen zu können, auch sind weder Apple Music noch Spotify profitabel. Alle Angebote würden sich zu sehr ähneln, käme nun einer auf die Idee, den Preis signifikant zu senken, wären alle anderen zerstört. Die Streamer müssten von Netflix, das die nämliche Dokumentation verantwortete, lernen, und Iovine erklärt auch, was genau: "Netflix hat tonnenweise originäre Inhalte, jedes Jahr kommen Werte von sechs Milliarden US-Dollar hinzu." Stramingdienste haben hingegen alle den gleichen Katalog und die gleiche Musik. Das sei die Schuld der Plattenfirmen, die das so wollen. Aber wenn nicht Dienste wie Apple Music oder Spotify zu einer eigenen Plattformen würden, könnten sie auch nicht skalieren, meint Iovine. Auch Apple sei es trotz vielversprechender Anfänge nicht gelungen, Künstler wie Drake oder Adele zu überreden, ihre Musik nicht bei Spotify anzubieten. Verbleibendes Alleinstellungsmerkmal ist Beats One, das auf prominente Radio-DJs setzt. Apple Music werde sich weiter um exklusive Inhalte kümmern, auch wenn Iovine nur noch beratend tätig sein wird, verrät der Beats-Gründer.

Weitere Nachrichten:

iPhone, iMacs, Macbook Pro: Angebote bei Cyberport

Das ganze Wochenende bietet Cyberport zum GreenWeekend eine ganze Palette an Sonderangeboten. Dazu gehören sehr viele Apple-Produkte, die interessantesten Angebote haben wir hier für Sie aufgelistet

Hinweis: Beim angegebenen Vergleichspreis handelt es sich um den Verkaufspreis von Cyberport, der oft bereits deutlich unter dem Preis im Apple Store liegt.

 

iPhones aus China: Wie Apple das US-Handelsdefizit mitverursacht

Zu den größten Klagen Donald Trumps gehört das Außenhandelsdefizit der USA: Um 375 Milliarden US-Dollar sind die Importe aus China höher als die Exporte der USA nach China. Allerdings sind die häufig genannten Zahlen in einer globalisierten Welt sehr anfechtbar, wenn man den Ort der Wertschöpfung berücksichtigt. "Reuters" hat dies jetzt an einem simplen Beispiel nachgerechnet : Apples iPhone. Apple trägt nämlich recht beträchtlich zum Handelsdefizit bei, wurden doch im letzten Jahr 61 Millionen iPhones in die USA importiert. In den Handelsstatistiken tauchen sie als chinesische Importe mit einem Wert von etwa 15,7 Milliarden US-Dollar auf, lässt Apple sie doch im Schnitt für 259 US-Dollar in China produzieren. Es wäre aber falsch, die sogenannte Wertschöpfung komplett China zuzuweisen, wie es die herkömmliche Handelsstatistik macht.

Der einfache Grund: Beim iPhone handelt es sich nicht um ein komplett in China aus chinesischen Komponenten hergestelltes Produkt. Es wird dort eigentlich nur aus zahlreichen global eingekauften Bauteilen zusammengesetzt – was in den USA deutlich teurer wäre. Abgesehen von wenigen chinesischen Bauteilen bekommen Apples Herstellerfirmen wie Foxconn für dieses Assemblieren etwa 8 bis 15 Dollar pro iPhone. Weit höhere Beträge gehen dagegen an die Hersteller der vielen Bauteile. Besonders wertvoll sind laut Analysefirmen wie IHS etwa die Displays, die von den koreanischen Firmen LG und Samsung stammen. Aus Japan wird der teure Speicher bezogen, aus Europa ebenfalls einige Bauteile, nicht zu vergessen das Modem der US-Firma Qualcomm. Ein Großteil der Wertschöpfung erfolgt ja in den USA aber über die Entwicklung, Forschung, Werbung und Vertrieb – so kostet das iPhone X ja vielleicht 400 Dollar in der Herstellung, wird aber für 1150 Dollar in den USA verkauft. Dabei wird es nach unserer Meinung noch einmal komplizierter, wenn man die von Apple selbst hergestellten Komponenten wie die CPU in dieser Rechnung auftauchen sollen.

Diese begrenzte Wertschöpfung gilt natürlich nicht für alle aus China importierten Produkte. Nach Berechnungen eines Ökonomen, den "Bloomberg" zitiert, ist das Handelsdefizit aber eigentlich um 36 Prozent niedriger und liegt eher bei 239 Milliarden statt 375 Milliarden. Ein Eingriff in dieses System durch Zölle ist deshalb besonders problematisch. Für andere asiatische Länder wie Korea und Taiwan wird ein starker Kollateralschaden befürchtet, aber auch US-Firmen und Verbraucher werden durch höhere Zölle stark betroffen – würden doch teurere Importe auch höhere Preise für Verbraucher oder niedrigere Gewinne nach sich ziehen. Apple hat zwar angekündigt, stärker auf amerikanische Anbieter zurückzugreifen, mit einem Betrag von 55 Milliarden pro Jahr, trotzdem wird wohl der Großteil der iPhone-Herstellung außerhalb der USA stattfinden.

Chinesische Raumstation stürzt bald auf die Erde

Nach jüngsten Berechnungen wird die chinesische Raumstation Tiangong-1 zwischen dem 30. März und dem 6. April auf die Erde stürzen. Und damit etwas später als ursünglich vorhergesagt. Einen konkreteren Termin kann die ESA erst drei bis vier Tage vorher berechnen. Im Laufe der kommenden Woche wird es also dahingehend noch einmal ein Update geben.

Für Bewohner in Deutschland sind aber die Breitengrade, zwischen denen die Trümmer der ausgemusterten Raumstation auf der Erde aufschlagen, viel wichtiger. Und diesbezüglich kann für Mittel- und Nordeuropa Entwarnung gegeben werden.

Denn der Wiedereintritt von Tiangong-1 in die Erdatmosphäre findet zwischen den Breitengraden 43 Grad Nord und 43 Grad Süd statt (der Äquator ist der Breitengrad 0). Falls Sie mit den Breitengraden nicht so vertraut sind: In Europa müssen die Menschen in Portugal, Spanien, Italien und Griechenland die Köpfe einziehen. Und natürlich alle Bewohner rund um den Globus, die zwischen diesen Breitengraden wohnen. Nimmt man die südliche Breite als Grenze, so sind zum Beispiel große Teile Afrikas betroffen.

Zwar wird die 8,5 Tonnen schwere Raumstation beim Wiedereintritt in  die Erdatmosphäre großenteils verglühen. Die Weltraumwissenschaftler halten es aber für wahrscheinlich, dass kleinere Trümmerteile auf der Erde aufschlagen werden. Das oben zu dieser Meldung abgebildete Foto von Aerospace zeigt die Bereiche der Erde, in denen Trümmer auf dem Boden aufschlagen können. Der gelb markierte Streifen hat eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, im größeren grünen Bereich ist es eher unwahrscheinlich, dass Trümmer auf die Erde fallen. Die blauen Bereiche sind vollkommen sicher – sagen die Wissenschaftler. Der Wiedereintritt erfolgt vermutlich unkontrolliert, weil die chinesische Bodenstation den Kontakt zur Raumstation verloren hat.

Tiangong-1 ist beziehungsweise war die erste Raumstation, die China ins All geschossen hat. Die 15 Kubikmeter große Station war für Experimente im All gedacht und beherbergte zwischenzeitlich chinesische Astronauten an Bord. Am 30. September 2011 brachte sie eine chinesische Rakete ins All. Die letzten Astronauten verließen Tiangong-1 im Juni 2013.

Laut Aerospace wurde bisher noch nie ein Mensch durch Trümmer von einer abstürzenden Raumstation oder einem Satelliten verletzt oder getötet. Bisher wurde laut Aerospace überhaupt nur eine Person von Trümmern getroffen: Lottie Williams aus Tulsa in Oklahoma. Das geschah 1996, die Frau wurde dabei aber nicht verletzt.

Studie: Soziale Netzwerke machen Kinder unglücklich

In einer aktuellen Studie haben Forscher der englischen University of Essex den Zusammenhang von Wohlbefinden und der Nutzung von sozialen Medien im Alter von 10 bis 15 Jahren untersucht. Dafür befragten sie fast zehntausend Kinder und Jugendliche in einem Zeitraum von fünf Jahren.

Im Zuge der Auswertung tauchten deutliche Zusammenhänge zwischen dem Wohlbefinden und der Social-Media-Nutzung auf – jedoch nur bei den weiblichen Studienteilnehmern. Während bei den Jungen die Zufriedenheit mit höherer Nutzung von sozialen Netzwerken nicht abnimmt, ist bei den Mädchen eine deutliche Abwärtskurve zu sehen. Bei den weiblichen Studienteilnehmern, die bereits mit zehn Jahren einen Social-Media-Account hatten, nahm das Wohlbefinden im Rahmen der Langzeitstudie in den nächsten fünf Jahren deutlich ab.

In den sozialen Medien werden von Nutzern fast ausschließlich positive Ereignisse geteilt. Im Alter von zehn Jahren können sich Kinder noch nicht vorstellen, dass ihre Facebook- und Instagram-Vorbilder auch mal einen schlechten Tag haben. Da sie in den sozialen Medien nur mit Schönem und Positivem konfrontiert werden, empfinden sie ihr eigenes Leben zunehmend als langweilig oder schlecht. Daraufhin werden sie unglücklich, erklärt Studienautorin Cara Booker. Medienkompetenz könnte den Kindern helfen, sich selbst weniger unter Druck zu setzen.

Trend: Smartphone-Spiele übernehmen den Spielemarkt

Auf der diesjährigen Game Developers Conference wurden neben Konsolen- und PC-Spielen auch zahlreiche Games für Smartphones präsentiert. Zu den Schwergewichten zählen die Mobilumsetzungen von "Fortnite" und " PlayerUnknown’s Battlegrounds" (PUBG). Während PUBG auch für Android-Geräte zur Verfügung steht, ist "Fortnite" nur exklusiv auf dem iPhone spielbar. Speziell beim Koop-Survival-Spiel "Fortnite" von Epic Games zeichnet sich ein Trend ab: Die Mobilumsetzung steht ihrem Vorbild in nichts nach und erlaubt sogar das gemeinsame Spielen mit PC- und Konsolenbesitzern. 

Bislang waren Mobilumsetzungen grafisch deutlich abgespeckt oder kaum noch mit ihren großen Vorbildern vergleichbar. Bei einer direkten Gegenüberstellung wird deutlich, dass "Fortnite" auf aktuellen Geräten wie dem iPhone X eine sehr gute Figur macht. Die Reduzierungen im Detailgrad sind durch die leistungsfähige Technik in Apples Flaggschiff nur bei genauem Hinsehen zu erkennen. Anders sieht es auf älteren Geräten wie dem iPhone 6S aus: Hier sieht man noch deutliche Unterschiede – bislang noch typisch für Mobilumsetzungen. Von der Exklusivität von "Fortnite" auf iOS-Geräten dürfte Apple profitieren. Zwar sind die Android-Smartphones ebenfalls leistungsfähig, doch je nach Modell gibt es große Unterschiede bei der Rechenleistung, der Android-Version oder den aufgespielten Aktualisierungen. Apple hingegen hat mit dem iPhone eine relativ homogene Plattform etabliert.

PubG Mobile: PC-Hit jetzt für Android und iOS verfügbar

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