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Morgenmagazin vom Freitag, 25. Januar 2019

25.01.2019 | 07:11 Uhr |

Tim Cook in Davos +++ Quslcomm mit schlechten Karten in neuem Münchener Patentprozess +++ Microsoft Office 365 jetzt im Mac App Store +++ Autonomes Fahren: Apple zieht 200 Mitarbeiter von Projekt "Titan" ab +++ Smart Speaker: Deutsche Telekom verschiebt Angriff auf Amazon und Google +++ Leak: Samsung arbeitet an eigener Krypto-Wallet +++ Google Chrome will Werbeblocker aussperren

25. Januar: Auf den Kopf gestellt

Guten Abend allerseits! Es ist Montag und der Abendreport grüßt Sie zu dieser lauschigen Sommernacht, die Sie sicher gerne mit einem Windows-Laptop auf dem Schoß … Was ist hier los? Noch nicht ganz wach und am Freitag Morgen in einem Alptraum von einem Montag gefangen? Wenigstens das mit dem Sommer war angenehm, aber wenn das mit einem Windowsrechner verbunden ist?

Keine Sorge, wir werden schon im zweiten Absatz wieder halbwegs normal, wollten aber nur an den heutigen Gegenteiltag erinnern. Wo der genau herstammt, ist ungewiss, ein US-Abgeordneter des 19. Jahrhunderts soll eine derartige Tradition gepflegt haben und Präsident Calvin Coolidge hat 1927 behauptet, dass der im darauf folgenden Jahr nicht kandidieren wolle. „I do not choose to run for president in 1928“. Hatte POTUS 30, der als gewählter Vice durch den Tod seines Vorgängers Warren G. Harding 1923 in das Amt aufrückte und die Wahl 1924 gewann, damit aber nicht genau das Gegenteil gemeint? Tatsache war dann aber doch, dass der amtsmüde  Coolidge nicht mehr antrat, obwohl ihm die Verfassung die zweite Wiederwahl gewährt hätte. In den USA scheinen heutzutage Präsidenten, Abgeordnete und Senatoren das Gegenteil von Politik zu betreiben. Oder ist das Gegenteil richtig und die Politik zeigt derzeit nur ihre konsequente, wenn auch schmutzige Seite? Viele hoffen ja, dass in Washingto oder New York oder in einem Golfressort in Florida ein Satz fällt wie „I do not choose to run … “ oder dass der Vize den Chef sogar vorzeitig ablöst. Ob’s dadurch besser würde oder im Gegenteil noch schlimmer, sei aber dahin gestellt.

Richten wir uns aber lieber auf ein erholsames Wochenende ein und beneiden noch eine Weile die Australier, die am Samstag ihren Nationalfeiertag begehen. Im Gegenteil zu uns haben die Sommer. Und jetzt schon Abend. Aber Freitag ist down under auch noch. Schönes Winterwochenende hierzulande, mit Mac, iPad und iPhone! Peter Müller

Lesetipps für den Freitag:

Bessere Bilder: Apple verbessert vor allem die Kamera des iPhones Jahr für Jahr und bringt neue Features exklusiv für neue Modelle. Für das Jahr 2019 wird sich Apple wieder etwas überlegen müssen, die Kameras des Google Pixel 3 gelten als die derzeit besten, Stichworte: Nachtsicht und Weitwinkelselfie. Womöglich muss Apple seine Strategie überdenken schlägt Jason Snell in seiner Macworld-Kolumne "More Color" vor. Denn die Hardware ist nicht mehr bedeutend zu verbessern, ein drittes Objektiv für die Rückseite und ein zweites für die Selfie-Kamera in der Notch nicht unbedingt der Königsweg. Google habe es mit Software vorgemacht, denn die Nachtsicht basiert vor allem auf Langzeitbelichtungen, die mit viel KI mit Kurzbelichtungen zu Bildern zusammen gebaut werden, die beeindruckend Details auch bei großer Dunkelheit zeigen – Nachtsicht ist indes auch per Softwareupdate auf dem Pixel 2 verfügbar. Apple beteuert zwar, neue Features der Software würden die verbesserte Hardware benötigen, etwas Smart HDR die jüngsten A-Prozessoren und ihre neuronalen Kerne. Doch könnte Apple neue Features durchaus auch so entwickeln, dass sie auch auf einigen älteren Geräten noch zufriedenstellend funktioniert. Der Anreiz, ein neues iPhone wegen einer solchen Innovation sich anzuschaffen, entfiele dann aber.

Bessere Überwachung: Arlo, Hersteller von smarten Überwachungskameras, bietet seinen Kunden ab sofort die Möglichkeit, die Aufnahmen der Ultra 4K Sicherheitskamera gratis in der Clous zu speichern. Videos werden dabei für sieben Tage vorgehalten. Damit unterscheidet sich Arlo wesentlich von der Konkurrenz wie Nest, das Neukunden nur für einen Monat den Cloudspeicher gratis überlässt, dann aber mindestens zehn Euro pro Monat verlangt. Über die gesamte Nutzungszeit einer Kamera spart man sich bei Arlo damit mehrere hundert Euro. Arlo arbeitet zudem an der Möglichkeit, dass man die auf die interne SD-Card aufgezeichneten Videos auch aus der Ferne abrufen kann, bisher war das nicht möglich. Der (kostenpflichtige) Premium Clud Service bietet neben einer längeren Vorhaltezeit für Videos auch noch nützlich Features wie Gesichtserkennung oder kann Bewegungen von Tieren oder Menschen auseinander halten.

Geschäftsreise: Der US-Präsident fehlte auf dem Weltwirtschaftsforum und so recht mag ihn keiner vermisst haben, Delegationen aus den USA fanden dennoch den Weg in die verschneite Schweizer Bergwelt. Apple-CEO Tim Cook wurde auf dem Event gesichtet, speziell bei einem Dinner mit Brasiliens rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro, an dem auch Microsoft-Chef Saty Nadella teilnahm. Was Cook mit Bolsonaro zu besprechen hatte, wollten Apple-Sprecher gegenüber dem Fernsehsender CNBC nicht kommentieren - Brasilien spielt auf Apples Landkarte noch keine besondere Rolle, gilt aber als Wachstumsmarkt. Ebenso wenig wichtig ist für Apple Armenien, Cook traf sich aber in Davos auch mit dem Ministerpräsidenten des Landes, Nikol Pashinyan. Auch mit dem Kronprinzen von Dubai Mohammed Al Maktoum hat Cook gesprochen, im kleinen Emirat am Persischen Golf betriebt Apple zwei Stores, laut IDC hält Apple in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Marktanteil von 25 Prozent.

Go East: Über konkrete Inhalte eines Gesprächs während des Cook-Besuchs im Engadin berichtet 9to5Mac. Wie der Ministerpräsident der Tschechischen Republik Andrej Babiš via Twitter verlauten ließ, hat er  Tim Cook dazu angeregt, einen Apple Store in Prag zu eröffnen - in Tschechien ist Apple bis dato nur über Handelspartner präsent. Tschechien sei ein idealer Standort, als "Land der Zukunft", preist Babiš seine Republik an, in der über 500 Ingenieure an künstlicher Intelligenz arbeiteten, was Cook begeistert zur Kenntnis genommen habe.

Schlechte Karten : Nächste Woche steht am Landgericht München I eine weitere Entscheidung über Qualcomm-Patente an, berichtet der Patentexperte Florian Müller in seinem Blog Foss Patents. Es gehe um acht Fälle, die sich auf vier Patente beziehen und nach Ansicht Müllers hat Qualcomm kaum eine Chance, auch nur einen der Fälle zu gewinnen. Denn das Europäische Patentamt, das in München seinen Sitz hat, hält nach einer ersten Prüfung die vier fraglichen Patente für ungültig. Qualcomm hätte selbst bei einer Entscheidung des Gerichts zugunsten seiner Patente wenig Möglichkeiten, die Daumenschrauben für Apple weiter anzuziehen, das iOS 12 einen Workaround enthält, der die geschützten Techniken umgeht. In einer anderen Sache ist das Verkaufsverbot für iPhone 7 und 8 weiterhin aufrecht erhalten, aber größtenteils wirkungslos, da die Geräte über Retailer und Provider weiter erhältlich sind. Apple hat gegen das Urteil aus dem Dezember Berufung eingelegt, die angerufene nächst höhere Instanz verweigert Müller aber Auskunft über den Stand des Prozesses.

Weitere Nachrichten:

Microsoft Office 365 jetzt im Mac App Store

Der Mac App Store schließt eine wesentliche Lücke in seinem Softwareangebot. Wie Apple bereits auf der WWDC im vergangenen Juni angekündigt hat , sind nun die Office-365-Apps in Apples Softwarevertrieb verfügbar. Word, Outlook, Powerpoint, Excel und OneNote stehen als einzelne Anwendungen zur Verfügung, das Abo für Office 365 lässt sich als In-App-Kauf erwerben, Office 365 Personal kostet 69 Euro. Die Pendants für iOS sind schon seit längerer Zeit im App Store zu erwerben, für den Softwarevertrieb gibt es auf der mobilen Plattform auch keine Alternative. Bisher bot Microsoft seine Software für den Mac per Download auf seiner Website an, dort konnte man auch das Abo lösen, zu Preisen ab 70 Euro pro Jahr.

Auch Unternehmen können die Verteilung von Office-365-Lizenzen über den Mac App Store und den Apple Business Manager erledigen. Sowohl in Cupertino als auch in Redmond freut man sich über die Kooperation. Apples Pressemitteilung zitiert den SVP für weltweites Marketing Phil Schiller: "Apple und Microsoft haben zusammengearbeitet, um Mac-Anwendern von Anfang an eine großartige Produktivität mit Office zu bieten. Jetzt, mit Office 365 im Mac App Store, ist es einfacher denn je, die neueste und beste Version von Office 365 für Mac, iPad und iPhone zu erhalten."  Jared Spataro, Corporate Vice President von Microsoft, ist ebenso zufrieden: "Wir haben eng mit Apple zusammengearbeitet, um Mac-Anwendern die beste Produktivitätserfahrung zu bieten – ein Erlebnis, das man von Office kennt und liebt und das durch die speziellen Features auf dem Mac einzigartig ist."

Lesen Sie hier: Office 2019 – das ist neu

Die Office-365-Apps sind komplett an macOS 10.14 Mojave angepasst und bieten daher Neuerungen wie den Dunkelmodus oder die Kamera-Übergabe von iPhone und iPad, auf neueren Macbook Pro nutzt die Software auch die Touchbar mit.

Software im Abonnement zu vertreiben und nicht zu einem einmaligen Preis ist noch ein relativ neues Modell, Apple bietet Entwicklern die Möglichkeit, ihre Programme per wiederkehrender Gebühr an die Kunden zu bringen, erst seit 2017 an – unternimmt aber große Anstrengungen, dass die Hersteller diesen Vertriebsweg auch beschreiten . Vorteile von Abo-Software ergeben sich zunächst für die Anbieter, die regelmäßig Einnahmen generieren und nicht nur einmalig – und dann erst ein paar Jahre später wieder, wenn eine neue Version herauskommt. Zudem sind die Preise nominell geringer, 70 Euro im Jahr hört sich für den Kunden womöglich attraktiver an als einmalig 350 Euro – im Mac App Store kosten die wenigsten Programme dreistellige Eurobeträge. Aber auch Nutzer haben im Abo Vorteile, da sie auf regelmäßigerer Basis Updates erhalten. Bei einem Rechnerwechsel ist aus dem Mac App Store einmal gekaufte oder abonnierte Software wieder schnell auf den Mac geladen, sobald man sich mit seiner AppleID angemeldet hat.

Lesen Sie hier: Steckt der Mac App Store in der Krise?

Noch fehlt aber ein wichtiger Softwarehersteller, der ebenso wie Microsoft schon sehr früh hohe Relevanz für den Mac hatte, mit seinem Abo: Adobe. Die Creative Cloud ist nach wie vor nur über den Hersteller zu beziehen, im Mac App Store gibt es aber immerhin Photoshop Elements als Kaufversion für 110 Euro. Ebenso im Juni 2018 angekündigt hat Apple Adobes Lightroom CC, aber keine weiteren Bestandteile der Creative Cloud. In diesem Jahr wird eine Vollversion von Photoshop auch für das iPad Pro erscheinen, es ist nicht auszuschließen, dass das auch Auswirkungen auf das Softwareangebot im Mac App Store hat – und Photoshop CC womöglich zugleich mit Lightroom CC in den Mac App Store kommt. Andere Programme wie Indesign, Illustrator oder Premiere sind dagegen erst einmal nicht zu erwarten.

Autonomes Fahren: Apple zieht 200 Mitarbeiter von Projekt "Titan" ab

"Autonomes Fahren", also Fahrzeuge die eigenständig und ohne Unterstützung durch einen Menschen fahren können, gilt als einer der größten Zukunftsmärkte überhaupt. Nach Meinung von Experten sollen bereits in wenigen Jahren die ersten vollautomatischen PKWs auf den Markt kommen. Bei der Entwicklung geht es nicht nur um klassische Automobiltechnik, sondern vor allem um künstliche Intelligenz und Vernetzung. Kein Wunder also, dass nicht nur die Big-Player der Automobilwelt mitmischen, sondern auch die großen Konzerne des Silicon Valley. Google ist mit dabei und natürlich auch Apple. Was bisher darüber bekannt ist haben wir hier für sie zusammengefasst. 

Bei Apple läuft das Projekt unter dem Codenamen "Titan". Und aus diesem wurden über 200 Mitarbeiter in andere Abteilungen versetzt. Apple begründet das damit, dass das Team des Projekts "Titan" sich in diesem Jahr auf einige Schlüsselbereiche fokussiert. Mitarbeiter, die nicht in diesen Bereichen tätig sind, würden deshalb in andere Abteilungen des Unternehmens versetzt. Somit könne ihre Expertise weiter genutzt werden. 

Zuwachs von Expertise durch Start-Ups

Das US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg vermutet mehr dahinter. Alex Webb führt in einem Kommentar zu dem Thema an , dass Apple schon von Beginn der Entwicklung an einen Rückstand auf Konkurrenzunternehmen auf dem Gebiet hatte. Start-Ups und auch andere große Unternehmen begannen bereits Jahre zuvor mit der Erforschung autonomer Fahrsysteme. Als Apple im Jahr 2017 offiziell mit Testfahrten begann, hatte Alphabets Tochterunternehmen Waymo bereits über 350.000 Meilen Testfahrt zurückgelegt. Webb vermutet, dass Apple zwar ein Kernteam weiter an dem Projekt arbeiten lassen möchte. Somit soll sichergestellt sein, dass Apple genug Fachwissen beibehält. Mit dieser Basis könnte Apple zu einem späteren Zeitpunkt ein Start-Up-Unternehmen aufkaufen und in das Unternehmen einzuverleiben. 

Smart Speaker: Deutsche Telekom verschiebt Angriff auf Amazon und Google

Der Angriff auf Amazon Echo mit Alexa und Google Home mit Google Assistant wird weiter verschoben: Denn der Smart Speaker der Deutschen Telekom verzögert sich erneut. Das berichtet Caschys Blog und zitiert aus einer entsprechenden Mail der Deutschen Telekom an interessierte Nutzer, die sich für den Beta-Test des Smart Speaker registriert haben.

Demnach bittet die Telekom die Beta-Tester bis April 2019 um Geduld. Dann würde die Deutsche Telekom sagen, wie es weitergeht. Als Grund für die erneute Verschiebung sagt die Telekom: „Wir benötigen deutlich länger für das Training und die weitere Optimierung des Sprachassistenten als ursprünglich geplant.“ Anscheinend bereiten Details der Datenspeicherung Probleme.

Ursprünglich wollte die Deutsche Telekom ihren Smart Speaker im ersten Halbjahr 2018 einführen. Doch der Juni 2018 ging vorüber, ohne dass die Telekom ihre Antwort auf Amazon Echo vorstellte. Als Grund für die Verzögerung nannte uns die Telekom auf Nachfrage, dass sie „etwas mehr Entwicklungszeit“ benötige. Ende August 2018 startete die Telekom dann die Suche nach Beta-Testern.

Die Benutzer sollen den Smart Speaker mit dem Weckruf „Hallo Magenta“ starten. Er soll 149,99 Euro kosten und in den Farben Weiß und Schwarz erhältlich sein. Er besitzt ein Stereo-Audiosystem, das vom Fraunhofer Institut entwickelt wurde und eine hochwertige Soundausgabe ermöglichen soll. Befehle werden lediglich 30 Tage gespeichert, wie die Telekom betont. Die Server befinden sich ausschließlich in Deutschland und unterliegen damit dem strengen deutschen Datenschutzrecht. Und ganz wichtig, um die Akzeptanz des Smart Speaker der Telekom zu verbessern: Er versteht auch Alexa und unterstützt Alexa-Skills.

Leak: Samsung arbeitet an eigener Krypto-Wallet

In dieser Woche sind neue mutmaßliche Fotos von Samsung Galaxy S10 geleaked . Dieses Mal sind jedoch nicht das fast randlose Display sowie das neue Punch-Hole für die Frontkamera für die Gerüchteküche interessant, sondern die App, die auf dem Bildschirm des neuen Samsung-Smartphones angezeigt wird. Dabei handelt es sich um eine Anwendung namens Samsung Blockchain KeyStore. Auf der Startseite wird sie mit dem Text „ein sicherer und praktischer Aufbewahrungsort für Ihre Krypto-Währungen“ beschrieben. Laut den Mutmaßungen könnten die durch den Twitter-Nutzer Ben Geskin veröffentlichten Fotos darauf hindeuten, dass das Galaxy S10 mit einer integrierten Wallet für Krypto-Währungen ausgeliefert wird.

Ein weiterer Screenshot zeigt, dass Nutzer eine bereits bestehende Krypto-Wallet in den Samsung Blockchain KeyStore importieren können. Das Anlegen einer neuen Wallet ist in der App ebenfalls möglich. Zum Launch der Software wird den Bildern zufolge vorerst nur die Krypto-Währung Ethereum unterstützt. In absehbarer Zeit könnten jedoch noch weitere Krypto-Währungen hinzukommen. Offiziell vorgestellt werden die neuen Galaxy-S10-Modelle im Rahmen eines Unpack-Events am 20. Februar 2019.

Google Chrome will Werbeblocker aussperren

Google will die Sicherheit für seinen Chrome-Browser weiter verbessern. Im Manifest V3 legte der Internet-Konzern in dieser Woche detaillierte Pläne für Beschränkungen von Chrome-Erweiterungen vor. Diese sollen künftig beispielsweise nach der Installation keinen Code mehr aus dem Internet nachladen dürfen. Im Rahmen der geplanten Änderungen soll auch die Programmierschnittstelle webRequest entfernt werden – ganz zum Ärger von Werbeblocker-Entwicklern. Denn viele von ihnen greifen auf genau diese Schnittstelle zurück, um die Anzeige von Werbung zu verhindern.

Nach der Offenlegung von Manifest V3 laufen Werbeblocker-Entwickler in dieser Woche Sturm. uBlock Origin übt harsche Kritik, während Ghostery gar mit einer Kartellklage droht. Die Entwicklergemeinde wirft dem Suchmaschinen-Konzern vor, aus wirtschaftlichen Interessen gezielt gegen Anti-Tracking-Tools und Werbeblocker vorzugehen. Google reagierte heute auf die Kritik und versucht zu beruhigen. Das Manifest V3 sei derzeit noch nicht final. Das Unternehmen wolle mit den Erweiterungsentwicklern zusammenarbeiten, damit deren AddOns auch in Zukunft im Chrome-Browser funktionieren. Dennoch lege Google aber auch sehr viel Wert darauf, die Sicherheit seiner Nutzer zu verbessern.

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