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Morgenmagazin vom Mittwoch, 11. April 2018

11.04.2018 | 07:04 Uhr |

Mac Pro 2019: Mit Xeon Ice Lake, Radeon Navi und sehr teuer +++ Wie Steve Jobs Tim Cook zu Apple lockte +++ Apple muss 500 Millionen US-Dollar an VirnetX zahlen +++ Fehler in macOS 10.14 High Sierra mit dem Ruhezustand +++ Bundesgerichtshof verhandelt über Dashcams als Beweismittel +++ Eneby: Bluetooth-Lautsprecher von Ikea +++ Project Zanzibar: Interaktive Eingabematte von Microsoft +++ iOS 11.3: iPhone reagiert nach Display-Tausch nicht mehr

11. April: Legendäres Produkt mit voller Sichtbarkeit

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Vor 42 Jahren ging das aber verdammt schnell: Am 1. April gründete sich in Kalifornien eine Firma und schon zehn Tage später lieferte sie ihr erstes Produkt aus! Natürlich hatten Steve Jobs und Steve Wozniak nicht erst am Tag der Eintragung Apples in das Handelsregister damit begonnen, ihre Firma und deren Produkte zu gestalten, sie waren nicht erst zehn Tage vor der Premiere des Apple I erst auf die Idee gekommen, man könnte mal „etwas mit Computern“ anfangen - Apple hatte bekanntlich eine längere Vorgeschichte und gewissermaßen war der Apple I zuerst da und dann erst das Unternehmen, das ihn produzierte und verkaufte. 666,66 US-Dollar kostete die Platine, Gehäuse, Tastatur und Bildschirm musste man selbst mitbringen. Aber das war ja der Clou dieses ersten persönlichen Computers: Man konnte ihn quasi in jedem Haushalt an den dort vorhandenen Fernsehapparat anschließen.

Noch heute tauchen vereinzelt Apple I in den großen Auktionshäusern der Welt auf und erzielen dabei sechsstellige Erlöse. Dazu muss aber der Rechner funktionsfähig sein und in einem Gehäuse stecken. Die heute erhaltenen Konstruktionen sind meist aus Holz, irgendwie passend.

Doch schon ein Jahr später bekam der Nachfolger Apple II, das Gerät, das schlussendlich den Ruhm des Unternehmens begründete, schon ab Werk ein Gehäuse. Nicht aus Holz, aber aus damals als formschön empfundenen grau-beigen Plastik. Das Design der äußeren Hülle war seinerzeit Steve Jobs’ ganzer Stolz, zwanzig Jahre später sagte er aber nach seiner Rückkehr zu Apple der einst modernen Farbe den Kampf an: „Sorry, no beige“ war einer der Slogans der für den iMac und sein „transluzentes“ Gehäuse in einem blaugrün warb, das angeblich an einem Strand in Sydney zuhause ist.

Die Offenheit und die Schönheit des Verborgenen gehört seit jeher zu den Designprinzipien Apples, die Steve Jobs dem Unternehmen von Anfang an eingeimpft hat. Eine Platine, die ja nach dem Apple I keiner der Anwender mehr zu sehen bekam, sollte nicht nur effizient bestückt sein, sondern auch schön aussehen und nicht unordentlich vollgestopft. Ein Computer verliert viel von seiner Unzugänglichkeit, kann man ihm durch ein halbtransparentes Gehäuse bei der Arbeit zusehen - na gut, so wirklich viel hat man dann beim iMac doch nicht gesehen. Und ein Design muss in sich stimmig sein, so färbte Apple Mitte der 2000er am schwarzen iBook sogar den Kontakt in der USB-Buchse schwarz. Wer je seinen iMac G4 (Schreibtischlampe) aufgeschraubt hat, der fand darin nicht nur eine kreisrunde Platine, diese war auch noch anders als die in anderen Computern blau. Das normalerweise Unsichtbare ist ja trotzdem vorhanden, warum sollte es dann hässlich oder inkonsistent sein?

So begehen wir am 11. April den Unsichtbarkeitstag im Gedenken an die verborgenen Qualitäten und Realitäten unserer Rechner und wollen nicht selbst unsichtbar werden. Den der Unsichtbare, der alles Licht um sich herumlenkt oder es durch sich durch scheinen lässt, damit ihn niemand sieht, kann auch selbst nicht sehen: Er wechselwirkt ja nicht mit dem Licht. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch

Präsentiert: Während Pages in iOS und macOS wesentliche Neuerungen bekommen hat, sind die Innovationen in Keynote 4 für iOS und Keynote 8 für macOS hingegen überschaubar - vor allem das Werkzeug für Bildergalieren sticht hervor. Unser Macworld-Kollege Glenn Fleishmann hat dennoch beide Programme angesehen. Beasonders schmeichelhaft fällt sein Fazit für Keynote 8 für den Mac nicht aus, Apple sollte mehr Interaktionen bieten und echte Verbesserungen. Recht viel besser gefällt ihm Keynote 4 für iOS auch nicht, trotz dessen Unterstützung für den Apple Pencil. Denn hier hat Apple offenbar vergessen, wie bei der Mac-Version die Option zu integrieren, den Zeitabstand zwischen einzelnen Bildern in automatisch ablaufenden Diashows zu ändern.

Science Fiction: Laut eines Berichts von Deadline hat Apple offenbar den Zuschlag für die Verfilmung der Foundation-Trilogie des Schriftstellers Isaac Asimov erhalten und wird diese als Serie in seinen TV-Streamingdienst bringen. Die Firma Skydance television, die im letzten Juni die Filmrechte von der Asimov-Stiftung erhielt, wird die Serie produzieren, mit prominenten Verantwortlichen so sollen David S. Goyer, der etwa "Batman Begins" und "The Dark Knight" schrieb und Josh Friedman, der mit James Cameron auch an einem Neustart des Terminators und einer Fortsetzung von Avatar arbeitet, als ausführender Produzent und Showrunner fungieren. Mehr Details sind nicht bekannt, vor allem nicht, wann die Serie fertig für den Stream sein wird.

Ausweitung der Kampfzone: Nun untersuchen auch Behörden in Israel, ob Apple beim Bremsen von iPhones mit schwachem Akku Regeln des Verbraucherschutzes verletzt hat. Die Consumer Protection and Fair Trade Authority hat nach eigenen Angaben dazu Apples Israel-Chef Rony Friedman befragt. Die Behörde hätte die Macht, signifikante Strafen zu erheben, es sei aber noch viel zu früh, um einen Ausgang des Verfahrens zu prognostizieren, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Apple verweigerte jeden Kommentar zu der Angelegenheit. Anfang des Jahres war herausgekommen, dass iOS iPhones ab der Baureihe iPhone 6 in der Leistung beschränkt, wenn der Akku schwach geworden ist. Apple hat das eingeräumt und die Maßnahmen damit begründet, dass sich nur so unerwartetes Abschalten des iPhone verhindern ließe. In iOS 11.3 ist nun eine Einstellung eingebaut, in der der Besitzer selbst regelt, ob und wann eine CPU-Bremse zum Einsatz kommt. Zu spät, Verbraucherschutzbehörden ermitteln bereits in etlichen Ländern gegen Apple.

Prognose: Der modulare Mac Pro kommt nicht vor 2019 - schon heute fragen sich die Leute aber, wie die Maschine aussehen könnte, um sich vom jetzt schon eindrucksvollen iMac Pro abzuheben. The Motley Fool wagt eine Prognose und nennt vor allem drei Merkmale. So werde der Mac Pro Auf Intels Xeon-Chips der Ice-Lake-Familie setzen, die im 10-Nanometer-Verfahren gefertigt sein werden. Anders als der iMac Pro mit seinen Single-CPUs Xeon W mit bis zu 18 Kernen werde der Mac Pro zwei Ice-Lake-Chips einsetzen, die noch effektiver sein werden. Die Grafk werde erneut AMD beisteuern, jedoch die heut noch nicht fertig entwickelte Radeon Navi, die im 7-Nanometer-Verfahren entsteht. Karten werde man problemlos austauschen können, für High-End-Anwendungen werde man auch mehrere gleichzeitig nutzen können. Der Preis schließlich werde auch noch höher sein als der für den iMac Pro, den Mac Pro dürfte es kaum unter 5000 US-Dollar geben, einzelne Konfigurationen könnten bis zu 20.000 US-Dollar kosten.

Überzeugend: Tim Cook ist nun seit zwanzig Jahren bei Apple, zuvor war er Vizepräsident bei Compaq, dem heute schon fast vergessenen, aber damals größten Computerhersteller der Industrie. Steve Jobs, erst kürzlich zu einem angeschlagenen Apple zurückgekehrt, wollte Cook unbedingt verpflichten und nervte solange, bis dieser zu einem Termin bereit war. Auf diesem spielte er seine volle Überzeugungskraft aus, wie Cook CNBC erzählt. So legte er ihm seine Vision für Apple vor und erklärte ihm das Gerät, das als iMac den Konzern wieder auf die Spur bringen sollte. Man solle ja nicht immer der Herde folgen, dachte sich Cook, und ließ sich von Jobs überreden, nach Cupertino zu wechseln. Alle rationalen Gründe sprachen gegen den Wechsel, die meisten seiner Kollegen waren entsetzt, dass Cook den Posten bei Compaq zu Gunsten des Apple-Abenteuers aufgeben wolle.

Urteil : Apple muss an den Patenttroll VirnetX 502,6 Millionen US-Dollar zahlen, hat das zuständige Gericht in Texas entschieden. In einem langjährigen Prozess hatte VirnetX darlegen können, der iPhone-Hersteller verletzte mit seinem Smartphone Patente zur sicheren Kommunikation, die VirnetX zwar hält, aber nicht in Produkten nutzt. Konkret setzte Apple in Facetime, VPN und iMessages von vier  VirnetX-Patenten geschützte Technologien ein.

Weitere Nachrichten:

Fehler in macOS 10.14 High Sierra mit dem Ruhezustand

Der Ersteller des Diskussionsfadens in Apples Support-Foren stellt einen Bezug zu FileVault her, doch anscheinend kann der Fehler auch dann auftreten, wenn die Verschlüsselung nicht eingeschaltet ist: Seit dem Update auf macOS 10.13.4 High Sierra scheinen Macs Probleme mit dem Ruhezustand zu haben. Erweckt man sie daraus, erscheint zwar die Login-Maske, aber nach Eingabe des Passworts hängt sich der Rechner auf. Nur per Hard-Reset mit zweimaligem Boot-Gong lässt sich die Maschine wieder in Betrieb setzen. 

Laut der Diskussion tritt der Fehler bei einer großen Varianz von Macs auf, nicht nur beim iMac 2012 des Erstberichterstatters, sondern bei praktisch allen Modellen. Apple ist über den Fehler informiert und steht in Kontakt mit den betroffenen Anwendern, wie uns ein Leser berichtet. Aller Voraussicht nach wird es also in Kürze ein Supplement Update für macOS 10.13.4 geben, solange können wir trotz der Neuerungen des Updates und der darin integrierten Sicherheitsupdates nicht zur Installation raten.

Bundesgerichtshof verhandelt über Dashcams als Beweismittel

Bis jetzt ist die Verwendung des Bildmaterials von Dashcams vor Gericht umstritten: Das eine Gericht akzeptiert die Videoaufnahmen der Dashcam als Beweismittel bei einem Unfall, das andere Gericht aber verurteilt ganz im Gegenteil die Besitzerin der Dashcam zu einer Geldstrafe, weil sie die Persönlichkeitsrechte anderer Verkehrsteilnehmer durch die Videoaufzeichnungen verletzt habe. Es bleibt derzeit also dem jeweiligen Richter überlassen, ob er für seine Urteilsfindung Dashcamaufnahmen heranzieht oder nicht.

Das könnte sich aber vielleicht bald ändern. Denn seit heute, 10. April 2018, 9.00 Uhr, verhandelt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe über einen Verkehrsunfall (VI ZR 233/17), in dem ein Autofahrer mit Hilfe der Video-Aufzeichnungen seiner Dashcam beweisen will, dass er an einem Unfall nicht schuld ist, sondern der Unfallgegner die alleinige Schuld trägt.

Der konkrete Fall: "Der Kläger (also der Besitzer der Dashcam, Anm. d. Red.) nimmt den Beklagten und seine Haftpflichtversicherung nach einem Verkehrsunfall auf restlichen Schadensersatz in Anspruch. Die Fahrzeuge der Parteien waren innerorts beim Linksabbiegen auf zwei nebeneinander verlaufenden Linksabbiegespuren seitlich kollidiert, der Pkw des linksfahrenden Klägers wurde vorne rechts, der des rechts von ihm fahrenden Beklagten hinten links beschädigt. Die Parteien streiten darüber, wer von beiden seine Spur verlassen und die Kollision herbeigeführt hat. Die Fahrt vor der Kollision und die Kollision wurden von einer Dashcam aufgezeichnet, die im Fahrzeug des Klägers angebracht war.

Das Amtsgericht Magdeburg (das den Fall in erster Instanz verhandelt hat, Anm. d. Red.) hat dem Kläger nur die Hälfte seines Gesamtschadens zugesprochen (Urteil vom 19. Dezember 2016 – 104 C 630/15). Der Kläger habe für seine Behauptung, der Beklagte sei beim Abbiegen mit seinem Fahrzeug auf die vom Kläger genutzte Fahrspur geraten, keinen Beweis erbringen können. Die Zeugin, Beifahrerin des Klägers, habe nicht präzise sagen können, wo sich das Fahrzeug des Klägers zum Zeitpunkt der Kollision genau befunden habe. Der Sachverständige komme in seinem Gutachten zu dem Ergebnis, dass aus technischer Sicht die Schilderungen beider Parteien zum Unfallhergang prinzipiell möglich seien.“ BHG-Zitat Ende.

Der Kläger machte dem Amtsgericht zwar das Angebot die Aufnahmen seiner Dashcam als Beweismittel zur Verfügung zu stellen, doch das Amtsgericht lehnte das ab. Das darf der Richter machen, denn es bleibt ihm allein überlassen, ob er die Videoaufzeichnungen von Dashcams als Beweismittel zulässt oder ablehnt.

Der Kläger zog daraufhin vor das Landgericht Magdeburg. Doch das LG Magdeburg wies die Berufung mit dem Urteil vom 5. Mai 2017 zurück (1 S 15/17). Mit der Begründung, dass die Aufzeichnung gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoße und einem Beweisverwertungsverbot unterliege. Das Landgericht lies jedoch die Revision zu und so zog der Kläger und Dashcambesitzer vor das BGH.

Mit einem Urteil ist erst in einigen Wochen zu rechnen. Möglicherweise entscheidet das BGH aber, dass für jeden Fall, bei dem Dashcam-Aufnahmen als Beweismittel vorhanden sind, eine Einzelprüfung durch den Richter zu erfolgen hat. Hierbei müssten dann jeweils die Interessen des Unfallopfers und die des Datenschutzes gegeneinander abgewogen werden, wie Spiegel Online schreibt.

Eneby: Bluetooth-Lautsprecher von Ikea

Ikea bietet ab sofort eigene Bluetooth-Lautsprecher an. Die Geräte aus der Eneby-Reihe sind in zwei Größen erhältlich. Das kleinere Modell misst 20 x 20 x 8 cm bei einem Gewicht von 1,8 kg Der Lautsprecher verfügt über einen praktischen Tragegriff. Der kleine Eneby kann wahlweise per Stromkabel oder mit einem separat erhältlichen Akku zum Preis von 20 Euro betrieben werden. Die Batterie versorgt den Lautsprecher laut Hersteller für acht bis zehn Stunden mit Strom. Bei Nichtbenutzung soll die automatische Abschaltfunktion Strom sparen. Im Stand-by-Betrieb verbraucht das Gerät weniger als 0,5 Watt. Neben einem Akku sind als weiteres Zubehör auch eine Wandhalterung für 3 Euro und ein Lautsprecher-Standgestell für 10 Euro erhältlich. Die kleine Version des Bluetooth-Lautsprechers kostet 50 Euro.

Die größere Version des Eneby misst 30 x 30 x 11 cm und bringt rund 4 kg auf die Waage. Mit jedem der beiden Lautsprecher-Modelle können bis zu acht Mobilgeräte verbunden werden. Mit dem Akku des kleineren Eneby-Modells ist die größere Variante leider nicht kompatibel. Sie ist also nur für den Einsatz in den heimischen vier Wänden geeignet. Der Preis liegt bei 89 Euro. Beide Modelle sind in den Farben Schwarz und Weiß verfügbar. Im Ikea-Online-Shop sind sie aktuell leider noch nicht verfügbar. Das wird sich jedoch voraussichtlich in den nächsten Tagen ändern.

Project Zanzibar: Interaktive Eingabematte von Microsoft

Microsoft Research hat mit Project Zanzibar ein neuartiges Eingabegerät entwickelt. Die interaktive Matte wird an PC oder Tablet angeschlossen. Über eine Matrix aus kapazitiven Sensoren erkennt sie auf ihr stehende Objekte – wie etwa Spielfiguren – und registriert, wann und wohin diese verschoben werden. Diese Technik funktioniert nicht nur mit Objekten, sondern auch mit Fingergesten, die von den Sensoren ebenfalls registriert werden. Fingergesten werden sowohl erfasst, wenn die Finger direkt die Matte berühren, als auch wenn sie knapp über ihr schweben. Die Matte verfügt außerdem über eine integrierte NFC-Antenne und lädt bei Bedarf auch auf ihr abgelegte Mobilgeräte. Kameras sind für die Erfassung von Objekten nicht notwendig. Die Erkennung erfolgt ausschließlich über eine flexible Elektrodenmatrix. Die Verarbeitung übernimmt ein im seitlichen Gehäuse untergebrachter Cortex-M4 von ARM.

Bei Project Zanzibar handelt es sich um ein Konzept. Laut den Forschern gibt es aktuell keine Pläne seitens Microsoft, aus der interaktiven Matte ein kommerzielles Produkt zu machen. Es sei jedoch denkbar, dass Partnerfirmen die Idee aufgreifen oder Teile des Konzepts in andere Produkte einfließen. Viel Potenzial für Project Zanzibar sieht Microsoft vor allem im Spiel- und Lernbereich.

iOS 11.3: iPhone reagiert nach Display-Tausch nicht mehr

Wer vor dem Update auf iOS 11.3 einen Display-Tausch bei seinem iPhone vornehmen lassen musste, sieht sich möglicherweise nach der Aktualisierung mit Problemen konfrontiert:  Laut "Vice" sollen einige iPhones 8 nach dem Update auf iOS 11.3 nicht mehr auf Touch-Eingaben reagieren, obwohl dies vor dem Update noch problemlos möglich war. Grund dafür ist offenbar der Einbau neuer Displays, die von Drittherstellern stammen. Wurde der defekte Bildschirm eines iPhone 8 nicht bei Apple, sondern in einer Werkstatt oder durch einen Freund repariert, so könnte es nach dem Update Probleme geben.

Die Meldung weckt Erinnerungen an den  Error 53 . Dieser trat im Februar 2016 bei Nutzern auf, die ihr iPhone bei einem nicht autorisierten Anbieter zur Reparatur hatten. Konkret ging es damals um die Reparatur der Home-Taste und des darin befindlichen Fingerabdrucksensors Touch ID. Ein Neustart des Geräts sorgte lediglich für eine Fehlermeldung. Apple begründete dies mit Sicherheitsbedenken. Nach der kritischen Berichterstattung reagierte der Hersteller mit der neuen Systemsoftware iOS 9.2.1, die den Fehler beseitigte. Ob Apple auch die Touch-Erkennung nach dem Update auf iOS 11.3 mit einem weiteren Update reparieren wird, bleibt vorerst unklar. Hersteller Apple wollte bislang nicht zur den Problemen Stellung beziehen.

Zehn kuriose Gründe für ein kaputtes iPhone  

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