2371373

Morgenmagazin vom Mittwoch, 22. August 2018

22.08.2018 | 06:46 Uhr |

Mojave streicht "Back to my Mac" +++ App Store und Google Play Store unter Druck +++ Audio-IC-Probleme mit iPhone 7: Existiert die "Loop Disease"? +++ BadUSB: USB-Ladekabel können Sicherheitsrisiko darstellen +++ Google droht Ärger wegen "Standortverlauf"-Debakel +++ NASA: Eis an den Mondpolen gefunden +++

22. August: Heißer Draht

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Wie es scheint, kann Cupertino offenbar nur noch Details geheim halten. Dass es drei neue iPhones am 12. September geben wird, scheint gesetzt zu sein. Dazu die Apple Watch Series 4, neue iPad Pro, ein neues Macbook (Air) in 13 Zoll und endlich ein neuer Mac Mini. Die Detailfragen, die noch zu klären sind: GIbt es noch eine zweite Keynote im Oktober oder jagen Tim Cook und Konsorten wie im Schweinsgalopp durch die Präsentation? Möglich wäre das ja, die interessierte Öffentlichkeit weiß ja schon das Meiste. Aber so tickt Apple nicht, Produktpräsentationen werden wie heilige Messen aufgezogen, Vorwissen ist beim Publikum keines vorausgesetzt.

Worüber wir in den letzten Wochen und Monaten immer mehr erfahren haben, jeweils in kleinen Häppchen: Apple plant einen Videodienst mit eigenen Inhalten. Diese steuern zum Beispiel Steven Spielberg, Reese Witherspoon, Oprah Winfrey und M. Night Shyamalan bei. Details weiß man noch nicht. Wird Apple TV ein eigener Dienst oder gibt es ihn nur im Bundle mit Apple Music? Packt Apple womöglich iCloud-Speicher mit in ein umfangreiches Angebot? Wird es gar für Videoproduzenten eine Art von Youtube auf Apple-Basis geben, wie jüngst Ben Lovejoy von 9to5Mac vorgeschlagen hat?

Antworten auf diese Fragen wird Apple in diesem Herbst noch nicht geben, bestätigt ist bisher nur die Kooperation mit Oprah Winfrey. Noch bis mindestens Mitte 2019 wird man auf die Ankündigung von Apple TV warten müssen, all die Serien und Shows benötigen einen gewissen Vorlauf für die Produktion – Apple will ja nicht mit einem fast leeren Programm loslegen.

Aber dann  hat Cupetino gewiss gute Chancen, bisher schier unerreichbare Auszeichnungen zu gewinnen. Nichts gegen Designpreise wie den Red-Dot-Award oder Spitzenpositionen in Kundenzufriedenheitslisten oder denen, die Firmen- und Markenwerte messen. Aber ein Oscar? Oder, da Apple TV eher mit dem Fernsehen konkurrieren wird: Ein Emmy?

Mehrere Oscars hatte ja die "andere Firma" von Steve Jobs, Pixar, ja bereits gewonnen. Viele mit dem Acadamy Awards für den besten Schnitt ausgezeichnete Cutter verwendeten bei ihrer Arbeit Apples FInal Cut Pro (X). Und seit dem 22. August 2001 steht auch das TV-Pendant Emmy irgendwo in einem Regal im Apple Park, falls die Trophäe schon aus dem alten Gebäude am Infinite Loop umgezogen ist. Es handelt sich hier natürlich um eine Auszeichnung in der Kategorie Technik: Apple erhielt den Preis für die Erfindung und Markteinführung von Firewire.

Die serielle Schnittstelle, die außer Apple kaum ein Hersteller benutzte, hatte um die Jahrtausenwende so manches Alleinstellungsmerkmal. Vor allem war es die Geschwindigkeit der Datenübertragung, die Firewire zum Liebling von Cuttern, Regisseuren und auch Musikproduzenten machte, die sich immer mehr auf digitale Hilfsmittel verließen.

Firewire, oder IEEE1394, hatte Apple schon in der Zeit zu entwickeln begonnen, als Steve Jobs das Unternehmen verlassen musste, seit 1986 war bekannt, wie flott die Technologie war - daher der Spitzname. Doch fehlte es an Anwendungen. Erst nach der Rückkehr des Gründers setzte Apple auf die neue Schnittstelle, digitales Video war ja schon in seiner Zeit bei Pixar für ohn ein Feld von hohem Interesse. Im Januar 1999 kamen mit den Paower Mac G3 Yosemite die ersten Rechner mit Firewire heraus, über Jahre hinweg war Firewire 400 und später Firewire 800 das Speedversprechen des Mac.

Doch wie so oft muss in der IT das Gute dem Besseren weichen, heute ist Thunderbolt 3 der Speedking. Und all die Produzenten von digitalen Bildern und Tönen mit Firewire-Hardware von der Zukunft ein wenig abgeschnitten. Denn ein Mischpult ersetzt man nicht so häufig wie den Rechner, wenn neue Modelle aber kein Firewire mehr an Bord haben, fällt das Upgrade eben so lange aus, bis es völlig unvermeidlich wird.

Emmys wird Apple in der Zukunft aber ein paar mehr erwarten können, wenn auch vielleicht keine für Technik. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch

Fünf Features: Es gibt begründete Hoffnung, dass Apple den Mac Mini doch nicht einstellt, sondern schon in diesem Herbst einen Nachfolger präsentiert. In den letzten Jahren hatte Apple den Einsteiger-Mac recht stiefmütterlich behandelt, aber dennoch betont, es handle sich um ein "wichtiges" Produkt im Portfolio. Was aber müsste ein neuer Mac Mini mitbringen, um tatsächlich wichtig zu werden und am Markt erfolgreich? Darüber hat sich auf Macworld Michael Simon Gedanken gemacht. Vor allem werde Apple auf den Preis achten müssen, der heutige, völlig veraltete Mac Mini ist ab 499 US-Dollar zu haben. Eine Neuauflage sollte mit modernen Komponenten kommen, dürfte aber dennoch nicht über 1.000 US-Dollar in der Grundkonfiguration kosten. Doch sollte es möglich sein, ihn auch mit Top-Komponenten wie Intels Core-i9-Chips auszustatten, auch wenn dann schnell mal Preise von 2.000 US-Dollar aufgerufen werden. Den Mac Mini könnte man im Jahr 2018 sicherlich auch noch ein Stück kleiner bekommen, nach dem Vorbild des Apple TV, dennoch sollten eine große Varianz von Anschlüssen eingebaut sein und nicht nur USB-C. Könnte man nach einigen Jahren des Betriebs aber dennoch durch eine Art von Wartungsschacht den Mac Mini mit zusätzlichem RAM oder mehr Speicher ausrüsten, wäre das gewiss ein unschlagbares Verkaufsargument.

Fernzugriff: Apple streicht in macOS Mojave die Funktion "Back to my Mac", die seit OS X 10.7.5 Lion es ermöglichte, aus der Ferne auf Daten von Macs zuzugreifen, die mit der gleichen AppleID in der iCloud hingen. Nutzer der Beta-Version von Mojave werden seit einiger Zeit darauf hingewiesen, dass "Back to my Mac" bald nicht mehr zur Verfügung stehe, seit 9. August schreibt das Apple auch in einem Support-Dokument in eindeutiger Weise. Es gibt jedoch Alternativen, den über die iCLoud geteilten Dokumente-Ordner und Schreibtisch etwa. Doch auch Screen-Sharing und File-Sharing lassen sich zu diesem Zweck verwenden, für weitergehenden Zugriff bietet sich Apple Remote Desktop an.

Ausverkauft: Mitte September wird es wohl eine neue Apple Watch geben, aber auf alle Fälle wie jedes Halbjahr eine neue Kollektion von Armbändern in frischen Farben und Designs. Wer noch ein Armband er Frühjahrskollektion erstehen will, ist aber schon jetzt  zu spät dran, Apple hat die meisten der Armbänder aus dem Verkehr gezogen und als ausverkauft markiert.

Umgehung : Netflix ist einer der umsatzstärksten Apps im App Store, der Videostreamanbieter will aber seinen Gewinn mehren. In 33 Märkten weltweit will Netflix Mittel und Wege austesten, um sich die fällige 30-prozentige Provision an Apple zu sparen. Sprich: Die In-App-Käufe werden in der App deaktiviert, Kunden werden auf eine mobile Netflix-Seite geschickt, um dort die Zahlungsmodalitäten zu klären, berichtet TechCrunch. Der Weg ist nicht ungewöhnlich, auch Spotify und Amazon lassen ihre Kunden nicht direkt in der App zahlen, um die Gebühren an Apple zu sparen.

Unter Druck : Der Zug von Netflix passt in das Bild, das der Analyst von Macquarie, Ben Schachter, zeichnet. Er sieht die App-Store-Umsätze von Apple und auch Google unter Druck geraten. Die übliche 30-prozentige Kommission werde man nicht mehr lange halten können, Apple gewährt bereits jetzt einen Nachlass auf 15 Prozent auf Abos ab dem zweiten Jahr - und empfiehlt überdies Entwicklern, auf Abo-Modelle umzusteigen. Google hat ähnliche Probleme, so vertreibt Epic Games etwa die Android-Version von Fortnite außerhalb des Play Store. Hinzu kommen unter Umständen juristische Probleme, im kommenden Jahr wird sich der US Supreme Court mit einer Klage gegen die Höhe der Komissionen befassen.

Weitere Nachrichten:

Audio-IC-Probleme mit iPhone 7: Existiert es die "Loop Disease"?

Als Auslöser dafür diente wohl dieser Artikel bei "Vice": " Loop Disease bei iPhone 7 weitet sich zu einer Epidemie aus ". Vice-Autoren haben bei mehreren Reparatur-Dienstleistern in London und New York nach einem immer öfter berichteten Fehler gefragt. Die Anzeichen dieses Problems sind zunächst fehlerhaft funktionierende Mikrofone oder Lautsprecher bei einem iPhone. Der Nutzer kann den Berichten zu Folge keine Sprachmemos mehr aufnehmen. Bei einem Anruf ist eine Umschaltung zum internen Lautsprecher ebenfalls unmöglich, da der betreffende Knopf ausgegraut ist. Eine weitere und weit schwierigere Folge ist, dass das iPhone plötzlich sehr lange für den Start nach dem Ausschalten braucht oder gar nicht mehr starten kann. Laut "Vice" muss ein Reparaturdiensleister 10 bis 15 Geräte pro Woche mit den gleichen Symptomen reparieren.

Dies klingt sehr besorgniserregend, werden wohl bei dem angefragten Dienstleister nur Bruchteile der betroffenen Nutzer auflaufen, die meisten würden sich direkt an den Apple Store vor Ort wenden. Droht also wirklich wieder eine weitverbreitete iPhone-Panne? Tatsächlich ist in Deutschland der Fehler bei den hiesigen Reparatur-Dienstleistern auch bekannt. So warnt ein Anbieter aus München davor: " iPhone 7 hängt sich ständig auf ". Dem anderen Anbieter aus dem Saarland ist dies ebenfalls bekannt: " iPhone 7 bootet nicht ". Wir haben beispielsweise bei Clickrepair nachgefragt, nach deren Aussage treten Fehler mit Mikro oder Lautsprecher im Vergleich zu den üblichen Reparatur-Ursachen eher selten auf: "Ein defektes Mikro ist sehr exotisch für uns in Sachen Auswertung aufgrund unserer Vorauswahl bei den auswählbaren Defekten. Aber wir haben eine raschen Check im System machen lassen und können keinen merklichen Unterschied in der Anzahl von iPhone 7 (Plus) Reparaturen erkennen. Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir in der aufwändigen Detailabfrage auf ein anderes Ergebnis stoßen." Diese These unterstützen teilweise die Angaben von Phone Klinik aus München. Tatsächlich sei der Fehler schon länger bekannt, die Ursache ist ein Audio Chip auf der Platine (Audio IC). Dieser Chip muss bei den auftretenden Symptomen nachgelötet oder ersetzt werden. Die ersten Fälle mit iPhone 7 (Plus) seien in der Phone Klinik schon vor vier bis fünf Monaten aufgetaucht, in der letzten Zeit haben sich die Fälle jedoch gehäuft. Allerdings ist der Chip in alle iPhones der letzten Generationen eingebaut, daher ist das Problem nicht nur auf die iPhones 7 beschränkt. Tatsächlich finden sich auf Youtube die Anleitungen zum Löten des Audio IC Chips schon in einem iPhone 4 .

Wie verbreitet der Fehler in Deutschland ist, lässt sich nicht genau sagen. Offenbar ist das Problem nicht so häufig vertreten, wie beispielsweise in den USA, wo "Vice" recherchiert hat. Bei uns hat sich seit der Veröffentlichung des Artikels ein Leser gemeldet, dessen iPhone 7 mit großen Wahrscheinlichkeit von dem Fehler des Audio IC Chips betroffen ist. Auch auf die Publikationen der deutschsprachigen Kollegen wie " Mac & I " oder " iFun " haben sich einige betroffene Leser gemeldet, diese gehen jedoch in der Menge von den üblichen Stammtisch-Kommentaren "Hätte Steve Jobs nie gemacht" unter.

Da das iPhone 7 seit knapp zwei Jahren verkauft wird, sind die meisten betroffenen Geräte bereits nicht mehr mit Apples einjährigen Garantie abgedeckt. Daher verlangt der Anbieter teilweise Reparaturgebühren im dreistelligen Bereich. Im Zweifelsfall kann man sich an den Verkäufer wenden – für die Geräte gilt noch die Gewährleistung. Man kann dabei auf den Bericht bei "Vice" hinweisen, im fünften und sechsten Absatz bestätigt eine Pressesprecherin, dass die Fehler bei Apple bekannt sind und die Mitarbeiter die Ursachen untersuchen. Sehen Sie das aber bitte nicht als Rechtsberatung an.

Apple hat übrigens bereits im Februar für die iPhones 7 ein Reparaturprogramm beim " Keine Verbindung"-Fehler gestartet. "Macrumors" hat noch im Mai berichtet, dass Apple oder autorisierte Dienstleister iPhones mit dem defekten Mikrofon-Systen kostenlos in die Reparatur nehmen können , doch unser Leser hat gegenteilige Erfahrungen im Apple Store gemacht. Am besten wäre natürlich, Apple würde ein kostenloses Reparaturprogramm für die betroffenen Geräte starten. Selbst wenn der Fehler noch so selten auftritt, ist jeder Ausfall einer zu viel.

BadUSB: USB-Ladekabel können Sicherheitsrisiko darstellen

Sicherheitsforscher Vincent Yiu und seine Kollegen haben den BadUSB-Ansatz von Karsten Nohl weiterentwickelt und ihn in ein modifiziertes Ladekabel mit Lightning- und Micro-USB-Steckern verfrachtet. Das USBHarpoon getaufte Kabel kann auf den ersten Blick zum Laden von Smartphones oder Tablets am PC genutzt werden. Das Kabel verfügt jedoch über eine modifizierte Firmware, mit deren Hilfe es sich nach dem Anstecken als Eingabeinterface am PC anmeldet. Angreifer könnten damit etwa über eine automatisierte Befehlseingabe einen Trojaner oder andere Schadsoftware aufspielen.

Ein ähnliches Konzept verfolgte in diesem Jahr auch bereits der Sicherheitsforscher MG. Sein Prototyp eines BadUSB-Kabels verfügte über einen USB-C-Anschluss und konnte zum Aufladen eines Macbooks genutzt werden, während es Schadcode einschleust. Yiu arbeitet mit seinen Kollegen aktuell an einer Weiterentwicklung des USBHarpoon. Beim neuen Modell könne die Betriebsart mit Hilfe von Schaltern gewechselt werden. Denkbar sei außerdem eine Schadcode-Übermittlung per Bluetooth.

Das BadUSB-Konzept wurde im August 2014 von Karsten Nohl demonstriert. Demnach lässt sich die Firmware von USB-Geräten für Angriffe zweckentfremden. Das Sicherheitsproblem hierbei stellt die Kommunikation zwischen PC und USB-Geräten dar, die ohne Sicherheitsfunktionen über das SCSI-Protokoll abgewickelt werden.

Google droht Ärger wegen "Standortverlauf"-Debakel

In der vergangenen Woche war öffentlich geworden, dass Google die Standortdaten der Smartphone-Nutzer selbst dann aufzeichnet, wenn die Funktion Standortverlauf abgeschaltet ist. Ende der Woche änderte Google aufgrund der Medienberichte die Hilfetexte zum Thema Standortermittlung, um deren Funktion genauer zu beschreiben. Die Angelegenheit ist damit aber noch nicht erledigt, denn nun droht Google gleich aus zwei Seiten Ärger wegen der Angelegenheit.

US-Medienberichten zufolge hat am vergangenen Freitag ein in San Diego lebender US-Amerikaner eine Klage gegen Google eingereicht. Seine Anwälte werfen Google einen Verstoß gegen das in Kalifornien geltende Gesetz "California Invasion of Privacy Act" kurz CIPA, vor, das den Bürgern weitgehende Rechte zum Schutz ihrer Privatsphäre bei der Nutzung von Smartphones und Festnetztelefonen zusichert. Außerdem habe Google auch gegen die im US-Bundesstaat verfassungsmäßig geschützte Privatsphäre verstoßen.

Auf der anderen Seite untersucht nun auch die US-Bundeshandelskommission FTC (Federal Trade Commission) das Verhalten von Google. Es besteht der Verdacht, dass Google gegen eine Vereinbarung mit der FTC aus dem Jahre 2011 verstoßen hat. Damals hatte Google in einem Vergleich mit der Behörde zugesichert, immer genau offenzulegen, wann und warum persönliche Daten erhoben werden und den Nutzern immer die Möglichkeit zu geben, die Weitergabe ihrer Daten zu verhindern.

NASA: Eis an den Mondpolen gefunden

Forscher nahmen schon seit längerer Zeit an, dass an den Polen unseres Mondes Eisvorkommen bestehen könnten. Diese Annahme wurde nun durch Forscher der Universität Hawaii, der Brown-Universität und des NASA Ames Forschungszentrum durch ein veröffentlichtes Paper bestätigt.

Die Polregionen des Mondes sind keinem Sonnenlicht ausgesetzt und weisen daher Temperaturen von bis zu -160 Grad Celsius auf. Für Eis auf der Mondoberfläche hatten Forscher jedoch nur indirekte Beweise auf dem Südpol des Mondes gefunden, dabei bestand auch die Chance, dass Beobachtungen in diese Richtung auf andere Phänomene zurückzuführen sind.

Um das Eis an den lunaren Polen zu beweisen, wurden nun Daten des NASA Moon Mineralogy Mapper, M3, ausgewertet. Dieser misst seit dem Jahr 2008 Wellenlängen des Lichts, durch die wiederum Zusammensetzungen von verschiedenen Materialien bestimmt werden können. Mit Hilfe des M3 konnte bereits im Jahr 2009 Wasser auf dem Mond entdeckt werden.

Durch die Reflexionseigenschaften und wie die Moleküle das Licht absorbieren, konnte M3 Wasser-Eis auf den Mond-Polen bestimmen. Aufgrund der größeren Schatten besitzt der Südpol jedoch größere Eisvorkommen als der Nordpol. Für kommende Mondmissionen könnten diese Informationen durchaus wichtig werden. So könnten die Eisvorkommen sogar als mögliche Ressource in Betracht gezogen werden.

Macwelt Marktplatz

2371373