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Morgenmagazin vom Mittwoch, 27. Juni 2018

27.06.2018 | 07:04 Uhr |

macOS 10.14 Mojave: Public Beta veröffentlicht +++ Apple bleibt zweitwertvollste Marke - neuer Spitzenreiter Amazon +++ Mark Rober entwickelt AR und VR für iCar +++ Apple Schoolwork: Neuer Aufgabenplaner für Lehrer +++ Tesla: Saarland bewirbt sich bei Musk um Fabrik-Standort +++ Google Pay startet in Deutschland +++ WLAN: WPA3-Sicherheitsstandard verabschiedet

27. Juni: Sieben Wochen

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Nun gilt es also: Wie das Wetter am Siebenschläfertag, so bleibt es sieben Wochen lang. Nun ja. Richtig ist zwar, dass sich um diese zeit sogenannte Omega-Wetterlagen bilden können, die recht stabil bleiben und im Idealfall einen warmen und trockenen Sommer bescheren, doch sieben Wochen ganz ohne Regen sind ebenso unmöglich wie sieben Wochen nur Regen. Hinzu kommt: Die Legende der sieben Schläfer von Ephesus stammt aus der Spätantike, nach der gregorianischen Kalenderreform am Beginn der Neuzeit müsste man eher den 7. Juli als Stichtag sehen. Meteorologen betrachten aber den gesamten Zeitraum Ende Juni und Anfang Juli um sagen zu können, ob das Wetter jetzt erst einmal stabil bleibt oder wechselhaft wird..

Nun gilt es also: Kommt Die Mannschaft heute in Kasan in ein veritables Tief, geht der Flug zurück nicht ins Quartier nach Moskau, sondern heim nach Frankfurt. Das Tief über Fußballdeutschland dürfte dann eine ganze Weile anhalten, mindestens bis zum nächsten Wettbewerb der Nationalmannschaften im Herbst, aber vermutlich weit darüber hinaus. Setzt aber bei Sommerwetter ein Hoch ein, könnte das ebenso eine ganze Weile anhalten, wahrscheinlich über das Achtelfinale gegen Brasilien, Serbien oder die Schweiz hinaus, wenn nicht gar bis zum 15. Juli und in einen glänzenden Restsommer hinein.

Ohnehin werden sich nur die Älteren erinnern, dass eine Deutsche Nationalmannschaft bei einem WM-Turnier schon vor dem letzten Vorrundenspiel sicher für die K.O.-Phase qualifiziert war: Bei der Heim-WM 2006 entschied das letzte Spiel gegen Ecuador nur noch darüber, wer den Gruppensieg erringt und die vermeintlich leichteren Gegner bekommt. Das Hoch dauerte den Rest des Turniers an, nur getrübt durch ein heftiges Sommergewitter im Halbfinale gegen Italien …

Nun gilt es aber, den Kopf wieder für den Arbeitstag frei zu bekommen, wir wollen ja mit allem fertig sein, wenn um 16 Uhr der Anpfiff in Kasan ertönt. Nicht, dass wir noch einen Anpfiff von den Vorgesetzten kassieren. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch

Nachgelegt : Einen Tag nach Beginn des öffentlichen Beta-Tests von iOS 12 legt Apple auch die erste Public Beta von macOS 10.14 Mojave auf. Wie bei iOS 12 Public Beta gilt: Die Vorabversion ist fehleranfällig, nicht ausgereift hinsichtlich Performance und womöglich inkompatibel mit installierter Software und daher mit Vorsicht zu genießen. Für die Installation empfiehlt sich ein Zweitrechner oder zumindest eine eigene Partition, zuvor sollte man über Time Machine aber noch ein Backup erstellt haben. Die Anmeldung für das Programm, falls noch nicht geschehen, erfolgt über beta.apple.com.

Was tun?: Sie haben iOS 12 Public Beta gestern installiert und haben nun Probleme über Probleme? Herzlichen Glückwunsch! Genau das ist ja Sinn und Zweck der Übung, dass Fehler bekannt und dokumentiert werden, damit die Software-Ingenieure in Cupertino sie bis zur finalen Version im Herbst beheben können. Wie man Fehler über den Feedback Assistant an Apple berichtet, erklärt Jason Cross im Detail. Und auch, wie man im Ernstfall die Beta wieder los wird und zum stabilen System iOS 11 zurückkehrt. Sie haben doch vor der Installation über iTunes ein Backup angefertigt? Herzlichen Glückwunsch!

Entwicklung: Der mit seinen Wissenschaftsvideos bei Youtube bekannte Ingenieur Mark Rober, der dort ein Millionenpublikum erreicht, arbeitet auch heimlich für Apples Special Projects Gruppe, deckt Variety auf. Dort entwickelt er laut dem Blatt VR-Systeme für das selbstfahrende Auto, diese sollen als On-Board-Entertainment eingesetzt werden. Laut seines LikedIn-Profils, auf dem er Apple jedoch nicht explizit nennt, dauert die Beschäftigung schon seit 2015 an. In zwei Apple-Patenten über VR- und AR-Bildschirme in autonomen Fahrzeugen ist Rober als Haupterfinder genannt. Diese Systeme sollen die Insassen vor allem vor Übelkeit in den sich selbst bewegenden Vehikeln schützen, indem sie die Bewegungen mit optischen Bezugspunkten unterstützen, damit das Gleichgewichtsorgan nicht verwirrt wird.

Nummer zwei: Im vom Brand Finance jährlich aufgestellten Ranking der wertvollsten Marken der USA bleibt Apple auf dem zweiten Platz, neuer Spitzenreiter ist Amazon. Der von den Experten ermittelte Wert von 146 Milliarden für die Marke Apple lag zwar um 37 Prozent höher als im Vorjahr, aber Amazon legte um 42 Prozent auf 50 Milliarden US-Dollar zu. Auf Platz drei folgt Google mit 120 Millionen US-Dollar Markenwert, der Zugewinn des Siegers vom letzten Jahr hatte aber nur noch 10 Prozent betragen. Unter den zehn wertvollsten Marken stehen gleich fünf Technik-Konzerne, neben den genannten sind das noch Facebook und Microsoft.


Ausgesurft: Wer auf seinem Mac noch OS X 10.9 Mavericks laufen kann, der muss fortan auf den Google-Browser Chrome verzichten, wie The Register berichtet. Der Zug mag nicht unerwartet kommen, doch beklagen sich Nutzer, dass die Aktualisierung auf die neue Chrome-Version, die OS X 10.10 Yosemite voraussetzt, automatisch ablief und sich nicht verhindern ließ. Safari und Firefox laufen noch auf dem System von 2013, aber auch Opera verweigert den Dienst.

Altes Gerät, ganz neu: Apple hat mit der Massenproduktion des iPhone 6s in einer Fabrik des Zulieferers Wistron im indischen Bangalore begonnen. Die dort gebauten Smartphones sind vor allem für den lokalen Markt bestimmt und sollen den Absatz ankurbeln. Denn die bisher importierten iPhones der 6er-Generation würden in Indien 30 Prozent des Umsatzes ausmachen, während das vor Ort produzierte iPhone SE nur auf 15 Prozent kommt, vermeldet The Economic Times.

Weitere Nachrichten:

Apple Schoolwork: Neuer Aufgabenplaner für Lehrer

Im Rahmen der Vorstellung des neuen iPad im März, hatte Apple auch eine neue Softwarelösung für Lehrer namens Schoolwork angekündigt. Ab sofort ist die neue Bildung-App zu haben . Zweck der kostenlosen App ist die Verwaltung von Aufgaben: Ein Lehrer, der im Schulunterricht iPads einsetzt, kann damit Aufgaben erstellen, verwalten und seinen Schülern zuweisen. Dabei kann es sich um Dokumente, PDFs, Links oder bestimmte Aufgaben in einer App handeln. Bei unterstützten Apps wie Explan, Duolingo, Tynker und Kahoot kann man nämlich sogar gezielt Aktivitäten oder bestimmte Lektionen im Repertoire der App auswählen und an einen oder mehrere Schüler übermitteln. Davon sollen auch die Schüler profitieren, die so immer einen Überblick über ihre noch zu erledigenden Aufgaben und ihre Abgabetermine erhalten.


Bei diesen Apps mit passender Schnittstelle zu Schoolwork ist dann auch die Überwachung von Lernfortschritten möglich. Der Lehrer erhält sofort eine Momentaufnahme der Klasse sowie die Leistung einzelner Schüler. Nebenbei soll dies eine individuelle Anpassung des Unterrichts für einzelne Schüler ermöglichen – je nach dessen Fortschritten. Apple betont dabei, dass diese Informationen durch höchste Sicherheitsfunktionen geschützt sind.

Aufgabe des Apple-Tools Classroom ist dagegen die Verwaltung der iPads einer Klasse und die App ermöglicht etwa die Anzeige der Bildschirminhalte oder die Freigabe von Dokumenten.
 


Tesla: Saarland bewirbt sich bei Musk um Fabrik-Standort

Tesla-Chef Elon Musk hatte vor wenigen Tagen getwittert, dass Deutschland die erste Wahl für den Standort einer neuen Gigafactory zur Akku-Produktion sei. Dabei favorisierte Musk einen Standort an der deutsch-französischen Grenze, nahe bei den Benelux-Staaten. Jetzt hat das kleine Bundesland Saarland an Musk eine Art Bewerbungsschreiben geschickt.

Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, haben der Ministerpräsident des Saarlandes, Tobias Hans von der CDU, und die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger von der SPD einen gemeinsamen Brief an Elon Musk geschrieben. Laut dem „Bewerbungsschreiben“ aus der saarländischen Regierungszentrale sei „das Saarland nicht nur in der Automobilindustrie breit aufgestellt, sondern auch als einer der weltweit führenden Standorte für Informatik und Künstliche Intelligenz bekannt“. Dabei denken die Politiker wohl an Ford, aber auch an Zulieferer wie Bosch oder ZF Friedrichshafen sowie an SAP.

Und das Saarland liege, wie die beiden Politiker betonen, eben nahe der französischen und luxemburgischen Grenze, worauf es Musk ja offensichtlich ankommt. Die beiden Politiker luden Musk zu einem Gespräch in das Saarland ein, damit er sich persönlich ein Bild vor Ort machen könne.

Die Europa-Zentrale von Tesla befindet sich in den Niederlanden. Im niederländischen Tilburg besitzt Tesla außerdem ein Montagewerk. In Belgien betreibt Tesla einen Netzspeicher. Und in Rheinland-Pfalz besitzt Tesla mit Tesla Grohmann Automation.einen wichtigen deutschen Zulieferbetrieb.

Das Saarland ist das kleinste Bundesland der Bundesrepublik Deutschland, wenn man von den Stadtstaaten absieht. Das Saarland hat nach Bremen die wenigsten Einwohner unter allen deutschen Bundesländern.

Google Pay startet in Deutschland

Vor Wochen wurde es bereits gemunkelt und nun erfolgt auch offiziell der Start des Bezahldienstes Google Pay in Deutschland. Die für die Nutzung von Google Pay notwendige Android-App ist seit einigen Stunden hier im deutschen Google Play Store erhältlich. Die deutschsprachigen Info-Seiten zu Google Play sind hier freigeschaltet worden.

Mit Google Pay sollen Nutzer möglichst einfach und bequem Kaufvorgänge mit ihrem Smartphone (per NFC) in Apps oder am Desktop-PC durchführen können. Bei Beträgen bis zu 25 Euro muss einfach nur das Smartphone an ein Bezahlterminal gehalten und nicht entsperrt und keine PIN eingegeben werden. Bei teureren Einkäufen muss der Bezahlvorgang nochmal bestätigt werden. Der Griff zur EC- oder Kreditkarte an der Kasse entfällt.

Beim Bezahlen in Geschäften werden außerdem die Karteninformationen nicht mit dem Händler geteilt. Um den Schutz der Zahlungsinformationen kümmert sich also Google Pay. Dabei werden alle in Google Pay hinterlegten Zahlungsinformationen verschlüsselt und auf sicheren Servern gelagert. Weitere Informationen zu den Sicherungssystemen finden Sie auf dieser Seite im Google-Support-Bereich.

Zu den ersten Händlern in Deutschland , in denen mit Google Pay bezahlt werden kann, gehören Aldi Süd, Adidas, Hornbach, Kaufland, Lidl, McDonalds, Mediamarkt und Saturn. Zu den teilnehmenden Apps und Websites gehören Adidas, Asos, Deliveroo, Hotel Tonight, Ryanair und Flixbus. Geschäfte, in denen Google Pay für die Bezahlung akzeptiert wird, sind an einem Logo erkennbar.

Mit folgenden Banken und Zahlungsdienstleistern arbeitet Google Pay zusammen: Boon, Comdirect, Commerzbank und N26. Demnächst sollen auch noch die Landesbank Baden-Württemberg und Revolut hinzu kommen. Eine komplette aktuelle Liste mit Banken und unterstützten (und nicht unterstützten) Karten finden Sie hier im Support-Bereich von Google Pay.

Google Pay ist auch in allen Google-Produkten für die schnelle Bezahlung integriert. Also etwa in Google Play, Google Assistant, Youtube Premium oder Chrome. Außerdem können Kunden- und Geschenkkarten in Google Play gespeichert werden.

Google hatte Google Pay bereits im Jahr 2015 vorgestellt und in den USA kann das Bezahlsystem seit September 2015 verwendet werden. Zunächst hieß der Dienst Android Pay und wurde dann Anfang 2018 umbenannt. In Europa wurde Google Pay als erstes in Großbritannien im Mai 2016 eingeführt. Es folgten Polen (November 2016) und Irland (Dezember 2016). Mittlerweile kann das System in Europa auch in Belgien, Russland, Spanien, Ukraine, Tschechien und in der Slowakei verwendet werden. Mit Deutschland kommt nun ein weiteres finanzstarkes Land hinzu.

Konkurrent Apple Pay lässt sich derweil noch Zeit...

WLAN: WPA3-Sicherheitsstandard verabschiedet

Der mittlerweile 14 Jahre alte Sicherheitsstandard WPA2 für WLAN-Netze soll bald durch den Nachfolger WPA3 abgelöst werden. Der neue Standard wurde nun von der hierfür zuständigen Wi-Fi Alliance verabschiedet und soll für mehr Sicherheit in drahtlosen Netzen sorgen. Konkret sorgt WPA3 für individuelle Datenverschlüsselung, die auch ein Mitlesen innerhalb des WLAN-Netzwerkes verhindern soll. Auch die Anmeldung per Passwort soll sicherer werden, selbst wenn das Zugangskennwort recht schwach ist.

Die für Unternehmen gedachte WPA3-Enterprise-Verschlüsselung bietet 192 Bit lange Schlüssel. Firmennetzwerke sollen dadurch noch sicherer werden. Doch auch für Heimanwender bietet WPA3 eine interessante Neuerung: Besitzt ein neues Gerät keinen Bildschirm oder nur ein winziges Display, kann es per Smartphone dank Easy Connect in das heimische WLAN integriert werden. Wann WPA3 in Endgeräten zur Verfügung steht, bleibt noch offen. Teilweise lässt sich die Funktion per Update hinzufügen, häufiger werden wohl aber neue Geräte fällig. Doch auch WPA2 wird wohl nicht so schnell in Rente geschickt werden, da der Sicherheitsstandard noch immer sehr verbreitet ist. Früher oder später dürfte WPA3 sich jedoch durchsetzen und auf allen neuen Geräten zum Einsatz kommen. Um das Plus an Sicherheit nutzen zu können, müssen aber sowohl Sender als auch Empfänger den neuen Standard unterstützen.

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