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Morgenmagazin vom Mittwoch, 28. März 2018

28.03.2018 | 07:00 Uhr |

Neues iPad unterstützt Apple Pencil, Everyone Can Create +++ FBI hatte Tools vor Eskaltion mit Apple +++ Lücke in APFS +++ Spotify: 2 Millionen Nutzer blockieren Werbung +++ Berlin: Autonome Kleinbusse nehmen Betrieb auf +++ Grafikkarten: Entspannung durch neue Mining-Chips +++ Google: Pornografische Inhalte aus Drive gelöscht

28. März: Schulausflug für alle

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Na, auch schon überlegt, welches Fach Sie noch studieren könnten? Oder ob man nun doch, selbst gegen Ende des Berufslebens, an der Abendschule das Abitur nachholt, vielleicht, um ein Seniorenstudium anzustreben? Lernen lohnt sich, in jedem Lebensalter, in jeder Lage, an jeder Bildungsanstalt. Aber vor allem belohnt einen Apple, wenn man (wieder) zur Schule oder Uni geht, egal, ob als Lernender oder Lehrender. 200 GB bekommen "Students and Teachers" - für die man im Deutschen ein paar Begriffe mehr braucht - nun als kostenlosen iCloud-Speicher. Wir Normalsterblichen oder Ausgelernten müssen dafür weiter zahlen. Okay, drei Euro im Monat, aber es geht ja auch um das Prinzip.

Im Ernst: Es ist ein feiner Zug, wenigstens Schülern und Lehrern endlich mehr Speicher in der iCloud zu geben, Apple will und muss seine Plattform (wieder) attraktiver für das Bildungswesen machen. Man wird nur dann neidisch, wenn man das Leben und Arbeiten in der Schule und an der Universität (nicht mehr) kennt. Technologie wird das Lernen nicht ersetzen, ganz im Gegenteil, Technologie erfordert neue Lehr- und Lernmethoden. Aber vielleicht kann Apple das Leben und Lernen von Schülern und Lehrern ein wenig erleichtern.

Mittlerweile sollte es auch in Deutschland angekommen sein, dass die Digitalisierung ein Fakt ist. Sie ist auszubremsen, durch Untätigkeit und Ignoranz, aber zu einem hohen Preis. Nicht nur Schulen werden sich umstellen müssen - und selbst jenseits von Digitalien passiert das auch schon. Auch in Sachen Gesundheit muss man umdenken. Leider machen es uns viele große Unternehmen der Digitalbranche schwer, den Weg mitzugehen. Man stelle sich nur vor, eine digitale Gesundheitskarte würde nach Facebook-Prinzipien funktionieren. Angeschlagen von einer hartnäckigen Bronchitis würde man vielleicht wieder das Rauchen anfangen, weil einem die von Interessengruppen ausgenutzten Algorithmen vorgaukeln, dass nur Tabak wirksam gegen Lungenkrebs sei.

Nicht vergessen: Auch Apple leiten wirtschaftliche Interessen und nicht der reine Altruismus eines Matras wie "Wir wollen die Erde in einem besseren Zustand verlassen, als wir sie betreten haben". Doch meint es Cupertino ehrlich: Mit Software und Services will es das Bildungssystem stärken, der Preis dafür ist recht transparent: Ab 349 Euro für ein iPad, Schulen zahlen weniger. Individuelle Nutzerprofile interessieren Apple nicht. Deal. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch:

Grau, mein Freund, ist alle Theorie: Und Space Gray die Farbe des iMac Pro und seines Zubehörs. In der bis gestern gültigen Theorie waren Tastatur, Maus und Trackpad die mit Abstand teuersten Eingabegeräte, die Apple je verkaufte, denn sie waren nur zusammen mit dem ab 5.500 Euro kostenden iMac Pro zu haben. Das hat sich in der Praxis nun geändert, Apple verkauft die dunkel-elegante Peripherie nun auch separat. Geschmack kostet aber etwas, Maus, Tastatur und Trackpad sind etwa jeweils 20 Euro teurer als die Standardware in silber.

Neues Modell: Die Apple Watch Series 4 wird aller Voraussicht nach im Herbst erscheinen und der in der Regel gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo und KGI Securities will nun einige Details über die Uhr wissen. So schreibt er in einer Anlegernotiz, das Dispaly werde rund 15 Prozent größer und die Batterie werde länger halten. Apple verbessere auch das Tracking von Gesundheitsparametern, Kuo geht hier aber nicht weiter ins Detail. Ein größeres Display muss nicht eine neue Form nach sich ziehen, Apple könnte einfach den Rahmen etwas kleiner machen - dieser sollte aber laut anderer Spekulationen dazu dienen, präzise EKGs zu erstellen. Die Akkulaufzeit ließe sich durch eine Vergrößerung der Batterie erreichen oder  durch effizientere Chips.

Zu früh attackiert: Heute ist es zwei Jahre her, dass das FBI die Klage gegen Apple zurückzog, die das Unternehmen zu einer Hintertür in iOS zwingen wollte. Die Bundespolizei hatte es anderweitig geschafft, in das iPhone des San-Bernardino-Attentäters einzubrechen, mit Hilfe des israelischen Unternehmens Cellebrite. Nun stellt sich in einer Untersuchung heraus, dass das FBI schon vor der Eskalation mit Apple Zugriff auf Werkzeuge hatte, um das iPhone 5C des Mehrfachmörders zu knacken, man habe aber nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, bevor man sich aggressiv an Apple wandte. Cupertino hatte das geforderte Vorgehen abgelehnt, da eine Hintertür hunderte Millionen von iPhones unbekannten Risiken ausgesetzt hätte. Auf dem iPhone des Attentäters fand das FBI keine nützlichen Hinweise zu Hintergründen der Tat.

Risiko: Apple veröffentlicht regelmäßig Sicherheitsupdates für seine Systeme und diese sollte man immer recht schnell aktualisieren. Manchmal aber bleibt ein Bug auch nach einem Update bestehen, zumindest in Teilen. So berichtet Intego über einen Fehler in macOS High Sierra, bei dem das System die Passworte von verschlüsselten Volumes im Klartext in das Systemlogfile schreibt. Der eigentliche Bug ist bereinigt, wer aber vor dem Update auf macOS 10.3.3 interne oder externe APFS-Volumes verschlüsselt hat, sollte diese löschen, neu anlegen und verschlüsseln, denn das Passwort steht immer noch im Logfile. Haben Unbefugte physischen Zugriff auf den Mac, können sie mit einigen wenigen Terminal-Befehlen das Kennwort auslesen.

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Neues iPad unterstützt Apple Pencil, Everyone Can Create

Seit heute Mittag war klar, dass Apple bei seinem Event in Chicago neue Hardware vorstellen würde, der Apple Store Online schloss für geraume Zeit. Was man schon ahnen konnte: Apple räumt die virtuellen Regale in der Abteilung "iPad 9,7" frei und stellt neue Geräte ein. Für die meisten Apple-Kunden in aller Welt ist damit die Geschichte auch schnell erzählt: A10-Fusion-Chip, Unterstützung für Apple Pencil und Touch ID, drei Farben und ein auf 349 Euro gesenkter Einstiegspreis. Doch was Apple sonst noch zu erzählen hatte, passte bestens in den Rahmen des Veranstaltungsortes, einer Mittelschule in Chicago. Denn Bildungsthemen liegen Apple vermutlich nicht nur wegen der Markenbotschaft für Schüler, Studenten und Auszubildende auf dem Herzen. Nun aber der Reihe nach.

Apple macht Schule

Den Fokus auf Schule und Universität hatte Apple bereits in der Einladung angedeutet, die wie von einem Pencil auf iPad gemalt aussieht - und das vermutlich auch ist. Dieser Stil zieht sich durch die Präsentation, alle Folien, die auf die Bühne in Chicago projiziert werden, sind mit einem Apple Pencil auf einem iPad kalligraphiert.

Anfangs der Veranstaltung erklärte Tim Cook, warum man in Chicago für diesen Schulausflug sei. Die Stadt unterhalte ein vorbildliches Bildungssystem, nicht von ungefähr habe man sie auch als Partner für "Everyone Can Code" ausgesucht. Apple belässt es dabei nicht mit einem Curriculum und Swift Playgrounds, sondern setzt auch Personal vor Ort ein. So erzählt auf der Bühne eine Apple-Angestellte namens Cathleen Richardson, eine frühere Lehrerin, wie sie in Schulen geht und das Thema Programmieren Sechstklässlern und jüngeren Kindern nahe bringt. Doch nicht nur darum geht es, sondern generell um einen Einsatz der Technik im Bildungswesen. Bei einem dieser Projekte hat eine Klasse mit der Hilfe von iPads einen Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg befragt, diese Interviews werden demnächst Eingang in die Bibliothek des Kongresses finden.

Das iPad ist schon länger im Betrieb in Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen, das ist also nichts Neues. Apple hat sich derzeit nur einer verschärften Konkurrenz zu erwehren, deshalb die Veranstaltung. Apples Senior Vice President Product Marketing Greg Joswiak erklärt, es gebe im App Store bereits 200.000 Apps für Bildungsangebote, die eine weit bessere Erfahrung bieten würden wie Browser-Anwendungen, die es für jede Plattform gebe - also auch der nicht erwähnten von Google Chrome, mit der Apple derzeit an US-Schulen konkurriert .

Neues iPad mit Touch ID und Apple Pencil

Apple geht auf der mit der Dauer von einer Stunde recht kompakt gehaltenen Veranstaltung dann aber sehr schnell in medias res und zeigt ein neues iPad mit 9,7 Zoll Bildschirmdiagonale. Dieses unterstützt nun auch den Apple Pencil und die Touch ID soll besser geworden sein - Face ID dürfte dann den iPad Pro im Sommer oder Herbst vorbehalten sein. Einen neuen Apple Pencil gibt es nicht - wozu auch - dieser kostet nach wie vor 99 Euro extra.

Einige Daten der Hardware:

8-Megapixel-Rückkamera, FaceTime-HD-Kamera vorne, A10-Fusion-Chip (letztes Jahr war es noch ein A9), bis zu  zehn Stunden Akkulaufzeit, die bereits erwähnte verbesserte Touch ID, bis zu 300 Mbps im LTE-Netz (hängt stark vom Provider ab), GPS, Beschleunigungssensoren, Gyroskop und Kompass eingebaut und eben den Apple-Pencil-Support. Was aber wirklich interessant ist: Der Preis. Für Endverbraucher - also jedermann - ist das neue iPad für 329 US-Dollar zu haben, Schulen zahlen nur 299 US-Dollar. In Deutschland bedeutet das einen Preis von 349 Euro (die Version mit LTE-Chip und eSIM kostet 479 Euro). Preise für Bildungseinrichtungen in Deutschland nennt Apple nicht, aber diese zahlen auch hier weniger.  Schüler und Studenten bekommen nun aber 200 GB iCloud-Speicher gratis, alle anderen bleiben nach wie vor bei 5 GB. Da denken wir doch glatt über ein Zweit- und Drittstudium nach …

Hardware ist die eine Sache, wichtiger in dem Zusammenhang aber die Software. Und hier stellt Apple gleich einmal eine neue iWork-Suite für das iPad vor, die von der Apple-Pencil-Unterstützung profitieren wird. Denn in Pages, Numbers und Keynote kann man nun auch "von Hand" schreiben, Apple nennt die Funktion der handschriftlichen Anmerkungen "Smart Annotation". So wird das iPad und die darauf schon ab Werk installierte Software besser greifbar. Vor etwas mehr als sechs Jahren hatte Apple bereits mit dem iBooks Author für den Mac eine Möglichkeit geschaffen, Lehrbücher für das iPad zu gestalten, diese Software gibt es nun auch für iOS. Zumindest das iPad Pro hat ja nun durchaus das Potential, Notebooks zu ersetzen oder sogar Desktops. Das war 2012 noch lange nicht so.

Das neue iWork steht ab sofort zum Download zur Verfügung und auch eine neue Garageband-Fassung mit "Sounds für Studenten". Nun ja, die jungen Leute. Was wir damals während, neben und anstatt der Vorlesungen gehört haben, ist hier vermutlich unterrepräsentiert.

Software für die Verwaltung

So viel also erst einmal zu den Bedürfnissen für Schüler und Studenten, Lehrer und Professoren haben noch andere. Auch diesen wird Apple mit seinen heutigen Ankündigungen gerecht. Im Juni - also etwa zur WWDC - wird es eine Beta-Fassung von Classroom for Mac geben, eine Verwaltungsssoftware für die Schule und andere Bildungseinrichtungen. Classroom hat es schon für iOS gegeben, neu ist hingegen Schoolwork, eine Cloud basierte iOS-App für das Verteilen von Handouts an Schüler, Studenten und Kursteilnehmer sowie für das Protokollieren ihrer Lernerfolge. Aber auch auf Schoolwork muss man noch bis Juni warten. Das muss aber nicht die einzige Lösung für diese Problematik sein, Apple veröffentlicht mit ClassKit ein Framework, auf das Schoolwork aufbaut und das auch Dritte nutzen können. Eine WWDC-Ankündigung gewissermaßen also schon drei Monate vor der Entwicklerkonferenz.

Jeder kann programmieren - und nicht nur das

Nein, Programmieren kann nicht ein jeder. Aber  jeder kann es lernen oder jede, es ist aber von Vorteil, wenn man jung ist. So setzt Apple bei der Ausbildung eben recht früh an, mit dem bereits erwähnten Swift Playgrounds, das Jungprogrammierern einen Einstieg bieten will. Swift, die ausgewachsene Fassung der 2014 als Open Source veröffentlichten Programmiersprache, ist derzeit die am schnellsten wachsende Programmiersprache, wie Apple hier auch wieder betont. Eine wesentliche Neuerung betrifft das Trendthema des Jahrzehnts: Mit Swift wird man nun auch einfacher AR-Anwendungen erstellen können.

Aber Apple geht weiter und stellt ein neues Curriculum vor: Everyone Can Create. Vier Gebiete für Kreative - von denen viele ja seit jeher auf Produkte von Apple schwören - hat Apple für sein Lehrwerk ausgemacht: Musik, Fotografie, Video und Malerei. Eine Preview auf das neue Programm gibt es heute, mehr Inhalte wird Apple nach und nach hinzufügen. Wobei wir als alte Gitarristen ja hier bezüglich einer der Säulen einwerfen müssen: Unterstützung durch digitale Technologie ist wunderbar, aber ohne stundenlanges Üben von Skalen, Akkorden, Licks und Riffen und dem intensiven Studium der Musiktheorie inklusive Gehörbildung wird das nix mit dem "Everyone Can Create" - zumindest nicht auf diesem Feld.

Aber vor allem sollen die Lehrmaterialien die Nutzung des Apple Pencil unterstützen. In den Apple Stores wird es in den nächsten Monaten diverse Kurse für Lehrer geben, in denen diese das Curriculum näher kennen lernen können.

Kurz, aber wichtig

Wie erwartet war die heutige Veranstaltung keine Keynote, wie wir sie von WWDC und anderen Gelegenheiten kennen. Apple fokussierte stark auf das Thema Bildung und platziert das neue iPad sowie einiges an Software und Services für dieses wichtige Marktsegment. Seit mehr als 40 Jahren sei man dem Thema verpflichtet, betont Apple-CEO Tim Cook nochmals zum Schluss, die Ankündigungen von Programmen und Geräten seien für Apple wichtig gewesen und man hoffe, dies erweise sich auch als wichtig für Schüler und Studenten im Land. Ein Video der Veranstaltung wird es in Kürze auf Apples Kanälen (Website, Podcast) zu sehen geben, das neue iPad ab jetzt zu kaufen.

Spotify: 2 Millionen Nutzer blockieren Werbung

Spotify steht nicht nur zahlenden Kunden zur Verfügung, sondern kann mit Einschränkungen auch werbefinanziert kostenlos verwendet werden. Genau diese Werbung wird jedoch von knapp zwei Millionen Nutzern blockiert. Dazu wird eine modifizierte Version von Spotify verwendet, die gegen die Geschäftsbedingungen verstößt. Der Betreiber des Musik-Streaming-Dienstes hat die betreffenden Nutzer per Mail kontaktiert und mit der Sperrung der modifizierten App begonnen. 

Der Dienst hat weltweit 157 Millionen aktive Nutzer, über ein Prozent verstoßen demnach gegen die Geschäftsbedingungen. Die Gratis-Version wird von 86 Millionen Nutzern am Rechner und mobil verwendet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Nutzer mit Werbe-Blocker zeitnah auf modifizierte Versionen der App umsteigen, um auch weiterhin werbefrei und kostenlos Musik hören zu können. Ob Spotify auch Konten von wiederholt auffälligen Nutzern sperrt, bleibt fraglich. Bislang hat der Betreiber des Dienstes noch nicht zu diesem Mittel gegriffen. Man werde auch weiterhin darauf bauen, dass die Nutzer der kostenlosen Version früher oder später auf ein kostenpflichtiges Abo umsteigen. Eine Spotify-Mitgliedschaft kostet derzeit 9,99 Euro pro Monat. Das Premium-Family-Angebot schlägt mit 14,99 Euro zu Buche, gilt jedoch im Gegenzug für bis zu fünf Familienmitglieder oder Freunde.

Berlin: Autonome Kleinbusse nehmen Betrieb auf

In Berlin wurden vier fahrerlose Elektrokleinbusse in Dienst gestellt. Die Fahrzeuge der Hersteller Navya und EasyMile drehen auf dem Campus der Charité Mitte ihre Runden, ab April sollen sie auch auf dem Gelände des Virchow-Klinikums zur Verfügung stehen. Alle Patienten, Besucher und Mitarbeiter können sich von den Bussen kostenlos chauffieren lassen. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 12 Kilometern pro Stunde könnte die Tour aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Gegenzug finden elf Personen Platz im fahrerlosen Bus.

Die Busse drehen auf einer Linie mit acht bis neun Haltestellen ihre Runden. Noch ist der Fahrbetrieb aber nicht ganz autonom, da aus Sicherheitsgründen eine Aufsichtsperson an Bord sein muss. Die Busse werden von der BVG betrieben, Straßen und Ladeinfrastruktur stellt hingegen die Charité Berlin. In den kommenden Monaten soll untersucht werden, wie die Busse von ihren Nutzern akzeptiert werden. Das Projekt soll die Strecke zwischen S-Bahn-Haltestelle und Zielort überbrücken. Für kranke Patienten ist dieser Weg oft nur sehr schwer zu bewältigen. Bislang hat das Vorhaben 4,1 Millionen Euro gekostet, 3,2 Millionen Euro davon stellt das Bundesumweltministerium zur Verfügung. Die Fahrzeuge gelten als sicher und wurden vor dem Startschuss des Projekts für sechs Monate getestet.

Grafikkarten: Entspannung durch neue Mining-Chips

Wer derzeit auf der Suche nach einer leistungsfähigen Grafikkarte für aktuelle Spiele ist, muss häufig hohe Preise zahlen oder lange auf seine Hardware warten. Der Grund: Die Grafikkarten lassen sich für das Mining der Kryptowährung Ether nutzen, die Preise der Grafikbeschleuniger steigen entsprechend an. Der Analyst Christopher Roland von Susquehanna rechnet jedoch in Kürze mit speziellen Mining-Chips, die für eine Entspannung auf dem Grafikkarten-Markt sorgen könnten.

Die betreffenden Chips wurden Roland nach eigenen Angaben bei einer Asienreise gezeigt. Der von Bitmain entwickelte ASIC (Application-Specific Integrated Circuit) sei speziell für das Etherum-Mining geeignet. Im Bereich der Bitcoin-Spezialchips hat Bitmain schon einen Marktanteil von knapp 80 Prozent. In den Handel soll der Ethereum-ASIC schon im zweiten Quartal 2018 kommen. Auch Konkurrenzunternehmen arbeiten an ähnlichen Chips. Deren Veröffentlichung könnte die Nachfrage nach Grafikkarten von AMD und Nvidia zurückgehen lassen. Roland geht davon aus, dass Nvidia rund 10 Prozent seiner Grafikkarten an Krypto-Miner verkauft, bei AMD soll der Wert sogar doppelt so hoch sein. Die Aktien der beiden Unternehmen könnten dadurch fallen, Gamer freuen sich indes über hoffentlich bald sinkende Preise für neue Grafikkarten.

Google: Pornografische Inhalte aus Drive gelöscht

Googles Cloud-Speicher Google Drive wird nicht nur zur Speicherung von Tabellen, Präsentationen und endlosen Zahlenkolonnen genutzt, auch Sex Worker greifen auf den Dienst zurück. Google hat laut Motherboard nun mit der Löschung derartiger Inhalte begonnen. Die Pornodarstellerin Avey Moon konnte beispielsweise ein in Google Drive gespeichertes Gewinnervideo für einen Wettbewerb nicht versenden – es war bereits gelöscht worden. Auch andere Sex Worker berichten von Löschungen ihrer Inhalte in Googles Cloud-Speicher. Eine Warnung habe es nicht gegeben.

Ein Google-Sprecher verwies auf die Geschäftsbedingungen von Google Drive: Demnach sei die Veröffentlichung von sexuell eindeutigen Inhalten oder pornografischen Inhalten nicht gestattet. Speziell kommerziell genutzte Pornoinhalte seien verboten. Über Sex und Pornografie schreiben sei erlaubt, begleitende Videos und Fotos seien hingegen verboten. Zur Kontrolle greife Google auf Mitarbeiter und automatisierte Systeme zurück, die die Inhalte erkennen. Weiterhin spielt es offenbar keine Rolle, ob ein kostenloses oder kostenpflichtiges Konto bei Google Drive verwendet wird – in beiden Fällen mehren sich die Beschwerden der Sex Worker, die ihre Arbeit durch die Löschung stark eingeschränkt sehen. Bislang galt Google für viele Sex Worker als kooperativ und "sex-trade friendly"

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