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Morgenmagazin vom Mittwoch, 3. Mai 2017

03.05.2017 | 07:07 Uhr |

Apple: Mehr Umsatz und Gewinn trotz weniger iPhones +++ MAc wächst leicht, iPad stürzt weiter ab +++ Apple Watch verdoppelt Verkäufe +++ Forschung: Neue Akku-Prototypen sind explosionssicher +++ Essen mit Tim Cook für den guten Zweck +++ Surface Laptop: Microsoft stellt Laptop mit Windows 10 S vor +++ Microsoft stellt Windows 10 S (Windows Cloud) vor

3. Mai: Tag der Sonne

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Beginnen wir mit ein wenig Textkritik, am Rammstein-Song "Sonne", den sich Heino vor wenigen Jahren zu covern erdreistete. Eins: "Hier kommt die Sonne". Gut, in unseren Breiten ist Sonnenaufgang derzeit gegen halb sechs. Leider sieht man dieser Tage recht wenig vom Zentralgestirn. Drei: "Sie ist der hellste Stern von allen". Ja, das ist teilweise richtig. Auch wenn die Sonne im Altertum als "Planet" galt, also als einer der sieben sichtbaren "Wandelsterne", ist sie physikalisch ein Stern. Hinsichtlich scheinbarer Helligkeit auch der mit Abstand hellste. Was die absolute Helligkeit betrifft, spielt sie eher im Mittelfeld, da gibt es im Universum ganz andere Kaliber und nicht nur in Extremsituationen wie Supernovae. Vier: "Und wird nie vom Himmel fallen". Auch das ist teilweise korrekt. Denn nicht die Sonne zieht ihre Kreise auf einem Himmel über uns, sondern wir drehen uns mit unserem Planeten um sie herum, während wir gemeinsam durch das All rasen. Nur mit dem "Nie" ist es so eine Sache: In vier bis fünf Milliarden Jahren wird sich die Sonne zu einem roten Riesen aufblähen, weil sie nach Ende des Wasserstoffvorrates Helium zu schwereren Elementen verbrennt. Die Erde wird zu dieser Zeit längst kein Leben mehr beherbergen können, es wird also niemand sehen, wie die Sonne größer und größer wird und aus einer Position auf der Erdoberfläche betrachtet, doch vom Himmel fällt, um den gesamten Planeten zu verbrennen. Ist aber noch eine Weile hin, gut möglich, dass das nächste Rammstein-Album vorher erscheint.

Vom trüben Wetter genervt wissen wir dennoch, dass die Sonne immer da ist, selbst an Tagen wie heute in Breiten wie diesen strahlt sie genug Leistung ab, um den gesamten Energiebedarf der Menschheit zu stellen. Es ist wie so oft eine Frage der Umsetzung und der Verteilung, dort, wo sich Sonnenenergie ganz besonders effizient ernten ließe, werden derartige Energiemengen nicht gebraucht, die Intrastrukturen zur Speicherung und Verteilung werden aber erst sehr langsam konzipiert und errichtet. Klar, Kohle Gas und Öl – streng genommen ja nichts weiter als in Biomasse gespeicherte Sonnenenergie – lassen sich leichter vorhalten und transportieren und dort wo die Energie gebraucht wird, zunächst in thermische dann in kinetische und elektrische Energie wandeln.

Die Erkenntnis, Solarenergie möglichst dezentral zu ernten, ist indes nicht neu. Vor 39 Jahren initiierte der damalige US-Präsident Jimmy Carter den Tag der Sonne am 3. Mai, er war es auch, der auf dem Dach des Weißen Hauses Solarkollektoren anbringen ließ, die sein Nachfolger Ronald Reagan wieder verbannte. Kommt einem irgendwie bekannt vor, "Rückwärts immer!" ist nicht nur das Motto der aktuellen US-Regierung. Der Sonne ist das egal, sie strahlt weiter die aus der Kernfusion gewonnene Energie vor allem in Form von elektromagnetischen Wellen ab und auch der Planet dreht sich weiter, als ob nichts wäre. Wer mit ihm auf die Reise geht und wie lange, entscheidet die Natur von allein. Falls sich die beherrschenden Spezies im Jura überhaupt etwas denken konnten, werden sie kaum gedacht haben, dass sie eines Tages als Treibstoff dienen werden. Und das, wo die Sonne doch stets so schön scheint. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch

Geschichten aus der Geschichte: Apples erstes Wearable tickt seit gut zwei Jahren an unseren Handgelenken. Auch das stimmt nur teilweise. Klar hat Apple vor der Apple Watch nicht ernsthaft Technologie zum Anziehen gebaut, es gab aber schon einmal eine Apple-Uhr. Diese war aber Bestandteil einer Marketingaktion und daher nicht verkäuflich. Sie war auch kein besonders schlaues Gerät, sondern einfach nur eine mehr oder minder billige Quarzuhr mit analogem Zifferblatt samt Apple-Schriftzug und -Logo. Geschenkt bekommen haben dieses Gadget Mac-Anwender, die im Mai vor 22 Jahren das damals schon etwas über ein halbes Jahr alte Update auf System 7.5 für ihren älteren Mac erwarben. Auf neuen Rechnern war der erste Zwischenschritt vom veralteten System 7 zu den Copland-Derivaten Mac-OS 8 und 9 vorinstalliert, wer von Neuerungen wie dem Ladebalken auf dem Startscreen profitieren wollte, musste 135 US-Dollar hinlegen, wie Cult of Mac erinnert. Nur spätere Punkt-Updates wie System 7.5.5 waren gratis und lagen den Heft-CDs der seinerzeit schwer boomenden Computermagazine bei. Die Uhr, die heute zurecht vergessen ist, war aber nicht die einzige Beigabe zum Systemupdate, die meisten Käufer werden sich für das seinerzeit rund 100 US-Dollar kostende Programm Conflict Catcher 3 entschieden haben. Das Tool war für viele die letzte Rettung, die ihr System 7 so dermaßen kaputt konfiguriert hatten, dass sich Erweiterungen und Kontrollfelder nur noch gegenseitig bei der Arbeit behinderten. Aber schon damals nannte der Hersteller den Zeitanzeiger schlicht "Apple Watch".

Gerücht: Die Spekulationen über das kommende iPhone sind um einen Aspekt reicher. Das neue Modell werde man drahtlos aufladen können, das hatten schon andere Quellen berichtet. Die Analysten der Investmentbank JPMorgan nennen jetzt jedoch einen konkreten Lieferanten, der Chip für das Wireless Charging soll von Broadcom stammen. Dieser stellt Prozessoren her, der die beiden verbreiteten Ladestandards Qi und PMA unterstützt. Welches kommende Modell auf induktives Laden setzt, wissen die Analysten nicht. Nach wie vor ist eine evolutionäre Entwicklung (iPhone 7s) parallel zu einer eher revolutionären im Gespräch. Die iPhone 7s könnten dabei eventuell auf Wireless Charging verzichten müssen.

Comeback: Einige Entwickler hatten zuletzt ihre Apps von der Apple Watch zurückgezogen, darunter Google, Amazon, eBay und Trip Advisor. Das muss nicht bedeuten, dass diese die Smartwatch als gescheiterte Plattform ansehen, die zurückgezogenen Apps waren nicht die besten ihrer Art und eher halbherzige versuche, sich auf das Handgelenk auszudehnen. Google hat bereits angekündigt, seine iOS-App neu zu denken und wird dabei wohl auch die Apple Watch mit einbeziehen. Auch Trip Advisor hat nun sein Comeback angekündigt und versichert, man werde weiter nach Möglichkeiten suchen, wie man Reisende auf dieser Plattform am besten unterstützen kann.

Weitere Nachrichten:

Apple: Mehr Umsatz und Gewinn trotz weniger iPhones

Im Quartal, das am 1. April endete, hatte Apple einen Umsatz von 52,9 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, das ist etwas mehr als die 50,9 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Auch an Gewinn bliebt mehr in Cupertinos Kassen, 11 Milliarden US-Dollar oder 2,10 US-Dollar pro Aktie. Vor einem Jahr waren es 10,5 Milliarden US-Dollar Überschuss gewesen oder 1,90 US-Dollar pro Aktie.

In der Bilanzpressekonferenz freute sich Apple-CEO über "weiterhin robuste Nachfrage" nach dem iPhone 7, Apple hat indes etwas weniger Geräte als im Vorjahr verkauft, nämlich 50,7 Millionen gegenüber 51,2 Millionen. Der damit erzielte Umsatz stieg jedoch von 32,9 Milliarden US-Dollar auf 33,2 Milliarden. Damit hat Apple die Erwartungen der Wall Street bezüglich des iPhone-Profits übertroffen, aber das Stückzahlenziel verpasst. Schon früh im Quartal habe Apple aber das Angebot besser an die Nachfrage anpassen können, im Dezemberquartal war man über die erhöhte Nachfrage nach dem iPhone 7 Plus überrascht. Diese Verschiebung schlägt sich nun auch in der Bilanz nieder, Apple konnte pro iPhone einen höheren Preis erzielen, die Kunden greifen also eher zum größeren und teureren Modell als noch vor einem Jahr.

Ein wenig überraschend kommt das Plus beim Mac, mit 4,2 Millionen Stück hat Apple vier Prozent mehr als vor einem Jahr verkauft. Das iPad hat um weitere 13 Prozent nachgegeben, Apple wurde nur noch 8,9 Millionen Geräte los. Immerhin legte der Bereich "andere Produkte", in denen Apple die Apple Watch und das Apple TV bilanziert, um 31 Prozent zu. Wie viele Smart Watches Apple im Quartal verkauft hat, verrät der Hersteller nach wie vor nicht.Cook deutete lediglich an, dass man in sechs der zehn wichtigsten Märkte nun doppelt so viele Watches wie im Vorjahr verkauft habe, im Herbst hatte Apple die Series 2 auf den Markt gebracht. Die AirPods würden nach wie vor so stark nachgefragt, dass Apple mit der Produktion kaum hinterher komme.

Auch bei den Services wie Apple Music, Apple Pay, Apple Care und anderen kann der Anbieter auf starkes Wachstum verweisen, übers Jahr wuchs die Sparte um eine Milliarde US-Dollar auf nunmehr 7 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Wachstum zeigte Apple insgesamt vor allem in den USA (plus 11 Prozent), Europa (plus 10 Prozent) und Japan sowie dem Rest des pazifischen Raums, mit Ausnahme von "Greater China". Die Umsätze in der Volksrepublik, der Sonderwirtschaftszone Hongkong und Taiwan gingen gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent zurück. Dies erklärte Tim Cook in der Bilanzpressekonferenz vor allem mit einer Schwäche in Hongkong, die mit einem Rückgang des Tourismus dort korreliere. Das iPhone 7 (Plus) werde in Greater China zwar auch recht gut angenommen, andere Modelle verkauften sich jedoch schlechter. Insgesamt waren die Geschäfte in China aber im ersten Halbjahr 16/17 besser als in der zweiten Hälfte des letzten Geschäftsjahres. Vor allem das Wachstum in den Apple Stores bei Besuchern und Umsätzen gebe positive Aussichten.

Der Apple-Aufsichtsrat hat eine Erhöhung des Programms zur Kapitalrückführung an Aktionäre um 50 Milliarden US-Dollar genehmigt. Bis März 2019 wird Apple insgesamt 300 Milliarden US-Dollar in Form von Dividenden und Aktienrückkäufe an seine Teilhaber zurück bezahlt haben. Allein im Märzquartal 2017 waren es laut Finanzchef Luca Maestri zehn Milliarden US-Dollar. Am 18. Mai wird Apple eine Dividende von 63 Cnet pro Aktie ausschütten.

Für das bereits angelaufene dritte Quartal prognostiziert Apple einen Umsatz zwischen 43,5 und 45,5 Milliarden US-Dollar, die Bruttomarge soll zwischen 37,5 und 38,5 Prozent liegen.

Forschung: Neue Akku-Prototypen sind explosionssicher

Ein Team der Forschungsanstalt Empa in der Schweiz sucht derzeit nach einer sicheren Alternative zu Lithium-Ionen-Akkus. Lithium-Ionen-Akkus bestehen aus flüssigen Bestandteilen und können aus diesem Grund unter bestimmten Umständen Feuer fangen oder Explodieren. Wie gefährlich das sein kann, bewies Samsung Galaxy Note 7, das wegen Akku-Problemen zurückgerufen werden musste.

So genannte Feststoff-Batterien verzichten auf flüssige Bestandteile und sind daher besser gegen physische Belastungen gewappnet. Ihr Feuer-Risiko ist wesentlich geringer. Die Empa-Forscher haben in den vergangenen Monaten gleich zwei unterschiedliche Protoypen für Feststoff-Batterien entwickelt. Statt Lithium-Ionen kommen hier Magnesium - und Natrium-Ionen zum Einsatz. Daraus ergeben sich gleich zwei Vorteile: Die Akkus bestehen aus Feststoffen und bergen aus diesem Grund keine so hohe Explosionsgefahr und Magnesium und Natrium sind im Gegensatz zu Lithium nahezu unbegrenzt verfügbar.

Die Entwicklung der Prototypen war für die Forscher jedoch eine Herausforderung. Die positiv geladenen Ionen müssen sich ungehindert von einem Pol des Akkus zum anderen bewegen können. Auch die negativ geladenen Elektronen bewegen sich bei dem Prozess und erzeugen auf diese Weise Strom. Um eine optimale Bewegungen bei den Magnesium- und Natrium-Ionen zu ermöglichen, mussten die Forscher eine spezielle Kristallstruktur entwickeln.

Bis es die beiden Prototypen zu tatsächlich funktionstüchtigen Prototypen schaffen, ist jedoch noch einiges an Forschungsarbeit nötig. Natrium-Ionen-Akkus können bei gleicher Größe weniger Energie speichern als ein Lithium-Ionen-Akku. Dafür beginnt die Leitfähigkeit jedoch bereits ab 20 Grad Celsius. Magnesium-Ionen-Akkus können bei gleicher Größe fast doppelt so viel Energie speichern wie eine Lithium-Ionen-Batterie. Für die Leitfähigkeit sind hier jedoch mindestens 70 Grad Celsius notwending.

Essen mit Tim Cook für den guten Zweck

Auch in diesem Jahr nutzt Tim Cook seine Popularität, um über die Website „CharityBuzz" ein gemeinsames Essen zu versteigern. Genauer gesagt handelt es sich dieses Mal um einen Lunch mit dem Apple-CEO, dabei wird die eigentliche Mahlzeit letztendlich wohl eher weniger von Bedeutung sein.

Bis zum 16. Mai kann jeder mit dem nötigen Kleingeld auf das gemeinsame Treffen mit Cook bieten. Bisher wurde bereits acht Mal auf das Treffen geboten – natürlich alles anonym. Der Einsatz liegt aktuell bei rund 80.000 US-Dollar, Tendenz steigend.  

Bereits in den Vorjahren konnten Interessierte auf einen Kaffee oder ein Mittagessen mit Tim Cook bieten. 2014 kostete ein Mittagessen mit dem Nachfolger von Steve Jobs ganze 330.000 US-Dollar , ein Jahr zuvor bezahlte ein Unbekannter mehr als 600.000 US-Dollar für einen Kaffee , um Cook einmal persönlich kennen zu lernen.

Das gebotene Geld fließt natürlich nicht in die Tasche von Tim Cook, sondern soll für einen guten Zweck gespendet werden.

Dieses Jahr kann sich der Gewinner gleich doppelt freuen, da das Treffen im neuen Apple Park in Cupertino stattfinden soll. Wahrscheinlich gibt es derzeit keinen interessanteren Ort, um Tim Cook mit Fragen zu löchern.

Surface Laptop: Microsoft stellt Laptop mit Windows 10 S vor

Surface Pro, Surface Book und Surface Studio bekommen Zuwachs durch ein Gerät speziell für Schüler: Microsoft hat wie erwartet das Surface Laptop auf einem Education-Event in New York vorgestellt. Damit bestätigen sich die Informationen, die der bei Microsoft-Themen in der Regel gut informierte Twitter-Nutzer WalkingCat – der beispielsweise als einer der ersten über den neuen Game Mode im Windows 10 Creators Update berichtet hatte - in einem entsprechenden Tweet veröffentlicht hat.

Das aus einem Aluminium-Block gefräste Surface Laptop besitzt einen 13,5-Zoll-Pixelsense-Touchscreen mit 3,4 Millionen Pixel Auflösung und 3:2-Format. Als Betriebssystem kommt Windows 10 S zum Einsatz, außerdem gibt es Office 365 dazu. Dabei handelt es sich um die bisher als Windows Cloud bezeichnete Version von Windows 10, auf der sich ausschließlich Apps aus dem Windows-Store installieren lassen. Windows 10 S ist aber upgrade-fähig zu Windows 10 Pro. Spezielle Cloud-Komponenten soll dieses Windows-System nicht besitzen. Es wäre also mit dem früheren Windows RT vergleichbar.

Das Surface Laptop misst 14,48 Millimeter an der dicksten und 9,9 Millimeter an der dünnsten Stelle. 1,25 Kilogramm soll das Surface Laptop schwer sein. Microsoft bietet das Surface Laptop mit i5- und i7-Prozessoren der siebten Generation an. Das Surface Laptop soll Top-Performance und einen schnellen Systemstart bieten, beim Aufklappen des Bildschirms soll Windows 10 S sofort startbereit sein. Schüler können also sofort losschreiben.

Das Surface Laptop soll hochwertig gefertigt sein, der Benutzer soll nirgends störende Schrauben oder Kanten finden. Es soll sich ganz leicht anfühlen, und den Bildschirmdeckel soll man mit einem Finger öffnen können.

Als Anschlüsse sind USB, Mini-Display-Port und der Surface-Power-Connector vorhanden. Sie können darauf auch den Surface Pen benutzen und damit Notizen und Markierungen auf Screenshots zeichnen. 

Mit einer Akku-Ladung soll das Surface Laptop 14,5 Stunden durchhalten, Schüler können also das Ladegerät zu Hause lassen. Microsoft verspricht damit eine längere Akku-Laufzeit als es Macbook Pro 13, Macbook und Macbook Air bieten.

Microsoft verkauft das Surface Laptop in vier Farben: Platinum, Burgunderrot, Kobaltblau und Graphite Gold. Das beleuchtete Tastaturfeld ist mit Alcantara überzogen und soll sich angenehm warm anfühlen. Es gibt keine Lautsprecher-Öffnungen an der Oberfläche - die Lautsprecher sind unterhalb der Tastatur angebracht.

Microsoft verkauft das Surface Laptop ab 999 US-Dollar. Damit bekommt man die i5-Variante mit 4 GB RAM und 128 GB SSD. Vorbestellungen sind in den USA ab sofort möglich, die Auslieferung soll am 15. Juni beginnen. Das Surface Laptop kann ab sofort auch in Deutschland im Microsoft Store vorbestellt werden. Ab dem 15. Juni 2017 ist es dann ebenfalls auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Preise beginnen bei 1149 Euro (UVP inkl. MwSt.). Auf dem deutschen Markt wird das Gerät zunächst nur in der Farbe Platin Grau verfügbar sein.

Microsoft stellt Windows 10 S (Windows Cloud) vor

Microsoft hat auf dem Education-Event in New York das neue Windows 10 S vorgestellt (das bis zur offiziellen Vorstellung in den Medien als Windows Cloud bezeichnet wurde). Dabei handelt es sich wie erwartet um eine Version von Windows 10, auf der sich grundsätzlich nur Apps aus dem Windows Store installieren lassen. Das soll für Sicherheit vor Malware und Hackern sorgen. Desktop-Anwendungen von außerhalb des Store lassen sich nur unter bestimmten Voraussetzungen installieren. Windows 10 S berechtigt aber zum Update auf Windows 10 Pro, mit dem dann alle Beschränkungen entfallen.

Denn Windows 10 S ist speziell für den Einsatz in der Schule gedacht und auch auf dem neuen Surface Laptop vorinstalliert. Windows 10 S startet schnell starten und soll während der Betriebszeit nicht an Performance verlieren. Windows 10 S ermöglicht Kunden die Nutzung von Office 365 – inklusive des gesamten Umfangs aller gewohnten Funktionen von Microsoft Word, Excel, OneNote, PowerPoint und weiteren Anwendungen.

OEM-Partner wie Acer, Dell, HP, Fujitsu etc, Asus, Samsung, Toshiba werden Windows 10 Education PCs mit Windows 10 S verkaufen. Bei 189 Dollar beginnen in den USA die Preise, Verkaufsstart soll noch in diesem Sommer sein.

In Zusammenhang mit Windows 10 S zeigte Microsoft auch einige neue Lern-Programme, die sich alle an Lehrer und Schüler richten. Außerdem demonstrierte Microsoft den Schuleinsatz von Office 365 for Education und Microsoft Teams. Lehrer können darüber mit ihren Schülern zusammenarbeiten und ihre Lernarbeit überwachen. Und Dateien zur Verfügung stellen. Alles wichtig für den Fernunterricht, aber auch für den Unterricht im Klassenzimmer soll Microsoft Teams bieten. Schüler können mit Microsoft Teams zu Hause und in der Schule, allein und im Team arbeiten.

Der Unterricht kann über Microsoft Teams laufen, auch mit Emojis, Kommentare und Abstimmtools. Apps wie zum Beispiel Word, Excel oder Powerpoint lassen sich integrieren. Der Lehrer kann über Teams auch Lerngruppen bilden. Video-Konferenzen sind ebenfalls möglich.

Microsoft zeigte zudem Beispiele dafür, wie Schüler mit Hilfe von Minecraft lernen können. Zum Beispiel Programmieren mit dem Code Builder für Minecraft Education Edition. Per Drag&Drop können die Schüler Code-Bausteine in der Entwicklungsumgebung anordnen und miteinander verbinden. Javascript lässt sich auch integrieren.

Außerdem stellte Microsoft eine VR-Brille speziell für den Unterricht vor. Damit können Schüler beispielsweise die Sterne sehen, wie sie in 500 Jahren am Firmament stehen.

Ebenfalls ein Punkt auf dem Microsoft-Event war Mixed Reality mit 3D. Auch hier bildet Microsoft Teams die Basis. Paint 3D dient als Werkzeug für 3D-Projekte an der Schule. Die 3D-Modelle lassen sich in Powerpoint einfach importieren und dort animieren.
Mit View mixed Reality lassen sich virtuelle Objekte in der Ansicht mit realen Personen verbinden. Auf jedem Windows-10-Schul-PC mit Kamera soll das möglich sein.

Einige Tage nach dem Education-Event am 2. Mai in New York veranstaltet Microsoft seine Build Developer Conference in Seattle.

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