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Morgenmagazin vom Mittwoch, 8. Februar

08.02.2017 | 07:06 Uhr |

Tim Cook über Frauenquote und gleiche Bezahlung +++ EarBuds BeatsX ab Freitag im Apple Store +++ +++ Twitters Maßnahmen gegen Trolle +++ Apples Akribie mit dem Campus 2 +++ Truephone bringt Datentarife für Apple SIM +++ Digitalisierung belastet die Papierbranche +++ Vergewaltigung auf Facebook übertragen: Neue Beweise +++ Alexa Voice Service versteht nun auch Deutsch

8. Februar: Von Neumann und der Flaschenhals

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Es ist ein Rätsel für den modernen Menschen, den Homo sapiens digitaliensis: Warum ist der Rechner von vor drei Jahren, der damals als "State of the Art" galt, heute schon wieder so lahm und veraltet? Sicher, wir werden alle nicht jünger, der der vor drei Jahren moderne Induktionsherd mit seinem seitlichen Dunstabzug ist doch immer noch aktuelle Technik, auch wenn man ihn nicht via App schon vom der Bushaltestelle aus einschalten kann, damit das Nudelwasser auch kocht, wenn man die Tür aufsperrt? Wir geben uns bei der Frage nach der Obsoleszenz der Computer meist mit der Antwort zufrieden, dass die Entwicklung in der IT weiterhin praktisch ungebremst voranschreitet und sich nach dem Moore'schen Gesetz eben alle 18 Monate die Anzahl der Transistoren auf einem Chip verdoppelt. Drei Jahre wären demnach zwei solcher Generationen, in Küchenherden gedacht, hätten wir es mit dem Vorvorgänger des Induktionsherdes zu tun - dem Holzofen.

Und dennoch bleibt ein schales Gefühl der Verzweiflung, denn auch wenn man dem Rechner von 2014 keine Softwareupgrades verpasst hat - gelegentliche Sicherheitsupdates mal ausgenommen - und man nicht ab und an auf einer schnelleren Maschine werkelt und bei der Rückkehr auf die alte Mühle sofort eine Bremse spürt, wird die Maschine doch von Woche zu Woche langsamer.

Wenn Sie ein derartiges Gefühl gut kennen, haben Sie vermutlich noch eine Festplatte in ihrem Rechner eingebaut und keine SSD. Die Entdeckung der Langsamkeit ist nicht nur ein Gefühl, sondern hat physikalische Gründe. Ganz banale, mit klassischer Mechanik zu erklären. Denn ein neuer Computer beginnt immer damit, erst die inneren Bereiche der Festplatte zu beschreiben und lagert immer mehr Daten in den Außenbezirken der schnell rotierenden Scheibe, wenn die Kapazität immer mehr ausgeschöpft aus. Die Wege für den Schreib/Lese-Kopf werden also immer weiter, hinzu kommt die höherer Bahngeschwindigkeit der äußeren Spuren. Aufräumen hilft nicht unbedingt viel, setzt man die Festplatte nicht völlig neu auf. Aber dann setzt der Bremseffekt immer wieder neu ein, je mehr Daten man auf dem Speicher ablegt.

Bei SSDs gibt es diesen Effekt nicht, hier setzen aber andere Alterungsprozesse ein, wen einzelne Zellen nicht mehr beschreibbar werden, weil sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Alle paar Jahre muss dann eben doch ein neuer Computer her.

Nun sollte man meinen, bei all dem technischen Fortschritt würde der gefühlt nicht nur ohne Bremse rattern, sondern in einer Geschwindigkeit, bei der man kaum mehr mitkommt. Nun - auch die Software ist komplexer geworden. Sie kann zwar weit mehr, aber nicht unbedingt schneller. Vielleicht auch deswegen, weil wir unsere Fotos seit kurzem mit einer 12-MP-Kamera aufnehmen und deren Bearbeitung auf dem neuen Rechner auch nicht schneller abläuft als auf dem alten Rechner die der 2-MP-Bilder.

Ein grundsätzlicheres Problem haben die Computer, die wir so verwenden, aber mit einer anderen Diskrepanz der Entwicklungsgeschwindigkeiten. Denn unsere Desktops und Laptops arbeiten nach dem Prinzip, dass Programme und Daten zwar voneinander getrennt sind, aber Programmdaten und andere Daten im gleichen Speicher vorgehalten sind. Diese sogenannte von-Neumann-Architektur ist benannt nach dem Mathematiker und Vater der Informatik John von Neumann, der heute vor 60 Jahren verstarb. Dieser technologische Ansatz hat sich bewährt, schon Konrad Zuse baute seine Z1 auf dieses Prinzip, unabhängig von von Neumanns Erkenntnissen. Das Problem ist aber der sogenannte von-Neumann-Flaschenhals: Daten und Programmdaten müssen durch den gleichen Bus. Und wenn die Geschwindigkeit der CPU stärker anwächst als die der Datenübertragung, entsteht ein Stau.

Zuletzt hat sich jedoch das Wachstum der CPU-Geschwindigkeiten abgeschwächt, Intel, AMD und Konsorten stoßen an physikalische Grenzen. Die haben indes mit Quantenmechanik zu tun, die Leiterbahnen der heutigen Chips sind mittlerweile schon so dünn, dass Effekte der Unschärferelation greifen. Wenn Ihnen heute Ihr Computer also mal wieder besonders langsam vorkommt: Auf die Dauer wird er nicht mehr schneller. Womöglich erst mit ganz neuen Technologien. Aber auf die müssen wir weit länger warten als auf den sich drehenden Strandball auf unserem Monitor. Peter Müller

Lesetipps für den Mittwoch

Stippvisite: Tim Cook setzt seinen Europabesuch fort. Nach Stationen in den Apple Stores in Marseille und Paris schaute der Apple-CEO gestern bei einem Apple-Zulieferer im münsterländischen Vreden. Dort hat der Möbelhersteller Dula seinen Sitz, der die Apple Stores weltweit ausstattet. Auf seinem Twitteraccount äußert sich Cook begeistert - und auf deutsch: "Bewundernswerte, außergewöhnliche Handwerkskunst bei unserem Zulieferer Dula heute Morgen in Vreden 🇩🇪. Vielen Dank für die Tour!" Der nächste Termin steht für Cook heute in Glasgow an, die dortige Universität will ihm die Ehrendoktorwürde verleihen. In München bei der Macwelt-Redaktion schaut er bestimmt bei der nächsten Europatournee vorbei...

Interview: Später am Tag hat Tim Cook noch in Berlin die Startup-Szene besucht und das Unternehmen, das er sich ausgesucht hat, mag auf den ersten Blick überraschen: Kitchen Stories. Auf den zweiten Blick aber nicht: Die App, die ihren Nutzern das Kochen nahe bringen will, hat in den letzten Monaten eine ziemliche Erfolgsstory hingelegt und die Gründerinnen Mengting Gao und Verena Hubertz gehören zu einer Minderheit. Nur 13 Prozent der Unternehmensgründer in Deutschland sind weiblich. Das Lifestyle-Portal Refinery29 hatte bei dem Besuch Gelegenheit, mit Tim Cook über Gleichberechtigung in Unternehmen zu sprechen. Der Apple-CEO lehnt dabei eine feste Frauenquote ab, setzt aber auf gleiche Bezahlung und darauf, eine "Arbeitsumgebung zu schaffen, die Frauen fordert und dazu motiviert, sich einzubringen." Eine Quote wiederum würde eine Grenze darstellen, die etwa ausschließe, dass der Frauenanteil in der Führung eines Unternehmens 75 Prozent betrage. Tim Cook setzt bei Apple auf Vielfalt hinsichtlich Herkunft und Geschlecht, das Unternehmen hat in den letzten Jahren diesbezüglich auch erkennbare Fortschritte gemacht, ist aber bei weitem noch nicht an das Ende seiner Entwicklung gekommen. Denn im Vorstand sitzen neben den drei Frauen Angela Ahrendts, Lisa Jackson und Denise Young Smith noch 15 mehr oder weniger weiße Männer. Bei den Gehältern setzt Apple aber auf 100prozentige Gleichbehandlung: Frauen bekommen für den gleichen Job das gleiche Gehalt wie Männer, betont Cook im Interview.

Verspätet: Apple hat angekündigt, dass die im Spätsommer gleichzeitig mit den AirPods vorgestellten EarBuds BeatsX nun endlich in den Handel kommen. Im Apple (Online) Store wird man die Ohrhörer ab Freitag für 150 Euro kaufen können. Wie die AirPods auch, haben sie den W1-Chip eingebaut, der wesentlich schnelleres Pairing erlauben soll. Die Laufzeit gibt Apple mit acht Stunden an, innerhalb von fünf Minuten soll sich der Akku für zwei weitere Stunden Musikgenuss aufladen lassen. Den Grund für die Verzögerung nennt der Hersteller nicht. Die BeatsX gibt es zunächst in schwarz oder weiß, Varianten in grau und blau sollen "bald" folgen.

Maßnahmen: Twitter geht gegen den Hass im Netz speziell auf seinem Dienst vor und setzt ab dieser Woche drei Maßnahmen gegen Belästigungen aller Art um. Die wohl wichtigste: Einmal wegen derartigen Fehlverhaltens gelöschte Trolle sollen sich nicht mehr so leicht einen neuen Account anlegen können, um ihre Tiraden unter anderem Pseudonym fortführen zu können. Zwei andere Maßnahmen greifen in Fällen, bei denen es noch nicht zum Äußersten gekommen ist. Twitter filtert bei der neuen "sicheren Suche" Hasskommentare aus, so dass man diese gar nicht erst zu Gesicht bekommt. Derartige Beiträge minderer Qualitäten werden auch nicht mehr zu sehen sein, lässt man sich Retweets anzeigen.

Live und in Farbe: Youtube lässt nach einer Testphase nun jeden Youtuber mit mehr als 10.000 Abonnenten auch live streamen. Damit überlässt die Google-Tochter das immer populärer werdende mobile Live-Streaming nicht mehr nur Facebook und Twitch. Die Funktion ist in die Youtube-App integriert, die Videos sollen die gleichen Features wie alle anderen Youtube-Filme haben. Verdienstmöglichkeiten bekommen die Live-Brodcaster auch an die Hand mit einer neuen Funktion namens Superchat. Denn wollen Zuschauer sich mit ihrem Feedback besonders aufmerksam machen, können sie dafür bezahlen, dass ihr Chat im Rückkanal zu den Live-Übertragungen hervorgehoben wird.

Weitere Nachrichten

Apples Akribie mit dem Campus 2

Es war sein letzter öffentlicher Auftritt: Im Juni 2011 präsentierte der schwer von seiner Krankheit gezeichnete Apple-CEO Steve Jobs dem Stadtrat von Cupertino die Pläne für das neue Bürogebäude, das Apple auf einem von Hewlett-Packard übernommenen Gelände errichten wolle. Im Jahr 2015 könne es bezugsfertig sein und gut 14.000 Mitarbeitern Platz bieten. Der Campus macht auch sichtliche Fortschritte, Apple wird den zuletzt genannten Einzugstermin "Frühjahr 2017" aller Voraussicht aber nicht halten können. Grund dafür sind aber keineswegs Schlampereien oder Zuständigkeitsgerangel auf Großbaustellen wie dem BER, sondern das Gegenteil: Das neue Gebäude trägt bis ins Detail die Handschrift von Steve Jobs, wie die Nachrichtenagentur Reuters in einem ausführlichen Feature darlegt .

So wie der verstorbene Apple-Gründer darauf wert gelegt hatte, dass auch nicht sichtbare Bauteile in Apples Produkten sauber und schön gestaltet sein müssen, so legt Apple in seinem Campus 2 extrem hohen Wert auf Design und Genauigkeit. Das fängt damit an, dass Rohre und Kabelschächte niemals sichtbar sein dürfen und hört nicht damit auf, dass Diskussionen über die Türklinken von Konferenzräumen und Büros auch mal anderthalb Jahre dauern können.

Dabei treffen oft gegensätzliche Kulturen aufeinander. Denn die in der Elektronik verlangten Fehlertoleranzen sind für das Baugewerbe so nicht machbar. Apple legte etwa auf 30 Seiten fest, wie das Holz auszusehen hätte, Spaltmaße durften ein Achtel Zoll nicht überschreiten.

Während der Bauphase habe sich Apple auch von den mit dem Bau beauftragen Generalunternehmern getrennt, die genauen Gründe dafür sind aber nicht bekannt.

Das Gebäude soll mehr sein, als nur der Arbeitsbereich für tausende Ingenieure, meint die Architekturprofessorin der Universität Berkeley Louise Mozingo: "Es geht nicht darum, die Produktivität einer Bürofläche zu optimieren, es geht um die Errichtung eines symbolischen Zentrums für dieses globale Unternehmen. Sie bauen eine Ikone."

Truephone bringt Datentarife für Apple SIM

Mit Truephone ist ein neuer Provider auf den Markt gekommen, der über die Apple SIM seine Tarife in mehreren Ländern anbieten will. Der englische Netzwerkbetreiber hat sich seit je her auf den Business-Tarifen für mehrere Länder spezialisiert, so ist das iPad  nur eine Erweiterung der bestehenden Sparte. Momentan kann man das Angebot nur in Spanien aktivieren, nach Angaben der Mitarbeiter werden Deutschland und andere europäische Länder im Laufe der nächsten Wochen dazu kommen. Hat man jedoch den Tarif in Spanien einmal aktiviert, kann man das iPad mit der so konfigurierten Datenkarte in weiteren vierzig europäischen Ländern nutzen. Ein Monat Surfen kostet bei Truephone ab acht Euro . Dafür bekommt man allerdings lediglich 500 MB gutgeschrieben, für 11€ pro Monat kann man 1 GB absurfen, für 20€ - 3GB.

Langsam aber läuft solchen Universal-Anbieter die Zeit davon, zumindest in der EU. Denn die Union will ab dem 15. Juni 2017 die Roaming-Gebühren beim Telefonieren, SMS und mobilen Internet ganz abschaffen . Ab Sommer können Urlauber, die auf dem Kontinent bleiben, auch mit der heimischen Karte günstig nach Hause anrufen oder Mails checken.

Digitalisierung belastet die Papierbranche

Der deutschen Papier-Industrie machen steigende Rohstoffpreise und die Digitalisierung zu schaffen. "Der Strukturwandel in der Branche rührt im Wesentlichen vom veränderten Informationsverhalten und der fortschreitenden Digitalisierung her", erklärte ein Sprecher des Verbands Deutscher Papierfabriken (VDP).

Das führe zu einem Rückgang der Nachfrage bei grafischen Papieren - zum Beispiel Druckerpapier. "Dies war in den letzten Jahren auch mit einem Abbau von Arbeitskräften verbunden", heißt es im aktuellsten VDP-Jahresbericht. Einige Maschinen mussten stillgelegt werden. Vor allem hohe Energiekosten bedeuteten zudem sinkende Erträge.

Zwar lag 2015 der Umsatz in Deutschland mit 14,4 Milliarden Euro 0,9 Prozent über dem Vorjahr. Auch die Jahresproduktion von Papier, Karton und Pappe stieg um 0,3 Prozent auf 22,6 Millionen Tonnen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag im Branchendurchschnitt aber mit 4,9 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahres (5 Prozent). Neuere Zahlen gibt es noch nicht. "Wir gehen davon aus, dass 2016 auch eine 4 vorne stehen wird", sagte der VDP-Sprecher.

Den Rückgang im grafischen Bereich fängt laut VDP das Wachstum in anderen Segmenten auf: bei Verpackungspapieren, angetrieben durch Online-Handel und die Konjunktur, und bei Hygienepapieren.

Vor diesem Hintergrund treffen sich Experten aus Forschung und Industrie am 26. Januar in Bamberg zu dem Kongress "Innovation+: Papier, Textil und Folie". Veranstalter ist "Bayern Innovativ", eine Gesellschaft für Innovation, Technologie- und Wissenstransfer.

"Die deutsche Papierindustrie erlebt derzeit einen Umbruch, der in der Textilindustrie bereits vor über 15 Jahren eingesetzt hat", erklärte Projektleiterin Christina Harwarth-Nassauer. Es vollziehe sich ein Wandel weg von klassischen Produkten in großen Mengen hin zu Hightech-Produkten für spezifische Anwendungen mit kleineren Mengen. Zum VDP gehören 103 Hersteller.

Vergewaltigung auf Facebook übertragen: Neue Beweise

Am 22. Januar 2017 nutzten zwei junge Männer aus Schweden Facebooks Video-Streaming-Feature in einer geschlossenen Gruppe für eine mutmaßliche mehrfache Vergewaltigung. Die 18 und 20 Jahre alten Männer hatten eine 30-Jährige in einer Wohnung in Uppsala den Mutmaßungen zufolge unter Drogen gesetzt und vergingen sich anschließend mehrmals an der Frau. Wie die schwedische Zeitung Aftonbladet später berichtet, sei die Schwedin zeitweise bewusstlos gewesen, was ihre Peiniger nicht davon abhielt, sie sexuell zu mißbrauchen.

Ihr stundenlanges Martyrium streamten die beiden Männer live über Facebook in einer geschlossenen Gruppe. Der Stream zählte den Angaben zufolge zeitweise bis zu 200 Zuschauer. Einer von ihnen alarmierte schließlich die Polizei, die am Morgen des 22. Januar in die Wohnung eindrang und den Live-Stream beendete.

Der Live-Stream wurde umgehend von den Facebook-Servern gelöscht, was die Ermittler vor ein Problem stellte. Solange sie keine Video-Beweise für die Vergewaltigung in den Händen hält, kann auch keine Anklage erhoben werden. Teile des Streams kursierten zwar auch Tage danach noch im Internet, Beweise für eine Vergewaltigung seien jedoch nicht darunter gewesen – bis jetzt.

Durch Nachforschungen und der öffentlichen Suche nach Zeugen, seien die Behörden inzwischen im Besitz von Videos und Bildern , die Teile des Angriffs auf die Frau zeigen. Das teilte die Staatsanwaltschaft heute dem schwedischen Rundfunk mit. Das ganze Bild sei mit dem vorliegenden Material noch immer nicht rekonstruierbar. Die Staatsanwaltschaft sucht noch immer nach weiteren Videos und Bildern.

Im vorliegenden Fall ist neben den beiden mutmaßlichen Tätern auch ein dritter Mann angeklagt, der die Tat in der Wohnung beobachtet haben soll. Alle drei bestreiten die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft.

Alexa Voice Service versteht nun auch Deutsch

Alexa Voice Service, die Spracherkennungssoftware auf die Amazon Echo und Echo Dot aufbauen, versteht nun auch Deutsch und britisches Englisch. Wie der Online-Versandhändler heute mitteilt , ist die Schnittstelle nun in Deutschland und Großbritannien verfügbar. Damit verstehen nun nicht nur Amazon Echo und Echo Dot Deutsch, sondern auch andere Dienste und Geräte, die ebenfalls auf Amazons Alexa setzen.

Leider sind aber dennoch nicht alle Services, die in den USA erhältlich sind, auch für deutsche Nutzer zugänglich. So bleiben iHeartRadio, Kindle: Read Books und Traffic Reports vorerst auch weiterhin nur US-Kunden vorbehalten. Dafür verstehen Amazon Music, TuneIn, Audible und Wikipedia ab sofort auch deutsche Sprachbefehle.

Deutschland und Großbritannien sind die ersten Märkte außerhalb der USA, auf denen Amazons Echo und Echo Dot erhältlich sind. Die fehlenden Dienste werden voraussichtlich in den nächsten Monaten um deutsche Sprachbefehle erweitert.

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