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Morgenmagazin vom Montag, 11. Dezember 2017

11.12.2017 | 06:59 Uhr |

TV-App kommt auf Apple TV und iOS 11.2 +++ Apple will angeblich Shazam kaufen +++ KI-Direktor spricht über Fortschritte des Project Titan +++ Mietautos und Uber-Taxis greifen auf Smartphone-Daten zu +++ Bitcoin-Boom bedroht globales Klima +++ MG07ACA: Toshiba stellt HDD mit 14 TB vor +++ Studie: Fast alle gefälschten iPhone-Netzteile potenziell lebensgefährlich +++ Advent 2017: Der optische Computer

11. Dezember: Hohe Berge

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Zwei Wochen noch, dann ist Ruhe. Relativ. Aber zumindest gehen alle, die heute noch schier im Viereck rotieren, in die verdienten Weihnachtsferien. Der zweite Advent gestern war gewissermaßen Bergfest. Es geht zwar nicht abwärts, aber flott dem Ziel entgegen. So trifft es sich wunderbar, dass heute der Internationale Tag der Berge ist, seltsame Feiertage gibt es …

Immerhin hat der Mottotag - nur wenn Sie ein Berg sind, müssen Sie heute nicht zur Arbeit - einen nachvollziehbaren Ursprung, im Jahre 2002 hat die UNO den 11. Dezember als Bergtag festgelegt. Das Datum ist willkürlich und im Wesentlichen geht es ja nicht um Berge. Die haben als solche nichts zu befürchten, "Nieder mit den Alpen - Freie Sicht auf das Mittelmeer" ist nur ein absurder Spontispruch. Es geht um das Ökosystem der Gebirge und der darin agierenden Menschen, das ist klar. Und diesen droht sehr wohl Gefahr. Nicht nur durch den Bau immer noch spektakulärer oder breiterer Pisten und Lifte, vor allem macht den Bergen und seinen Bewohnern auch der Klimawandel zu schaffen. Was über Jahrtausende der Permafrost zusammengehalten hat, bröckelt nun zusehends und gerät ins Rutschen. Wer weiß, ob unsere Nachfahren das Matterhorn noch so spektakulär empfinden, wenn es dereinst seine Pyramiden-Spitze verloren haben sollte.

Bergfest hat dieser Tage wohl auch macOS High Sierra. Zumindest dürften die daran in Cupertino arbeitenden Entwickler den Codefreeze einleiten: Nicht Bergflanken werden mit Frost geschützt, sondern die Arbeiten angesichts der drohenden Weihnachtspause eingestellt, dringende Sicherungen mal ausgenommen. High Sierra hat zwar noch eine Lebenserwartung von neun weiteren Monaten auf unseren Rechnern, aber schon in einem guten halben Jahr wird der Nachfolger soweit sein, dass Entwickler außerhalb Cupertinos und wenig später alle Interessierten einen Blick darauf werfen können.

Womöglich entscheidet sich auch dieser Tage in Apples Laboren und Büros, ob man denn sinnbildlich in den Bergen bleibe und auf die High Sierra noch eines draufsetze - das könnte dann nur ihr höchster Gipfel, der Mount Whitney sein. Oder ob man andere Sehenswürdigkeiten Kaliforniens als Namensgeber in Betracht zieht, etwa wieder eine Gegend am Meer. Damit zusammenhängen könnten vielleicht auch Entscheidungen darüber, ob man am äußeren des Systems nur dezent oder eher vehement etwas ändert. Tag des Meeres ist übrigens der 8. Juni, das wäre in der mutmaßlichen WWDC-Woche. Peter Müller

Lesetipps für den Montag:

Geplante Übernahme: Apple will den britischen Musikerkennungsdienst Shazam für 400 Millionen US-Dollar übernehmen, berichtet die BBC. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten und stünden kurz vor dem Abschluss. Weder Apple noch Shazam wollten den Bericht bisher kommentieren. Sollte Apple das Unternehmen tatsächlich schlucken, könnte es Wettbewerbsvorteile genießen. Denn die geschätzt 100 Millionen monatlichen Nutzer würden dann nicht mehr zu Spotify oder Google Play gelockt, wenn der Service einen Song erkannt hat. Ebenso würde sich Apple die Provisionen sparen, von den Shazam bisher gut gelebt hat. Bei dessen letzter Finanzierungsrunde im Jahr 2015 wurde der Gesamtwert des Unternehmens auf eine Milliarde US-Dollar veranschlagt.

Programmguide : Wenn Apple etwas für das Ende des Jahres verspricht, dann kommt es auch im Dezember. Ausnahme: HomePod, den der Hersteller auf das kommende Frühjahr verschoben hat. Die App Apple TV, seit über einem Jahr in den USA wichtiger Bestandteil von Apple TV und iPad/iPhone, um darauf Programmübergreifend TV-Inhalte zu finden, ist seit dem Wochenende nun auch in den wichtigen Märkten Frankreich, UK und Deutschland erhältlich. Neben den USA konnten bisher nur Nutzer aus Kanada, Australien, Schweden und Norwegen den Service nutzen. Die Liste der unterstützten Apps variiert von Land zu Land, verfügbar ist "TV" auf Apple TV 4, dem Apple TV 4K und iOS-Geräten ab Version 11.2. Die App ist im Lieferumfang des Systems vorhanden und installiert sich von selbst, also nicht überrascht sein, wenn sie plötzlich auf einem Homescreen auftaucht.

Offenes Geheimnis : Um seine Forschungen an autonomen Fahrzeugsystemen macht Apple kein großes Geheimnis mehr, allenfalls nennt Cupertino keine genauen Ziele und Zeiträume. KI-Forschung funktioniert hinter verschlossenen Türen auch schlechter als in einer offenen Wissenschaftsgemeinde, weswegen Apple schon vor mehr als einem Jahr angekündigt hatte, seine Ergebnisse zu teilen. So war es wenig überraschend, dass der Direktor für Forschung an künstlicher Intelligenz Ruslan Salakhutdinov am Freitag auf der Konferenz  Neural Information Processing Systems (NIPS)  in Long Beach sprach. Genauer erklärte er, wie Apple maschinelles Lernen dazu einsetze, die von an einem Fahrzeug angebrachten Kameras gelieferten Bilder auszuwerten. Apple habe zuletzt Forschritte dabei gemacht, Fußgänger und Radfahrer zu erkennen und ihre Verhalten einschätzen zu lassen, selbst wenn sie von parkenden Autors verdeckt seien. Auch die nutzbaren Fahrspuren müssten die Systeme erkennen und sich dabei nicht von Regentropfen auf den Objektiven irritieren lassen. Apple könne die ermittelten und ausgewerteten Daten auch zur Verbesserung von Straßenkarten und der Navigation nutzen.

Da geht noch mehr: Apples Marketingchef Phil Schiller gewährte dem Stern ein Interview und erklärte der Hamburger Illustrierten, dass Apple bei der Entwicklung neuer Produkte nicht auf den Preis sehe, sondern sich eher frage, welche Technologien man beispielsweise in ein iPhone X einbauen könne. Das bestimme letztendlich den Preis und für den gebe es keine Obergrenze - was wohl ein Horst Seehofer dazu sagen würde? Apple verkaufe aber eben nicht nur iPhones im Höchstpreissegment, sondern decke viele Nutzungsszenarien ab und bediene somit viele Marktsegmente. Wenn der Geldbeutel sehr wohl eine Obergrenze kennt, muss es eben eine Nummer kleiner gehen. Über künftige Produkte blieb Schiller eher vage, Siri müsse noch viel lernen, vor allem in Fremdsprachen, und AR werde vieles verändern. Gerüchte wie über eine AR-Brille oder das iCar kommentierte Schiller erwartungsgemäß nicht, ging aber auf die Softwarefehler der letzten Wochen ein: Da habe man nicht die beste Arbeit geliefert, müsse das eingestehen und könne nur bei den Anwendern um Entschuldigung bitten.

Gefällt ihm nicht: In einem Interview mit dem Australian hat Apple-Mitbegründer Steve Wozniak das iPhone X als seinen Ansprüchen nicht genügend kritisiert. Was ihm fehle sei eine TouchID, die Apple seiner Ansicht nach auch hinten auf dem Smartphone hätte montieren können, wie es andere Hersteller vorführen.  FaceID würde bei ihm Bezahlungen via Apple Pay merklich ausbremsen und öfter versagen, so dass er immer wieder das Passwort eingeben müsse. Er kenne sogar Nutzer, die FaceID komplett ausgeschaltet hätten und zurück zum Passwort gegangen wären. Tim Cooks Büro habe ihm das iPhone X geschickt, nachdem er sich auf dem freien Markt zunächst vergeblich bemüht habe. Immerhin hatte für Apple aber auch noch einen lobenden Aspekt bereit: Unter den großen, weltumspannenden Unternehmen sei der Mac-Hersteller immer noch derjenige, der sein Geld mit guten Produkten mache. Facebook, Google und Amazon seien aber mittlerweile zu groß geworden und könnten ihre Märkte beliebig dominieren. Die Marktmacht sei besser auf eine Vielfalt von Playern verteilt, so wie es die Blockchain vorführe.

Mietautos und Uber-Taxis greifen auf Smartphone-Daten zu

Smartphone-Besitzer sollten sich genau überlegen, wo sie ihr Mobilgerät aufladen. Denn als Gegenleistung für neuen Strom im Akku dienen häufig private Daten. Der Sicherheitsexperte Kevin Johnson warnt beispielsweise davor, sein Smartphone in Mietwagen oder Fahrzeugen aus der Uber-Flotte anzustecken . Beim Aufladen würden die Autos beispielsweise das auf dem Smartphone gespeicherte Telefonbuch abgreifen, ohne dass es für den Nutzer ersichtlich wäre. Auch die Nutzung von mobilen Hotspots in Mietwagen kann dazu führen, dass der Vermieter genau weiß, welche Seiten der Smartphone-Besitzer angesteuert hat. 

Nutzer können sich jedoch relativ leicht vor dem ungewollten Abgreifen ihrer persönlichen Daten schützen. Die Synchronisation mit dem Fahrzeug sollte nur dann erfolgen, wenn es sich um ein vertrauenswürdiges Auto handelt. Das Betriebssystem sollte sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Fahrzeug aktuell gehalten werden. Beim Verkauf des eigenen Fahrzeugs sollten die privaten Daten gelöscht werden. Hierbei kann notfalls auch die Vertragswerkstatt helfen. Die Apps im Fahrzeug verfügen meist über eine Funktion, um die persönlichen Daten zu löschen. Im Menü des Fahrzeugs kann die Liste aller bekannten Mobiltelefone zudem gesammelt gelöscht werden.

Bitcoin-Boom bedroht globales Klima

Während bei vielen Bitcoin-Besitzern aufgrund der enormen Kursschwankungen mittlerweile Goldgräber-Stimmung ausgebrochen ist, hat das Schürfen nach der Kryptowährung auch Schattenseiten. Die größte davon ist der enorme Stromverbrauch, den die Erzeugung von Bitcoins mit sich zieht. Beim „Schürfen“ nach Bitcoins müssen Computer immer komplexere Rechenaufgaben lösen. Während Heim-PCs bei diesem Prozess vor einigen Jahren noch mitmischen konnten, sind es mittlerweile spezielle Prozessoren, die in Serverfarmen nach Bitcoins graben. Die Erzeugung von Bitcoins benötigt damit sehr viel mehr Energie als herkömmliche Zahlungssysteme. Dieser Umstand ruft nun auch Klimaschützer auf den Plan.

Laut dem Wirtschaftsexperten Alex de Vries benötigt die Bitcoin-Welt zur Erzeugung der Kryptowährung im Jahr mittlerweile fast so viel Strom wie die gesamte dänische Volkswirtschaft – 32,4 Terawattstunden. Mit 29,5 Terawattstunden erreicht Bitcoin immerhin bereits den Energiehunger von Marokko. Angesichts des massiven Kursanstiegs könnte die Kryptowährung bis Mitte 2019 so viel Strom verbrauchen wie die gesamte USA. Nur ein Jahr später würde sie noch einmal so viel Energie benötigen wie die ganze Welt. Lediglich der technische Fortschritt in der Chip-Entwicklung könnte dem wachsenden Energiehunger Einhalt gebieten.

Aktuell werden die größten Bitcoin-Mengen in chinesischen Serverfarmen gewonnen, die mit Kohlestrom betrieben werden. Laut de Vries wird außerdem jede in der Inneren Mongolei geschürfte Bitcoin mit einem CO2-Ausstoß von 8 bis 13 Tonnen produziert. In Nordamerika und Nordeuropa wird hingegen teilweise Wasserkraft zum Bitcoin-Mining genutzt. Ob das Mooresche Gesetz langfristig mit der steigenden Komplexität der Blockchain-Rechenoperationen wird mithalten können und die Bitcoin somit langfristig für Schürfer rentabel bleibt, wird sich in den nächsten Jahren zeigen müssen.

MG07ACA: Toshiba stellt HDD mit 14 TB vor

Festplatten mit Kapazitäten jenseits von 12 Terabyte setzen meist auf SMR-Aufzeichnung. Die für Server gedachte HDD MG07ACA von Toshiba kommt auf 14 Terabyte und nutzt die bewährte PMR-Technik. Möglich wird dies durch eine Heliumfüllung und eine neunte Scheibe für die Daten. Eine Festplatte mit 12 Terabyte und PMR-Aufzeichnung will Toshiba in Kürze auf dem Markt bringen. Preise nennt der Hersteller jedoch noch nicht.

Die Heliumfüllung der Festplatte sorgt zudem für eine geringere Leistungsaufnahme. Bei 7200 Umdrehungen in der Minute soll die Festplatte laut Hersteller im Vergleich zum Vorgängermodell MG06ACA mit 10 TB auf eine um 50 Prozent gesteigerte Energieeffizienz kommen. Da Toshiba jedoch die Kapazität in diese Rechnung mit einbezieht, fällt die tatsächliche Leistungsaufnahme wohl nur 30 Prozent geringer aus. Die Dichtheit der Festplatte soll eine Laser-Schweiß-Technologie garantieren. Ein Ausströmen des Edelgases würde zum Ausfall führen. Doch auch bei Festplatten der Konkurrenz von Seagate, HGST oder Western Digital ist es bislang zu keinen nennenswerten Ausfällen durch undichte Festplatten gekommen. Helium sorgt für geringere Strömungseffekte, da es nur ein Siebtel der Dichte von Luft aufweist. Die Scheiben können so enger nebeneinander platziert werden. Dies sorgt für mehr Platz für zusätzliche Scheiben innerhalb der Festplatte, die wiederum die Kapazität erhöhen.

Studie: Fast alle gefälschten iPhone-Netzteile potenziell lebensgefährlich

So untersuchte Electrical Safety First mit Unterstützung von Apple 50 in Großbritannien gekaufte iPhone-Netzteile, die offensichtlich gefälscht waren oder Nachbauten der originalen Apple-Netzteile sein sollten. Fast alle, insgesamt 98 Prozent dieser Ersatzteile, die freilich deutlich günstiger sind als die Angebote von Apple, wiesen potenziell tödliche Gefahren für den Benutzer auf. Gekauft wurden diese Netzteile von Online-Marktplätzen (wie es sie auch bei Amazon gibt) oder Discount-Läden. 23 davon fielen durch den Test für die elektrische Stromstärke und konnten elektrische Schocks verursachen. Weitere waren mangelhaft isoliert oder stümperhaft zusammengebaut. Die Details werden von Electrical Safety First auf ihrer englischsprachigen Website detailliert beschrieben . Auch 14 Netzteile mit EU-Steckern fielen sicherheitstechnisch komplett durch.

Schon im vergangenen September hatte eine vergleichbare US-Verbrauchersicherheitsstudie mit nachgebauten oder gefälschten 5 Watt-”Apple”-Netzteilen ergeben, dass 99 Prozent dieser Angebote fehlerhaft und riskant waren.

Insgesamt ist es sehr schwer, bei Discountern oder im freien Online-Handel zu erkennen, ob ein Netzteil gefälscht ist oder nicht, das gilt keineswegs nur für Apple-Produkte und beispielsweise auch für günstigere Akkus etwa für Laptops oder Smartphones. Electrical Safety First warnt jedenfalls davor, solches elektrische Zubehör aus nicht sicheren Quellen zu kaufen, selbst wenn man dafür scheinbar ein paar Euro spart. Solche gefälschten Netzteile können sogar explodieren, auch in der Nähe eines Babys, wie ein dokumentierter Fall zeigt. Der zum Glück glimpflich für das Kind ausging. Außerdem fordert Electrical Safety First Unternehmen wie Amazon oder eBay dazu auf, auf die Gefahren solcher Anbieter mit nicht Original-Netzteilen ausdrücklich hinzuweisen. Apple selbst warnt seine Kunden und rät, Zubehör für iPhones und iPads nur mithilfe von originalem oder wenigstens zertifiziertem Lightning-Zubehör zu betreiben. Ein Macwelt-Ratgeber, wie man gefälschtes und nicht zertifiziertes Apple-Zubehör erkennt, findet sich hier .

Advent 2017: Der optische Computer

Nichts ist schneller als Licht. Das gilt jedoch nur im Vakuum, denn in Medien wie Glas, Wasser oder dichten Gasen wird Licht sehr wohl gebremst. Was zur Folge hat, dass in manchen Fällen Partikel in einem Medium schneller unterwegs sind als das Licht. Wohlgemerkt, als das Licht im gleichen Medium. Somit gibt es auch ein optisches Pendant zum Überschallknall, wenn nämlich in Kernreaktionen freigewordene Neutronen etwa in Wasser das Licht darin gewissermaßen überholen. Man kann das schön in Abklingbecken von Kernreaktoren sehen, die zart blau schimmern. Das ist weder die Farbe eines WC-Steins noch der radioaktiven Strahlung, sondern die sogenannte Cherenkov-Strahlung,  gewissermaßen der „Überlichtknall“.

Wo Licht ist, da ist auch elektromagnetische Strahlung anderer Art, haben wir gelernt. Auch die ist im Vakuum genau so schnell und wird in Medien abgebremst. Unsere Computer arbeiten mit vielerlei Arten von Licht. Auf Ebene der Prozessoren sind die Computer von heute aber noch auf eine viel langsamere Art der Signalübertragung angewiesen: Ladungstransport respektive elektrischer Strom. Gewiss, auch das geht schnell vonstatten und mit der Zeit immer schneller, aber bei weitem nicht so schnell wie Licht. Was wäre also, wenn der Computer von morgen nicht mit Strom arbeiten würde, sondern mit Licht?

Geschwindigkeiten wären dann möglich, die man sich heute noch kaum vorstellen mag, die Driftgeschwindigkeit von Elektronen in Leiterbahnen beträgt nicht einmal ein Zehntel der Lichtgeschwindigkeit. Problem dabei: Der optische Computer ist nach wie vor ein Traum und wird womöglich einer bleiben, denn es fehlt nach wie vor an einigen entscheidenden Bauteilen, die man heute als Halbleitern fertigt und für die es keine Lichtleiter-Pendants gibt. Zwar kann man schon heute Signale sehr gut und schnell über Lichtleiter schicken, am Ende müsste da Licht doch wieder seine Informationen an Elektronen in Materie abgeben und wieder zurück. Allein hier verbrauchen optoelektronische Bauteile so viel Energie, dass herkömmliche Transistoren effizienter bleiben.

Es fehlt in der Optik an Pendants für Transistoren, Speicher oder Switches, für einen echten optischen Computer sind an sich völlig neue Ansätze notwendig. Etwa mit den Photonen selbst logische Berechnungen anstellen. Man wird sich in den nächsten Jahrzehnten ohnehin von binären Computern verabschieden müssen, will man deren Rechenleistung weiter steigern. Die 10 Nanometer, die typische Leiterbahnen heutzutage nur noch mehr breit sind, stehen haarscharf am Rande dessen, was technisch machbar ist, ohne mit den Gesetzen der Quantenphysik in Konflikt zu geraten. Einzelne Quanten könnten aber dann die Aufgaben heutiger Halbleiterstrukturen übernehmen. Und Quanten sind ja nichts weiter als in Teilchen manifestiertes Licht.

Die Frage von heute: Es gibt keinen iLightMac, das heißt aber nicht, dass Lichtleiter keine Rolle bei Apple spielen. Respektive gespielt haben, denn mit dem Macbook Pro von 2016 und 2017 verzichtet Apple auf einen digital optischen Audioausgang, der bisher auch in der Klinkenbuchse verbaut war und Audio in hoher Auflösung ausgeben konnte. Diesen Output-Standard haben die Firmen Sony und Philips wesentlich geprägt, weshalb er auch als S/PDIF bekannt ist, Sony/Philips Digital Interface. Der Standard ist auch unter einem anderen Namen bekannt, nämlich

  1. Firewire

  2. Thunderbolt

  3. Toslink

Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese mitsamt Ihrer Adresse und E-Mail in das  Gewinnspielformular ein, das heute bis 23.59 Uhr geöffnet hat (Link für mobile Nutzer) Unter den Einsendern der richtigen Antworten verlosen wir:

Die Lightning-Kopfhörer Pioneer Rayz . Das iPhone hat ab der Generation 7 von 2016 keine Audio-Buchse mehr? Kein Problem! Denn immer mehr Hersteller hochwertiger Kopfhörer setzen auf Lightning und ziehen daraus Nutzen. Denn der Sound ist am Ausgang des iPhone oder iPad noch digital, Kopfhörerhersteller selbst entscheiden, welche Wandler und Vorverstärker sie ihn ihre Kabel einsetzen. Die Rayz von Pioneer haben uns im Macwelt-Test mit ihrer Klangqualität jedenfalls überzeugt.

Wir legen heute aber noch etwas drauf: Nämlich das im Mandl-Schwarz-Verlag erschienene Praxisbuch zu Quark Xpress des langjährigen Macwelt-Autoren Nikolaus Netzer (mit Detlev Hagemann).

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