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Morgenmagazin vom Montag, 18. Februar 2019

18.02.2019 | 06:45 Uhr |

Kuo: iPad Mini kehrt zurück, Profi-Monitor mit 31 Zoll und 6K-Auflösung +++ Apple heuert Sam Jadallah für Stärkung des HomeKit +++ Alter Apple IIe läuft nach 30 Jahren noch +++ Die Eiskönigin 2: Trailer sprengt alle Rekorde +++ NASA sucht Ideen für Mondlandefähre +++ China: E-Sport als Beruf anerkannt +++

18. Februar: Aufgeladen

Wir wünschen allseits einen Guten Morgen! Der 18. Februar ist der Welttag der Batterie und bevor sie fragen, was das soll, checken Sie lieber einmal den Ladezustand Ihres iPhone-, iPad- oder Macbook-Akkus. Warum der Welttag der Batterie immer auf den 18. Februar fällt, ist schnell erklärt: An diesem Tag im Jahr 1745 wurde der Naturforscher Alessandro Volta geboren, der nicht nur als Erfinder der Batterie gilt, sondern auch der physikalischen Größe der elektrischen Spannung den Namen gab. Der 18. Februar  könnte aber auch der Tag der wissenschaftlichen Ignoranz sein, das ginge dann ebenfalls an einem an diesem Tag – im Jahre 1838 – geborenen Physiker zurück: Ernst Mach. Der österreichische Naturwissenschaftler lehnte gegen Ende seiner Laufbahn die damals noch junge Atomtheorie mit dem unschlagbaren Argument ab: "Ham's aan's g'seng? (Haben Sie eines gesehen?)".

Dann täte man aber Ernst Mach ein wenig Unrecht. Seine bahnbrechenden Arbeiten zur Strömungsmechanik schlagen sich im Namen einer weiteren physikalischen Größe nieder: Ein "Mach" ist gleich der Schallgeschwindigkeit in Luft. Unter Forschern ist Ignoranz anscheinend ein Privileg des Alters, Einstein verzweifelte etwa an der Quantentheorie für die er ironischer Weise auch noch Wesentliches geleistet hat; viele theoretische Physiker, die heute der Pensionierung entgegen gehen oder bereits emeritiert sind, halten nun die Superstringtheorie für Humbug. Mal sehen, was die heute daran herum rechnenden Forscher in etwa dreißig bis vierzig Jahren für Schwachsinn halten.

Starrköpfigkeit verwechseln manche auch noch mit Weisheit - aber auch umgekehrt. Das Argument: „Das haben wir schon immer so gemacht“ ist kein Gutes, aber auf ein „Das haben wir genau so schon ein paarmal vergeblich versucht“ sollte man durchaus hören und es zumindest anders angehen als die Altvorderen.

Doch auch im Alter kann man sich mit mit Neugier und Perspektivwechelsen noch in neue ergehen, man denke etwa an Marlon Brando, der mit "Der letzte Tango in Paris" noch einmal durchstartete oder John Travolta, der dank "Pulp Fiction" plötzlich ein ganz anderes Standing in Hollywood erhielt. Dabei war der einstige Tanzstar damals noch gar nicht so alt, er sah nur recht alt aus vor Pulp Fiction.

Anders als Marlon Brando ist John Travolta seit einigen Jahren noch eine dritte Karriere gegönnt, diesmal als Internet-Meme. Als "confused Travolta" macht ein kurzer Videoschnippsel eine Szene mit Vince Vega hartnäckig und immer noch die Runde, mit jenem Killer also, der großartiges Talent darin beweist, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Die Figur Vince Vega hat Pulp Fiction bekanntlich nicht überlebt, seine verwirrte Performance erheitert uns aber nach wie vor. Vorschlag: Der 18. Februar gilt fortan als Welttag der Verwirrung, denn John Travolta wird heute 65 Jahre alt. Ansonsten haben Volta und Travolta nichts miteinander zu tun. Peter Müller

Lesetipps für den Montag:

Pläne: Der Analyst Ming-Chi Kuo von TF International Securities hat seine bisherige Einschätzung über ein neues iPad Mini im Jahr 2019 erneut bekräftigt. Dieses komme neben zwei neuen iPad Pro, die aktualisierte Prozessoren erhalten sollen. Erst im letzten Jahr hatte Apple das Design des iPad Pro massiv verändert und dabei den Homebutton weggelassen und Lightning durch USB-C ersetzt. Das günstige iPad 9,7 werde Apple in diesem Jahr ebenso erneuern und seine Größe auf 10,5 Zoll ausdehnen, es soll in etwa so werden wie die letzte Generation des iPad Pro vor der radikalen Neugestaltung, dabei wird es Homebutton und TouchID behalten. Bei der Apple Watch werde in diesem Jahr die Keramik-Option zurück kehren, EKG wird in mehr Ländern als nur den USA zur Verfügung stehen. Auch über weitere Neuheiten will Kuo Bescheid wissen, Apples neuer Profimonitor etwa werde eine 6K-Auflösung auf 31,5 Zoll bieten, das Macbook Pro vergrößere sich auf 116 bis 16,5 Zoll. Drei neue iPhones und die zweite Generation der Airpods würden das Portfolio ergänzen.

Personalie: Apple hat  Laut CNBC Sam Jadallah angeheuert, den Gründer des Smartlock-Herstellers Otto. Jadallah, der auch zwölf Jahre bei Microsoft in seiner Biographie aufweisen kann, soll in Cupertino sich um die Thematik des Smarthome kümmern. Apples Plattform Homekit hinkt derzeit der Konkurrenz von Google und Amazon hinterher, vor allem, wenn man Türklingeln betrachtet. Für das HomeKit gibt es keine einzige, für Googles und Amazons Lösungen Dutzende.

Zuwachs: Mit der Übernahme von PullString, der auf Sprachbefehle spezialisierten Firma hinter Mattels "Hello Barbie", will Apple offenbar Siri stärken. Die von ehemaligen Pixar-Mitarbeitern gegründete Firma hat mit ihrer ursprünglich ToyTalk genannten Lösung eine Plattform geschaffen, mit der man digitale Charketere und Voice-Apps schaffen kann, die mit den Leuten kommunizieren. Laut Axios lässt Apple sich die Akquise bis zu 40 Millionen US-Dollar kosten.

Nostalgie: Wir meinen zwar, alle paar Jahre einen neuen Computer zu brauchen und gewissermaßen gibt uns die technische Entwicklung Recht, aber die alten Kisten müssen dennoch noch lange nicht auf den Wertstoffhof. Diese Erfahrung hat der Twitter-User Professor John Pfaff gemacht, als er im Haus seiner Eltern auf dem Dachboden seinen alten Apple IIe fand - die 30 Jahre alte Maschine war tatsächlich noch funktionstüchtig und ließ ihn ein beinahe vergessenes Textspeil namens Adventureland erneut spielen - inklusive gespeicherter Spielstände aus den Achtzigern. Diese Erfahrung seiner Reise zurück in die Kindheit musste Pfaff natürlich über Twitter teilen …

Weitere Nachrichten:

Die Eiskönigin 2: Trailer sprengt alle Rekorde

Der neue Frozen 2 (dt. Die Eiskönigin 2) Teaser-Trailer hat alle Rekorde gesprengt und ist nun meist gesehener Trailer eines animierten Films. Das twitterte nun Disney über den offiziellen Twitter-Account zum Film.

In nur 24 Stunden wurde der Trailer 116,4 Millionen Mal angesehen. Damit wurde der bisherige Rekord, der ebenfalls von einem Pixar-Film stammte, gebrochen. Der Trailer zum Animationsabenteuer „Die Unglaublichen 2“ wurde in derselben Zeitspanne 113,6 Millionen Mal aufgerufen.

Der neue „Frozen“-Film kommt am 22. November 2019 in die US-Kinos. In Deutschland soll der zweite Teil von „Die Eiskönigin“ am 12. Dezember 2019 in den Kinos anlaufen. Der Termin könnte allerdings noch vorgezogen werden.

NASA sucht Ideen für Mondlandefähre

Die US-Raumfahrtbehörde will erneut Menschen auf den Mond bringen . Dafür wendet sich die NASA an Ideengeber aus aller Welt, die beim Design der Landeeinheit helfen soll. Ziel sei eine Landung auf dem Mond im Jahr 2024, Menschen sollen die Mondoberfläche dann 2028 betreten. Die Wiederverwendbarkeit der bei der Mission genutzten Teile stehe laut NASA genauso im Vordergrund wie die Nachhaltigkeit. Gleichzeitig wolle man die Mondlandung aber auch so schnell wie möglich realisieren. Ab März können unterschiedliche Firmen Designentwürfen für eine Landefähre einreichen. Die zugehörigen Verträge sollen schon zwischen Mai oder Juli unterzeichnet werden. 

Jeder einzelne Vertrag hat einen Wert zwischen 300.000 und 9 Millionen US-Dollar. Als Partner kommen kommerzielle Unternehmen wie Lockheed, Blue Origin, SpaceX oder Boeing aus den USA infrage, aber auch internationale Firmen können ihre Ideen einbringen. Langfristig will die NASA in der Umlaufbahn des Mondes sogar eine Station namens Gateway errichten. Von hier aus sollen die Astronauten den Weg zur Mondoberfläche antreten. Auch hierfür werden noch Vorschläge für entsprechende Fahrzeuge gesucht. Für die Reise zum Mond muss die NASA zudem noch die riesige Rakete mit dem Namen Space Launch System sowie die Kapsel Orion fertigstellen. Deren Entwicklung ist in den letzten Jahren allerdings ins Stocken geraten.

 

China: E-Sport als Beruf anerkannt

Während sich hierzulande noch viele gegen eine Anerkennung von E-Sport als Sportart oder sogar Berufszweig wehren, wurde das professionelle Spielen in China vom Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit als neuer Beruf anerkannt . Konkret nennt das Amt den Job des E-Sports Observers, der für die Veranstaltung von Turnieren zuständig ist. Dazu zählt auch die Entwicklung von Merchandise und das Marketing für Veranstaltungen. Außerdem gibt es den Beruf E-Sports Professional, der auch Kommentatoren und Trainer von Spielen einschließt. Das Account Boosting, also das Spielen stärkerer Spieler mit schwächeren Spielern gegen Geld, gehört überaschenderweise ebenfalls zum Berufszweig.

Normalerweise ist dieses Vorgehen in Ligen und Turnieren untersagt. Viele Hersteller gehen zudem auch im Spaß-Bereich gegen Account Boosting vor und werten dieses Vorgehen als Cheating. Obwohl China das Spielen streng kontrolliert und nur offiziell freigegebene Spiele erlaubt sind, fördert der Staat das professionelle Gaming. Entsprechend ist China auch in den weltweiten Turnieren vertreten. Die Anerkennung von E-Sport als Beruf dürfte die Entwicklung weiter verstärken. Die Wettbewerbe in Spielen wie PUBG werden wie normale sportliche Wettbewerbe gewertet und entsprechend gefördert.

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