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Morgenmagazin vom Montag, 29. Januar 2018

29.01.2018 | 07:00 Uhr |

iPhones sollen L-förmige Batterien bekommen +++ Elf Fakten zum HomePod +++ Apple Store in Seoul eröffnet +++ US-Medien: Tesla soll fehlerhafte Akkus verbaut haben +++ Teufel Rockster Air: 15-Kilo-Bluetooth-Lautsprecher im Praxis-Test +++ Donald Trump will aus ISS aussteigen

29. Januar: Immer wieder montags

Wir wünschen allseits Guten Morgen! Man könnte meinen, der Frühling kommt heuer ganz besonders früh. Obwohl heute Montag ist, besteht überhaupt kein Grund, Trübsal zu blasen. Zu granteln. Den Miesepeter zu geben. Ganz im Gegenteil. Passender Weise aber fällt der alljährliche Miesepeter-Tag am 29. Januar heuer auf einen Montag, den auch Frohnaturen nicht besonders hoch schätzen. Geehrt wird mit diesem Gedenktag nicht nur der Grantler in uns, sondern vor allem der US-amerikanische Filmkomiker W.C. Fields, der heute vor 138 Jahren zur Welt kam. Fields war in seinen Rollen auf den liebenswürdigen Grantler abonniert, zynisch, streitlustig und vor allem komplett inkorrekt gegenüber seinen Mitmenschen.

Man sagt ja den Bayern nach, der Grant wäre ihr ureigener Charakter. Das stimmt aber genau so wenig wie andere nationale Stereotype, der Schwabe und der Schotte sind nicht geizig, der Engländer nicht verstockt und der Italiener nicht sorglos. Zumindest nicht alle und jederzeit. Wenn der Bayer grantelt, und das ist ja oft der Fall, dann hat das seinen Grund. Meist ist der Föhn dran schuld, der warme Fallwind aus den Alpen, der den Schädel schmerzen lässt. Der weht heute im Süden wieder ganz besonders schlimm, wenn Sie also einen Bayern um sich haben, der vor sich hin grantelt, verzeihen Sie ihm das. Selbst dann, wenn Sie im heute etwas trüberen und kühleren Norden diesem Bayern begegnen, denn insbesondere der Münchner merkt immer, ob am Marienplatz der Föhn weht. Da kann er sich in Norddeutschland aufhalten, auf der Südhalbkugel, in Westafrika oder Ostasien, der Föhn packt ihn auch hier. Und bringt ihm den Grant.

Den Bayern kann man aber selbst an Föhntagen beruhigen, denn in erster Linie macht dieser Fallwind ja Durst. Ein frisches Weißbier oder ein Helles, gerne auch zum Frühstück, wenn dazu Weißwürste oder Leberkäs gereicht werden, schon ist der Grantler mit sich selbst und der Welt versöhnt, selbst montags.

Vor 39 Jahren, ebenfalls an einem Montag, hätte der damals 16jährigen Schülerin Brenda Ann Spencer eine solche Kur aber nichts geholfen. Zumal vermutlich keiner aus ihrer Schule in San Diego in der Lage gewesen wäre, ihr ein derartiges Mittel zu verabreichen. Zwei Menschen kostete der Amoklauf der Schülerin an jenem Montag das Leben, wegen der an Schulmassakern reichen und tragischen Geschichte der USA hätte das zynischer Weise eher nicht gelangt, um in die Historie einzugehen. Doch antwortete die Verhaftete auf die Frage nach dem Grund ihrer Tat: „I don’t like mondays“. Die Boomtown Rats machten aus der Story und dem Zitat wenig später einen fröhlich-naiven Song, den bestimmt auch heute der ein oder andere sich lustig geben wollende Radio-DJ in seiner Morgensendung aufgelegt hat. Allein: Lustig war das nicht, lustig ist kein Amoklauf. Angesichts immer noch laxer Waffengesetze packt uns auch eher die kalte Wut als der sanfte Grant, der ja an sich nichts weiter ist als der bayerische Blues. Auch daraus ist schon jede Menge Musik entstanden. Peter Müller

Lesetipps für den Montag

Elf Fakten: Den HomePod wird man in Deutschland noch eine ganze Weile allenfalls als Grauimport nutzen können, ein offizielles Startdatum hat Apple noch nicht festgelegt, aber immerhin versprochen, den schlauen Lautsprecher noch im Frühjahr in Frankreich und Deutschland in den Verkauf zu bringen. Unsere Kollegen der Macworld haben einige Fakten zum HomePod zusammengetragen, die man sich schon als Grundlage für eine mögliche Kaufentscheidung heranziehen kann. Bemerkenswert ist am HomePod unter anderem, dass man Siri das ständige Mithören verbieten kann - was den ohnehin schon recht starken Schutz der Privatsphäre, der für Apple wichtig ist, nochmals deutlich erhöht. Dabei geht natürlich etwas an Bequemlichkeit verloren. Obwohl sich der HomePod mit Spotify oder Google Music via Airplay nutzen lässt, spielt er sein volles Potential nur mit Apple Music aus. Stimmen kann der HomePod nicht unterscheiden, jeder im Haushalt kann ihn mit "Hey Siri" aktivieren. So ist der HomePod auch nur an eine Apple ID gebunden, über die man Notizen anlegen und Nachrichten versenden kann. HomePod setzt iOS 11.2.5 voraus, mit Android-Smartphones funktioniert er nicht.

Neue Form: Die iPhones des Jahrgangs 2018 sollen Batterien in L-Form enthalten, berichtet die koreanische Site The Investor. Diese könnten mehr Kapazität halten als die bisher verbauten rechteckigen Akkus, von denen im iPhone X zwei Stück eingebaut sind - in L-Form angeordnet. Eine einzelne L-Zelle würde aber keinen Separator benötigen und könnte so den Platz im Inneren des Gehäuses besser ausnutzen, die Kapazität könnte ansteigen. Die Batterie in ungewöhnlicher Form solle LG Chema an Apple liefern, bei einer anderen LG-Tochter, nämlich LG Display, wolle Apple zudem OLED-Screens ordern. Bisher liefert diese lediglich Samsung zu.

Win-Win: Was soll Apple nur mit all seinem Geld anfangen? Matthew DeBord bringt auf Business Insider eine neue Theorie ins Spiel: Apple könnte Tesla kaufen. Eine derartige Übernahme hätte Vorteile für beide Unternehmen, meint der Autor. Denn Tesla habe sich in seiner Strategie verrant, Shareholder-Value zu erzeugen, was das Unternehmen brauche, seien eher Lösungen für die Kunden. Apple wiederum brauche einen Automobilpartner für sein iCar-Projekt, das im Wesentlichen auf Softwareentwicklung zusammen geschrumpft ist. Die Wahrscheinlichkeit für eine derartige Kooperation dürfte gleichwohl recht gering sein.

Neuland: Am Freitag nächster Woche eröffnen die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang, Apple ist seit letzten Samstag mit einem Store in Korea vertreten, dem ersten im Lande. Der Laden steht mit seiner etwa 1300 Quadratmeter großen Verkaufsfläche im Bezirk Gangnam der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Am ersten Wochenende haben laut der lokalen Zeitung The Chosunilbo sich bereits 10.000 Besucher eingefunden - dabeisein ist eben alles.

Weitere Nachrichten:

US-Medien: Tesla soll fehlerhafte Akkus verbaut haben

Tesla hat nach wie vor ein Problem damit, die Produktion des Model 3 auf die ursprünglich geplanten Kapazitäten hochzufahren. Nachdem bisher Probleme bei der Produktion des Model 3 als Grund für das verzögerte Hochfahren der Produktion genannt wurden, berichtet The Verge nun, dass Tesla zusätzlich auch noch gravierende Probleme mit der Batterien-Herstellung habe.

So habe die im US-Bundesstaat Nevada errichtete Gigafactory-Fabrik noch nicht die ursprünglich geplante Fertigungsgeschwindigkeit erreicht. Noch schlimmer aber sei, dass es bei den in der Gigafactory-Fabrik hergestellten und in bereits ausgelieferten Fahrzeugen verbauten Akkus Qualitätsprobleme geben soll. Das berichtet  CNBC.

Mindestens bis Dezember 2017 sollen Tesla-Mitarbeiter in der Gigafactory die dringend benötigten Akkus zumindest teilweise noch von Hand zusammengebaut haben. Das wollen die US-Medien von mit der Materie vertrauten internen Informanten erfahren haben. Tesla habe zudem Arbeiter von Kooperationspartner Panasonic mit zeitlichen befristeten Arbeitsverträgen zu Hilfe geholt.

Doch die Fertigung von Hand führt nicht nur zu Verzögerungen, sondern laut CNBC auch zu Qualitätsmängeln. So soll es 2017 Defekte mit den in den Teslas verbauten Akkus Probleme gegeben haben, für die jetzt Mängel verantwortlich gemacht werden, die durch die komplizierte Produktion von Hand verursacht worden sein sollen. Durch die unter großem Zeitdruck durchgeführte Handfertigung gäbe es zudem bei der Produktion eine hohe Ausschussquote und viele Qualitätsmanager, die die Batterien abnehmen müssen, seien unerfahren und würden von Tesla nur zeitlich befristet eingestellt.

Zwei namentlich nicht genannte Tesla-Ingenieure sollen CNBC gegenüber die Befürchtung geäußert haben, dass fehlerhafte Akkus in den ausgelieferten Fahrzeugen verbaut würden, die sogar gefährlich werden könnten. Die Batterien könnten Kurzschlüsse verursachen oder im schlimmsten Fall sogar Feuer fangen. Tesla selbst dementierte gegenüber The Verge, dass es Fahrzeuge mit fehlerhaften oder gar gefährlichen Akkus ausliefern würde.

Tesla zufolge lieferte das Unternehmen von Elon Musk im Jahr 2017 1550 Model 3 an Kunden aus. Weitere 2400 Model 3 seien zusätzlich noch gefertigt worden. Dazu kämen 101.000 Model S und X. Tesla hat seine ursprüngliche Prognose, dass es bis zum Ende des zweiten Quartals 2018 5000 Model 3 pro Woche fertigen wolle, auf nun 2500 Mode 3 pro Woche bis zum Ende des ersten Quartals 2018 gesenkt.


Teufel Rockster Air: 15-Kilo-Bluetooth-Lautsprecher im Praxis-Test

Der Teufel Rockster Air ist der Nachfolger des Rockster-Lautsprechers. Neben einem deutlich geringeren Gewicht hat Teufel auch die Bedienelemente auf der Rück- und Oberseite des Bluetooth-Speakers verändert. Die eigentlich recht praktischen Räder für einen komfortablen Transport entfallen, dafür stattet Teufel den Rockster Air mit einem abnehmbaren Tragegurt aus. In Sachen Klang verspricht der Hersteller einen umwerfenden Sound mit beeindruckende Bässen. Und dazu kommen clevere Features wie ein USB-Ladeanschluss, ein stabiles Gehäuse und ein (im Notfall) wechselbarer Akku.

Wir haben mit dem Teufel Rockster Air ein echtes Kraftpaket im Test. Nicht nur auf das Gewicht bezogen, sondern auch auf die Leistung. So dient der 14,5 Kilo leichte Bluetooth-Speaker nicht nur einfach zum Abspielen von Musik, er verfügt auch über Anschlüsse für Instrumente oder Mikros. Damit ist der Speaker also vielseitig einsetzbar, zum Beispiel für Live-Musik oder sogar Karaoke-Abende. Damit ist er ein gutes Allround-Talent. Auch der Klang ist ausgewogen, kraftvoll und laut und kann dank des intuitiven Mischpults auch noch nach den eigenen Wünschen optimieret werden – allerdings gilt das nur für das Abspielen im Freien oder in sehr großen Sälen. Insgesamt ist der Rockster Air auch vergleichsweise mobil dank des breiten Tragegurts. Das Gehäuse ist obendrein noch sehr stabil und der Akku hält sehr lange durch.

Es gibt aber auch Negativpunkte. Wir halten die 10-Meter-Bluetooth-Reichweite für doch etwas zu wenig, denn große Feiern beschränken sich nicht nur auf diesen Umkreis. Dafür funktioniert die Bluetooth-Kopplung immer einwandfrei und schnell. Außerdem hätten wir uns noch einen USB-Anschluss gewünscht, der auch Musik von USB-Sticks abspielen kann – auch ein Speicherkartenleser fehlt unserer Meinung nach. Vor allem im Hinblick auf den doch recht hohen Preis von rund 600 Euro hätten wir eine etwas höhere Reichweite und noch mehr Anschlussmöglichkeiten gewünscht. Auch die Beleuchtung um die Regler dürfte für unseren Geschmack etwas heller sein, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehen zu können, welchen Knopf wir betätigen. Die Investition will also gut überlegt sein: Für die Gartenparty, die einmal im Jahr stattfindet, ist der Rockster Air definitiv zu teuer und nicht für Sie geeignet. Wer aber viel unterwegs ist und den Speaker vielleicht sogar beruflich brauchen kann, der dürfte mit dem Gerät durchaus zufrieden sein.

Pro:

+ ausgewogener Klang im Freien

+ vielseitige einsetzbar

+ lange Akkulaufzeit

Contra:

- nur ausreichende Anschlussmöglichkeiten

- Regler-Beleuchtung etwas zu dunkel

Verstärktes Gehäuse für exzessive Partynächte

In erster Linie ist der Rockster Air dafür gemacht, um größere Veranstaltungen ordentlich zu beschallen. Da kann es auch gut und gerne einmal sein, dass die Veranstaltung nicht gerade im heimeligen Wohnzimmer stattfindet und der Lautsprecher auf Reisen gehen muss. Um die Reisestrapazen sicher zu überstehen hat Teufel dem Rockster Air einen Metallkäfig in der Front und verstärkte Kanten an den Seiten verpasst. So hält der 14,5 Kilo schwere Speaker einigen Stößen stand. Apropos Gewicht: Der Vorgänger des Rockster Air bringt fast doppelt so viel auf die Waage. Stolze 31,5 Kilo. Da hat der Nachfolger ordentlich abgespeckt.

Um den Transport komfortabel zu machen hat Teufel nicht nur auf ein kleineres Gehäuse gesetzt, sondern legt dem Lieferumfang auch zwei Augenschrauben bei. Links und rechts ans Gehäuse geschraubt, dienen sie zur Befestigung des Tragegurtes. Zugegeben, lange Strecken mit dem Lautsprecher möchten wir damit immer noch nicht zurücklegen, aber ein kurzer Gang vom Auto zum Partygelände ist auf jeden Fall drin. Mit 46 Zentimeter in der Höhe und 38 Zentimeter in der Breite können wir ihn außerdem kaum als richtig sperrig bezeichnen. Zum Vergleich: Das Vorgängermodell Rockster hat lediglich links und rechts einen Tragegriff.

Simple Verbindung und aufgeräumtes Anschlussfeld

Unserer Meinung nach muss sich der Bluetooth-Kopplungsvorgang mit einem Speaker schnell und simpel gestalten. Und genau das ist beim Rockster Air der Fall: Ist der Lautsprecher einmal eingeschaltet, genügt ein längerer Druck auf den Bluetooth-Knopf und der Lautsprecher taucht auf dem Smartphone unter den verfügbaren Bluetooth-Geräten auf. Schon können wir uns verbinden und unsere Playlist abspielen. Teufel verspricht eine saubere und stabile Verbindung von mindestens zehn Metern. In unserem Praxistest auf freiem Feld haben wir dann auch knapp zehn Meter erreicht. Ab diesem Punkt wird die Verbindung jedoch instabil. Bei dem Test hatten wir, wie auf einer Party durchaus üblich, das Handy in der Hosentasche.

Halten wir allerdings das Handy in der Hand in Richtung der Box, dann sind sogar noch gute 15 Meter ohne deutliche Aussetzer möglich. Stehen dem Speaker und Smartphone jedoch Wände im Weg, wird auch auf kurze Strecken der Empfang schlecht und bricht sogar ab. Idealerweise bleibt das Smartphone also in der Nähe des Speakers. Außerdem können Sie dann so auch Ihr Smartphone über den USB-Anschluss an der Rückseite dank des integrierten Akkus aufladen lassen. Einen USB-Stick mit Musik daran anzuschließen ist aber nicht möglich – schade! Auch fehlt für uns ein Speicherkarten-Einschub, was den Funktionsumfang des Rockster Air optimal abgerundet hätte.

Eine weitere Art der Verbindung bietet der klassische Aux-In-Anschluss. Auf diese Weise lassen sich nahezu alle Multimediageräte koppeln, die eine Aux-Buchse besitzen. Dieser Anschluss und noch weitere wie Line-In, XLR-In, Link-In und Line-Out befinden sich alle übersichtlich angeordnet auf der Rückseite. So lässt sich also nicht nur ein Mikrofon via XLR an den Speaker anstöpseln, sondern beispielsweise auch eine E-Gitarre. Es gibt aber noch eine weitere Besonderheit: An den männlichen XLR-Anschluss lassen sich mehrere Rockster Air in Reihe schalten.

Auch einen Stromanschluss in Form eines Kaltgerätestecker gibt es. Denn sollte der Akku nach den angegebenen 30 Stunden doch einmal den Geist aufgeben, können Sie das Kabel anschließen und die Party geht weiter. Ein wichtiger Fakt zum Akku: Sollte er einmal nicht mehr funktionstüchtig sein, lässt sich dieser austauschen. Ein simpler, schneller Austausch auf Achse ist aber nicht vorgesehen.

Den Sound selbst mischen

Das beleuchtete Mischpult ist nicht nur ein wahrer Hingucker, sondern bietet auch viele Einstellungsmöglichkeiten. Neben der gesamten Lautstärke kann die Klangintensität außerdem noch einmal für jeden Eingang separat verstellt werden. Ein Regler für den Bass sowie für die Höhen ist ebenfalls vorhanden. Wir dürfen uns also voll austoben beim Mischen des Klangs und ihn nach den eigenen Wünschen anpassen. Sehr vorteilhaft ist die durchsichtige Abdeckung über dem Mischpult. Sie schützt die Knöpfe vor Wasser, Schmutz und sonstigen Einwirkungen. Außerdem kommt die Beleuchtung dadurch sehr gut zur Geltung. An dieser haben wir leider etwas zu bemängeln: Denn trotz der LED-Streifen fällt es uns schwer die Beschriftungen zu lesen, gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen kann die Beleuchtung also nicht wirklich beim Entziffern der einzelnen Reglerbeschriftungen helfen. Nicht gerade ideal, da viele Feiern ja eher zu später Stunde stattfinden. Hier hätte Teufel also ruhig noch etwas nachbessern können.

Laut Hersteller schafft der Rockster Air einen Schalldruck von rund 112 Dezibel. Und in Betrieb hat der Lautsprecher einiges zu bieten und kann uns überzeugen. Teufel verwendet für die hohen Töne ein Hochton-Horn, welches auch bei der Beschallung von größeren Sälen oder gar Stadien zum Einsatz kommt. Für den durchaus druckvollen und tiefen Bass verwendet der Hersteller einen 25 Zentimeter großen Tieftöner mit vier Bassreflexrohren für eine unterstützende Wirkung.

Wo der Bass nur richtig druckvoll wummert, fehlt es uns aber an den filigranen und klaren Höhen. Über das Mischpult können wir dem Ton aber noch einiges an Feinheit verleihen. Alles in allem gefällt uns der Klang sehr gut, wobei in größeren Räumen und vor allem im Freien der Sound aber erst richtig zur Geltung kommt. Hier kann sich die ausgewogene und kräftige Musik vollkommen ausbreiten. In kleineren Zimmern hingegen wirkt der Ton sehr gedrückt und dumpf. Wir bemerken hier also, dass das Gerät für Großes bestimmt ist. Unabhängig von der Wahl der Lokation ist die Ausrichtung des Speakers vergleichsweise wichtig. Es handelt sich um keinen Lautsprecher mit Surround-Sound, daher sollte er zur Menge hinzeigen.

Donald Trump will aus ISS aussteigen

US-Präsident Donald Trump will die finanzielle Unterstützung für die Internationale Raumstation ISS bis 2025 beenden. Das berichtet The Verge unter Berufung auf einen von der US-Regierung vorgeschlagenen Budget-Entwurf. Sollte die US-Regierung tatsächlich das US-Engagement auf der ISS beenden, dann hätten US-Astronauten vermutlich für einige Jahre keinen Platz mehr im All, an dem sie Experimente durchführen und Erfahrung mit dem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit sammeln könnten. Denn Mond- und erst Recht Mars-Missionen befinden sich bei der NASA noch im frühen Planungsstadium.

Der Budget-Entwurf der US-Regierung kann theoretisch noch geändert werden, außerdem muss der US-Kongress dem zustimmen. Erst am 12. Februar soll die US-Regierung ihren finalen Entwurf vorlegen. Doch The Verge will aus gut informierten Quellen erfahren haben, dass Donald Trump den Ausstieg durchziehen will. Die unmittelbar betroffene US-Raumfahrtagentur NASA will den Entwurf erst kommentieren, wenn er am 12.2.2018 offiziell vorliegt. Allerdings hat die NASA bisher keinen Zweifel daran gelassen, wie wichtig ihr die Mitarbeit und die Forschung auf der ISS ist.

Die NASA wendet jährlich zwischen drei und vier Milliarden US-Dollar für die ISS auf. Trump-Vorgänger Obama hatte im Jahr 2014 die NASA-Beteiligung an der ISS bis 2024 verlängert. Verschiedene kommerzielle Raumfahrtunternehmen wollen, dass die NASA ihre Unterstützung für die ISS zumindest bis 2028 verlängert. Denn 2028 könnte die ISS ohnehin das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben, wie einige Beobachter meinen.

Donald Trump will stattdessen, dass sich die NASA auf die Ziele weiter weg von der Erde konzentriert, wie auf Missionen zu Mond und Mars. Doch die NASA braucht die ISS bis dahin für weitere Experimente und das Trainieren ihrer Astronauten im Weltall.



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