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Morgenmagazin vom Montag, 8. Januar 2018

08.01.2018 | 06:38 Uhr |

Jimmy Iovine verlässt Apple im August +++ CES: Samsung zeigt 8K-TV mit µOLED +++ WSJ: Verspätungen nehmen bei Apple zu +++ Intel-CPU-Bug: Firefox 57.0.4 stopft Spectre-Lücke +++ Online abgeschlossene Verträge müssen auch online wieder kündbar sein +++ HP ruft Notebooks wegen Brandgefahr zurück +++ Schwerer CPU-Bug: Alle Macs, iPads und iPhones betroffen +++ Apples App Store startet mit neuem Rekord ins Jahr 2018 +++ Apple tauscht iPhone-Akkus – Fragen & Antworten

8. Januar: Alle Server im Schrank

Wir wünschen allseits Guten Morgen und ein gesundes wie erfolgreiches Neues Jahr! Auf ein Neues, also. Wir haben uns mit der ersten Ausgabe des Macwelt-Morgenmagazins ein wenig Zeit lassen können, trotz der berechtigten Aufregung um die Sicherheitslücken in allen Intel- und vielen AMD- und ARM-Prozessoren ist der Jahresanfang in Sachen Apple seit gut zehn Jahren eher ruhig und die Gelegenheit für einen längeren Weihnachtsurlaub günstig. Bis vor etwa zehn Jahren aber fiel Weihnachten für Kunden und Freunde der Firma Apple auf einen Tag in Januar, wenn ein Vertreter Apples die Macworld Expo mit einer Keynote eröffnete. Das war von 1998 bis 2008 Steve Jobs persönlich, bei der letzten Macword Expo im Jahr 2009 musste er sich wegen seiner Lebertransplantation von Phil Schiller vertreten lassen.

Vor zehn Jahren konnten wir aber auch schon einen etwas längeren Weihnachtsurlaub planen, die Macworld Expo begann erst am 15. Januar und damit eine gute Woche später als all die Jahre zuvor. Vermutlich hatte IDG World Expo damit versucht, Apple ein wenig entgegen zu kommen, der frühe Termin war auch für Cupertino nicht ganz einfach zu stemmen und viele in San Francisco angekündigte Produkte konnte Apple erst Wochen später in den Handel bringen.

Doch ausgerechnet im Januar 2008 war Apple mit zwei Hardwareupdates schon in der ersten vollen Woche des neuen Jahres startklar und stellte bereits am Dienstag vor der Keynote neue Versionen von Mac Pro und Xserve in seine Läden. Apple mag schon damals geahnt haben, dass Mac Pro und der Xserve, jener eine Höheneinheit einnehmender Server für das 19-Zoll-Rack Auslaufmodelle sein würden. Der Trend zu immer mobileren Geräten hatte enorm Fahrt aufgenommen, nicht zuletzt durch das iPhone, das Apple ein Jahr zuvor auf der Macworld Expo erstmals der Öffentlichkeit gezeigt hatte. Eine Woche später reagierte Apple auch auf den Trend des sogenannten Netbooks, jenen billigen und kleinen Laptops, die für einfache Tätigkeiten wie Mailen, Surfen und Schreiben gerade gut genug waren. Billig wurde das Macbook Air indes nicht, zeigt aber in den beiden Jahren vor der Tablet-Revolution, wie ein leichtes, kompaktes Notebook für einfache Zwecke zu sein habe. Während heute keiner mehr von Netbooks spricht, hat Apple das Macbook Air immer noch im Programm, doch ist dies nun seinerseits ein Auslaufmodell. Indes hat Cupertino für das Jahr 2018 einen neuen modularen Mac Pro versprochen. Von einem Xserve-Nachfolger ist aber keine Rede. Peter Müller

Lesetipps für den Montag:

Personalie: Jimmy Iovine, Mitbegründer von Beats Music und seit der Übernahme durch Apple in Cupertino für die Entwicklung von Apple Music verantwortlich, wird das Unternehmen im August dieses Jahres verlassen, berichtet das Fachmagazin Billboard. Der längere Vorlauf sei notwendig, damit Iovine die von Apple erhaltenen Aktienoptionen voll einlösen könne. Apple wollte den Bericht bisher nicht kommentieren.

Größer und heller: Auf der CES hat Samsung den ersten TV-Apparat mit Micro-LED-Technologie vorgestellt. Wie OLEDs benötogen Micro-LEDs oder µLEDs keine Hintergrundbeleuchtung, das Bild wird also noch kontrastreicher. Der "The Wall" genannte Fernseher bietet mit seinen 7680 mal 4320 Pixeln eine 8K-UHD-Auflösung und unterstützt HDR10+, die Bildschirmdiagonale beträgt 146 Zoll. 8K-Inhalte bekkommt man heutzutage noch nicht, die olympischen Spiele von 2020 werden jedoch in der hohen Auflösung gesendet.

Klage : In der Angelegenheit herunter geregelter Prozessoren bei schwächer gewordenem Akku bekommt es Apple in einer Sammelklage mit einem alten Bekannten zu tun. Im Namen des New Yorker Klägers John Solak hat die Kanzlei Hagens Berman am Freitag am Bezirksgericht von Nordkalifornien eine Sammelklage eingereicht. Hagens Berman hatte gegen Apple bereits vor einigen Jahren im Fall des E-Book-Kartells obsiegt und für die Kläger einen Schadensersatz in Höhe von 450 Millionen US-Dollar erstritten. Auch diesmal fordern die Anwälte finanzielle Kompensation für die Käufer von iOS-Geräten, die seit der iOS-Version 10.2.1 von der CPU-Bremse betroffen waren.

Open Source: Das in Mountain View ansässige Computer History Museum will in diesem Jahr den Quellcode des Betriebssystems und der Anwendungen für Apples Lisa als Open Source veröffentlichen. Der Code sei bereits rekonstruiert und liege zur Überprüfung Apple vor, im Verlauf des Jahres könne dieser Freigabeprozess abgeschlossen sein. Lisa war ein Jahr vor dem Macintosh auf den Markt gekommen und das erste Consumer-System mit grafischer Benutzeroberfläche und Mausbedienung, Apple verkaufte aber nur etwa 10.000 Stück. Der deutlich günstigere Mac hatte auch von Anfang an bessere Unterstützung von Drittentwicklern und konnte auch deshalb die Lisa recht schnell überholen.

Statistik: Verspätungen von Produkten haben bei Apple in der Tim-Cook-Ära Programm, behauptet das Wall Street Journal anhand der beobachteten Zeiträume zwischen Ankündigung eines Produktes und seiner tatsächlichen Auslieferung. Der auf das Frühjahr 2018 verschobene HomePod ist dabei nur eines, von den 70 unter Tim Cook fertig gestellten Produkten seien fünf mit einer Verspätung von drei bis neun Monaten erschienen, weitere neun kamen einen bis drei Monate zu spät. Unter Steve Jobs seien bei etwa gleicher Anzahl neuer und aktualisierter Produkte nur eine Verspätung von über drei Monaten vorgekommen und bei sieben hat es zwischen einem und drei Monaten zwischen Ankündigung und Veröffentlichung gedauert. Der Vergleich hinkt jedoch ein wenig. Unter Tim Cook ist das Produktangebot Apples wesentlich umfangreicher geworden, auch kommt der Konzern ein wenig von seinem Matra "We dont's talk about futer products" ab und hat etwa im vergangenen Sommer iMac Pro und HomePod schon Monate vor der geplanten Veröffentlichung annonciert. Das wichtigste Apple-Produkt, das iPhone, erscheint zudem in zuverlässiger Regelmäßigkeit, auch beim iPhone X konnte Apple anfängliche Lieferschwierigkeiten rasch kompensieren.

Intel-CPU-Bug: Firefox 57.0.4 stopft Spectre-Lücke

Mozilla hat am Freitagvormittag mit der Auslieferung von Firefox 57.0.4 begonnen. Mit der neuen Version wird die kürzlich bekannt gewordene Lücke in Intel- und ARM-basierten CPUs geschlossen. Microsoft hatte für Windows 10 und dessen Windows-Kernel bereits am Donnerstag ein Notfall-Updateausgeliefert.

Mit Firefox 57.0.4 wird die Spectre-Anfälligkeit der sogenannten „Speculative execution side-channel attack“ geschlossen, deren Gefährlichkeit mit „Hoch“ einschätzt. Der Design-Fehler der CPUs enthält die beiden Anfälligkeiten, die auf den Namen „Meltdown“ und „Spectre“ getauft wurden.  In beiden Fällen werde eine Performance-Funktion moderner CPUs namens "speculative execution" ausgenutzt. Die Funktion beschleunige die Verarbeitung von Befehlen, indem die eingehenden Befehle nicht in der Reihenfolge ihres Eingangs abgearbeitet werden, sondern so angeordnet werden, dass sie besonders schnell abgearbeitet werden können. Die Techniken Meltdown und Spectre können dabei dafür verwendet werden, eigentlich abgesicherte Informationen im Kernel-Speicher auszulesen. Dazu können etwa Passwörter oder andere persönliche Informationen gehören.

Im Falle von Meltdown wird das Auslesen des Kernel-Speichers möglich und ist über CVE-2017-5754 dokumentiert- Diese Technik bietet das größte Potential an, von Angreifern verwendet zu werden. Spectre verwendet zwei unterschiedliche Techniken, die unter CVE-2017-5753 und CVE-2017-5715 dokumentiert sind. Auch hier könnte eine Anwendung Lesezugriff auf Informationen im geschützten Kernel-Speicher erhalten. Ausgenutzt wird eine Anfälligkeit, die dadurch entsteht, dass es zu einer zeitlichen Verzögerung kommt, wenn die CPU einen Speicher-Zugriffsbefehl validiert.

Sie erhalten Firefox 57.0.4 über die in Firefox integrierte Autoupdate-Funktion beim Neustart des Browsers. Alternativ können Sie die Version auch direkt bei Mozilla hier herunterladen.
 

Online abgeschlossene Verträge müssen auch online wieder kündbar sein

Schon vor einigen Monaten trat ein neues Gesetz in Kraft, dass nach dem Stichtag 1. Oktober 2016 abgeschlossene Verträge mit Mobilfunkanbietern, Stromversorgern und vielen anderen Unternehmen nun unter anderem per E-Mail gekündigt werden können. Das Wichtigste dazu haben die deutschen Verbraucherzentralen in Kurzform zusammengefasst .

Nun stießen wir kürzlich auf folgenden, konkreten Fall: Ein kostenpflichtiges Software-Abonnement bei der Firma Adobe sollte online – und damit genauso wie es zuvor eingerichtet und abgeschlossen wurde – wieder gekündigt werden. Doch anders als vom Anbieter in seinen AGBs erläutert („Wenn Sie Ihr Creative Cloud-Abonnement direkt bei Adobe erworben haben, können Sie das Abo jederzeit online kündigen“), war dies nicht möglich. Stattdessen wurden wir beim Online-Kündigungsversuch immer darauf verwiesen, dass die Kündigung nur telefonisch möglich sei.

Ist dieser Weg aber nach der gesetzlichen Neuregelung erlaubt? Kathrin Körber, Juristin bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen, hält dagegen. Eine solche telefonische Hürde dürfe höchstens temporär aktiv sein, beispielsweise bei einem Ausfall oder einer Überlastung des regulären Systems, nicht dagegen grundsätzlich. „Ein online geschlossener Vertrag muss auch online wieder gekündigt werden können“, sagt die Rechtsexpertin zu PC-WELT.

Adobe schreibt dazu auf Anfrage von PC-WELT: „Die Kündigung eines Creative Cloud Abos ist nach aktuellem Stand ohne Weiteres jederzeit online möglich. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist nur dann erforderlich, sollte etwas mit dem Konto ‚nicht stimmen‘. Sprich: ausstehende Zahlungen, Zahlungsmethoden abgelaufen (z.B. wenn eine Kreditkarte nicht mehr gültig ist) o.ä. - In diesen Fällen wird der Kunde gebeten, sich telefonisch beim Support zu melden.“ Eine solche Konstellation lag im konkreten Fall allerdings nicht vor.
Wer individuell auf ähnliche Probleme stößt und zu keiner Einigung mit seinem Vertragspartner kann, findet Unterstützung beim „Marktwächter“. Dort sammeln der Verbraucherzentrale Bundesverband und die Verbraucherzentralen der Bundesländer Erkenntnisse über die tatsächliche Lage von Verbrauchern im Finanzmarkt und in der digitalen Welt. Über ein Beschwerdeformular können Sie den Experten Ihre Probleme mit digitalen Produkten oder Beobachtungen zu aktuellen Entwicklungen melden. Individuelle Beratung gibt es bei der Verbraucherzentrale in Ihrem Bundesland.


HP ruft Notebooks wegen Brandgefahr zurück

Hewlett-Packard hat eine weltweite freiwillige, sicherheitsbedingte Rückrufaktion für bestimmte Akkus von Notebooks und mobilen Workstations angekündigt. Bei den betroffenen Akkus bestehe die Gefahr einer Überhitzung, wodurch eine Brand- und Verbrennungsgefahr für die Kunden bestehe, wie HP mitteilt. Der Rückruf betrifft dabei, so HP in einem Statement gegenüber PC-WELT, rund 0,1% Prozent der global vertriebenen HP Systeme der vergangenen zwei Jahre.

Von der Aktion betroffen sind die Akkus in folgenden HP-Produkten, die zwischen Dezember 2015 und Dezember 2017 verkauft wurden:

HP weist auch darauf hin, dass die betroffenen Akkus auch als Zubehör verkauft oder als Ersatzteile bereitgestellt wurden. Wichtig ist auch, dass die Akkus teils fest in den Systemen verbaut wurden und damit von den Kunden nicht einfach ausgetauscht werden können. Daher stellt HP einen kostenlosen Ersatzakku-Service durch einen autorisierten Techniker bereit. Außerdem liefert HP für die betroffenen Geräte, in denen die Akkus zum Einsatz kommen, BIOS-Updates aus, durch die die Akkus in den „Akkusicherheitsmodus“ versetzt werden.

"Der Akkusicherheitsmodus gilt nur für HP Produkte, die von diesem Rückruf betroffen sind. Wenn der Validierungsprozess ergibt, dass ein Akku für den Ersatz qualifiziert ist, sollte das BIOS-Update durchgeführt und das System neu gestartet werden“, so HP.  Während des Neustarts werde eine Option zum Aktivieren des Akkusicherheitsmodus eingeblendet. Durch Akzeptieren des Akkusicherheitsmodus entlade sich der Akku und verhindere ein erneutes Aufladen, bis der Akkusicherheitsmodus deaktiviert wird.

"Um das betroffene Gerät weiterhin sicher verwenden zu können, sollten Akkus, bei denen ein Austausch erforderlich ist, in den Sicherheitsmodus versetzt werden und Notebooks und Mobile Workstations bis zum Abschluss des Austausches nur noch mit HP-Netzteil verwendet werden", rät HP.


Weitere Infos zum freiwilligen Rückruf und Ersatzbestellungsprogramm finden Sie auf dieser Seite bei HP. Auf dieser Unterseite bietet HP das Tool zum Download an, welches überprüft, ob in einem Gerät ein vom Rückruf betroffenes Akku steckt. Diese ausführliche FAQ liefert schließlich Antworten auf alle Fragen rund um die Rückrufaktion.

Schwerer CPU-Bug: Alle Macs, iPads und iPhones betroffen

In einem Support-Beitrag teilt Apple seine Analyse der kürzlich enthüllten CPU-Sicherheitsanfälligkeit "Meltdown" und "Spectre" bei Intel- und ARM-basierten CPUs mit. Die schlechte Nachricht: Alle Mac-Systeme und iOS-Geräte sind von der Problematik betroffen. Die gute Nachricht ist immerhin, dass bisher keinerlei Angriffe bekannt geworden sind, die auf die Anfälligkeiten "Meltdown" oder "Spectre" abzielen.

Lediglich die Apple Watch ist zumindest von "Meltdown" nicht betroffen. Apple empfiehlt allen Nutzern die Installation der zuletzt veröffentlichten Updates, um vor "Meltdown" sicher zu sehen. Konkret sind dies iOS 11.2, macOS 10.13.2 und tvOS 11.2. Schon bald soll Safari ein Update gegen Spectre-Angriffe erhalten. Weitere Updates für alle Plattformen werden ebenfalls für die kommende Zeit in Aussicht gestellt.

In dem Support-Beitrag liefert Apple auch einige Erklärungen zu Meltdown und Spectre. In beiden Fällen werde eine Performance-Funktion moderner CPUs namens "speculative execution" ausgenutzt. Die Funktion beschleunige die Verarbeitung von Befehlen, indem die eingehenden Befehle nicht in der Reihenfolge ihres Eingangs abgearbeitet werden, sondern so angeordnet werden, dass sie besonders schnell argearbeitet werden können. Die Techniken Meltdown und Spectre können dabei dafür verwendet werden, eigentlich abgesicherte Informationen im Kernel-Speicher auszulesen. Dazu können etwa Passwörter oder andere persönliche Informationen gehören.

So funktioniert Meltdown

Im Falle von Meltdown wird das Auslesen des Kernel-Speichers möglich und ist über CVE-2017-5754 dokumentiert. Apples eigene Analyse habe dabei ergeben, dass diese Technik das größte Potential biete, von Angreifern verwendet zu werden. Dagegen habe man iOS 11.2, macOS 10.13.2 und tvOS 11.2 bereits veröffentlicht. Für WatchOS sei kein Update notwendig. Die bereits im Dezember 2017 von Apple durchgeführten Performance-Messungen nach der Installation der Updates hätten ergeben, dass die Systeme nicht merklich ausgebremst werden. Konkret hat Apple dabei mit folgenden Benchmarks gemessen: GeekBench 4, Speedometer, Jetstream und ARES-6.

So funktioniert Spectre

Spectre verwendet zwei unterschiedliche Techniken, die unter CVE-2017-5753 und CVE-2017-5715 dokumentiert sind. Auch hier könnte eine Anwendung Lesezugriff auf Informationen im geschützten Kernel-Speicher erhalten. Ausgenutzt wird eine Anfälligkeit, die dadurch entsteht, dass es zu einer zeitlichen Verzögerung kommt, wenn die CPU einen Speicher-Zugriffsbefehl validiert. Apples Analysen hätten gezeigt, dass "Spectre" sich sehr schwer von Angreifern ausnutzen lasse und damit Angriffe eher weniger wahrscheinlich als im Falle von Meltdown seien.

Das Spectre-Update für Safari soll in Kürze erscheinen und wird sich laut Apple wenig auf die Performance von Safari auswirken. Bei Speedometer und ARES-6 habe man kaum eine Auswirkung gemessen. Die Auswirkungen beim Jetstream-Benchmark fallen mit unter 2,5 Prozent eher minimal aus. In naher Zukunft sollen schließlich auch Updates für iOS, macOS, tvOS und watchOS folgen.


Apples App Store startet mit neuem Rekord ins Jahr 2018

Am Neujahrstag hat der App Store einen neuen Rekord aufgestellt. An diesem Tag, so teilt Apple mit, wurde ein Umsatz in Höhe von 300 Millionen US-Dollar (etwa 250 Millionen Euro) im App Store generiert. Damit ist der 1. Januar 2018 aktuell der umsatzstärkste Tag in der Geschichte des App Store.

Auch die Zeit von Heiligabend bis zum Neujahr bescherte Apple hervorragende Rekord-Einnahmen. Der Umsatz lag in dieser Zeit laut Apple bei satten 890 Millionen US-Dollar. Umgerechnet haben die App-Store-Nutzer also in diesen sieben Tagen um die 740 Millionen Euro für den Kauf von Apps aus.

"Wir sind begeistert über die Resonanz auf den neuen App Store und davon, dass so viele Kunden neue Apps und Spiele entdecken und genießen", sagt Phil Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing bei Apple. Schiller weiter: "Wir möchten uns bei allen kreativen App-Entwicklern bedanken, die diese großartigen Apps entwickelt und dazu beigetragen haben, das Leben der Menschen zu verändern. Allein im Jahr 2017 haben iOS-Entwickler 26,5 Milliarden US-Dollar verdient — über 30 Prozent mehr als 2016.“

Aktuell befinden sich im App Store etwa 2.000 ARKit-fähige Apps in allen Kategorien. Das AR-Update für Pokemon Go erschien am 21. Dezember und sorgte dafür, dass sich das Spiel wieder an die Spitze der App-Store-Charts positionierte. Zu den beliebtesten AR-Titeln gehören Apple zufolge Spiele wie CSR Racing 2, Stack AR und 8 Ball - Kings of Pool, Shopping-Apps wie Amazon und Wayfair, Bildungs-Apps wie Night Sky und Thomas & Freunde sowie Apps für Soziale Netze wie Pitu und Snapchat.

Lesetipp: Die besten AR-Apps im App Store

Zu den Top-Hits 2017 zählen Spiele und Apps wie Animal Crossing: Pocket Camp, Monument Valley 2, King of Glory, Calm und Affinity Photo. Seit dem Start des App Store im Juli 2008 haben iOS-Entwickler über 86 Milliarden US-Dollar verdient.

Apple tauscht iPhone-Akkus – Fragen & Antworten

Apple hatte sich kürzlich für seine missglückte Kommunikationspolitik in der Diskussion um eine absichtliche Leistungsreduzierung bei älteren iPhones entschuldigt. Außerdem senkte Apple die Kosten für einen Akku-Austausch auf 29 Euro. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Tipp, bevor wir loslegen: In diesem Artikel lesen Sie die bisherige Entwicklung zu dieser Angelegenheit: Alter Akku kann iPhones stark ausbremsen.

Für welche iPhone-Modelle gilt Akku-Austausch-Programm?

Es gilt für die Modelle:
iPhone SE
iPhone 6
iPhone 6 Plus
iPhone 6s
iPhone 6s Plus
iPhone 7
iPhone 7 Plus

Und was ist mit meinem iPhone 5s?

Offiziell gilt das Programm für dieses Modell nicht. Es könnte sich aber vielleicht lohnen, einfach mal mit dem Gerät bei einem Apple Store vorbeizuschauen und dort mit einem Techniker ein Gespräch zu führen.

Was kostet der Akku-Austausch und bis wann ist er möglich?

Apple verlangt 29 Euro und damit 60 Euro weniger als üblich bei Geräten, bei denen die Garantiezeit bereits abgelaufen ist. Das Programm selbst läuft laut Apple bis einschließlich Dezember 2018.

Und wenn ich AppleCare+ habe?

Mit AppleCare+ fallen zwei Jahre keine Kosten bei Hardware-Reparaturen an. Sollte für das Gerät noch AppleCare+ gelten, dann erfolgt der Akku-Austausch natürlich gratis.

Benötige ich einen Termin und wie lange dauert der Akku-Austausch?

Ein Termin im Apple Store ist nicht zwingend notwendig, kann aber natürlich Zeit sparen. Schließlich herrscht beispielsweise an Wochenenden viel Betrieb in den Apple Stores. Der Akku-Austausch selbst dauert maximal eine Stunde. Die Wartezeit hängt aber natürlich davon ab, wie stark die Techniker im Apple Store beschäftigt sind.

Wie setze ich mich vorher mit Apple in Kontakt?

Bevor Sie am Akku-Austauschprogramm teilnehmen können, sollten Sie diese Seite bei Apple besuchen und sich so mit Apple in Kontakt setzen: https://getsupport.apple.com/
Weitere Infos finden Sie auch auf dieser Support-Seite https://support.apple.com/de-de/HT208387

Kann ich das iPhone auch per Post an Apple senden?

Ja – allerdings müssen Sie dann natürlich für mehrere Tage auf die Nutzung Ihres iPhones verzichten.

Was sollte ich vor dem Akku-Austausch tun?

Auf jeden Fall sollten Sie ein Backup des iPhones machen. Wahrscheinlich ist kein Reset des Geräts seitens Apple nötig, aber sicher ist sicher.

Ich habe erst kürzlich zum vollen Preis den Akku getauscht, erhalten ich das Geld zurück?

Dazu hat sich Apple nicht offiziell geäußert bisher. Sollten Sie aber 89 Euro gezahlt haben, dann könnte es sich lohnen, mal in einem Apple-Store vorbeizuschauen und das Problem freundlich und sachlich zu erläutern. Eventuell erhalten Sie ja die Differenz von 29 Euro zu 89 Euro zurück.

Woher weiß ich, ob mein iPhone betroffen ist?

Wenn sich Ihr iPhone über die vergangenen Monate langsamer anfühlt, dann könnte es betroffen sein. Das Power-Management-Feature wurde mit iOS 10.2.1 für die oben genannten iPhone-Modelle eingeführt und drosselt seitdem die Leistung der Geräte bei sinkender Batterie-Lebenszeit. Wenn Sie das iPhone bei Apple zum Akku-Austausch abgeben, führt Apple zunächst eine Diagnose durch. Wahrscheinlich wird der Akku aber unabhängig des Diagnoseergebnisses ausgetauscht.

Was tut Apple, um das Vertrauen zurück zu gewinnen?

Mit einem kommenden iOS-Update sollen der Einstellungen-Oberfläche mehr Informationen darüber eingeblendet werden, wie es um die Gesundheit der Batterie bestellt ist. Eine Funktion, die sich iPhone-Jünger seit langem wünschen. Künftig können die Nutzer also erkennen, ob die sinkende Batterie-Lebenszeit sich negativ auf die Leistung des Geräts auswirkt und entsprechend reagieren.

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