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Mshelper: Verstecktes Mac-Programm beansprucht Batterie

22.05.2018 | 13:25 Uhr |

Nutzer berichten vermehrt über ein Programm, das eine sehr hohe CPU- und RAM-Auslastung verursacht.

Es könnte sich hier um einen versteckten Krypto-Miner handeln, also ein Programm dass im Hintergrund läuft um Berechnungen durchzuführen um Bitcoin oder andere Währungen dafür zu bekommen.

Einem Reddit-Nutzer fiel auf , dass ein Prozess namens „mshelper“ mehr als 100% CPU verbraucht und der Akku seines MacBooks in Windeseile gegen 0% lief. Durch die Hilfe anderer Nutzer gibt es eine erste Abhilfe.

Prüfen, ob Ihr Mac infiziert ist

Öffnen Sie die „Aktivitätsanzeige“ (durch eine Spotlightsuche oder im Dashboard unter dem Ordner „Dienstprogramme“) und klicken Sie auf den Tab „CPU“. Anschließend können Sie um Suchfeld rechts oben „mshelper“ eingeben. Bekommen Sie eine leere Liste angezeigt, ist alles in Ordnung.

Bleibt die Suche in der Aktivitätsanzeige ohne Ergebnisse, ist keine Malware auf den Mac gelangt.
Vergrößern Bleibt die Suche in der Aktivitätsanzeige ohne Ergebnisse, ist keine Malware auf den Mac gelangt.

Erscheint jedoch ein Eintrag, so müssen Sie dem Programm den Gar ausmachen und es entfernen. Dies können Sie via dem Terminal erledigen. Hierzu öffnen Sie wieder die Spotlight-Suche und geben „Terminal“ ein. Nach dem Öffnen erscheint ein Fenster in welchem Sie bestimmte Befehle absetzen können. Die folgenden zwei löschen die beiden Dateien und somit auch die Anwendung:

rm -rf /Library/LaunchDaemons/com.pplauncher.plist
rm -rf /Library/Application\ Support/pplauncher/pplauncher

Jetzt müssen Sie Ihren Mac nur noch neu starten und die Anwendung ist verschwunden.

Wie schützen Sie sich vor Mshelper?

Die Anwendung kam wahrscheinlich über Dritthersteller oder beim Herunterladen von Torrents auf Ihren Rechner. Gehen Sie sicher. dass Sie in Zukunft nur von vertrauenswürdigen Herstellern Software oder andere Dateien herunterladen. Es kann auch hilfreich sein, immer wieder die Aktivitätsanzeige zu überprüfen, ob sich ein Prozess mehr Ressourcen nimmt als andere und dem anschließend auf den Grund zu gehen.

Die Schadsoftware scheint jedoch nicht sonderlich verbreitet zu sein. Die großen Anbieter von Antivirus-Software für den Mac haben das Programm noch nicht untersucht bzw. nicht untersuchen können. Daher bleibt unbekannt, was genau Mshelper auf dem Mac verunstaltet und woher diese Software kommt.

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