2255789

Eine halbe Million Netzgeräte in Barcelona anfällig für Cyberattacken

27.02.2017 | 13:04 Uhr |

Bei einem Test findet die Firma Avast allein in der Stadt Barcelona rund 500 000 Webcams, Babyphones und andere IoT-Geräte mit Schwachstellen.

Diese Woche beginnt in Barcelona die Mobilfunkmesse Mobile World Congress: Für die Sicherheitsfirma Avast ein Anlass, um IoT-Geräte in Barcelona auf Schwachstellen zu prüfen. Zu diesen Geräten des „Internets der Dinge“ gehören öffentliche und private Webcam, Babyphones, Wasserkocher, Kühlschränke und andere Geräte mit Netzanbindung. Viele davon haben Schwachstellen.

Allein in Barcelona gäbe es laut Avast etwa 22 000 Webcams, die leicht zu hacken wären – etwa durch das Ausprobieren von Passwörtern. Kriminelle könnten gekaperter Webcams nutzen, um Personen auszuspähen oder über das infizieren weiterer Geräte ein Botnetz zu schaffen. So nutzten in Spanien außerdem knapp 444 000 Geräte das Telnet-Protokoll. Letzteres gilt als unsicher, seit Hacker durch Sicherheitslücken des Protokoll das Bonetz Mirai bilden konnten. Dieses war unter anderem für den Angriff auf den Internet-Dienstleister Dyn verantwortlich, der viele bekannte Webseiten wie Twitter betraf.

Durchgeführt hat Avast den Test mit Hilfe der Suchmaschinenspezialisten von Shodan.io, die auf Netzwerkanalysen spezialisiert sind. Als Schutz empfiehlt Avast Endanwendern, Software regelmäßig zu aktualisieren und starke und komplexe Passwörter zu vergeben. Im Sommer soll außerdem eine neue Version der Avast-App Wi-Fi Finder erscheinen, die Netzgeräte mit Schwachstellen identifiziert. Verfügbar ist die App nur für Android.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2255789